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Holz und Bioenergie (Fach) / Altklausuren (Lektion)

Fragen aus Altklausuren

Diese Lektion wurde von tomki93 erstellt.

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  • 01. Grenzen Sie Begriffe Prozess, Verfahren und System voneinander ab! a.    Prozess: Abschnitt, Input wird durch einen Prozessor bearbeitet und kommt als Output heraus (Fällen, Aufarbeiten) b.    Verfahren: Sortimentverfahren, Stammverfahren, Vollbaumverfahren c.    System: besteht aus Bearbeitungsprozessen, Transportprozessen, Informationsprozesse
  • 02. Stellen Sie Holzernte als ein Produktionssystem dar! Das Holzerntesystem besteht aus Bearbeitungsprozessen, Transportprozessen, Informationsprozesse welche geplant und gesteuert werden müssen.
  • 03. Nennen Sie forstliche Beispiele für die einzelnen Möglichkeiten der Prozessoptimierung a.    Weglassen b.    Auslagern c.    Zusammenfassen d.    Parallelisieren e.    Verlagern f.     Beschleunigen
  • 04. Um welches Holzernteverfahren nach IUFRO handelt es sich a. bei einer Holzernte mit Vollernter und Forwarder? b. bei einer Holzernte mit einem Kombiseilgerät? a. Sortimentsverfahren b. Vollbaumverfahren
  • 05. Definieren Sie den Einsatzschwerpunkt für Vollernter! Einsatzschwerpunkt beim Fällen, Entasten, Einschneiden und Ablegen von Nadelholz in der Durchforstung (Schwach- und Starkholz)
  • 06. Wie beeinflusst die Feinerschliessung den Einsatz von Vollerntern? Der Vollernter kann nur 10 m weit in den Bestand hineingreifen. Ist der Rückegassenabstand größer als 20 m dann muss zugefällt werden damit auch die Bäume in der Mitte erreicht werden können.
  • 07. Welche Ausrüstung muss ein Rad- oder Raupenvollernter für den Hang unbedingt aufweisen? a. Tranktionshilfswinde b. Boogiebänder
  • 08. Welche Forstmaschinen eignen sich für das Rücken von Langholz im befahrbaren Gelände? a.    Seil(winden)schlepper b.    Zangenschlepper c.    Schlepper mit Rückekran d.    Klemmbankschlepper
  • 09. Welche Entwicklungstrends gibt es derzeit bei der Mechanisierung der Holzernte in Hanglagen? a.    Selbstlaufender Seilwagen bei Seilkran b.    Mobilseilkran, Trägerfahrzeug ist schwer deshalb müssen keine extra Stützen aufgestellt werden
  • 10. Was besagt das Stückvolumenprinzip bzw. das sog. Stückmassegesetz? Gilt es auch für den Bearbeitungsprozess des Hackens und die Geländetransportprozesse bei der Holzernte? a)   Je größer das Volumen eines Stückguts, desto kleiner ist die Bearbeitungszeit pro Volumeneinheit. b)    Es gilt auch für Hacken und Transport
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  • 11. Welches sind die wichtigsten Einflussgrössen, die die Produktivität bei der Holzernte bestimmen? Nennen Sie die wichtigsten fünf! 1.    Bestand & Nutzung2.    Personal & Fähigkeiten3.    Technik & Verfahren4.    Witterung
  • 12. Von welchen drei wichtigsten Einflussgrössen hängt die Leistung beim Fällen und Aufarbeiten mit der Motorsäge ab? 1.    Fähigkeiten des Waldarbeiters 2.    Witterung 3.    Bodenfestigkeit
  • 13. Von welchen wichtigen Einflussgrössen hängt die Produktivität bei den Geländetransport-prozessen der Holzernte neben dem Stückvolumen bzw. der sog. Stückmasse noch ab? Nennen Sie drei (zusätzliche) Einflussgrössen? - Leistung der Arbeitskräfte- Leistung der Maschinen- Walderschließung
  • 14. Definieren Sie die Zeitbezugsgrössen MAS, PSH0, BStd.! Welche ist einer Stunde Reine Arbeitszeit (RAZ) nach REFA am nächsten? 1.    Maschinenarbeitsstunde MAS: Zeitdauer des produktiven Maschineneinsatzes, inklusive der Unterbrechungszeiten mit einer Dauer von bis zu 15 Minuten. 2.    PSH0: systemzeit ohne Unterbrüche 3.    Betriebsstunde BStd: Zeitdauer, während der der Antriebsmotor der Maschine läuft (Bstd = MAS) 4.    Die PSH0 ist der RAZ am nächsten
  • 15. Wozu dient die Kostenrechnung? a.    kurzfristige Planung + Kontrolle von Kosten und Erlösen b.    Planung und Steuerung der Produktion
  • 16. Erläutern Sie die Bedeutung der Vollkostenrechnung für ein Forstunternehmen? a.    Sämtliche Kosten werden auf den Kostenträger verrechnet. b.    Differenzierung nach Einzel- und Gemeinkosten üblich c.    Langfristig muss ein Betrieb alle Kosten erwirtschaften bzw. decken.
