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6 Prävention und Rehabilitation (Fach) / 6.2.2 Ziele, Aufgaben und Konzepte der Rehabilitation (Lektion)

Abhängigkeitserkrankungen,Frühförderung

Diese Lektion wurde von kristina83 erstellt.

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  • Rehabilitation bei psychischen Störungen (psychoanalytische Konzepte) Das psychoanalytische Rehabilitationskonzept basiert darauf, dass die Pat. ihre unbewussten Beziehungsmuster in der Einrichtung reinszenieren und so einer Bearbeitung zugänglich machen. Das Ziel der Therapie liegt im Erleben korrigierender Beziehungserfahrungen.
  • Rehabilitation bei psychischen Störungen - verhaltensmedizinische Konzepte Das verhaltensmedizinisch-verhaltenstherapeutische Rehabilitätskonzept stärker an der aktuellen Realität des Pat. orientiert. Nach Durchführung einer Verhaltens- und Bedingungsanalyse wird ein individueller Therapieplan entwickelt, der dem Pat. neue Lernerfahrungen ermöglichen und seine Selbsthilfefähigkeiten entwickeln soll.
  • Abhängigkeitserkrankungen: Ziel, Phasen der Rehabilitation, Voraussetzung, Entwöhnungsdauer, Konzepte Das Ziel der liegt in der Verlängerung der suchtmittelfreien Intervalle möglichst in Form der lebenslangen Abstinenz. Nach der Kontaktphase und der Entgiftungsphase soll in der Entwöhnungsphase die temporäre Abstinenz stabilisiert werden. Sie setzt das Vorliegen eines sozialmedizinischen Gutachtens und eines Sozialberichts einer Suchtberatungsstelle voraus. Die Entwöhnungsdauer kann bei Kurzzeittherapie wenige Wochen und bei Langzzeittherapie bis zu 6 Monaten betragen. Durch die Interventionen in der Nachsorgephase soll die Abhängigkeit langfristig beendet werden. Bei der Rehabilitation von Abhängigkeitserkrankungen gibt es stationäre und ambulante Konzepte.
  • Vorschulische, schulische und berufliche Integration von psychisch Kranken - Sonderkindergärten,integrative Kindergärten, Förderschulen oder Schulen für Lern- und Erziehungshilfe (Sonderschulen), Regelschulen - Arbeits- und Beschäftigungstherapien,berufsvorbereitende Maßnahmen zur Arbeitserprobung;Bildungswerke - Werkstatt für Behinderte Der Einstieg in das Erwerbsleben sollte durch psychosoziale Dienste und Integrationsfachdienst begleitet werden.
  • Integration von Kindern bis 7 Jahren Stark entwicklungsverzögerte, geistig- oder mehrfachbehinderte Kinder im Alter von 3-7 Jahren werden oft in Sonderkindergärten betreut. Weniger stark beeinträchtigte Kinder können meist in integrativen Kindergärten in kleinen Gruppen mit so genannten Regelkindern gefördert werden.
  • Integration von Schülern Kinder mit hohem sonderpädagogischen Förderbedarf werden in Förderschulen oder Sonderschulen unterrischtet. Schüler mit geringer ausgeprägten Störungen besuchen großteils Regelschulen.
  • Integration von Erwachsenen Zur Vorbereitung auf den Arbeitsprozess: werden in Kliniken Arbeits- und Beschäftigungstherapien angeboten. Viele Rehabilitationskliniken bieten berufsvorbereitende Maßnahmen zur Arbeitserprobung. Berufsbildungswerke und andere Einrichtungen stellen Ausbildungsmöglichkeiten für psychisch behinderte Menschen zur Verfügung. Wenn eine Arbeitsaufnahme im ersten oder zweiten Arbeitsmarkt nicht aussichtsreich ist, besteht unter Umständen die Möglichkeit zur Tätigkeit in einer Werkstatt für Behinderte. Meist fühlen sich psychisch behinderte Menschen durch das allgemeine Arbeitsangebot in diesen Werkstätten unterfordert. Es gibt allerdings auch Werkstätten mit gesonderten Abteilungen für psychisch Kranke.
  • Frühförderung Durch das SGB IX werden auch die Früherkennung und -förderung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder geregelt. In den Bestimmungen ist festgelegt, dass auch nicht-ärztliche therapeutische, psychologische, heilpädagogische, sonderpädagogische und psychosoziale Leistungen für die Betroffenen wie auch die Beratung der Eltern finanziert werden.
  • Ziele der Frühförderung Das Ziel der interdisziplinär arbeitenden Frühförderstellen liegt darin, eine drohende oder bereits eingetretene Behinderung frühestmöglich zu erkennen und durch gezielte Behandlung auszugleichen oder zu mildern. Dazu werden altersgerechte Spiele und Übungen zur Förderung der Fein- und Grobmotorik sowie der kognitiven, sensorischen und psychomotorischen Weiterentwicklung eingesetzt.
  • Bedeutung der Krankheitsverarbeitung bei chronisch körperlichen und chronisch psychischen Krankheiten Die Krankheitsverarbeitung soll zu einer möglichst guten Anpassung an die Gegebenheiten führen, die durch die chronische Krankheit bedingt sind. Eine günstige Krankheitsverarbeitung führt dazu, dass der Pat. seine Erkrankung in sein Leben integriert und seine verbleibenden Möglichkeiten optimal ausnutzt. Aktives Coping hat sich dabei als hilfreich erwiesen. Eher ungünstiges Krankheitsverhalten zeigt sich bsw. in- sozialem Rückzug- Passivität aufgrund der erlernten Hilflosigkeit- Abgabe der Verantwortung und- sekundärem Krankheitsgewinn
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  • Prävention kindlicher Entwicklungsstörungen In Deutschland erfolgt die Früherfassung von Entw.störungen als sekundärer Präventionsleistung in den U1 bis U9- und J1-Untersuchungen. Bei diesen Vorsorgeuntersuchungen werden allerdings relativ häufig Entwicklungsstörungen übersehen. Die Ansätze zur Primärprävention sind noch nicht ausreichend ausgebaut.
  • Sozialpsychiatrische Ansätze Der Schwerpunkt der sozialpsychiatrischen Betreuung liegt in der Stabilisierung oder Verbesserung der lebenspraktischen Kompetenz der Pat. Sozialpsychiatrische Konzepte werden z.B. umgesetzt im betreuten Wohnen, in Tagesstätten, in Werkstätten für Behinderte, in der psychiatrischen Familienpflege oder in psychiatrischen Wohn- bzw. Pflegeheimen. Wenn erwachsene Personen aufgrund einer psychischen Störung oder einer seelischen Behinderung ihre Angelegenheiten in Bezug auf Gesundheitsfürsorge, Vermögensverwaltung, Vertretung vor Behörden etc. nicht selbst regeln können, bestellt das Vormundschaftsgericht einen Betreuer oft aus sozialpsychiatrischen Diensten oder Beratungsstellen. Er darf nur für die Aufgabenkreise bestellt werden, in denen eine Betreuung notwendig ist.