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Allgemeine Psychologie II (Fach) / Motivationstheorien I (Lektion)

Bedürfnistheorien, Motive

Diese Lektion wurde von dogcaky erstellt.

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  • Wie ist Bedürnis definiert? Unter Bedürfnis versteht man die Diskrepanz zwischen (situativem) Ist-Wert und angestrebten Soll-Wert.
  • Welche Instinkte gibt es? 1. Flucht            2. Abwehren                  3. Neugierde               4. Kampfeslust 5. Erniedrigung               6. Selbstbehauptung             7. Eltern-Instinkt 8. Reproduktions-Instinkt                 9. Erwerbs-Instinkt              10. Konstruktions-Instinkt
  • Bedürfnispyramide nach Maslow: Hierarchisches Modell von unten nach oben Physiologische Grundbedürfnisse wie Nahung, Schlaf, Sexualität Sicherheitsbedürfnis z.B. Sicherheit vor Schmerz/Angst Bedürfnis nach sozialen Kontakten (Liebe, Geborgenheit, soz. Status) Selbstachtung und Anerkennung (Leistung, Geltung...) Selbstverwirklichung (Selbsterfüllung)
  • Was ist das Experiment von Harlow zum Bedürfnis nach soz. Kontakten? Grundlage des Experiments stellt die Mutter-Kind- Bindung mit Rhesusaffen dar. Es gibt 2 Bedingungen: die Art der Ersatzmutter (Draht-Ersatzmutter und Stoff-Ersatzmutter) sowie Variationen in der milchgebenden Ersatzmutter. Ergebnis: die Stoff-Ersatzmutter wurde unabhängig von der Milch bevorzugt.
  • Murrays Bedürfnisliste: Murray unterteilte menschliche Bedürfnisse in 2 Katgeorien ein: primäre (viszerogene) Bedürfnisse (Hunger, Durst, etc.) und sekundäre (psychogene) Bedürfnisse. Zu den sekundären Bedürfnissen ("need") zählen z.B. Leistung, Unabhängigkeit, Selbstdarstellung usw. Insgesamt gibt es 20 feste sowie 7 weitere, welche bisher nicht gut untersucht wurden. Murray war stark beteiligt an der Erforschung von Leistungsmotivation (nAch), entwicklete u.A. den TAT.
  • Generalisierbarkeit der Motive vs. kulturgebundene Unterschiedlichkeit am Beispiel Leistungsmotiv (nAch) --> Kommt bei allen Menschen/Zeiten vor, ist aber kulturgebunden bzgl: Aufgabenbereiche Organisation der Erledigung der Aufgaben Ursachenerklärung für Erfolg/Misserfolg Vergleichsmaßstab Zukunftorientierung usw
  • Was sind Merkmale von Leistungsmotivation? eine schwierige Aufgabe meistern etwas besser und schneller tun Probleme überwinden einen hohen Standard erreichen das eigene Talent beweisen andere im Wettbewerb übertreffen --> an das eigene Handeln wird ein Gütestandard angelegt und die Bewertung des Handlungsergebnisses wird mit der eigenen Person in Verbindung gebracht
  • Was ist der Thematische Apperzeptionstest? (TAT) Der von Murray erfundene und von McClelland weiterentwickelte TAT ist ein projektiver Test, der als Persönlichkeitstest oder, in der Motivationspsychologie, zur Messung von Motiven eingesetzt wird. Den Probanden werden Bilder gezeigt, zu denen sie spontan eine Geschichte erzählen sollen, wie es zu der Situation auf dem Bild ("press"), wie es der abgebildeten Person geht ("needs"), wie die Geschichte ausgegangen ist usw. Auswertung: da das Testmaterial vieldeutig ist, gibt es kein richtig oder falsch! (Operantes, indirektes Verfahren). Über die Geschichte schliesst der Untersucher auf das innere Erleben und die persönliche Wahrnehung der VP, wodurch z.B. Rückschlüsse auf die Stärke des leistungsbezogenens Motivationszustandes gemacht werden.
  • Was sind implizite Motive? gelernte emotional getönte Präferenzen, sich immer wieder mit bestimmten Arten von Anreizen auseinander zu setzen
  • Was sind explizite Motive? (=Ziele) bewusste, sprachlich repräsentierte Selbstbilder, Werte und Ziele, die sich eine Person zuschreibt
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  • Motive als Personenmerkmal: Bewertung und Funktion von Motiven Motive bestimmen, in welchem Maß ein Reiz/Ereignis/Zielzustand Anreizcharakter erhält (Bewetungsdisposition) Funktion: Es energetisiert, orientiert und selegiert Verhalten, das für seine Befriedigung relevant ist.
  • Fakten zur Unterscheidung von impliziten und expliziten Motiven: 1. Beide Motive sind mit unterschiedlichen Verhaltensweisen verknüpftImplizite Motive prädizieren spontanes Handeln u. überdauernde VerhaltenstrendsExplizite Motive prädizieren primär kurzfristige Entscheidungen u. Bewertungen 2. Beide Motive entsprechen unterschiedlichen Arten von AnreizenAufgaben-/Tätigkeitsbezogene Anreize bei implizitem (Leistungs-)MotivSozial-evaluative Anreize beim expliziten (Leistungs-)Motiv 3. Beiden Motiven liegen (vermutlich) unterschiedliche Sozialisationserfahrungen zugrundeImplizite Motive: vor-sprachliche ErfahrungenExplizite Motive: im Kontext der Entwicklung sprachlich repräsentierter Selbstkonzepte
  • Big 3 der Motive • Leistungsmotiv: Wunsch nach Herausforderung durch anregende, komplexe, schwierige aber lösbare Aufgaben. Affektiver Kern ist die Neugier und Stolz • Bindungsmotiv (Anschluss u. Intimität): Wunsch nach Zugehörigkeit in einem sozialen Netz, nach Gemeinschaft, Geselligkeit und Geborgenheit. Affektiver Kern ist die Liebe • Machtmotiv: Wunsch nach Einfluss auf und Kontrolle über andere, nach Autonomie und Entscheidungsspielraum. Affektiver Kern ist die Selbstbehauptung und Stärke. = soziogeneMotive