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Biologie - Neurobiologie, Stoffwechsel und Verhalten (Fach) / VL4 Verhalten (Lektion)
Kommunikation und lernen
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- McGurck Effekt Wenn zwei konfliktierende Sinneseindrücke ( visuel,adiotorisch -im kassischen Bespiel ) zu einer dritten Prezept intergriert .
- Was ist Kommunikation? 3 Definitionen 1. (soziologisch) Ein Vorgang der Verständigung und der Bedeutungsvermittlung zwischen sozialen Akteuren 2. (klassisch-ethologisch)Die Übertragung eines Signals von einem Organismus zum Anderen so dass der Sender meistens von der Antwort des Empfängers Vorteile hat (nach Slater 1983)3. (Verhaltensökologisch)Ein Akt eines Teiles eines Organismus (oder Zelle) der das Verhalten eines anderen Organismus (oder Zelle) so ändert, dass es für einen oder beide Beteiligten adaptiv ist (nach E.O.Wilson 1975)
- Kanäle und Bereiche : Kanal:• Hören• Sehen• Elektrisch• Chemisch• Taktil Bereich:• Beutefang• Verteidigung• Spiel• Aggression• Fortpflanzung
- vERSCHIEDENE KOMMUNIKATIONSKANÄLE - UNTERSCHIEDLICHE KANÄLE SIHE DATEI / VORLESUNG TABALLE
- Informationsübertragung KOMPONENTEN ALLER KOMMUNIKATIONSSYSTEME!! Sender -> -> kodiert Nachricht ->Signal ->modifiziert durch Medium und Umwelt-> Rezipient dekodiert Wirkung
- WOZU DIENT KOMMUNIKATION? Reproduktion( gute Gene , Bereitschaft, Stimulierung, Territorium) Motivation , sozialer Zusammenhalt , Verteidigung Referentielle Information Linguistisch sprachliche Intelligenz kann in allen Bereichen aufrichtig( HONEST) sein oder täuschen
- HONEST SIGNALING Kommunikationssignale, die echte Indikatoren für physiologische Charakteristika sindz.B. Tiefere Stimmen kommen meist aus größeren Tieren (Kröten, Hirsche), Größe Fitness (Frauen assoziieren tiefe männliche Stimmen mit Größe)Oder Australische GeweihfliegenJe größer der Körper (~stärker), desto größer das Geweih, wichtig zum Abschätzen, ob sich ein Kampf lohnt
- Manipulation/Täuschen Kommunikationssignale, die nicht echte Indikatoren für physiologische Charakteristika sind
- Kontextabhängige Kommunikation Das gleiche Kommunikationssignal kann in verschiedenen Situationen verschiedene Bedeutungen habenz.B. das Brüllen eines Löwens kann dienen> zum Erkenntlichmachen der Territoriumsgrenze zwischen Rudeln>als Agressivitätsausdruck in Kämpfen>zum Zusammenhalt der Gruppe
- SIGNALE: GRADIERT ODER ABSOLUT ?????
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- kOMMUNIKATION ÜBER/FÜR Kommunikation über Nahrung>Chemische und Vibrations-Kommunikation bei Atta AmeisenChemisch:1 Milligram genug um Ameisen 3x um die Erde zuschicken! (Hölldobler und Roces, 2001)Vibration:Produziert durch Reiben der Hinterbeine am‚Gaster‘ (Hintersegment), werden durchVibrationsdetektoren aufgenommen. Informieren überdie Qualität der Nahrungsquelle. Kommunikation über Fortpflanzung>Sagegrouse/ Beifußhuhn Kommunikation über Feinde>z.B. Alarmrufe Kommunikation für Arterkennung> winkerkrabbe
- Evolution von Signalen Co-Evolution von Signal und ErkennungsmechanismusMorphologie : Überhöung der AusprägungVerhalten: Ritualisierung Der co-evolutive Prozess der Ritualisierung macht Signale auffällig und in ihrem Informationsgehalt eindeutig durch Überhöhung (Dauer, Intensität) Wiederholung Formalisierung (Vereinfachung,Konstanz) Balz verhalten Reviermarkierung, Aggressionanzeichen Ritualisierung
- LERNEN ist • auf Erfahrung basierende Modifikation von Verhalten (Gedächtnis: Aufbewahrung der gelernten Erfahrung)• dient der Anpassung an eine sich ändernde Umwelt• führt zum „Aufbau“ oder zum „Abbau“ von Verhalten• muss nicht bewusst ablaufen (z.B. Erlernen der Muttersprache)• Kann stattfinden ohne Verhaltensänderung, aber Verhaltensänderung zeigt an, dass Lernen stattgefunden hat
