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Experimentelle Psychologie (Fach) / Priming (Lektion)

Informationen zum Priming

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  • Priming: Basiswissen Grundlage Priming-Paradigmen: Zwei Reize -> PRIME (Bahnungsreiz) und TARGET (Zielreiz) Idee: Primes sollen Einfluss auf Zielreizverarbeitung haben -> also zB auf die RT oder Fehlerraten usw SOA: Zeitlicher Versatz von Prime und Target (wird anstelle von ISI verwendet) und kann negativ (Prime vor Target) oder positiv (Prime nach Target) (Ist aber natürlich eig. quatsch, da Prime immer vor Target in solchen Paradigmen, deshalb beim Priming SOA immer positiv angegeben) -> muss immer variiert werden (SOAs "abfahren") -> WEIL: SOA und Primingeffekte: SOA kann starken Einfluss auf Effekte haben. Hier ist eine Art U-Kurve zu beobachten. Ist die Abfolge von Prime und Target sehr kurz, dann gibt es positive Effekte. Ab ca. 100 ms SOA wird der Effekte negativ. ab 125 ms ca steigt der Effekt wieder in Richtung Positiv an. idR nimmt man an: Je länger SOA, desto stärker ist der Priming-Effekt. Es gibt aber auch bestimmte Exp, bei denen die Effekte bei längeren SOAs zu kurzen Effekten bei nicht-kongruenten Reizen sind (-> neg. Kompatibilitätseffekt) UV: SOA, Target- und Primeeigenschaften (kongr. vs. inkongruent) AV: Qualität der Antwort, RT Priming-Effekte in Reaktionszeiten werden üblicherweise als Differenz der mittleren Reaktionszeiten in den konsistenten und inkonsistenten Durchgängen bestimmt.
  • Semantisches Priming (naming, lexical decision, assoziativ, phonologisch, bildpriming) Überblick: gehört zum semantischen Priming (Verarbeitung des Targets wird durch semantische Beziehung zum Prime beeinflusst). Es werden immer zwei Wörter präsentiert (z.B. Butter-Brot), VP soll dann entweder Wort aussprechen (NAMING). Es wird angenommen, dass bei sementisch verwandten Wörtern schnellere RT auftreten. oder lexikalische Entscheidung treffen. Die VP soll bei einer Buchstabenfolge möglichst schnell entscheiden, ob es sich um ein Wort der deutschen Sprache handelt oder nicht -> Choice Rct: JA/NEIN. Das erste Wort, also der PRIME, soll idR von der VP einfach ignoriert werden. Der Primingeffekt zeigt sich in der kürzeren RT bei semantisch verwandten prime-target Paaren (Brot-Butter -> beide Muttersprache) im Vergleich zu semantisch nicht-verwandten Paaren (Kertum-Butter), wo sich ein Hemmungseffekt zeigt. ACHTUNG: Das Target sollte immer gleich sein, Prime kann variieren, sonst kann man Effekte von verwandt/unverwandt Bedingung nicht vergleichen! Achtung, dürfen sich aber auch nicht oft wiederholen pro VP, da es Worterkennungseffekte gibt. Weitere Arten: Assoziativ: Elefant-Maus / Phonologisch: Haus-Maus / Bild: Bild von Maus - Maus
  • Unbewusstes Priming (subliminal) Unbewusst: Prime wird sehr kurz dargeboten ("Tachistoskopische Darbietung") Problem: Ist technisch nicht immer Möglich -> deshalb Maskierung. Gibt zwei Arten: a) Mustermaske: besteht aus gleichen Reizbestandteilen. ZB Maskierung des Reizes "Butter" -> Einfach zufällig gewählte Buchstaben als Maske für den Prime nutzen (meistens einfach eine sinnlose Buchstabenabfolge, die die gleiche Pixellänge wie der Reiz besitzt) b) Metakontrast: Prime wird von Maske umschlossen (Maske-Prime-Maske). Bei Übereinstimmung von Prime und Target treten natürlich auch hier schnellere RT auf. Der Prime wirkt bei dieser Art noch viel schneller als bei nicht-übereinstimmung. Mit wachsender SOA wird der Effekt stärker.