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Arbeits- und Organisationspsychologie (Fach) / 6a (Lektion)
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- Modelle: alternative Wirkungs-/Zusammenhangsrichtungen WLB 1.Unabhängigkeitsmodell: Kein Zusammenhang zwischen Arbeit und Freizeit 2.Generalisierungsmodell: Arbeit beeinflusst Freizeit oder Freizeit beeinflusst Arbeit 3.Interaktionsmodell: Arbeit und Freizeit beeinflussen sich gegenseitig 4.Kompensationsmodell: Ausgleichende Wirkung zwischen Arbeit und Freizeit 5.Kongruenzhypothese: Übereinstimmungen zwischen Arbeit und Freizeit sind auf Drittvariablen zurückzuführen
- Effort-Recovery-Modell Forschung zu Erlebnisqualitäten von Erholung: (1) gedankliches Abschalten von der Arbeit, (2) Entspannung (3) Mastery-Erlebnisse (d.h. das Erleben von Herausforderungen und deren Bewältigung) (4) Kontrolle
- Tätigkeitsregulativer Ansatz - Tätigkeitsmerkmale zur Bestimmung der Koordinierbarkeit von Handlungen in verschiedenen Lebensbereichen - Tätigkeitsmerkmale zur Bestimmung der Koordinierbarkeit von Handlungen in verschiedenen Lebensbereichen Diese sind ausschlaggebend dafür, ob Balance oder Stress erlebt wird:•Erhaltungsrelevanz: je erhaltensrelevanter Tätigkeiten sind, desto weniger kann auf sie verzichtet werden •zeitliche Gebundenheit: Ausmaß an zeitlichem „Spielraum" zur Ausführung der Tätigkeit •Eigendynamik: je weniger über die zukünftigen Realisierungsmöglichkeiten der Handlungsdurchführung bekannt ist, desto größer die Eigendynamik
- Entwicklungs–und biografieorientierte Ansätze • im Fokus steht die mittel-und längerfristige Balancierung verschiedener Lebensbereiche• aus sozio-normativer Perspektive sind persönliches Engagement und erfolgreiche Entwicklungsprozesse in beiden Lebensbereichen -Beruf und Familie –anzustreben Formen der Lebensgestaltung:Segmentation:Ziele im Bereich Beruf und Familie werden unabhängig voneinander entwickelt und verfolgt Integration:Ziele in beiden Lebensbereichen werden aufeinander bezogen Entgrenzung:Privatleben wird durch beruflichen Lebensbereich bestimmt(
- Work-Family-Conflict - Konfliktarten •zeitbasierte Konflikte: Zeitanforderungen in einem Lebensbereich machen es schwer, den Anforderungen in dem anderen Bereich gerecht zu werden •beanspruchungsbasierte Konflikte: psychische Beanspruchung in einem Lebensbereich macht es schwer, den Anforderungen in dem anderen Lebensbereich gerecht zu werden •verhaltensbasierte Konflikte: inkompatible Verhaltensanforderungen in den Lebensbereichen: z. B. rational-kühles vs. warmherzig-empathisches Verhalten
- Work-Family-Facilitation „Ausmaß, in dem die Teilhabe an und das positive Erleben in einem Lebensbereich (z. B. Berufsarbeit) durch die Fähigkeiten und Erfahrungen erleichtert wird, die sich aus der Teilhabe an einem anderen Lebensbereich (z. B. Familie) ergeben" Unterscheidung zwischen:•einer affektiven (Transfer von positiven Stimmungen) und •einer instrumentellen (Transfer von Kompetenzen) Form des Bereicherung.
- Was heißt balancierte Lebensgestaltung? •Fehlen von Rollenkonflikten •Nicht nur Abwesenheit von Konflikten, sondern gegenseitige Bereicherung (Frone, 2003) •Gleichwertigkeit der Lebensbereiche (Collins & Shaw, 2003) •Individuelle Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit im Einklang mit den individuellen Lebensprioritäten
- Work-Family Balance (Definition) Eine Balance zwischen Familie und Beruf liegt dann vor, wenn das Konfliktlevel zwischen den Rollenbereichen gering ist, dagegen eine Bereicherung durch die Teilnahme an beiden Rollen stattfindet.
- Interventionsebene: Gesetzliche Maßnahmen •infrastrukturelle Maßnahmen (z.B. Bereitstellung von Kinderbetreuungseinrichtungen) •monetäre Unterstützungsmaßnahmen (Kindergeld, Berücksichtigung von Kindern bei der Einkommenssteuer) •Rechtsanspruch auf Elternzeit/formalrechtliche Arbeitsplatzsicherung (d.h. Mütter und Väter können sich ohne Risiko eines Arbeitsplatzverlustes bis zu drei Jahre für die Betreuung und Erziehung des Kindes komplett oder Teilzeit freistellen lassen) •Bezahlte Elternzeit (12/14 Monate)
- Interventionsebene: Betriebliche Programme/Maßnahmen Kinderbetreuung (Betriebskindergarten; Belegplätze in Kinderbetreuungsein-richtungen • Zuschüsse zu Kinderbetreuungskosten • Vermittlungsservice für Kinderbetreuung• Ferienbetreuungsangebote) Arbeitszeit und -ort (• Flexible Arbeitszeiten• Teilzeitarbeitsplätze• Telearbeitsplätze• Job-Sharing) Mobilitätsunterstützung (• Arbeitsvermittlung für Ehe-/Lebenspartner• Umzugskostenübernahme) Führungskompetenz (• Schulungen zur vereinbarkeits-orientierten Personalführung • Mentorenprogramme) Freistellungen (• Über gesetzliche Ansprüche hinausgehende Beurlaubungsoptionen für Mütter und Väter) Informationsbereitstellung (• Betriebsinterne Familienbeauftragte • Informationsmaterialien)
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- Interventionsebene Erholungs-Gelegenheiten & ihre Nutzung Gut für Erholung: Gute Mischung von •Bewegung / Sport •sozialen Aktivitäten •Entspannung (Fernsehen, ein Bad nehmen) Schlecht für Erholung:•Tätigkeiten, die der eigenenArbeit ähnlich sind •Negativ getönte Beschäftigungmit der Arbeit (Grübeln über Probleme, Konflikte, etc.) Nutzung ist also z.T. eine Frage der persönlichen Haltung. Aber nicht nur: Nach belastender Arbeit ist es oft besonders schwer, sich aufzuraffen: Belastung mindert Ressourcen für aktive Erholung Stress beeinträhtigt Willenskraft