Volkswirtschaftslehre (Fach) / Vorbereitung 1. Schulaufgabe (Lektion)

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Magisches Viereck, Markt und Preis, Angebot und Nachfrage, Wirtschaftskreislauf, Wohlstand und Lebensqualität

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  • Stabilitätsgesetz Gesetzt zur Förderung der Stabilität/Wachstums der Wirtschaft (1967)
  • Magisches Viereck Preisstabilität Angemessenes Wirtschaftswachstum Vollbeschäftigung Außenwirtschaftliches Gleichgewicht
  • Preisstabilität Der durchschnittliche Preis aller Güter sollte stabil bleiben Preisindex = Auskunft über Preisentwicklung zum Vorjahr -> sollte max. 1 % steigen Ursachen für Preissteigerung Monopolstellung Rohstoffknappheit zu starke Ausdehnung der Geldmenge Nachfrage höher als Angebot Folgen der Preissteigerung Negativ für Sparer -> Geld weniger wert
  • Angemessenes Wirtschaftswachstum Wachstum = Produktion von Waren/Dienstleistungen > als im Vorjahr Wachstumsrate = Differenz reales Bruttoinlandsprodukt zweier aufeinanderfolgender Jahre Kritik -> Wachstumsrate enthalt Kosten für Umweltschäden / umweltbedingte Krankheiten, Verkehrsunfälle
  • Vollbeschäftigung Vollbeschäftigung = Arbeitslosenquote max. 2 - 3 % Maßstab = Arbeitslosenquote, Kurzarbeiterzahl und offene Stellen Arten der Arbeitslosigkeit strukturelle friktionelle (Arbeitsplatzwechsel) saisonelle konjunkturelle  
  • Außenwirtschaftliches Gleichgewicht Zahlungsbilanz ist im Gleichgewicht -> Devisenflüsse = Devisenabflüsse
  • Marktbegriff Ort der Preisbildung Treffpunkt von Angebot und Nachfrage
  • Bedingungen für den vollkommenen Markt keine Präferenzen (räumlich, sächlich, persönlich) Markttransparenz (Durchschaubarkeit) sofortige Preisanpassung homogene Güter vollkommene Konkurrenz Beispiele: Börse, Wochenmarkt
  • Definition Volkswirtschaft Ist die Gesamtheit aller in einem Wirtschaftsraum (Staat) verbundenen und gegenseitig abhängigen Wirtschaftssubjekte (Haushalte, Unternehmen, Vermögensveränderung, Staat, Außenhandel)
  • Volkswirtschaftliche Produktionsfaktoren Arbeit Kapital Boden
  • Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung zahlenmäßige Erfassung der Tauschvorgänge zwischen den Wirtschaftssubjekten innerhalb einer Volkswirtschaft makroökonomisch (gesamte VW nicht einzelwirtschaftlich) privater/staatlicher Verbrauch, Anlageninvestion, Ex-/Import Schwerpunkt -> Entstehung, Verteilung, Verwendung des Inlandsproduktes Gilt als Entscheidungshilfe für die Wirtschaftspolitik und Haushalte
  • Steuerarten Gemeinschaftliche Steuern Lohnsteuer Einkommenssteuer Bundessteuern Tabaksteuer Kaffeesteuer Ländersteuern KfZ-Steuer Erbschaftssteuer Vermögenssteuer
  • Definition Kreislaufmodelle In der arbeitsteiligen Wirtschaft durchlaufen die Güter auf ihrem Weg zum Verbraucher in einem Reifungsprozess viele Unternehmen. Den Güterströmen stehen Geldströme gegenüber -> Das Geld kreist in der Wirtschaft
  • Stationäre Wirtschaft (Merkmale, Gleichung) Merkmale nur 2 Wirtschaftssubjekt kein Sparen -> Y wird komplett konsumiert kein Lager -> Produzierte Güter werden komplett verkauft Nur Ersatzinvestionen finanziert durch Abschreibung  Wirschaft ohne Wachstum Gleichung Y   =     C
  • Evolutorische Wirtschaft ohne Staat und Außenhandel (Merkmale, VV-Sektor, Gleichung) Merkmale Erweiterung durch Sparen und Nettoinvestion Bruttoinvestion = Nettoinvestion + Ersatzinvestion Nettoinvestion > 0 -> Wirtschaft wächst Vermögensveränderungssektor In welcher Weise hat sich das Vermögen verändert Finanzierung des Vermögens Gleichung ( In = SH) Einkommensentstehung (UN)  Y = C + In Einkommensverwendung (HH) Y = C + SH
  • Gleichgewicht und Ungleichgewicht einer Volkswirtschaft Gleichgewicht In geplant = Sgeplant Ungleichgewicht In geplant >< Sgeplant In geplant = Sgeplant + Sungeplant -> Haushalte müssen mehr sparen Sgeplant = In geplant + In ungeplant -> Unternehmen müssen Vorräte anlegen
