6 Prävention und Rehabilitation (Fach) / 6.1 Prävention und Gesundheitsförderung (Lektion)
In dieser Lektion befinden sich 10 Karteikarten
6.1.1 Ziele und Aufgaben
Diese Lektion wurde von kristina83 erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
- Ziele und Aufgaben der Prävention - Abschwächung von Risiken - Förderung von Protektivfaktoren - Förderung gesundheitsstützender Umwelten
- Abschwächung von Risiken - welche? - intrapersonale Risikofaktoren reduzieren (z.B. Hilfe bei negativen Selbstbild oder Typ-A-Persönlichkeit) - individuelles Risikoverhalten mindern (z.B. Rauchen aufgeben, Ernährung verbessern) - Risikofaktoren in der physikalischen Umwelt abschwächen (z.B. rauchfreie Zonen, Schallschutz) - Risikofaktoren in der sozialen Umwelt (z.B. Kommunikationstraining, Abbau von Isolation)
- Berechung der Inzidenz psychischer Störungen Nach Becker, 1997, berechnet sie sich aus dem Produkt aus angeborener Vulnerabilität und äußeren Stressoren, dividiert durch das Produkt aus psychischer Kompetenz und förderlichen Umweltbedingungen.
- Förderung von Protektivfaktoren (Wechselwirkung von genetischen, biologischen und psychosozialen Faktoren) Externale (z.B. soziale und materielle Unterstützung) und internale (z.B. kognitive und emotionale Kompetenzen) protektive Faktoren regulieren die genetisch disopnierte und erworbene Vulnerabilität und erhöhen so die Resilienz. Schutzfaktoren können durch körperliche Betätigung, Vermittlung von Kommunikations- und Problemlösetechniken, Stabilisierung eins tragfähigen sozialen Netzes, gesunde Ernährung, bessere Bildung usw. gefördert werden.
- Förderung gesundheitsstützender Umwelten (Interventionen, Def.) - umgebungsbezogene Interventionen zur Verbesserung der Gesundheit: soziale Grundgüter (z.B. Beratungsstellen,Qualifizierungsmaßnahmen), materielle (z.B. finanzielle Versorgung, gesunde Nahrung), und soziokulturelle Grundgüter (z.B. Rollenzuordnungen). gesundheitsstützende Umwelten sind u.a. ruhige, ausreichend große Wohnung, adäquater Arbeitsplatz, Möglichkeit zur Hygiene, Zugang zu Beratungsangeboten oder passende Freizeitmöglichkeiten). Die Förderung kann durch ökonomische Anreize, Umweltschutz oder Einflussnahme auf die Werbung erfolgen.
- Def. Krise Bei einer Krise verliert der Betroffene sein seelisches Gleichgewicht und kann es mit den bestehenden Bewältigungsmechanismen nicht wieder herstellen.
- Krisenintervention wird zeitlich begrenzt und kurzfristig angeboten. Sie kann in allen Phasen des Betreuungsverlaufs oder als separates Angebot notwendig werden, setzt jedoch im Allgemeinen ein, bevor sich eine Störung verfestigen kann.
- Arten der Kriseninterventionen Die primäre Krisenintervention soll die Folgeschäden eines Ereignisses, das eventuell traumatisch verarbeitet werden könnte, verhindern. Bei der sekundären Krisenintervention versucht man während oder kurz nach krisenhaft erlebten Ereignissen dauerhafte Störungen zu verhindern. Tertiäre Krisenintervetion setzt ein, wenn es durch das Ereignis zu dauerhaften Belastungen kam, die sich krisenhaft zuspitzen.
- Unspezifische Intervention Unter unspezifischer Intervention versteht man die allgemeine Förderung der Gesundheit des Einzelnen oder der Bevölkerung (z.B. gute Ernährung, Gesundheitserziehung, Verbesserung der Arbeitsverhältnisse).
- Spezifische Prävention umfasst krankheitstypische Maßnahmen wie z.B. Impfungen, AIDS-Aufklärung, Kochsalzjodierung oder Einschränkung der Zigarettenwerbung).