  • 17. Nach welchen Kriterien erfolgt die Wahl der Arbeitsverfahren in der Holzernte und wie geht man dabei systematisch vor? (nachdem die übergeordneten Ziele und Rahmenbedingungen feststehen) a.    Geländebefahrbarkeit, Groberschliessung, Bestand und Eingriff, Feinerschliessung, Sortimenteb.    Systematisches Vorgeheni.    Technisch machbar?1.    Erschliessung Befahrbarkeit2.    Bestand3.    Nutzungii.    Wirtschaftlich?1.    Holzerntekosten2. Holzerlösiii.    Umwelt- und sozialverträglich?1.    Mensch2.    Unweltverträglichkeit
  • 18. Wie ist die Wegedichte eines Erschließungsgebietes definiert? WD = WL / HBf (in Lfm / ha)Quotient aus Wegelänge und Holzbodenfläche
  • 19. In welchem mathematischen Zusammenhang steht diese Wegedichte zum Wegeabstand? WA = 10000 / WD
  • 20. In welcher Größenordnung liegt die in der Realität in der deutschen Forstwirtschaft gegebene Wegedichte (Fahrwege)? a) Im Flachland b) Im Mittelgebirge c) Im Gebirge a) 57 lfm/ha b) 34 lfm/ha c) 16 lfm/ha
  • 21. Welche Faktoren gehen in die Herleitung der wirtschaftlich optimalen Wegedichte ein? Minimierung der Gesamttransportkosten:- Neubaukosten- Instandhaltungskosten- Rückekosten- Ertragsausfall durch Trassenaufhieb- Kosten für Zu- und Abgang
  • 22. In welche Bereiche gliedert sich die Unternehmenslogistik? - Beschaffungs-- Produktions-- Distributionslogistik
  • 23. Welche Transportmittel werden im Rohholztransport in welchen Entfernungsbereichen eingesetzt? - LKW bei allem weniger als 250 km- Bahn ab 250 km- Schiff ab sehr großen Mengen und sehr großen Entfernungen Umweltschonend: Schiff > Bahn > LKW
  • 24. Welche Möglichkeit sehen Sie, Rundholztransportkosten zu senken? Prinzip des minimalen Stammbaums- Bestände sind durch minimale Strecken miteinander verbunden Routing- schnellster/kürzester Weg-Wald-Werk optimale Distribution- Poltertausch bei konkurrierenden Produkten- Reduktion der Last- und Leerfahrten bei nichtkonkurrierenden Produkten durch 2-Zyklus
  • 25. Was besagt das so genannte Stückmassegesetz? Geben Sie eine allgemein gültige Definition. Je größer das Volumen eines Stückguts, desto kleiner ist die Bearbeitungszeit pro Volumeneinheit.