- LERNEN Dazu muss der Organismus... 1. Information aufnehmen (Sinnesorgane)2. im Gedächtnis einspeichern (ZNS)3. Im Gedächtnis aufbewahren (‘Behalten‘)4. im Bedarfsfall abrufen
- Adaptive Rolle des Lernens z.BLernen verbessert die Wachstumsrate von Grashüpfern
- LERNEN – AUSSCHLUSSKRITERIEN Prozesse, die n-i-c-h-t zum Lernen gerechnet werden: 1. ontogenetische Reifungsprozesse2. Motivationswechsel3. biorhythmische Verhaltensänderungen4. krankheitsbedingte Verhaltensänderungen5. Ermüdung (motorisch), bzw. Adaptation (sensorisch)
- REFLEXE: kein Lernen • Einfachste Form von Verhalten: Reiz-Reaktion• Durch Außenreiz hervorgerufene Erregung eines Sinnessystems führt stereotyp zur gleichen Reaktionen eines Organismus.>>Monosynaptischer Reflex (nur Dehnreflex)
- POLYSYNAPTISCHE REFLEXBÖGEN • mindestens eine weitere Synapse im Reflexbogen beteiligt, d. h. eine weitere Nervenzelle dazwischen geschaltet, sog. Interneuron. Beispiel: Kratzreflex beim Hund.• Reflexbogen kann über das Rückenmark oder über das Gehirn (z.B. Nies- und Hustenreflex) laufen.• Läuft stereotyp ab (wie monosynaptisch), kann nicht unterbrochen werden, aber Reizschwelle variabler• Bedeutung: wichtig da, wo ein Tier immer bereit sein muss, bestimmte Reize in festgelegter Weise zu beantworten, z.B. Schutzreflexe (Lidschlag), Haltung im Raum.
- LERNFORMEN Nicht Assoziativ/ bzw. einfach1. Habituation/>> nachlassende Reaktion bei Reizwiederholung>>Anderer, neuer Reiz -> Dishabituation 2.Sensibilisierung (Sensitisierung)>>Progressive Verstärkung einer Reizantwort auf den selben (negativen) Stimulus">>Neuraler Mechanismus AssoziativKonditionierung (klassisch/operant) ist Grundlage vieler lernabhängiger DressurleistungenKonditionierung ist modalitätsabhängig 3. Klassische KonditionierungUCS>> Unbedingter ReizUCR>> Unbedingte ReaktionCS >> Bedingter ReizCR >>Bedingte Reaktion Zeitliche bedingung:>>CS muss nahe an UCS liegen>>CS muss vor UCS enden bzw. anfangen 4. Operante Konditionierung>>Lernen von neuen Verhaltensweisen durch Verstärkung (Belohnung oder Bestrafung)>>Zufälliges Drücken (unbedingte Reaktion) einer Taste (unbedingter Reiz) wird durch Futter-Belohnung (positive Verstärkung) zu bedingter Aktion. >>Voraussetzungist Motivation (Hunger) ODER 5. Prägung6.Nachahmung7. Lernen durch Einsicht, Kognitives Lernen
- Lernen von Lautmustern I. Motorisches Lernen z.B. einen Wellensittich seinen Namen zu sagen beibringen (‘production learning’)II. Auditorisches Lernen z.B. einem Hund “Sitz” Beibringen (‘compehension learning’)
- Kultur: Weitergabe von Erlerntem Z.B.Verhalten als Kulturprodukt:"Flower Power" bei Pavianen Sapolsky & Share (2004) -Paviantruppen meist durch aggressive Verhaltensweisen gekennzeichnet-Rangordnungskämpfe führen oft zum Tod-Nach zufälligem Tod durch besonders streitbare Männchen-> Übergang zu friedfertigem Verhalten-Zeigt, dass Sozialverhalten stark von ‚kulturellen‘ Bedingungen abhängt
- Definition VERHALTENSÖKOLOGIE • Wissenschaft vom Anpassungswert des Verhaltens (‚fitness‘) an die natürlichen ökologischen Bedingungen• Untersucht ultimate Faktoren (Funktionen) des Verhaltens• Untersucht vorwiegend Evolution des Ernährungs-,Fortpflanzungs-und Sozialverhaltens
- Definition SOZIOBIOLOGIE • Untersucht Sozialverhalten im evolutionsbiologischen Kontext
- Beeinflusst Verhalten ‚Fitness‘? JA! •Körperliche Fitness• EVOLUTIONÄRE FITNESS-->Der Fortpflanzungserfolg oder der Beitrag eines Genotypes zur nächsten Generation