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Psychologie (Fach) / Studienbrief 3435 (Lektion)
Fernuni Hagen M1 Psychologie und Kulturelle Vielfalt
Diese Lektion wurde von mary1983 erstellt.
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- Warum Diversität? Zunehmende Diversifizierung von Lebensstilen und sozialen Milieus durch sozial-ökonomische und politische Veränderung der Gesellschaft
- Beeinflussung in welchen Umfeldern? - im sozialen Umfeld (Homosexuelle, Regenbogenfamilien, etc)- im ethnisch-kulturellen Umfeld (Bewohnerstrukturwandel)- im wirtschaftlichen Umfeld (mehr alte Menschen, Rentner)
- Definition Diversität Diversität bezieht sich allgemein auf die menschliche Vielfalt
- 3 Komponenten, die einen kulturell versierten Psychologen ausmachen - Bewusstsein über persönliche Einstellung zu kulturell unterschiedlichen Klienten- Wissen um unterschiedliche Kulturen- Fähigkeit, auf die Kultur abgestimmte Interventionstechniken zu nutzen
- Was ist Diversität? ein Kennzeichen eines sozialen Systems
- Primäre und sekundäre Dimensionen der Diversität Primäre Diversität: angeboren und/oder unveränderbar Sekundäre Diversität: während des Lebens erworben oder veränderbar
- Wertediversität? Weitere Unterscheidungsdimensionen (-social category diversity - primär; - informational diversity - sekundär) - value diversity - Unterschiede bezüglich Überzeugung, Werte
- 3 Herausforderungen für das Überleben in der Kultur - Eigengruppe aufrecht erhalten und schützen- soziale Beziehungen zu organisieren- individuellen Wohlstand erlangen
- Wie wird menschliches Verhalten, Denken und Fühlen durch Kultur beeinflusst? Distale Ebene - Gesellschaft Proximale Ebene - Organisationen, Institutionen Situationale Ebene - unmittelbarer, sozialer und kultureller Kontext, in dem Individuum agiert ⇒ Evolutionäre Faktoren
- 2 (idealtypische) Varianten der Selbst-Definition Personale Identität: ich vs. ihr Soziale Identität: wir vs. die
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- soziale Minoritäten niedriger Status einer Gruppe
- Management negativer sozialer Identität (Strategien) 6 Säulen des Selbstwertgefühls 1. Bewusstes Leben2. Selbstannahme3. eigenverantwortliches Leben4. selbstsichere Behauptung der eigenen Person5. zielgerichtetes Leben6. persönliche Integrität
- 3 Strategien 1. Individuelle Mobilität, Aufstieg in statushöhere Gruppen2. soziale Kreativität: Vergleichsdimensionen wechseln (Qualität statt Quantität)3. sozialer Wettbewerb: direkte Konfrontation mit Fremdgruppe
- Definition Stereotype Stereotype sind sozial-geteilte/gemeinsame Überzeugungen innerhalb sozialer Gruppe oder Kultur über andere soziale Gruppen
- 3 Arten von Stereotypen Hetero-Stereotypen: Einstellung gegenüber FremdgruppenmitgliedernAuto-Stereotypen: Einstellung gegenüber Eigengruppenmitgliedern Meta-Stereotypen: Annahmen über Stereotypen die Fremdgruppen über Eigengruppe haben
- Soziale Diskriminierung Ablehnung oder Benachteiligung von Personen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu Gruppen⇒ Stigmatisierung
- 2 unterschiedliche Verarbeitungsmechanismne von stereotypem Wissen - Bei automatischem Verhalten wird ohne viel Nachdenken in stereotyper Weise entschieden → Assimilationseffekt (Angleichung) - bei kontrolliertem Verhalten wird Stereotype bei sich bemerkt und korrigiert
