Psychiatrie, Psychosomatik, Allgemeine Krankheitslehre, Spezielle Krankheitslehr (Fach) / 2. LK (Lektion)
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Symptome, Schmerzen, Fieber, Krankheitsverlauf, Anpassungsvorgänge und Schädigungen auf zellulärer Ebene ( Adaption, regressive und progressive Veränderungen
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- Symptom = Krankheitszeichen: deuten zunächst auf eine Störung des körperlichn Gleichgewichts hin - aus einem Symptom allein, nur selten eine Krankheit zu diagnostizieren -> Syndrom beschreibt eine KH
- Syndrom = Symptomkomplex = zusammen auftretende Symptome, die eine Krankheit beschreiben
- Subjektive Symptome - vom Patienten angegeben - nicht durch Untersuchungsmeth.s nachweisbar - Schmerzen, Abgeschlagenheit, Leistungsschwäche
- Objektive Symptome - durch Untersuchungsmethde feststellbar - vom Patienten nicht immer wahrnehmbar - Fieber, strukturelle Veränderungen
- Allg. Symptome - unspezifische Zeichen einer KH - treten im Anfangsstadium einer KH auf -> den subj. Sympt.s zuzuordnen
- Kardinalssymptome - typische Zeichen einer best. KH - Diabetes Melitus, Hyperglykämie -> den obj. Sympt.s zuzuordnen
- Beurteilung Fieber - 36,5 - 37,4 physiologischer Bereich - 37,5 - 38,0 subfebriler Bereich (erhöhte Temp./ Unterfieber) - 38,1 - 38,5 leichtes Fieber - 38,6 - 39,0 mäßigess Fieber - 39,1 - 39,9 hohes Fieber - 40.0 - 42,0 hyperpyretisches Fieber (sehr hohes Fieber) !! → rektale Messung ist genaueste - sublingual liegt 0,3 - 0,5° unter rekt. Messung - axillar liegt 0,5° unter rekt. Messung
- Schmerz = dolor (lat.) = komplexe, unangenehme Sinnesempfindung, durch Errregung der Nozizeptoren - Unterscheidung Oberflächen- und Tiefenschmerz
- Oberflächenschmerz - Schmerz d. Haut u. der darunter liegenden Schichten - von außen & sichtbar -> gute Lokalisation - Schnitte, Stiche, Schürfwunden, Ausschlag, Hämatom
- Tiefenschmerz - Ursprung sind innere Organe, Nerven, Knochen, Zahn - schwer/ nicht lokalisierbar - bohrend, klopfend, stechend, dumpf - kann ausstrahlen - Knochenbruch, Prellung ( kann auch über Haut wahrgenommen werden)
- Krankheitsverlauf - 4 Stadien -> LATENZ- -> PRODROMAL- -> MANIFESTATIONS- & -> REKONVALENZ-/ GENESUNGSSTADIUM
- KH - Verlauf -> feinere Klassifikation - akuter Verlauf - progredienter V. - chron. progredienter V. - chron. kontinuierlicher - chron. rezidivierend
- KH - Verlauf -> Eintelung nach Schweregrad - inapparenter Verlauf - subakuter Verlauf - letaler Verlauf
- akuter Verlauf mit Defektheilung = strukturelle und funktionelle Defekte ( größere Verletzungen, Unfälle)
- progredienter Verlauf - häufig letal (tödlich) endend = krit. Beginn, führt sehr schnell zum Tod = progredient = progressiv = zunehmend - Bsp.: Herzinfarkt (Myokardinfarkt), Schlaganfall (Apoplex)
- chronisch progredienter Verlauf - zunehmend fortschreitend mit Verstärkung oder Hinzukommen weiterer Symptome - Bsp.: rheumatoide Arthritis, Morbus Alzheimer
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- chronisch kontinuierlicher Verlauf = Verharren auf einem KH-Niveau - Bsp.: Pilzbefall der Nägel
- chronisch rezidivierender Verlauf = rückkehrend, wiederholt auftretend - Bsp.: Morbus Chron (chron. entzündl. Darmerkrankung), Colitis Ulcerosa (chron. entzündl. Dickdarmerkrankung)
- inapparenter Verlauf = nicht in Erscheinung tretend, asymptomatischer Verlauf (ohne Symptome) → unbemerkt
- subakut - weniger heftige Symptomatik, nicht so schneller Beginn wie akute Erkrankung - zeitl. zw. akut und chronisch einzuordnen, Dauer: 2 bis 4 Wochen
- letal tödlich verlaufende Erkrankung
- Anpassung = Adaption/Adaptation = Fäh. Organismus Stabilität geg.ü. Veränderungen der Umwelt durch strukturelle Anpassungsvorgänge zu bewahren → regressive und progressive Veränderungen
