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Soziologie (Fach) / Wissen & Gesellschaft - Vorlesung (Lektion)

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Diese Lektion wurde von Jana1106 erstellt.

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  • Wie lauten die jeweiligen Extreme der drei Achsen, durch die die Wissenssoziologie bestimmt werden kann? Sozialität - Individualität => Wie und in welchem Maße ist Wissen sozial? Integration - Korrelation => Ist Sozialität ein Bestimmungsverhältnis oder ist Wissen immer sozial? Episteme - Doma => In welchem Maße geht um Wissen, nicht um Glauben?
  • Was (und nichts anderes als das) stellt das Ideelle bei Karl Marx dar? ...ist nichts anderes als im Menschenkopf übergesetzte und umgesetzte Materielle.
  • Welche unterschiedlichen Aspekte umfasst der Marx´schen Begriff des Materiellen? ökonomischer Aspekt -> Produktionsprozesse, Produktionsmittel -> Maschinen, Werkzeug Die Befriedigung elementarer natürlicher Grundbedürfnisse, die mit äußeren körperlichen Existenzbedingungen verknüpft sind -> Nahrung Zwangsverhältnisse zwischen Menschen oder soziale Prozesse im Allgemeinen -> Herrschaftsverhältnisse
  • Welche bedeutsame und grundlegende wissenssoziologische Erkenntnis enthält das wissenschaftliche Modell von Marx? Dass alle Vorstellungen von sozialen Gruppen abhängen und in enger Beziehung mit den spezifischen Interessen dieser Gruppen stehen.
  • … bezüglich der von Knoblauch zur Bestimmung der Wissenssoziologie unterschiedenen Achsen wissen sie auch, welchen drei Extremen sich die ‚Hitzlersche Schule‘ eher zuordnet lässt Integration Sozialität Doxa
  • …vor welchen besonderen (historischen) Zuständen die deutsche Wissenssoziologie entstanden ist und was sie thematisiert. nach dem 1. Weltkrieg -> Weimarer Republik 1918/17 - 1933 Zeit der ideologischen & politischen Zerrissenheit Hyperinflation Armut innenpolitische Kämpfe -> Ermordung Liebknecht und Luxemburg Radikalisierung der Weltanschauung Verbitterung der Menschen Disziplin, die die ideologische und politische Zerrissenheit thematisiert und helfen soll, diese zu überwinden
  • ... als was Karl Mannheim die Wissenssoziologie (durch seine radikale Kritik der herkömmlichen individualistischen Erkenntnistheorie) begründet als eine eigenständige, kritische Theorie des Denkens, Wissens und Erkennens
  • .... aus welcher Verbindung der Gegenstand der Wissenssoziologie für Karl Mannheim besteht. Die Verbindung zwischen Weltanschauung und sozialer Wirklichkeit, oder allgemeiner gesprochen, die Verbindung zwischen der unvermeidliche verschieden geartetetn Bewusstseinsstrukturen unterschiedlicher Subjekttytem und ihrer soziohistorischen Situation.
  • ... welche drei Sinnschichten Karl Mannheim unterscheidet. objektiver Sinn intendierter Ausdruckssinn dokumentarische Interpretation
  • ... worauf Mannheim mit dem Begriff der Seinsverbundenheit hinweist und wodurch Wissen dementsprechend (auch) bestimmt ist. Er weist daraufhin, dass sich Erkennen nicht von "immanenten Erfarhungsgesetzten" historisch entwickelt wird. Wissen ist viel mehr an entscheidenden Punkten von nicht-theoretischen Faktoren bestimmt, diese Faktoren sind die "Seinsfaktoren".
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  • ... welches Denken für Mannheim von der Seinsverbundenheit ausgenommen ist. naturwissenschaftliche und mathematische Wissen, da dieses in seinen Augen objektive Realitätsbezüge zulässt.
  • … was Mannheim gegen bzw. in Abgrenzung zu Marx betont a) Soziale Wirklichkeit lässt sich nicht auf 2 Klassen reduzieren. b) Denken kann nicht alleine auf ökonomische Faktoren und Interessen zurückgeführt werden.
  • … den Titel des Buches von Peter L. Berger und Thomas Luckmann, das als Meilenstein in der Geschichte der Wissenssoziologie bezeichnet werden kann. Berger/ Luckmann: Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. Eine Theorie der Wissenssoziologie. 1969.
  • … den Ansatz, den Berger/Luckmann mit ebendiesem Buch begründen und wie die zugehörige These lautet. Sozialkonstruktivismus Wirklichkeit existiert nur in und durch die Handelnden. Wirklichkeit ist also eine Konstruktion der Handelnden. Sie gebunden an die Möglichkeiten des Handelns selber und an die Möglichkeiten derer, die handeln.