- Stereotype sind... kognitive Strukturen, die sozial geteiltes Wissen über die charakteristischen Merkmale von Angehörigen sozialer Kategorien enthalten
- Stereotypisierung ist.... ...die Anwendung stereotypgestützten Wissens auf einzelne Angehörige einer sozialen Kategorie oder Gruppe
- Ordnung von Messverfahren - Direkte Messverfahren- Indirekte Messverfahren
- Direkte Messverfahren? - Individuen werden nach ihren Stereotypen befragt (explizite Maße) - rasche Anwendung, ohne viel technischen Aufwand- Checklistverfahren
- Probleme der direkten Messverfahren? - verlangt dichotome Entscheidungen (ja oder nein)- nur aufgelistete Merkmale werden mit einbezogen- Versuchsleiter wählt Merkmale aus- Tendenz zu sozial erwünschten Antworten- Unterschiede in Stereotype unzureichend zu erfassen- keine Trennung zwischen Kenntnis und Akzeptanz
- Teilweise Vermeidung der Probleme bei direkten Messverfahren - Ratingverfahren, statt dichotomer Verfahren; abgestufte Urteilung- Stereotypdifferenzial- Prozentschätzverfahren- Diagnostischer Quotient- Gruppenvariabilität- Raschskalierung
- Indirekte Messverfahren Verzicht auf Selbstauskunft, Probanden wissen nicht, dass sie über ihre Stereotype befragt werden (implizite Maße). Sie stützen sich hauptsächlich auf Reaktionszeitverfahren⇒ Impliziter Assoziationstest (IAT)
- Auswirkung von Stereotypen und Vorurteilen soziale Exklusion
- Gender Pay Gap? bessere Abschlüsse bei Frauen, aber selten in hohen Positionen
- androgyn? maskulinere Züge bei Frauen
- 3 Arten von Sexismus traditioneller Sexismus: Diskriminierung von Frauen, Bejahung der traditionellen Rolle moderner Sexismus: Gleichstellung erreicht, weitere Rechte nicht gerechtfertigt ambivalenter Sexismus: hostiler (feindseliger) und benevolenter (wohlwollender) Sexismus zugleich
- Beispiele: Modelle für Diskriminierung - Think-Manager-Think-Male Phänomen - Lack-of-fit-Modell: Mangelnde Passung der Frau für Führungsposition - Backlash-Effekt: Frau ist führungskompetent, jedoch wird ihr dadurch soziale Kompetenz abgesagt
- Genus-Sexus-Kongruenz Genus - grammatisches Geschlecht Sexus - biologisches Geschlecht
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- Geschlechtergerechte (Schreib)Formen Feminisierung: Nennung von Männern und Frauen Neutralisierung: neutrale, geschlechtsabstrahierende Begriffe (Epizöna, grammatisches Geschlecht, Kollektivbezeichnungen, Substantivierte Partizipien, Pronomen im Plural)
- Begriffsdefintionen Alter frühes Erwachsenenalter: 20-33 Jahre; geprägt von Berufseinstieg, Familiengründung, Fruchtbarkeitmittleres Erwachsenenalter: 30-55 Jahre; berufliche Karriere, Erziehunghöheres Erwachsenenalter:50-65 Jahre; Konsolidierung im Beruf, Kinder außer Haus, erste körperliche Einschränkungenab 65 Jahren Rentenalter
- Verschiedene Formen von Rassismus - traditioneller Rassismus- ambivalenter Rassismus (positiv und negativ)- symbolischer Rassismus- moderner Rassismus- aversiver Rassismus (verdeckt)- offener Rassismus- subtiler Rassismus
- Behinderungen - Beeinträchtigung (impairment) Probleme der Körperfunktion, Lähmung- Aktivitäseinschränkung; Schwierigkeiten, aktiv zu sein, beim Gehen, Essen- mangelnde Teilhabe; Schwierigkeiten, am öffentlichen Leben teilzuhaben
- Prävention (Vermeidung) von Behinderung Primäre Prävention: Vorbeugung Sekundäre Prävention: Erkennung im frühen Stadium Tertiäre Prävention: Behandlung von Problemen, Reha