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Biowissenschaftliche Grundlagen (Fach) / Anatomie (Lektion)
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Diese Lektion wurde von BanjoKazooie erstellt.
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- Allgemein Knochen des Körpers sind gelenkig miteinander verbunden Muskeln sind kontraktile Elemente, die die Knochen miteinander verbinden Muskeln ermöglichen Bewegungen gegeneinander
- Aktin Strukturprotein Teil des Sarkomers innerhalb der Muskelfaser Dünnes Filament, Durchmesser 7 nm Spiralförmig Interaktion mit Myosin
- Myosin Motorprotein bildet mit Aktin die kontraktile Einheit des Muskels Dickes Filament Stäbchenförmiger Schaft beweglicher Kopf
- Muskelkontraktion Muskelkontraktion = Verkürzung der Muskel Reaktion von Aktin und Myosin im Sarkomer Aktinfilamente werden zwischen Myosinfilamente gezogen Myosin bildet Querbrücken zum Aktin Anheften und Lösen ergibt Ruderbewegung
- Sarkoplasmatisches Retikulum Spezialisiertes Endoplasmatisches Retikulum, welches sich in den Zellen der Muskulatur befindet dient der Speicherung von Calciumionen bei Eintreffen eines Aktionsreizes werden Calciumionen in das Cytoplasma der Muskelzelle ausgeschüttet Calciumionen dringen zwischen Aktin- und Myosinfilamente und sorgen für ein Ineinandergleiten der Filamente. MUSKELKONTRAKTION nach Abklingen des Reizes werden die Calciumionen (Ca-Ionen) aktiv in das Sarkoplasmatische Retikulum zurückgepumpt
- Hyaliner Knorpel Gelenkknorpel Bestandteile:01-10% Zellen70-75% WasserRest Glykoproteine, Lipide, Proteoglykane gefäßlos, dementsprechend nicht durchblutet Druckfest geringe Zug- und Scherfestigkeit Entstehung: Bei der Chrondrogenese durch Chondrozyten keine gute regenerationsfähigkeit Kollagenfasern Typ 2 - lichtmikroskopisch nicht zu erkennen - maskiert
- Wirbelsäule Wirbelsäule als Achsskelett des Körpers Vielgliedrige Gelenkkette (Vor- Rückneigung, Seitneigung, Drehung) Funktionelle Elemente: Benachbarte Wirbel mit allen verbindenen Strukturen (Bewegungssegment) (siehe Aufzeichnungen) Bewegungssegment 2 benachbarte Wirbel Facettengelenke Bandscheibe Spinalnervenpaar Gliederung der Wirbelsäule: Cervikaler Abschnitt (HWS): 7 Wirbel Thorakaler Abschnitt (BWS): 12 Wirbel (tragen den Thorax) Lumbaler Abschnitt (LWS): 5 Wirbel Sakraler Abschnitt: 5 synostotisch verschmolzene Sakralwirbel => Os sacrum Coccygealer Abschnitt: 3-6 Wirbelrudimente
- Autochtone Rückenmuskeln (lat. erector spinae) komplexes Muskelsystem für die Bewegung und Stabilisierung der Wirbelsäule Ursprüngliche Rückenmuskeln Rückenmuskulatur verläuft in zwei Strängen neben der Wirbelsäule vom Kreuzbein bis zum Hinterhaupt Ausprägung im Lendenbereich am deutlichsten BestandteileMedialer TraktLateraler Trakt FunktionenStreckung und Aufrichtung
