6
Klinische Chemie (Fach) / 1. Jahr (Lektion)
Vorbereitung auf praktische und schriftliche Prüfung
Diese Lektion wurde von damiandarko erstellt.
- Wozu wird bei Bilirubin gegen den Probenleerwert gemessen? Stark ikterische Seren zeigen eine intensiv gelbe Farbe mit einer hohen Eigenabsorption. Wird dieses bei der Messung der Analysenansätze nicht berücksichtigt, würden immer fälschlich zu hohe Bilirubinkonzentrationen berechnet werden. Daher muss in diesem Fall gegen einen Probenleerwert gemessen werden. Mit einem Probenleerwert wird die Eigenfarbe einer Probe ausgeglichen (kompensiert). Dies bedeutet, dass für jede Probe ein eigener Probenleerwert mitgeführt werden muss. Mit Hilfe des Probenleerwertes wird am Fotometer E/A = 0 eingestellt (Nullpunkt-Einstellung).
- Urinstatus Teststreifen (Parameter) pH, Spezifisches Gewicht/Dichte, Glucose, Protein , Nitrit, Hb/Erys, Leukos, Bilirubin, Urobilinogen, Ketonkörper
- Zylinder bestehen aus.. Tamm-Horsefall-Mukoprotein
- Welche Aussagekraft hat der Harnstoffwert? Wo von hängt er ab und wie kann er bestimmt werden? Harnstoff wird im Eiweißkatabolismus gebildet Es dient der Diagnostik und dem Verlauf der der terminalen Niereninsuffizienz Er hängt ab von Eiweißzufuhr, Diurese, Perfusion und der GFR Bestimmung mittels Urease (Enzymatisch) oder Diacetylmonoxim-Methode Problem: stark von exogenen Faktoren abhängig!
- Definition (renale) Clearance Clearance (deutsch Ausscheidung) bezeichnet in der Medizin das Entfernen einer bestimmten exo- oder endogenen Substanz aus einem gegebenen Körpersystem. Diese spezifischen Leistungen werden von verschiedenen Organen erbracht. Die renale Clearance ist das Plasmavolumen (ml), das durch Harnbildung pro Minute von einer Substanz (theoretisch) befreit wird. 1. Definition: Die (renale) Clearance ist der Durchsatz (die Ausscheidungsgeschwindigkeit) (der Niere) bezogen auf die Plasmakonzentration der jeweiligen Substanz (linke Seite der Gleichung). 2. Definition und übliche medizinische Deutung: Die renale Clearance (ml/min) einer Substanz entspricht dem fiktiven Plasmavolumen (ml), das pro Zeiteinheit (min) in der Niere von dieser Substanz gereinigt ("gecleart") wird (rechte Seite der Gleichung). Der Begriff der Clearance gilt auch für andere Organe (z.B. Leber), die Clearance kann allgemein substanz- und organunabhängig definiert werden. Für die Niere entspricht die Kreatinin-Clearance dem glomerulären Filtratvolumen pro Minute. Manche harnpflichtigen bzw. harnfähigen Substanzen haben varia-ble, konzentrationsabhängige Clearancewerte (vgl. Abb. 10.1, S. 48), wenn aktive Sezernierung (Phenolrot) oder Rückresorption (Glucose) bzw. passive Rückdiffusion (Harnstoff) hinzukommen.
- Prinzip der Reflexionsfotometrie Teststreifen wird im Reflexionsfotometer nach definierter Inkubationszeit an der Messposition von einer Leuchtdiode mit Licht bestimmter Wellenlänge angestrahlt. Das vom Testfeld reflektierte Licht wird von einem Fotodetektor empfangen. Die reflektierte Lichtmenge ist ein Maß für die Verfärbung eines Testfeldes und somit der Parameterkonzentration proportional.
Anzeige