  • Evolutorische Wirtschaft mit Staat ohne Außenhandel (Staat erhält, Staat leistet) Staat erhält Direkte (Einkommensteuer -> wird direkt von AG an Staat abgeführt) und indirekte (Mwst -> Verbrauchssteuer -> wird vom Verkäufer abgeführt) Steuern Sozialversicherungsbeiträge Gewinne aus staatlichen Beteiligungen an Unternehmen Staat leistet Transferzahlungen (Kindergeld -> rückzahlungsfrei, Bafög -> rückzahlungspflichtig) Subventionen (Bauernsubvention, zinsfreie Kredite) Einkommenszahlungen (Beamtengehälter) Konsum
  • Evolutorische Wirtschaft mit Staat und Außenhandel (Merkmale, Außenbeitrag) Merkmale offene Wirtschaft durch Außenhandel Differenz zwischen Import und Export = Außenbeitrag Positiver Außenbeitrag (X>M) Inländische HH verzichten auf Konsum Sparen der HH wird höher Forderungen gegenüber dem Ausland steigen Negativer Außenbeitrag (X<M) Inländischer Güterstrohm mehrt sich Konsum > Produktion Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland steigen
  • Entwicklung von Sozial- und Umweltindikatoren Messung/Bewertung des Zustands/der Veränderung gesellschaftlicher Lebensbedingungen Ziel -> Verbesserung von Wohlstand / Lebensqualität Messung -> Indikatorensystem SPES Grundlage: Lebens- / Politikbereiche (Bildung, Umwelt, Bevölkerung)
  • Ökonomische Indikatoren Individuelle Ebene (Altersarmut, Grundversorgung) Wirtschaftliche Stabilität (Arbeitslosigkeit) Erhalt/Weiterentwicklung der marktwirtschaftl. Strukturen (Artenverlust, Ressourcenübernutzung) Erhalt/Weiterentwicklung der marktwirtschaftl. Funktionsfähigkeit (Innovationsfähigkeit, Krisenanfälligkeit)
  • Soziale Indikatoren Sicherung der Gesundheit (Gesundheitszustand, Arbeitsbelastung) Sicherung der sozialen Stabilität (Versorgungssicherheit im Alter / bei Krankheit) Sicherung der Entwicklungs-/Funktionsfähigkeit der Gesellschaft (Toleranz, Lernfähigkeit)
  • Ökologische Indikatoren Gesundheit (Lebenserwartung) Struktur des Ökosystems (Ozonloch) Funktion des Ökosystems (Klimaerwärmung)
  • Definition Defensive Ausgaben Ausgaben zum Ausgleich, Vorbeugen und zur Beseitigung der negativen Folgen des Wachstums und der sozialen Veränderung einer Industriegesellschaft
  • Kategorien der defensiven Ausgaben Umwelt Verkehr Wohnen Innere Sicherheit Gesundheit Arbeit  
  • Konzept / Ziel der defensiven Ausgaben Versuch, soziale und ökologische Folgekosten des Wirtschaftens zusammenzufassen und geldmäßig zu messen
  • Inlandsprodukt -> Definition und Zweifel Definition Maßstab für die Messung des Wohlstands und seiner Veränderung Zweifel Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung taugt nicht als Wohlstandsmaßstab und misst die tatsächliche Nachfrage nicht
  • Kritik am Inlandsprodukt als Wohlstandsmaßstab Als Wohlstandsmaßstab zu niedrig viele Vorgänge werden nicht berücksichtigt (Hausfrauenarbeit, Nachbarschaftshilfe) Keine Bewertung der Freizeit Als Wohlstandsmaßstab zu hoch Vorgänge werden überflüssigerweiße berücksichtigt Umweltverschmutzung/Kriminalität füren zu Kosten, Industrie macht Umsatz durch Umweltverschutzung Anteil des Staates am Inlandsprodukt (Erhöhung der Beamtengehälter)
  • Neue Wohlstandsindikatoren - "NEW" "NEW" net economic welfare -> Nobelpreisträger Prof. Paul A. Samuelson BIP                                                      private Dienste (Haus-______________                   +        frau) u. immaterielle Soziale  = (Umweltverschmutzung                     (Freizeit) Werteu. staatl. (Verwaltung) Kosten Verbesserung Wohlstandsunterschiede zwischen Stadt- u. Landbevölkerung geringer Positive Beiträge ohne Marktpreis werden berücksichtigt Keine Berücksichtigung von Staatsausgaben für Verwaltung u. Verteidigung
  • Neue Wohlstandsindikatoren - "NNW" net national welfare -> Nettowohlstandsindikator -> japanische Wirtschaftler Verrechnung mit BIP mit + BIP-Teile von privatem/staatlichen Konsum Infrastrukturleistungen Leistung dauerhafter Konsumgüter Freizeit Nicht marktgängige Aktivitäten Verrechnung mit BIP mit - Umwelterhaltungskosten Umweltschäden Kosten der Verstädterung