- Autochtone Rückenmuskeln Lateraler Trakt Bestandteile:3 große Muskelsysteme M. iliocostalis am weitesten (außen) lateral liegend Ursprung: Darmbein, Kreuzbein Ansatz: Rippen und Querfortsätze der HWS Funktion: Streckung der Wirbelsäule, Seitneigung und leichte Rotation auf der ipsilateralen Seite M. longissimus schließt sich medial (innen) an den M. iliocostalis an Ursprung: Darmbein, Kreuzbein Ansatz: Rippen und Querfortsätze der WS + Hinterrand des Proc. mastoideus Funktion: Synergist des M. iliocostalis bei der Dorsalextension und Lateralflexion,Dorsalextension des Kopfes,Lateralflexion und Rotation des Kopfes zur ipsilateralen Seite M. splenius breite Muskelplatte im Kopf und Halsbereich v-förmig von der Mediane nach lateral-kranialer Verlauf (spinotransversal) Ursprung: Dornfortsätze von der oberen BWS bis zum 3. Halswirbel Ansatz: unterer Anteil: Querfortsätze der 1. und 2. Halswirbel oberer Anteil: Proc. mastoideus Funktionen: Drehung und Seitneigung des Kopfes zur gleichen Seite Dorsalextension des Kopfes und der Halswirbelsäule
- Autochtone Rückenmuskulatur Medialer Trakt Muskelzüge aus vielen kleinen Muskeln zusammengesetzt Unterteilung in spinales und transversospinales System Medialer Trakt stützt die Wirbelsäule
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- Autochtone Rückenmuskulatur Medialer Trakt Spinales System (Geradsystem) Mm. interspinales paarige kleine Muskeln zwischen den Dornfortsätzen HWS, LWS, teilweise BWS Funktion: Stabilsierung der Wirbelsäule, Unterstützung der Dorsalextension M. spinalis paarige Muskelzüge medial des M. longissimus, die Dornfortsätze verbinden und mehrere Segmente überspringen am kräftigsten in der BWS Rudimentär (unvollständig) bis zum Kopf Funktion: Unterstützt Dorsalextension und Seitneigung Mm. intertransversarii verbindet gleichartige Knochenanteile der Wirbel => Querfortsätze
- Schultergürtel BestandteileSchulterblatt (scapula) + Schlüsselbein (clavicula) Verbindung zwischen oberer Extremität und Rumpf Einzige knöcherne Verbindung zum Rumpf über Sternum
- Schultergürtel - Schlüsselbein lat. clavicula s-förmiger Knochen inneres Schlüsselbeingelenk: Schlüsselbein + Sternum (Brustbein) äußeres Schlüsselbeingelenk: Schlüsselbein + Schulterblatt beide Gelenke = funktionelle Kugelgelenke straffe Bandsicherung
- Schultergürtel - Schulterblatt lat. Scapula platter Knochen in der Form eines rechtwinkligen Dreiecks Drei Kanten (Margines medialis, lateralis, superior) Drei Winkel ( Anguli inferior, superior, lateralis) Schultergelenkspfanne (Cavitas glenoidalis) im Winkel Angulus lateralis Hakenförmiger Vorsprung (Proc. coracoideus) Knöcherne Leiste auf der Dorsalseite (spina scapulae), die die Fläche in eine Fossa supraspinata und eine Fossa infraspinata unterteilt Acromium als höchster Anteil
- Schultergelenk Bildung zwischen Schulterblatt und Humeruskopf (proximales Ende des Humerus) flache, leicht konkave, ovoide Pfanne, der ein halbkugelförmiger Gelenkkopf gegenübersteht Gelenklippe bzw. Pfannenlippe (Labrum glenoidale) = Umrahmung der Gelenkpfanne (Vergrößerung der Pfanne) Schultergelenk ist typisches Kugelgelenk => 3 Freiheitsgrade Gelenkkapsel ist weit+schlaff (kein Widerstand in bestimmte Richtung) Recessus axillaris ist eine Aussackung der Gelenkkapsel Sicherung des Schultergelenks durch Muskeln ROTATORENMANSCHETTE Zusammenwirken der einzelnen Gelenke ermöglicht große Bewegungsexkursion
- Rotatorenmanschette M. teres minor M. supraspinatus M. infraspinatus M. subscapularis
