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Professionalität und Schule (Fach) / Steop (Lektion)
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- Warum gibt es keine rezeptförmige Anwendung für pädagogisches Handeln? - Umstrittenheit des pädagogischen Wissens (unterschiedlich anerkannte, teils gegensätzliche Theorien) - Einzigartigkeit der Situation und der Menschen - Zukunftsbezug des päd. Handelns (weiterentwickeln des Wissens)
- Reflexionskompetenz = Urteilsfähigkeit + hermeneutische Kompetenz + Fähigkeit zum Weiterentwickeln
- Unterschied zwischen Studium und päd. Berufstätigkeit Praxis: Innerhalb kürzester Zeit Entscheidungen treffen, ohne Vorbereitung Studium: Situationen ohne Zeitdruck analysieren
- Antinomie = Logischer Widerspruch von Aussagen, die gleichermaßen gut begründet sind
- konstitutiv = aufbauend, nutzbringend
- teleologisch/Teleologie/Telos = Lehre der Zielgerichtetheit menschlicher Handlungen, Natureigenschaften, etc
- Technologiedefizit Arbeit an der Veränderung von Personen durch komplexe, interaktive, nicht technologisierbare Vermittlungsprozesse
- Paradox/Paradoxie Scheinbar oder tatsächlich unauflösbarer, unerwarteter Widerspruch
- Pluralisierung Akt des unterschiedlichen verschieden Werdens
- Metaerzählungen Meta = höhere Ebene
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- partikular - universalistisch einzeln, auf einen Teil bezogen - auf Vielseitigkeit bezogen
- interaktiv-asymmetrisches Vermittlungsverhältnis ungleich in einen Prozess eingreifbar
- subsumtives Regelwissen untergeordnetes Regelwissen
- Helsper - Antinomien des pädagogischen Handelns - Autonomie und Zwang - Organisation und Interaktion - Kulturelle Pluralisierung - Nähe und Distanz - Entfaltung kindlicher Natur und Disziplinierung - Allgemeinbildung und soziale Brauchbarkeit
- Vier Paradoxa - Helsper Individualisierungsparadox -> Person (Autonomie steigt, Belastung und Risiken aber gleichsam) Rationalisierungsparadox -> Gesellschaft (mehr Organisation, Kommunikation sinkt) Pluralisierungspadarox -> Kultur (verschiedene Kulturen <-> gleiche Werte Zivilisierungsparadox -> Natur (emotionale Nähe/Intimisierung <-> Distanz/Kälte)
- Pädagogisches Handeln als interaktiv-asymmetrisches Vermittlungsverhältnis: Die Kräfte Gesellschaft, Natur, Kultur und Person wirken gleichermaßen entgegengesetzt aufeinander ein
- Spannung von Fallverstehen und subsumtivem Regelwissen (Helsper) Auf der einen Seite: Wissen/Theorie, auf der anderen Seite: Erfahrungen (auch von anderen), wie Vorgänge wirklich ablaufen
- Klafki: Epochaltypische Schlüsselprobleme =Teil des gesammten Unterrichts, der sich mit Schlüsselproblemen beschäftigt
- Klafki: Epochaltypische Schlüsselprobleme in die Zukunft hinein wandelbarer Problemkanon
- Rationalisierung technische Veränderung -> Vernichtung von Arbeitsplätzen -> zwar effizienter, aber schlecht für Arbeitsmarkt
- prinzipienloser Pluralismus Zusammenarbeit von unterschiedlichen Menschen, Kulturen, .. -> "bringt keine sinnvolle Lösung" (sollte es aber)
- Problemunterricht = Teil des gesamten Unterrichts, der sich mit Schlüsselproblemen beschäftigt
- Epochalunterricht = kein 45-Minuten-Unterricht mehr, da nicht sinnvoll für Problemunterricht -> täglich mindestens 2 Schulstunden zur Behandlung schon Schlüsselproblemen im epochalen Wechsel
- Schlüsselprobleme... 1.) Friedensfrage 2.) Umweltfrage 3.) Gesellschaftlich produzierte Ungleichheit 4.) Gefahren und Möglichkeiten der neuen Steuerungs-, Informations- und Kommunikationsmedien 5.) Ich-Du-Beziehung
- Die 5 Schlüsselprobleme: - sollten in Form von handlungsorientierten Projekten beginnend im Vorschulalter bearbeitet werden - Schüler_innen sollen auf die Probleme reagieren wollen (Problemsichtigkeit) - sind global, betreffen aber alle
- Vier grundlegende Fähigkeiten zur Schlüsselproblemlösung: 1.) (Selbst-)Kritikbereitschaft und -fähigkeit -> um eigenen Standpunkt zu finden 2.) Argumentationsbereitschaft und -fähigkeit -> Meinung vertreten und verständlich machen 3.) Empathie -> Situation aus der Lage anderer sehen 4.) Bereitschaft und Fähigkeit zum vernetzten Denken
