Neuro (Fach) / Definitionen (Lektion)

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  • Operculum diejenigen Rindengebiete des Frontal- (Lobus frontalis), Schläfen- (Lobus temporalis) und Scheitellappens (Lobus parietalis) des Großhirns , die der seitlichen Hirnfurche (Sulcus lateralis oder Fissura Sylvii) anliegen und die sog. Insel bedecken. Operculum frontale: Es ist Sitz des motorischen Sprachzentrums.
  • Sylvische Fissur Sylvische Furche, Fissura lateralis oder Sulcus lateralis oder Fissura sylvii Sie trennt den Scheitel- vom Schläfenlappen. Sie ist in beiden Hirnhälften zu finden, jedoch in der linken länger. Ihr liegt das Operculum an.
  • Insula eingesenkter Teil der Großhirnrinde. Sie wird von den Opercula (=Deckel) des Stirn-, Scheitel- und Schläfenlappens bedeckt. Es wird angenommen, dass sie als assoziatives Zentrum für auditives (insb. sprachliches) Denken, sowie zur Wahrnehmung chemischer Reize (Geruchssinn, Geschmackssinn) und zur emotionalen Bewertung von Schmerzen fungiert. Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass der posteriore Teil der Insula für den Gleichgewichtssinn eine wichtige Rolle spielt.[2][3] Der vordere Anteil der Insel ist an empathischen Fähigkeiten beteiligt.[4] Neueste Forschungen beweisen auch einen Zusammenhang mit Liebes- vs. Lustempfindungen, die zu einem jeweils leicht verschiedenen Aktivierungsmuster in der Insula führen.[5][6]
  • kaudal bedeutet "schwanzwärts", d.h. "zu den Füßen" oder "nach unten hin" orientiert.
  • dorsal Dorsal bedeutet "den Rücken betreffend". Im weiteren, aber gebräuchlicheren Sinne, bedeutet dorsal "zur Rückseite des Körpers oder eines Körperteils beziehungsweise Organs hin" orientiert.
  • cranial anatomische Richtungsbezeichnung und bedeutet "zum Kopf hin" oder "nach oben hin" orientiert.
  • Pons Funktion Der Pons erhält vor allem sensorische Informationen vom inneren Gehörgang (Meatus acusticus internus) und vom Gesicht und leitet diese an das Kleinhirn (Cerebellum) weiter.
  • Hirnstamm Als Hirnstamm werden alle unterhalb des Diencephalons liegenden Hirnabschnitte – mit Ausnahme des Cerebellum (Kleinhirn) - bezeichnet. Dazu gehören: Mesencephalon (Mittelhirn) mit den Crurae cerebri (Großhirnschenkel), Tegmentum (Mittelhirnhaube) und Tectum (Mittelhirndach)Rhombencephalon (Rautenhirn) mit Pons (Brücke) und Myelencephalon (Medulla oblongata, verlängertes Rückenmark)
  • Medulla oblongata - Funktion Kontrolle des Blutkreislaufs und der Atmung Reflexzentren für den Nies-, Husten-, Schluck- und Saugreflex. Brechzentrum Rezeptoren, die für die Regulation des Säure-Basen-Haushalt wichtig sind.
  • Stammhirn Eher phylogenetische Bezeichnung, nicht strukturell. Mit dem Begriff Stammhirn werden folgende Hirnstrukturen zusammen gefasst: Hirnstamm bestehend aus Mesencephalon (Mittelhirn),Pons (Brücke) undMedulla oblongata (verlängertes Rückenmark) UND Diencephalon
  • Zwischenhirn Aufgrund funktioneller Unterschiede kann das Diencephalon in folgende Strukturen eingeteilt werden: ThalamusEpithalamusSubthalamusHypothalamusMetathalamus
  • Hypothalamus Der Hypothalamus ist ein Teil des Diencephalons (Zwischenhirns) und dient als oberstes Regulationszentrum für alle vegetativen und endokrinen Vorgänge; Aufrechterhaltung basaler Körperfunktionen. Er steuert u.a. Kreislauf, Körpertemperatur, Sexualverhalten, Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme. Auch Schlaf-Wach-Rhythmus durch lichtempfindliche Kernbereiche. Der Hypothalamus beeinflusst die Organe, in dem er über die Hypophyse verschiedene Hormone bildet
  • Hypophyse Die Hypophyse ist eine haselkerngroße, von straffem Bindegewebe umschlossene Hormondrüse, die über den Hypophysenstiel (Infundibulum) mit dem Hypothalamus verbunden ist.
  • Uncus Uncus gyri parahippocampalis (Ammonsfalte), das hakenförmige vordere Ende des Gyrus parahippocampalis.
  • Gyrus parahippocampalis Region der Hirnrinde, die den Hippocampus umgibt und aus grauer Substanz besteht. Sie spielt eine wichtige Rolle für das Gedächtnis. Teil des äußeren Bogens des limbischen Systems, in den medialen Gebieten des Temporallappens. Seine posteriore Partie formt zusammen mit dem medialen Teil des Gyrus fusiformis den parahippokampalen Kortex. Im rostralen Bereich des Gyrus parahippocampalis gibt es eine Unterregion, die für die Erkennung von Landschaftsszenen wichtig ist, die "Parahippocampal Place Area" (PPA). Nach anterior läuft der Gyrus parahippocampalis in den Uncus aus.
  • rostral Rostral bedeutet wörtlich "schnabelförmig" (beispielsweise als Rostrum corporis callosi), sowie im weiteren Sinn "in Richtung Mund oder zum vorderen Ende des Körpers hin gelegen".
