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Arbeits- und Organisationspsychologie (Fach) / 9a (Lektion)
Alter und Arbeit
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- Gründe Demografischer Wandel Aktuelle Prognosen: Zahl der 55- bis 64-Jährigen wird bis zum Jahr 2020 in Deutschland um rund 40% zunehmen Drei Faktoren kommt dabei eine zentrale Rolle zu: • anhaltend niedrige Fruchtbarkeitsziffern • eine hohe Lebenserwartung • alternde geburtenstarke Jahrgänge Im Jahr 2050 wird jede dritte Person 60 Jahre oder älter sein!
- Defizitmodell Ältere: weniger motiviert weniger lernfähig weniger leistungsfähig weniger veränderungsbereit weniger kreativ weniger initiativ weniger gesund
- Wichtige physiologische Voraussetzungen der Leistungsfähigkeit sind: •Reaktionsgeschwindigkeit (z.B. einem gefährlichen Gegenstand schnell auszuweichen), •Wahrnehmungsfähigkeit (z.B. Hören und Sehen von Gefahrensignalen), •Kraft und Ausdauer (z.B. Heben von Lasten), •Gleichgewichtssinn (z.B. auf eine Leiter steigen), •Beweglichkeit (z.B. Über-Kopf-Arbeit).
- Wichtige kognitive Voraussetzungen der Leistungsfähigkeit sind: •Gedächtnisleistung --> eingeschränkt sind: •Merkfähigkeit, •Auffinden von Informationen, •Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung --> Auch hier gilt: Bei einem "normalen" Alterungsprozess ist der Funktionsverlust bis zu einem Alter von ca. 60 bis 65
- Leistungsfähigkeit im Alter: Verhältnis von fluider und kristalliner Intelligenz Einbußen in fluider Intelligenz (= schnelle Informations-verarbeitung und -verknüpfung) Zunahme an kristalliner Intelligenz (= routinisierte wissensbasierte Verarbeitungsprozesse: „Erfahrung")
- SOK-Modell nach Baltes & Baltes (1989) •Selektion: Spielraum bei der Wahl der Arbeitsaufgaben nutzen •Optimierung: Anzahl beruflicher Ziele und Aufgaben reduzieren •Kompensation: Defizite in Leistungsfähigkeit durch Erfahrung und Routine kompensieren
- Was tun: AG für Ältere Die Leistungsfähigkeit im Alter verlangt nach gesundheitsförderlichen Arbeitsbedingungen von Anfang an!!!! Ältere Menschen benötigen Tätigkeiten, bei denen sie ihre Erfahrungen einsetzen können
- Ergebnisse der Leistungsmessung bei Älteren Der Zusammenhang zwischen Alter und Leistung ist davon abhängig, ob eine Aufgabe mehr "basale Fähigkeiten" (schnelle Reaktion, Wahrnehmung) oder mehr Erfahrung abfordert bzw. ob Erfahrungen zum Ausgleich basaler Fähigkeiten eingesetzt werden können !
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