  • 26. Warum ist diese Gesetzmäßigkeit (Stückmasse) von so großer Bedeutung für die Forstwirtschaft? Wichtigster Faktor bzgl. Leistung und Kosten bei der Holzernte(systeme)
  • 27. Von welchen wichtigen Einflussgrößen hängt die Produktivität bei den Transportprozessen der Holzernte im Wald - neben der Stückmasse - noch ab? Nennen Sie drei Einflussgrößen. - Leistung der Arbeitskräfte- Leistung der Maschinen- Basiserschließung
  • 28. Nennen Sie jeweils 5 mögliche Maßnahmen zum physikalischen Bodenschutz bei a) der Planung der Holzernte und b) beim Einsatz der Maschinen! a)- Abstand Rückegassen- Rückegassen markieren- Vorgaben der Bodenstruktur in Verträge integrieren- Feinerschließung systematisch anlegen- Priorität der Holzschläge nach Witterung b) - Bogiebänder- ausschließiges Befahren der Rückegassen- THW- Reisigmatten anlegen- geringer Reifendruck
  • 29. Wählen Sie für die untenstehende Situation das am besten geeignete Arbeitsverfahren und begründen Sie Ihren Entscheid. Beschreiben Sie stichwortartig den gesamten Arbeitsablauf (Prozesse, eingesetzte Maschinen). • Steilhang von 450 m Länge, 40 bis 50 % Hangneigung, schlechte Tragfähigkeit des Bodens, große Bodenrauigkeit • Lastwagenfahrbare Strasse nur am Oberhang, Lagerplätze ausreichend vorhanden • Fichte 100%, 10 ha, mittleres Baumholz • Geplante Maßnahme: Durchforstung, Holzanfall: ca. 1100 Efm, Hauptsortiment: PZ-Abschnitte (Abschnitte L2a bis L3b) • Keine Feinerschließung vorhanden • Keine besonderen Vorgaben, Wirtschaftlichkeit hat Vorrang Motormanuelles Fällen:Feinerschließung ist nicht vorhanden und Gelände nicht befahrbar Kombiseilgerät: (1 Person --> günstiger als Seilkran mit Baggerprozessor (2 Personen))Seilgestützte Ernte mit Seil kürzer als 800 m, das bergauf rückt und hohen Holzanfall bewältigen kann - Rotte erntet Bäume mit Motorsäge- Bindet diese an Seil- Bäume von Kombiseilgerät gerückt, von Prozessor aufgearbeitet und gepoltert- Rundholz von LKWs abtransportiert
  • 30. Aus welchen grundlegenden Prozessen besteht die Holzbereitstellungskette? - biologische Produktion- Vermarktung- Holzernte- Transport- Nutzung
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  • 31. Welche Möglichkeiten kennen Sie, die Transportstrecken beim Rundholztransport zu reduzieren? (4 Punkte) 2-Zyklus, Reduktion der Leerfahrten Reduktion Last- & Leerfahrt bei Poltertausch
  • 32. Stellen Sie sich die Holzbereitstellungskette am Beispiel des Verkaufs von Sägeholz nach Waldmaß durch eine Untere Forstbehörde vor. Welche Informationen sollten die Polter mindestens enthalten, um eine problemlose Überprüfung der Holzliste bei Übernahme und Abfuhr des Holzes zu gewährleisten? Aus welchen 3 hierarchischen Teilen setzt sich die Polterbezeichnung dabei zusammen - Güteklasse- BHD- Länge- Polternummer- Holzlistennummer
  • 33. Aus welchen 3 hierarchischen Teilen setzt sich die Polterbezeichnung dabei zusammen? - Listen-- Los-- Polternummer
  • 34. Die Zertifizierung nach FSC bzw. PEFC Standards ist heute aus der Forst- und Holzwirtschaft nicht mehr wegzudenken. Nennen sie die beiden grundsätzlichen Zertifikatstypen, die dabei zu unterscheiden sind und den entsprechenden Bereich der Forst-Holz-Kette. 1.Waldflächenzertifizierung -> Produktion 2.Forstunternehmerzertifizierungen -> Ernte
  • 35. Wie nennt man den Prozess der regelmäßigen systematischen Überprüfung im Rahmen einer Zertifizierung? Jährliches Überwachungsaudit
  • 36. Nennen und beschreiben Sie stichwortartig die einzelnen Schritte bei der forstlichen Nutzungsplanung in einem Durchforstungsbestand. Beginnen Sie mit dem Zeitpunkt, an dem feststeht, dass im betreffenden Bestand eine Durchforstung stattfinden soll. Naturalplanung:Ermittlung der ausscheidenden Holzmenge Technische Planung:Wahl des Holzerntesystems Finanzplanung:Schätzung der Erlöse und der Aufgaben --> holzerntekostenfreier Erlös
  • 37. Beim Holzrücken z.B. mit einem Forstschlepper sind der Zeitaufwand und damit auch der finanzielle Aufwand je Festmeter von mehreren forstlichen Parametern abhängig. Welches ist in der Regel der wichtigste Parameter? Nennen Sie vier zusätzliche, wichtige Parameter. (3 Punkte) - Stück-Masse-Gesetz - Befahrbarkeit des Geländes- Holzaufkommen- Feinerschließung (Zustand der Wege,...)- Witterung