  • parahippocampaler Kortex Der parahippocampale Cortex ist neben dem Hippocampus gelegen und Teil des Temporallappens. Er verarbeitet räumlich-visuelle Gedächtnisinhalte und scheint bei der Verfestigung von Gedächtnisinhalten beteiligt zu sein. Eingänge erhält er von zahlreichen polymodalen Cortexarealen, seine Ausgänge gehen an Hippocampus, Amygdala und Striatum.
  • Telencephalon Das Groß- oder Endhirn bildet den größten Teil des menschlichen Gehirns und den differenziertesten des Zentralnervensystems. Es ist verantwortlich für viele Denk- und Handlungsprozesse, die den Menschen von anderen Lebewesen unterscheiden. Besteht aus: Cortex (Hirnmantel), Marklager, Basalganglien und Amygdala
  • Basalganglien - was gehört dazU? Nucleus caudatus (Schweifkern) Nucleus lentiformis Putamen Globus pallidus (Pallidum) Nucleus accumbens Claustrum und Corpus amygdaloideum Nucleus subthalamicus
  • Mögliche Krankheiten bei Schädigung der Basalganglien? Dystonie und Hyperkinese. Zu neurologischen Auffälligkeiten, die mit Funktionsstörungen der Basalganglien einhergehen gehören: Parkinson-Syndrome (ab 50% Verlust der Substantia nigra)Parkinson-Krankheit, Multisystematrophie (MSA), Hallervorden-Spatz-Syndrom (HSS)Dystonie-SyndromeTorticollis spasmodicus, Athetose, Tardive DystonieChoreatische Syndrome Morbus Fahr, Chorea Huntington, Hemiballismus, Tardive Dyskinesie, ChoreoathetosePANS (Pediatric Acute-onset Neuropsychiatric Syndrome) bzw. PANDAS (Pediatric Autoimmune Neuropsychiatric Disorders Associated with Streptococcal Infections)ADHSTic-StörungenTourette-Syndrom
  • Striatum besteht aus Nucleus caudatus und Putamen Als Teil des extrapyramidalmotorischen Systems (EPS) nimmt der Nucleus caudatus eine wichtige Funktion in der Steuerung der Willkürmotorik ein.
  • Nucleus accumbens Der Nucleus accumbens ist ein Kerngebiet im basalen Prosencephalon und ist als Teil der Basalganglien die Verbindung zwischen Putamen und Nucleus caudatus. Er besteht aus Kernregion und Schalenregion und ist ein wichtiger Teil des Belohnungssystems des Gehirns und mitverantwortlich für die Entstehung von Sucht. Möglicherweise werden positive Reaktionen auf Reize hier in Verbindung mit Amygdala moderiert.
  • distal weiter von der Mittellinie entfernt
  • proximal näher an der Mittellinie
  • andere Wörter für ventral frontal, rostral, frontal, oral, anterior
  • andere Wörter für caudal dorsal, posterior, occipital
  • wie werden Nervenfaserbündel noch bezeichnet? im ZNS tractus, im PNS Nervus
  • afferent Nervenfaserverbindung zu etwas hin, auch -petal z. B. Afferenz des Thalamus bzw. Thalamus-petal.
  • efferent von etwas weg, also zb. eine Efferenz des Thalamus bzw. thalamo-fugal. anderer Begriff wäre z.B. thalamo-kortikale Verbindung.
  • WAs sind Spines? Kleine Dornen oder Ausstülpungen (v.a. an den Dendriten). Möglicherweise wichtig für bestimmte biochemische Prozesse, die an Plastizität, Lernen und Gedächtnis beteiligt sind.
  • Arten von Gliazellen - Astrozyten wirken wie Stützgerüst für das Gehirn, verbinden mithilfe sternförmiger Fortsätze die Hirnhaut, Nervenzellen und Blutgefäßen. übernehmen Ernährungs- und Aufräumfunktionen, sowie funktionen zur 'Regelung neuronaler Aktivität (können Hirndurchblutung regeln und benachbarte Neurone vor Depolarisation schützen) - Oligodendrozyten/Schwannsche Zellen (im PNS) bilden Myelinscheiden (Oligodendrozyten können mehrere Axone gleichzeitig umhüllen) - Mikroglia Fresszellen, die die Reste abgestorbener Zellen beseitigen, schützen nervenzellen vor schädlichen Substanzen können Substanzen absondern, die auf schmerzempfindliche Neurone wirken - dadurch möglicherweise verantwortlich für neuropathische Schmerzen.
  • Wo sind Astrozyten besonders wichtig? während der Entwicklungsphase - wirken ordnend und orientierend für die entstehenden nervenzellen. Verschwinden dann nach Stabilisierung der synaptischen Verbindungen. nach Verletzungen treten sie auch bei Erwachsenen wieder auf. Dann schützen sie die Zellen, verhindern dass falsche neue Verbindungen aufgebaut werden >> damit Hindernis für Plastizität
  • Gefahr von Gliazellen Fähigkeit zur Vermehrung bildet Grundlage für Tumoren.
  • Interstitium schmaler Spalt zwischen Neuronen und Gliazellen, mit Flüssigkeit gefüllt >> extrazelluläre Spalträume. An manchen Stellen zu Ventrikeln erweitert.
  • graue Substanz Nervenstränge
  • weiße Substanz myelinisierte Axone
  • Funktion der Basalganglien automatisierte Möglichkeit, kognivite und sensomotorische Funktionen des Frontalhirns zu beeinflussen. Durch komplex ausbalancierte inibitorische und exzitatorische Interaktionen kann Einfluss auf die fronalkorikal-thalamische Steuerung genommen werden.