- Problemunterricht: Konsequenzen für Schule und Unterricht: - Den Schüler_innen die Möglichkeit geben, sich die vorausgesetzten Fähigkeiten anzueignen - Lerpersonen müssen auch Interesse an außerschulischen Aktivitäten der Kinder zeigen, um die Erfahrungsbereiche zu kennen - 45-Minuten-Unterricht --> Epochialunterricht - Bildung von Lehrer_innenteams (kleine Schüler_innengruppen arbeiten mit kleinen Lehrer_innengruppen zusammen um für alle eine Wohfühlzone zu schaffen)
- Unterrichtsprinzipien für Problemunterricht a) Exemplarisches Lernen und Lehren (an Beispielen orientiert) b) Methodenorientiertes Lernen (Lernen von Verfahrensweisen, die oft Anwendung finden) c) Handlungsorientierter Unterricht (Praktisches Tun + Verabeitung + Interesse) d) Verbindung von fachbezogenem und sozialem Lernen (viele Gruppenarbeiten, etc)
- Kunst (nach Herbart) - Summe von Fertigkeiten, die sich, um einen gewissen Zweck zu erfüllen, vereinigen müssen - erfordert Handeln, darf sich in ihrer Ausführung in kleine Spekulationen verlieren und stößt auf Widerständer - ihr Gelingen ist von verschiedenen Faktoren abhängig
- Räsonnement Vernunftvolle Überlegung
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- Wissenschaft (Herbart) = Zusammenhang von Lehrsätzen, die ein Gedankenganzes ausmachen - erfordert Ableitung von Lehrsätzen aus ihren Gründen
- Wisschenschaft (Herbart) = Zusammenhang von Lehrsätzen, die Gedankenganzes ausmachen - erfordert Ableitung von Lehrsätzen aus ihren Gründen
- Theorie (Herbart) - ist so umfangreich, dass man während des Erziehens nur kleinen Teil streift - geht nicht auf individuelle Situation ein
- Praxis (Herbart) - bloße Praxis ist nur Schlendrian und bringt keine entscheidenden Erfahrungen - um in der Praxis erfolgreich zu sein -> vorher Theorie
- Takt (Helsper) - Mittelglied zwischen Theorie und Praxis - Schnelle Beurteilung -> Entscheidung -> nicht ewig gleichförmig, keine bestimmte Regel - Gute_r Erzieher_in: Takt gut ausgeprägt - Bildet sich erst während der Praxis - kann sich nur ausbilden, wenn vorher Theorie studiert wurde
- Praxisrelevanz (Lüders) - pädagogisches Problem aus Praxis mit wissenschaftlichen Mittlen bearbeiten -> besseres Verständnis - =Wissenschaft von und für Praxis -> Theorie will Praxis verbessern - Ansatzpunkt: Verwissenschaftlichung der Ausbildung, Bereitstellung von praxisrelevantem Wissen
- Professionalisierung (Lüders) = Verwissenschaftlichung - Erwerb von wissenschaftlichem Wissen bringt keine gesellschaftliche Anerkennung, weil: Theoriekenntnis nicht gleich zur_zum guten Erzieher_in macht es viele unterschiedliche Theorien gibt, diese nur begrenzt gültig sind und sich teilweise einander widersprechen
- Erziehungsbegriff Kant - Bildung des Begriffs um 1800 -> Phase großer Veränderungen -> feudale Ständegesellschaft wird von bürgerlicher Gesellschaftsordnung abgelöst - Aufklärung beginnend mit 17. Jh. = Ausgang des Menschen aus seinem selbstverschuldetetn (durch Mangel an Mut) Unvermögen sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Öffentlicher Gebrauch des eigenen Verstandes Bibel gab Menschen zu viele Denkvorgaben Zwei Gründe warum Menschen nicht selbstständig denken: Faulheit & Feigheit und Drohungen & Bevormundung von der Obrigkeit, indem sie Mündigkeit als etwas Gefährliches einstufen
- Erziehungshistorischer Kontext von pädagogischen Überlegungen 18. Jh. = pädagogisches Jahrhundert (Neue Auffassungen von Erziehung, praktische Organisation von Erziehung) Entdeckung der Kindheit = Altersgruppe, die sich deutlich von Erwachsenen abhebt. Kinder wuchesn früher durch Teilnahme am Leben der Erwachsenen in Welt hinein -> Kinder müssen "Sonderbehandlung" (= Erziehung) erhalten Entstehung der modernen Kleinfamilie, in deren Mittelpunkt die Kinder stehen Entstehung der Schule (Paradox weil: Vorbereitung auf das Alltagsleben durch Ausgrenzung aus demselben) Etablierung eines pädagogischen Diskurses über Erziehungsfragen