  • 38. Was besagt das sogenannte Stückmassegesetz (Stückvolumenprinzip)? Geben Sie eine allgemein gültige Definition (Beschreibung, Text). Warum ist diese Gesetzmäßigkeit (dieses Prinzip) von so großer Bedeutung für die Forstwirtschaft? Je höher der BHD der zu entnehmenden Bäume ist, desto günstiger sind die Kosten (Ernten, Transport, Verarbeitung,...) je Festmeter Wichtigster Faktor bzgl. Leistung und Kosten bei der Holzernte(systeme)
  • 39. Von welchen wichtigen Einflussgrößen hängt die Produktivität bei den Baumbearbeitungsprozessen der Holzernte neben der Stückmasse (dem Stückvolumen) noch ab? Nennen Sie drei Einflussgrößen! - Leistung der Arbeitskräfte- Leistung der Maschinen- Walderschließung
  • 40. Nennen Sie drei Maßnahmen, um beim Einsatz der Holzerntemaschinen Bodenschäden zu vermeiden! - Bogiebänder- THW- geringer Reifendruck
  • 41. Beurteilen Sie die unten beschriebene Situation und schlagen Sie zwei mögliche Ernteverfahren vor. Entscheiden Sie sich für eines der beiden Verfahren und begründen Sie Ihre Entscheidung. Bestand & Eingriff: Fichte 100%, mittl. Baumholz, homogen, einzelne Horste mit stärkeren Bäumen, keine Naturverjüng.; Durchforstung, Entnahme 100 m3/ha, Gesamtfläche 5 ha. Geländebefahrbarkeit: Steilhang 45%, gleichmäßiges Gefälle, gut tragfähig, keine Gräben oder andere Hindernisse, Zugänglichkeit am Ober- und Unterhang gewährleistet Groberschließung: lastwagenfahrbare Straße ober- und unterhalb des Schlages, Straßenabstand ca. 250 m (Schrägdistanz, Lagerplätze ausreichend vorhanden Feinerschließung: grundsätzlich keine, in einem größeren Teilbereich alte Gassen in der Falllinie im 30 Meter Abstand Sortimente: Kurzholz, sog. Profilzerspaner-Abschnitte Bodenschutz: bestehende Feinerschließung übernehmen. Wirtschaftlichkeit hat Vorrang! Geben Sie für das von Ihnen ausgewählte Verfahren an, welche Prozesse mit welchen Maschinen und Personen ausgeführt werden! Geben Sie ebenfalls an, ob es sich bei Ihrem Vorschlag um ein Sortiments-, Stammverfahren oder Vollbaumverfahren handelt. 1. Radvollernter mit THW und Bogiebänder (8-Rad) und Forwarder mit THW (geringer Reifendruck)Motormanuelles Zufällen 2. Raupenvollernter mit THW und Forwarder mit THWMotormanuelles Zufällen N°1 ist besser geeignet, weil man nicht viele Bäume großer Dimension hat.Ein Radvollernter sollte auch mit diesen fertig werden und ist zudem kostengünstiger als ein Raupenvollernter.Räder verletzen Wurzeln weniger als Raupen. Begründung für Radvollernter mit THW - Hanglage 45°, befahrbares Gelände- gute Basiserschließung (Anlieferung von Maschinen)- schlechte Feinerschließung, jedoch Bodenschutz hinter Wirtschaflichkeit gestellt- mittleres Nadelholz im Reinbestand- Holzanfall mittleren Ausmaßes Radvollernter (8-Rad und Bogiebänder) mit THW und Forwarder mit THWGesamter Ernteprozess benötigt vier Personen, ein Fahrer pro Maschine und eine Rotte a 2 Personen. Ein weiterer Fahrer für den Holztransport vom Wald zum Kunden nötig. Falls Gassen vorhanden, darauf fahren, ansonsten im Bestand.Rotte: fällt dem Vollernter die Bäume zuRadvollernter: Fällen, Ästen, in Sortimente einschneiden, PolternForwarder: Polter aufladen, Holz an Waldstraße bringenLKW: Polter aufladen und zum Kunden fahren CTL-Verfahren
  • 42. Welche Funktionen hat die Walderschließung? - Zugang zur Waldfläche- Zuführung von Betriebsmitteln- Abtransport von Waldprodukten- Voraussetzung zur Nutzung, nachhaltiger Bewirtschaftung und Schutz
  • 43. Welche Mittel der Feinerschließung gibt es und unter welche Bedingungen werden sie eingesetzt? - Rückegasse (bestockungsfreie Linien mit bis zu 30% Steigung, (saisonal) befahrbar für Forstmaschinen) - Maschinenweg (Einfachwege in Hanglagen >30% Steigung und auf empfindlichen Böden in Flachlagen, (saisonal) befahrbar für geländegängige Forstmaschinen) - Seiltrasse (Trasse zum seilgestützen Rücken in Hang- und Gebirgslagen und bei Blocküberlagerungen oder nichttragfähigen Böden)