13
Arbeits- und Organisationspsychologie (Fach) / 3a (Lektion)
Handlungsregulationstheorie
Diese Lektion wurde von kathydeluxe erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
Anzeige
- Die Handlungsregulationstheorie.. Aufgaben •…beschreibt menschliches (Arbeits)handeln •…erklärt kognitiven Aufwand für unterschiedliche Handlungen •…erklärt Lernen und Automatisierung •…erklärt Fehler
- Definition Handlung Handlung bezeichnet eine: –zeitlich in sich geschlossene –auf ein Ziel gerichtete sowie –inhaltlich und zeitlich gegliederte Einheit der Tätigkeit, nämlich die kleinste psychologisch relevante Einheit willentlich gesteuerterTätigkeiten von Individuen, Gruppen und Organisationen •Die Abgrenzung von Handlung erfolgt durch das bewusste Ziel (Hacker, 1999, 386f)
- Merkmale einer Handlung •Zielgerichtetheit (Ist-Soll-Vergleich) •Bewusstheit (bewusstseinsfähig, nicht bewusstseinspflichtig) •Gegenständlichkeit (Veränderung der Umwelt) •Gesellschaftliche Eingebundenheit (abhängig von Entwicklungen) •Soziale Eingebundenheit (Kontakt)
- Struktur einer Handlung: vollständige Sequenz Ziel Orientierung, Planung, Entscheidung TZ 1 -? - Ausführung Feedback Ziel
- Der zyklische Handlungsprozess •Zielentwicklung •Orientierung und Prognose •Planung und Entscheidung •Ausführung und Überwachung •Feedback
- Zielentwicklung - Ziel-Eigenschaften •Ziele leiten den Handlungsprozess •Zieleigenschaften: –Schwierigkeit –Spezifität (vage vs. konkrete Ziele) –Hierarchie (über-und untergeordnete Ziele) –Verbundenheit (Goal Commitment) –Zeitperspektive (nahe vs. ferne Ziele) –Valenz (Wert der Zielerreichung) –Prozess-vs. Ergebnisziel
- Um motivierend und leistungssteigernd zu sein, müssen Ziele folgende Eigenschaften haben: –S = specific (spezifisch) –M = measurable (meßbar) –A = attractive (attraktiv) –R = realistic (realistisch) –T = timely (mit Zeitrahmen)
- Redefinition •Der Prozess, durch den die externale zur internalen Aufgabe wird •Erst dann kann der Handlungsprozess in Gang kommen •Abhängig von: –Verständnis der Aufgabe –Persönlichem Wert der Aufgabe –Wahrscheinlichkeit der Zielerreichung (Kosten-Nutzen-Abwägung) –Fähigkeiten und Können
- Regulationsebenen •Sensumotorische Ebene: –automatisierte Handlungen •Ebene der flexiblen Handlungsmuster: –Schemata •Intellektuelle Ebene: –Bewusste Problemanalyse
- Damit eine Aufgabe vollständig ist muss sie.. Hierarchisch: müssen auf allen drei Ebenen reguliert werden •Sensumotorische Ebene –automatisierte Handlungen •Ebene der flexiblen Handlungsmuster –Schemata •Intellektuelle Ebene –Bewusste Problemanalyse
- Anzeige
- Partialisierte (unvollständige) Aufgaben •Hierarchisch: beinhalten nur einzelne Regulationsebenen •Sequentiell: erfordern nur bestimmte Handlungsschritte
- Handlungstheoretisch orientiertes Stressmodell Arbeitsbedingungen: Aufgabe & Umgebung -> Regulations-anforderungen (Komplexität, Vollständigkeit, Variabilität) -> Regulations-möglichkeiten (Handlungsspielraum, Zeitspielraum) -> Regulations-probleme (Regultationshindernisse, Regultationsunsicherheit, Regulationsüberforderung)
- Implikationen für die Arbeitsgestaltung „Der Mensch entwickelt seine Persönlichkeit über das Handeln." (Leontjew, 1982) Persönlichkeitsförderlichkeit Vollständigkeit Lernmöglichkeiten Stressoren, die Regulation hindern sind z.B. fehlendes Material, fehlende Vollständigkeit etc.