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Propädeutik I (Fach) / Puls (Lektion)

Qualität, Frequenz, Rhythmusstörungen, Gleichmäßigkeit, Spannung des Gefäßes

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  • Frequenz P. frequnes: beschleunigter Puls (Sympathikotonie) physiologisch bei Arbeit, Bewegung, Erregung pathologisch bei Fieber, Fieber, Anämie, Herzkrankheiten P. rarus: seltener Puls (Parasympathikotonie) physiologisch: trainierte Sportpferde, Rennhunde, ältere Tiere pathologisch: Parasympathikotonien anderer Genese
  • Qualität P. parvus et debilis P. magnus et fortis P. celer P. pseudoceler P. tardus
  • P. parvus et debilis vermindert kräftiger oder schwacher Puls → Herzschwäche oder zu geringes Blutangebot an das Herz
  • P. magnus et fortis vermehrte Pulskraft und Füllung → linksseitige Herzhypertrophie, Erhöhung des peripheren Widerstandes ( Nierenerkrankungen, Huf- / Klauenrehe)
  • P. celer rasch ansteigend und abfallend Insufiziens der Aortenklappe → Blutrückfluss in die linke Kammer, während Diastole ist Aorta schnel leer und kann sich so besonders schnell zusammenziehen
  • P. pseudoceler anämische Zustände Herz schlägt besonders schnell auch bei anderen Tachykardien (auch physiologisch)
  • P. tardus Pulswelle steigt flach und ab → Aorten und Mitralstenosen, da die Durchströmphase von linker Kammer in Aorta länger ist als normal, da das Herz die Stenose nicht genügend kompensieren kann und sich die Aorta so langsamer ausdehnt
  • Rhythmusstörungen P. irregularis P. bigeminus P. trigeminus P. deficiens → Puls- und Herzschlag setzen gleichzeitig aus P. intermittens → Pulsdefizit
  • P. irregularis unregelmäßige Erregungsbildung im Sinusknoten Störungen der Erregungsüberleitung unregelmäßige Erregungsbildung
  • P. bigeminus, trigeminus bigeminus: jeder 3. Pulsschlag setzt aus trigeminus jeder 4. Pulsschlag setzt aus
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  • P. deficiens mit dem Pulschlag setzt gleichzeitig der Herzschlag aus
  • P. intermittens Herz schlägt in der Pulspause ohne eine fühlbare Pulswelle zu erzeugen → Pulsdefizit
  • Gleichmäßigkeit P. inaequalis: P. alternans: stärkere und schwächere Pulswellen wechseln sich an P. myurus: eine Gruppe von Pulswellen wird immer schwächer P. dicrotus: dikrote Elevation des Pulses ist verstärkt P. differens: unterschied re. und li. Arterie → unterschiedlicher Gefäßlumina (gering z.T.: physiologisch)
  • Spannung des Gefäßes P. durus P. contractus P. mollis P. filiformis Gefäßschwirren
  • P. durus A. ist hart gespannt → Bluthochdruck (Nierenerkrankungen, Tetanus, Hufrehe)
  • P. contractus hart und gleichzeitig schlecht gefüllt → Kreislaufschwäche mit einhergehen den Sympathikotonien (Bauchfellentzündungen, Darmverlagerung, Kollaps)
  • P. mollis Wand der A. ist weich und lässt sich leicht eindrücken → Aortenstenose
  • P. filiformis schwacher, kleiner und zugleich weicher Puls A. ist schlecht gefüllt und gespannt  → Kollaps
  • Beurteilungskriterien Puls Frequenz Qualität (Kraft und Form der Pulswelle) → man drückt mit dem herznahen Finger gefühlvoll auf das Gefäß, bis man den Puls mit dem herzweiten Finger nciht mehr spürt. Mit einiger Erfahrung kann man durch den aufgewandten Druck eine grobe Einschätzung des systolischen Blutdrucks geben. Raschheit des Anstigegs und Abfalls beurteilt → Form der Pulswelle Rhythmus → Regelmäßigkeit Gleichmäßigkeit Füllung des Gefäßes Spannung des Gefäßes