- regressive Veränderungen → Atrophie, Zelltod, Nekrose
- Atrophie = Verkleinerung, Rückbildung von Gewebe/Organ - Hervorgerufen durch Verkleinerung der Zellen und/oder Verminderung der Zellzahl (numerische, hypoplastische Atrophie) - physiolog. & patholog. Atrophie ↓ ¦ - Altersatrophie (Abn. Skelettmuskelmasse) - Rückbildung Gew./Org. nach Schwangerschaft ↓ Inaktivitäts-/ Muskelatrophie bei Ruhigstellung
- Zelltod = Ungähigkeit Z., normale Fkt. in normaler Umgebung bei normaler Regulation durchzuführen → Apoptose & Nekrose
- Apoptose = Selbstmord kranker Zellen - genetisch vorprogrammiert und durch Zelle selbst ausgelöst und reguliert - Entstehung durch Erschöpfung genet. Infos der Z. Physiolog. Bedeutung: → embryonale Entwicklung, Wechselgewebe (Haut)
- Nekrose = pathologischer Zelluntergang = Zus.fassung aller morphol. Veränd.s nach Zelluntergang, innerhalb lebenden Gewebes nach Einwirkung endog. oder exog. Noxen - Kennz.: makroskop. → sichtbar, Farbe des Gewebes (meist schwarz), Veränderung der Konsistenz mikroskop. → Umgebungsrkt.s ( Hyperämie mit entzündl. Rkt.) Abwehrmechan.s gegen abgestorbenes Zellmat. - Bsp.: Schürwunden (Bildung Eiterschicht), Erfrierung (Schwarzfärbung Gewebe) Ursachen: - O²-Mangel, Bakterien, Verletzungen, Schnitte,..
- Nekrosearten Koagulationsnekrose, Kolliquationsnekrose
- Koagulationsnekrose = Eiweißdenaturierung = Koagulation - infolge Ischämie in proteinreichen Geweben - Eiweiße: verändern sich und schrumpfen, gerissen und verklumpen - Nekrosen schrumpfen inf werden in Narbengewebe umgewandelt - z.B.: in Herz, Niere, Milz Sonderform: gangränöse Nekrose (trockene Gangrän - Mumifiz., feuchte Gangrän - Fäulnisbakterien (Wundliegen, diabetische Gangrän)
- Kolliquationsnekrose - abgestorbenes Gewebe verflüssigt sich - bei eiweißärmeren Geweben (Gehirn)
- Progressive Veränderungen - Hypertrophie, Hyperplasie, Regeneration, Geschwulstwachstum
- Hypertrophie - Vergrößerung Gew./Org. durch Zellvol. ↑, ohne ZellzahlΔ - Aktivitätsatrophie: Anpassung an Mehrbelastung (erhöhter Musk.aufb.) - Herzhypertrophie: Anpassung an übermäßige Druck- & Vol.belastung - Patholog. Hyperttrophie: patholog. Vergrößerung des Herzens aufgrund Herzinsuffizienz
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- Hyperplasie = numerische Hypertrophie - Vergrößerung Gew./Org. durch Zellzahl ↑, bei unveränderter Größe der Zelle - u.a. ausgelöst durch: vermehrte funktionelle Belastung, oft durch hormonelle Stimulation - prinzipiell reversibel
- Neoplasie - Neubildung, Tumor
- Regeneration = Fäh. des Organismus verlorengegangene, entfernte, abgestorbene od. funktionsuntüchtige Körpersubst. zu ersetzen - Unterscheidung: physiolog., reperativ, patholog.
- physiolog. Regeneration = Ersatz von Körpersubstanz nach physiolog. Zellverschleiß - reguliertes Wachstum - Haut, Haare
- reparative Regeneration - Ersatz Körpersub. nach patholog. Zell- & Gewebsverlusten - Wundheilung
- patholog. Regeneration - Sörung des Regulationsmechanismus - führt zu morphologische Atypien - Vorstufe zum Krebswachstum
- Geschwulst = Tumor, Neoplasma = Neubildung von Geweben (Neoplasie) durch: autonome und progressive Neubildung von körpereigenen Zellen mit Kontrollverlust - alle Gewebe können betroffen sein
- Einteilung Tumore benigne: Ursprungsgewebe + 'om' (Fibrom, Adenom) gutartig maligne: Ursprungsgewebe + 'karzinom' bösartig mesenchymale: entstehen aus Zellen, die sich zu Bindegewebe, Lymph- oder Blutgefäßen entwickeln (Mesenchym = embryonales Bindegewebe) gut-/ bösartig
- MM benigne Tumore - langs. expansives Wachstum -meist scharf begrenzt - Umgebung komprimierend - keine Metastasen
- MM maligne Tumore - Wachstum: rasch, infiltrativ (wachsen in Gewebe hinein) - meist strahlig und schlecht abgrenzbar zum gesunden Gewebe - umgebungsdestruierend - oft rezidiv (= wiederkehrend)
