11
Arbeits- und Organisationspsychologie (Fach) / 1b (Lektion)
Organisationen
Diese Lektion wurde von kathydeluxe erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
Anzeige
- Eine Organisation ist... • ein soziales Gebilde • welches dauerhaft ein Ziel verfolgt und • eine formale Struktur aufweist, • mit deren Hilfe Aktivitäten der Mitglieder auf das verfolgte Ziel ausgerichtet werden sollen
- 5 Strukturdimensionen 2. 1. Spezialisierung 2. 2. Koordination 2. 3. Konfiguration 2. 4. Delegation 2. 5. Formalisierung
- Koordination durch: Rollenstandardisierung (z.B. Chirurg, OP-Schwester) • Persönliche Weisungen • Selbstabstimmung • Programme und Pläne • Organisationskultur
- Einliniensystem - Vor- und Nachteile Vorteile: • Klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten • Klare Koordination einzelner Aktivitäten Nachteile: • Hohe Qualifikation des Vorgesetzten erforderlich • Lange Informationswege (hierarchischer Dienstweg) • Starke Beanspruchung der Instanzen durch Koordinationsaufgaben
- Mehrliniensystem - Vor- und Nachteile Vorteile: • Kurze Informationswege • Geringe Qualifikation der Führungskraft erforderlich Nachteile: • Verantwortungsdiffusion, da Verantwortungsbereich manchmal schwer abgrenzbar • Konflikte wegen wider-sprüchlicher Anweisungen • Kompetenzstreitigkeiten
- Konfiguration: Projektteams/Netzwerkstrukturen Projektteams: arbeiten für die Dauer eines Auftrages zusammen, neben Hauptaufgabe besteht die Möglichkeit in verschiedenen Projekten Mitglied zu sein Netzwerkstrukturen: Zusammenarbeit mit wechselnden Partnern – das Netzwerk bleibt nach Beendigung eines Projektes bestehen
- Bürokratiemodell (Weber, 1922) • Ordnung, System, Rationalität, Uniformität, Einheitlichkeit und Konsistenz als wichtigste Ziele einer bürokratischen Organisation • Hauptprinzipien der Organisationsstruktur – Spezialisierung und Arbeitsteilung – Hierarchie und Autorität – Trennung von Positionen mit Entscheidungskraft und ausführenden Tätigkeiten – Optimale Führungsspannen – Starke Zentralisierung
- XY-Theory (McGregor, 1966) - Theorie X Theorie X Strenge Vorschriften und Kontrolle Verantwortungsscheu, Keine Initiative Passives Arbeits-verhalten --> Kreislauf im Uhrzeigersinn!
- Modell der „Begrenzten Rationalität“ (Simon, 1976) • Grundannahme: kognitive Grenzen in der Informationsaufnahme/-verarbeitung verhindern rein objektiv rationale Entscheidungen • Konzept des „satisficing" Suche nach zufriedenstellenden und nicht nach optimalen Lösungen (vgl. Rationalmodelle !)
- Mülleimer-Modell (March & Olsen, 1976) 4 Kennzeichen der „organisierten Anarchie" Ambiguity •Unklare Definitionen des Problems und der Ziele Problematic preferences •Akteure entdecken ihre Präferenzen erst im Prozess Unclear Technology •Akteure kennen die organisatorischen Regeln und Strukturen der Entscheidungsprozesse kaum Fluid Participation •Gremien-Mitglieder wechseln •Bestimmte Themen werden wiederholt neu diskutiert
- Anzeige
- Mikropolitische Taktiken • Zwang/Nachdruck (Strafe, Sanktions- bzw. Strafandrohungen, Durchsetzungen) • Belohnen, Vorteile schaffen • Einschalten höherer Autoritäten (legitime Macht, Beziehungsmacht) • Rationales Argumentieren (Überzeugen, sachliches vernünftiges Problemlösen) • Koalitionsbildung • Persönliche Anziehungskraft (Referenzmacht, Identifikation) • Idealisierung, Ideologisierung