34
Marktforschung I (Fach) / Kapitel 3 (Lektion)
Anzeige
- Definition Sekundärforschung Auswertung bereits vorhandener Daten, die ursprünglich für andere Zwecek erhoben wurden und für das neue Marktfroschungsproblem aufbereitet, analysiert und interpretiert werden
- Definition Primärforschung Speziell für das aktuelle Marktforschungsproblem erhobene, aktuelle Daten
- Vorteile von Sekundärerhebungen kostengünstig schnell verfügbar oft einzige Möglichkeit der Informationsgewinnung Lösung von Teilproblemen im Vorfeld einer Primärerhebung Erleichterung der Interpreation und Beurteilgung von Primärdaten
- Nachteile von Sekundärerhebungen veraltete Daten ungenaue Daten unpassende Erhebungseinheiten
- Quellen innerbetrieblicher Sekundärerhebung Absatzstatistik Kostenrechung Außendienstberichte
- Quellen innerbetrieblicher Primärerhebung Außendienstbefragung Mitarbeiterbefragung
- Quellen außerbetrieblicher Sekundärerhebung Amtliche Statistik Datenbankrecherche Paneldaten
- Quellen außerbetrieblicher Primärerhebung Kundenbefragung Kundenbeobachtung Befragung des Handels
- Charakteristika von Panels ermöglichen Querschnittsanalysen und Längsschnittanalysen Analyse der Veränderung von Märkten als Grundlage für Prognosen Analyse von Marktreaktionen auf gezielte Marketingmaßnahmen geeignet für deskriptive und quasi-experimentelle Forschung
- Arten von Panels Verbraucherpanels Handelspanels Spezialpanels
- Anzeige
- Vorteile von Scannerpaneldaten weniger Datenfehler Erfassung von In-Store Variablen schnelle Verfügbarkeit beliebige zeitliche Detaillierung Erfassung kausaler Zusammenhänge zwischen Marketingmaßnahmen
- Faktoren zur Repräsentanz von Verbraucherpanelergebnissen Marktabdeckung Verweigerung der Mitarbeit Panelsterblichkeit Paneleffekte
- Erhebungsmethoden der Primärforschung Befragung Beobachtung Tiefeninterview Gruppeninterview schriftliche Befragung
- Vorteile des Tiefeninterview Interviewer kann nachfragen und bei zentralen Punkten in die Tiefe gehen erhöhte Auskunftsbereitschaft Aufdecken unbeswusster Sachverhalte
- Nachteile des Tiefeninterview hohe Anforderungen an Interviewerfähigkeiten geringe Interviewzahl und hohe Kosten Reliabilität und Validität beeinträchtigt Erschwerung quantitativer Analysen
- Vorteile der standartisierten Befragung leicht verständlicher Sinn der Fragen schnelle und vollständige Antworterfassung Vergleichbarkeit der Antworten leichte Quantifizierbarkeit der Ergebnisse hohe Reliabilität
- Nachteile der standartisierten Befragung Einschränkung der Validität ggf. exploratorische Voruntersuchung nötig
- Vorteile der schriftlichen Befragung kein direkter Interviewereinfluss Beantwortung i.d.R. präziser und überlegter breit streubar kostengünstig schnell
- Nachteile der schriftlichen Befragung Repräsentanzproblem Vollständigkeit und Reihenfolge der Beantwortung nicht garantiert Stimuli und Rückkopplungsmöglichkeiten begrenzt
- Vorteile der telefonischen Befragung schnell Vollständigkeit und Reihenfolge wir eingehalten breit streubar
- Nachteile der telefonischen Befragung nur einfach Fragen möglich Dauer der Befragung begrenzt hohe Antwortverweigerung keine visuellen Stimuli Falschaufzeichnungen
- Vorteile der mündlichen Befragung hohe Informationsqualität hohe Zuverlässigkeit sehr flexibel visuelle Stimuli komplexe Fragen können erläutert werden
- Nachteile der mündlichen Befragung lange Abwicklungsdauer hohe Kosten Falschaufzeichnungen
- Vorteile der Online-Befragung kein Interviewereinfluss Fragenreihenfolge kann gesteuert werden hohe Flexibilität schnelle Datenauswertung sehr günstig hohe Anonymität
- Nachteile der Online-Befragung Repräsentanzproblem mehrfache Beantwortung möglich
- Reihenfolge von Fragen Kontakt- und Eisbrecherfragen Sachfragen Kontrollfragen Fragen zur Person
- Definition standartisierte Beobachtung Informationsgewinnung nach festgelegten Kriterien eingeschränkter Beobachtereinfluss leichtere Koordinierung, Quantifizierung, Auswertung
- Eigenschaften nichtstandartisierter Beobachtung Informationsgewinnung ohne genau festgelegte Kriterien zur Hypothesengewinnung bei exploratorischer Forschung erschwerte Koordinierung, Quantifizierung, Auswertung
- Eigenschaften der teilnehmenden Beobachtung Beobachter wirkt am Beobachtungsgeschehen aktiv mit für explorative Analysen zeitaufwendig kostenintensiv
- Eigenschaften der nichtteilnehmenden Beobachtung Regelfall personelle und räumliche Distanz Beobachter meist unbekannt
- Anzeige
- Anwendungsbereiche für Beobachtung Zählungen Bestandsaufnahmen Erfassung psychischer Zustände
- Vorteile der Beobachtung keine Probleme mit Auskunftsbereitschaft, Verbalisierungsfähigkeiten Erfassung von unbewusstem Verhalten Erfasssung von Verhaltenssequenzen geringer Interviewereinfluss geheime Durchführung möglich
- Nachteile der Beobachtung Nichterfassbarkeit nicht-beobachtbarer Sachverhalte geringe Repräsentanz Selektivität der Wahrnehnmung Beobachtungseffekt bei offener Beobachtung
- Definition Panel Teilasuwahl von Erhebungseinheiten, die über einen längeren Zeitraum in regelmäßigen Abständen zum gleichen Unteruchungsgegenstand befragt und beobachtet werden