REW4N (Fach) / Grundbegriffe (Lektion)
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Kapital, Finanzierung, Kennzahlen
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- Was ist Finanzierung? Beschaffung von Geld, Sachgütern und Rechten. Der Zeitrahmen kann kurz-, mittel- und langfristig sein.
- Aufgaben der Finanzierung: Kapitalbedarf ermitteln (gegenwärtig, zukünftig)KapitalbeschaffungSicherstellen der LiquiditätOptimale FinanzierungAuswahl der richtigen Finanzierungsvariante (Eigen-, Fremdkapital).
- Wie kennzeichnet sich Eigenkapital? Es entsteht ein Beteiligungsverhältnis (Kapitalgeber wird (Mit)Eigentümer.EK steht grundsätzlich unbefristet zur VerfügungKapitalgeber ist am Erfolg beteiligt und haftet für Schulden.
- Eigenschaften von Fremdkapital: Begründet ein Schuldverhältnis (Forderungsrecht)Rückzahlungsanspruch durch Kapitalgeber unabhängig von der Ertragslage.
- Was ist Investition? Der zielgerichtete Einsatz von finanziellen Mitteln zur Beschaffung von Sachgütern und Rechten.
- Was ist Liquidität? Die Fähigkeit, seinen Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht nachzukommen.
- Absolute und relative Liquidität? Absolute Liquidität: betrachtet nur die Aktivseite der Bilanz: Relative Liquidität: betrachtet beide Seiten der Bilanz: Man unterscheidet zwischen statischer (Anlagendeckungsgrad ...) dynamischer Liquidität (Cashflow ...)
- Was versteht man unter Finanzierung? Unter Finanzierung versteht man die Kapitalbeschaffung in allen Formen. Die Kapitalbeschaffung kann in Form von Geld, Sachgütern oder Rechten erfolgen.
- Steht jeder Finanzierung eine Investition gegenüber? Nicht jeder Finanzierung steht eine Investition gegenüber. Wird beispielsweise ein kurzfristiger Bankkredit aufgenommen, um die Löhne und Sozialabgaben fristgerecht bezahlen zu können, handelt es sich um keine Investition. Es liegt zwar eine Finanzierung vor, aber das Investitionsvolumen bleibt unverändert.
- Worin liegt der Unterschied zwischen Eigen- und Fremdkapital? Eigenkapital steht unbefristet und zinslos zur Verfügung. Außerdem haftet es für Verbindlichkeiten. Im Gegensatz dazu steht Fremdkapital nur befristet zur Verfügung. Für die Kapitalbereitstellung fallen Zinsen an. Fremdkapital muss zurückgezahlt werden und haftet nicht für Schulden.
- . Welche Beurteilungsmöglichkeiten zur finanziellen Lage eines Unternehmens kennen Sie bis jetzt? • kurzfristige Liquiditätsgrade (Liquidität 1. Grades, Liquidität 2. Grades, Liquidität 3. Grades), • Cashflow.
- Was versteht man unter finanziellem Gleichgewicht? Unter finanziellem Gleichgewicht versteht man, dass ein Unternehmen jederzeit zahlungsfähig ist, ohne allerdings einen zu hohen Bestand an liquiden Mitteln vorzuhalten. Durch die Finanzseite kommt es dann zu keinen Störungen im Geschäftsablauf.
- Welche der nachstehenden Aussagen ist richtig? a) Finanzierung ist die Beschaffung von Eigenkapital. b) Finanzierung ist Kapitalbeschaffung jeder Art, Investition ist Kapitalverwendung. c) Der Kauf von Rohstoffen ist eine Investition. a) Finanzierung ist die Beschaffung von Eigenkapital. Falsch. b) Finanzierung ist Kapitalbeschaffung jeder Art, Investition ist Kapitalverwendung. Richtig. c) Der Kauf von Rohstoffen ist eine Investition. Richtig.
- Welchem Zweck dient die Finanzanalyse? Im Rahmen der Finanzanalyse wird die finanzielle Situation eines Unternehmens beurteilt. Sie kann intern oder extern durchgeführt werden. Als Datengrundlage dient in der Regel die Bilanz sowie die dazugehörige Gewinn-und- Verlust-Rechnung eines Unternehmens. Eine externe Finanzanalyse wird zum Beispiel im Rahmen einer Kreditwürdigkeitsprüfung durch die Bank durchgeführt. Die Finanzanalyse kann als Substanzanalyse und als Kennzahlenanalyse erfolgen.
- Wozu dient die Substanzanalyse? Die Veränderung der bei der Substanzanalyse untersuchten absoluten Zahlen lässt Rückschlüsse über die Entwicklung eines Unternehmens und die möglichen Ursachen für diese Entwicklung zu.
- Was sind Kennzahlen? Unter Kennzahlen versteht man Zahlen, die sich auf wirtschaftliche Zusammenhänge beziehen. Die Darstellung erfolgt in konzentrierter Form. Die betroffenen Zahlen werden in ein Verhältnis zueinander gebracht.
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- Welche Kennzahlen können unterschieden werden? Man unterscheidet absolute Kennzahlen und relative Kennzahlen. Die relativen Kennzahlen bezeichnet man auch als Verhältniszahlen. Die Verhältniszahlen lassen sich in drei Arten unterscheiden: Gliederungszahlen (Verhältnis Teilgröße zu Gesamtgröße: Anlagevermögen zu Bilanzsumme) Beziehungszahlen (keine Zahl übergeordnet: Umsatz pro Mitarbeiter) Indexzahlen (zeitliche Entwicklung wird dokumentiert: Entwicklung des Unternehmens)
- Warum ist es im Rahmen der Kennzahlenanalyse notwendig, Bilanzen zu bereinigen und in einer Strukturbilanz aufzubereiten? Bilanzen werden nach gesetzlichen Vorschriften erstellt. Für die Zwecke der Kennzahlenanalyse sind sie aber ungeeignet. Damit die zu untersuchenden Bilanzen und Gewinn-und-Verlust-Rechnungen vergleichbar werden, ist es notwendig, diese im Vorfeld der Finanzanalyse bzw. der Kennzahlenanalyse zu bereinigen und in zusammengefasster Form darzustellen. Auch im Rahmen von Bonitätsprüfungen bzw. Kreditwürdigkeitsprüfungen bei Banken werden regelmäßig die Bilanzen und Gewinn-und-Verlust-Rechnungen der Unternehmen bereinigt und in zusammengefasster Form dargestellt.
- Was versteht man unter dem Cashflow? Kennzahl, die angibt, welche im Geschäftsjahr selbst erwirtschafteten Mittel dem Unternehmen zu freien Verfügung stehen. Cashflow ist Indikator für Finanzkraft eines Unternehmens (zeigt Spielraum zur Schuldentilgung, Innenfinanzierung und Dividendenzahlung.
- Wie errechnet sich der Cashflow? Jahresüberschuss+ Abschreibungen+ Erhöhungen der langfr. Rückstellungen= Cashflow
