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4 Psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter (Fach) / 4.1.4 Verhaltenstherapeutische Entwicklungskonzepte (Lektion)

biopsychosoziales Entwicklungsmodell, Selbstregulation, Selbstkontrolle

Diese Lektion wurde von kristina83 erstellt.

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  • Biopsychosoziales Entwicklungsmodell bei diesen Modellen wird das Wechselspiel möglichst aller an der Adaption über die Lebensspanne beteiligten Prozesse beachtet.
  • Bedeutung der individuellen Lerngeschichte Nach dem behavioristischen Konzept entwickelt sich die Persönlichkeit aus der individuellen Lerngeschichte. Um wahre Vorhersagen für eine Person machen zu können, müsste man ihre Lerngeschichte von Geburt an verfolgen.
  • Determitnierung menschlicher Verhaltensweisen in Abhängigkeit vom Lebensalter - Umweltprägung vs. Selbststeurung: schon Säuglinge sind nicht nur reaktive Rezipienten, sondern auch aktive Subjekte. Mit zunehmendem Alter festigt sich die Selbststeuerung - Situative vs. personenspezifische Verhaltensdeterminanten - Fremd- vs. Selbstverstärkung
  • Situative vs. personenspezifische Verhaltensdeterminanten Man unterscheidet folgende Determinanten:- situative: externe Bedingungen = Alpha-Variablen- personenspezifische: Informatinsverarbeitung = Beta-Variablen- physiologisch-somatische Bedingungen = Gamma-Variablen Nach der Lerntheorie sind die personenspezifischen Determinanten nicht von Geburt an festgelegt, sondern verändern sich im Verlauf des Lebens aufgrund von Lernerfahrungen.
  • Fremd- vs. Selbstverstärkung Ab einem gewissen Entwicklungsstand erfolgt mehr Selbst- als Fremdverstärkung. Durch die Selbstapplikation der Verstärkung übernimmt das Individuum die Kontrolle über sein Verhalten. Die Selbstvertärkung kann z.B. in Form von Stolz, selbstverabreichter Behlohnung oder verbaler Selbstverstärkung ("Das habe ich gut gemacht") erfolgen. Das Verhalten wird dadurch unabhängiger von den äußeren Bedingungen. Die zunehmende Selbstständigkeit ist förderlich für die Persönlichkeitsentwicklung.
  • Selbsteffizienz Bandura, 1977Die Einschätzung der eigenen Fähigkeiten speist sich nach Bandura aus folgenden Quellen: - persönliche Bewertung der eigenen Leistung- Vergleich mit der Leistung anderer- soziale Reaktion auf die eigene Leistung- wahrgenommene Attribution der anderen Durch Selbsteffizienzgefühle befriedigt das Kind seine zunehmend wachsende Autonomiebedürfnisse.
  • Selbstregulation Die Selbstregulation ist als Abgleich zwischen Entwicklungsstand und Entwicklungsziel definiert. Sie dient der Steuerung des Verhaltens im Hinblick auf selbtgesetzte Ziele und besteht aus Selbstbeobachtung, Selbstbewertung und Selbstverstärkung.
  • Selbstkontrolle Selbstkontrolle ist ein Spezialfall von Selbstregulation. Das Individuum zeigt ohne unmittelbare externe Kontrolle Verhaltensweisen, die ursprünglich eine niedrige Auftrittswahrscheinlichkeit hatten. Zugungsten langfristig zu erwartender positiver Konsequenzen wird vorübergehend auf positive Konsequenz verzichtet bzw. wird kurzfristig eine negative Folge ertragen. Die Fähigkeit auf Belohnung zu warten, entwickelt sich erst ab dem 2. Lj. und ist erst im 10. Lj. stabil.
  • Bedeutung der klassischen Konditionierung für die kindliche Entwicklung Man nahm an, dass aufgrund der kortikalen Unreife Säuglinge vor dem 6. Mon nicht konditionierbar seien. Dies scheint falsch zu sein, allerdings sind Babys nicht auf alle Reize konditionierbar. Es muss eine biologische Bereitschaft vorhanden sein, damit die Konditionierung erfolgt. Unter dieser Voraussetzung lassen sich z.B. schon Neugeborene auf einen Summton konditionieren, der unmittelbar vor der Gabe des Fläschchens präsentiert wird. Es gibt sogar Hinweise, dass bereits Föten auf Töne konditionierbar sind.
  • Bedeutung der instrumentellen Konditionierung für die kindliche Entwicklung Durch Erfahrungen, die sich den verschied. Lernarten zuordnen lassen, erweitert sich im Verlauf der Entwikcklung allmählich das Verhaltensrepertoire des Kindes. Bereits beim Säugling können z.B. druch eine kontingente Gabe von Nahrung bestimmte Komponenten des Saugverhaltens verstärkt werden. Viele Interventionen bei der Erziehung basieren auf dem instrumentellen Konditionieren.
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  • Bedeutung des Beobachtungslernen für die kindliche Entwicklung Zunächst erfolgt das Imitieren noch unmittelbar. Im ersten Lj. hilft es z.B. beim Aufbau neuer Kontakte. Im 2. Lj. wird zeitlich verzögertes Imitieren möglich. Mit dem Erwerb internalisierter Repräsentationen kann die Nachahmung rein auf der Vorstllungsebene realisiert werden. Die Teilprozesse des Beobachtungslernens entwickeln sich mit dem kognitiven Entwicklungsstand, d.h. mit der Fähigkeit zur selektiven Aufmerksamkeit, zur Kodierung, zum Gedächtnis usw.