  • … wie die Trias der gesellschaftlichen Konstruktion der Wirklichkeit lautet und welche Aussage den drei Elementen jeweils zugeordnet werden kann Externalisierung -> Die Gesellschaft ist ein menschliches Produkt Objektivierung -> Die Gesellschaft ist eine objektive Wirklichkeit Internalisierung -> Der MEnsch ist ein gesellschaftliches Produkt
  • weswegen Institutionen aus soziologischer Perspektive bedeutsam sind. Sie sind INdikatoren dessen, was in der Gesellschaft als wichtig angesehen wird: des gesellschaftlichen Relevanzsystems
  • … in welchem Prozess sich die Internalisierung objektiver Wirklichkeit vollzieht und welche zwei ‚Stufen’ dieses Prozesses sich unterscheiden lassen. Im Prozess der Sozialisation Primär in der Familie Sekündär in der Schule, den Gruppierungen und dem Beruf und den entsprechenden Interaktionsprozessen.
  • … Was in der Soziologie unter negativer Anthropologie verstanden wird (welche menschlichen Eigenschaften die Konstruktion der Wirklichkeit erst möglich machen) (bzw. was es bedeutet, dass die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit vor dem Hintergrund einer negativen Anthropologie stattfindet). Die Konstruktion der Wirklichkeit vollzieht sich nicht in einem luftleeren Raum, sondern vor dem Hintergrund der negativen Anthroplogie.  Das heißt, es werden nicht Triebe, Instinkte oder Bedürfnisse angegeben, sondern nur die negativen Bestimmungsmerkmale des menschlichen Wesens, die Instinktarmut und Weltoffenheit und damit auch die Loslösung vom organischem Geschehen.
  • Welche vier Legitimationsebenen Berger und Luckmann unterscheiden und kennen zu einer der Ebenen ein Beispiel 1. sprachliche Objektivation  Semantik2. rudimentäre theoretische Postulate  Sprichwörter3. explizite Legitimationstheorien  besonderes Sonderwissen4. symbolische Sinnwelten  Mythen
  • Wovon geht Karin Knorr Cetina mit ihrem konstruktiven Wissensbegriff aus? ..., dass die Produkte der Wissenschaft kotextspezifische Konstruktionen sind, die durch die Situationsspezifik und Interessensstrukturen, aus denen erzeugt wurden, gekennzeichnet sind.
  • Welchen Einfluss hat die Selektion der Wissenschaft auf die Erkenntnis? Die Selektionen unterwerfen die Erkenntnis einer Entscheidungslogik, die sich im sozialen Umfeld des Labors entfaltet.
  • Was versteht Karin Knorr Cetina unter Wissenskulturen? ...diejenigen Prinzipien, Praktiken und Mechanismen, die in einem Wissensgebiet bestimmen, wie wir wissen, was wir wissen.
  • 5 Dimensionen bei der Beschäftigung mit einem Medium technische Beschaffenheit ökonomische Faktoren Formen der Zirkulation Formen der Codierung der Bedeutung Soziostrukturelle Faktoren
  • Welche zwei Vorstellungen lassen sich bezüglich des engen Zusammenspiels von Medien, Wissen und Gesellschaft unterscheiden? Wissen ist von Medien abhängig, da es der Vermittlung bedarf, die medial erfolgt. Deswegen prägen Medien die Strukturen der Wissenverteilung Weil Medien kraft ihrer Codierung und ihres technischen Trägers eine eigene Form annehmen oder vorgeben, werden sie als prägend für Arten und Inhalte des Wissens angesehen.
  • 4 Phasen, in die Marshall McLuhan die menschliche Geschichte einteilt Periode der Mündlichkeit in der Stammeskultur die literalen Manuskriptkulturen etwas des Mittelalters die Gutenberg-Galaxis des Buchdrucks der frühen Neuzeit das elektronische Zeitalter
  • … In welchen vier Phasen sich der Prozess der individuellen Annahme des Opferstatus (seit Ende des 20. Jahrhunderts) typischerweise vollzieht Verdacht Gewissheit Identifikation Bekenntnis
  • … Was mediale Praxen (wie die (Selbst-)Vorführung von Betroffenen in Bekenntnis-Talkshows und ähnlichen Inszenierungen) deutlich zeigen Sie zeigen, dass unsere Gesellschaft heute mit vielfältigen Suchtproblemen konfrontiert ist, bei denen als Betroffene adressierten Rezipienten erst demonstriert werden muss, was es heißt Opfer eines sozialen Problems namens x-Sucht zu sein.