- Ellenbogengelenk ZusammensetzungOberarmknochen (distaler Humerus)proximaler Elle (Unterarm)proximaler Speiche (Unterarm) Distaler Humerus lateral: Kugelförmiges Köpfchen (capitulum humerie) nimmt Speiche auf medial: Gelenkrolle (trochlea humerie) steht mit Elle in Verbindung Elle besitzt proximal einen hakenförmigen Fortsatz (olecranon), welcher Innen eine Leiste trägt (ellenbogen) Humero-Ulnar-Gelenk: proximale Elle + distaler Humerus gute knöcherne Führung typisches Scharniergelenk (Beugung und Streckung des Armes) 1-Freiheitsgrad Speiche hat proximal einen kleinen, flachen Kopf (caput radii), welcher gelenkig mit Capitulum Humerie verbunden istDrehwinkelgelenkHumero-Radial-Gelenk: proximale Speiche (Radius) + distaler Humerus Speiche + Elle = Radio-Ulnar-Gelenk (Drehgelenk)Wird durch Ringband (Lig. anulare radii) eingeschränkt
- Muskeln der Unterarms - Flexorengruppe Ursprung: Epicondylus medialis humeri Ansatz: Handwurzel oder Mittelhandknochen (radial oder ulnar) M. flexor carpi radialis - Palmarflexion, Radialabduktion M. flexor carpi ulnaris - Palmarflexion, Ulnarabduktion, Antagonist M. flexor carpi radialis M. palmaris longus - Palmarflexion, Spannung der Aponeurosis palmaris
- Muskeln des Unterarms - Extensorengruppe Ursprung: Epicondylus lateralis humeri Ansatz: Handwurzel oder Mittelhandknochen (radial oder ulnar) Mm. extensores carpi radiales longus et brevis - Dorsalextension, Radialabduktion M. extensor carpi ulnaris - Dorsalextension, Ulnarabduktion M. extensor digitorum - Dorsalextension des Handgelenks und der Fingerglieder Retinaculum musculorum extensorum
- M. gluteus maximus Ausformung des Gesäßes Ursprung: Crista iliaca + Kreuzbein Ansatz: oberer Anteil: Tractus iliobialis, kaudale (zu Füßen) Fasern: Tuberositas glutea kräftigster Strecker im Hüftgelenk Funktionen: Außenrotation Abduktion (kranialer Anteil) Adduktion (kaudaler Anteil) Hilfe bei Beckenaufrichtung
- Hüftgelenk Verbindung der unteren Extremität mit dem Beckengürtel Übertragung der Körperlast auf die Beine als stützende Säulen Gute Beweglichkeit Voraussetzung für Fortbewegung Nußgelenk = Femurkopf (prox. Ende des Oberschenkelknochens)+ Acetabulum
- Hüftgelenk - Femur (Oberschenkelknochen) kräftigster + längster Knochen des Körpers Femurschaft (corpus) trägt am proximalen Ende den schräg nach oben medial gerichteten Femurhals (collum) Gelenkkopf (caput femoris) Winkel zwischen Hals und Schaft (corpus-collum-Winkel) verändert sich im AlterErwachsener: 126°Kinder: 145°Alt: 115° Femur trägt am Übergang von Hals zu Schaft 2 kräftige Knochenhöcker als Ansatzstellen für Muskulaturlateral: trochanter majormedial: trochanter minor Acetabulum wird durch Gelenklippe erweitert, sodass der Femurkopf als mehr um die Hälfte umschlossen wird
- Bandapparat des Hüftgelenks 3 Kapselverstärkende BänderLig. iliofemorale (stärkstes Band des Körpers)Lig. pubofemoraleLIg. ischiofemorale Charakteristischer Verlauf dieser BänderHemmung der RetroversionFreigabe der Flexion Aufgrund ihres schraubenförmigen Verlaufes um den Femurhals besitzen die Bänder spezielle Mechanik Extension verstärkt die Verspannung und sichert zusätzlich das Gelenk Flexion entspannt die Bänderschraube