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Logopädie Spracherwerb (Fach) / Meilensteine (Lektion)

Wichtigste Meilensteine im Spracherwerb eines Kindes

Diese Lektion wurde von PokemonTrainer erstellt.

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  • Was sind Meilensteine? Wesentliche Schritte, die ein Kind macht um sich seine Muttersprache anzueignen.
  • Geburt – was versteht das Kind? Gehör seit 5. Schwangerschaftsmonat Ziehen Stimme der Mutter vor Hören Schallsignale nur gedämpft durch Fruchtwasser Präferenz für Sprachschall Unterscheidung zwischen sprachlichem und nicht-sprachlichem Schall Erkennung der Muttersprache anhand von Prosodischen Eigenschaften
  • Geburt - Was produziert das Baby? Geburtsschrei  Schreien – als starkes Ausdrucksmittel um Aufmerksamkeit zu bekommen
  • 1. Monat - Was produziert das Kind? Schreien, nun aber mit Variation (Hunger, Müdigkeit, etc.) Blickkontakt wird aufgebaut Kind dreht Kopf zur Schallquelle 
  • 1. Monat - was versteht das Kind? Verfeinerung der Fähigkeit Sprachmelodien und Stimmen zu unterscheiden Lauschen Reagiert auf Intonation  beruhigen, Aufmerksamkeit wird erweckt 
  • 2. Monat - was produziert das Kind? Vokalisationen Gurren (1. Lallphase) -->Kinder hören sich noch nicht selbst zu Laute entstehen „zufällig“ durch Muskelbewegungen 
  • 2. Monat - was versteht das Kind? erstes Lächeln, als Reaktion auf Zuwendung  Versteht „positive“ Botschaft
  • 3. Monat - was produziert das Kind? aus Zufälligen Bewegungen (Zungen- Mund- und Rachenmuskulatur) werden kontrolliertere Bewegungen Kehllaute
  • 3. Monat - was versteht das Kind? achtet auf Mund und Lippenbewegungen Erkennt Zusammenhang zwischen Signal und Schallquelle Erkenntnis, dass Sprachmelodie mit eigener Befindlichkeit zusammenhängen
  • 4. Monat - was produziert das Kind? Experimentieren und Spielen mit eigener Stimme und stimmlichen Lauten Lachen, Jauchzen (durch Reize auslösbar z.B. Kitzeln) Babbel- und Lallphase  turn-taking 
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  • 4. Monat - was versteht das Kind? Routinierte Abläufe im Alltag sind eingekehrt Kind kennt Abläufe und Routinen und verbindet sie mit bestimmten Sprachmelodien und Geräuschen Erkenntnis, dass Sprachmelodien sich nicht nur auf eigene Befindlichkeit, sondern auch auf Umgebungsereignisse beziehen Erkennen von vertrauten Äußerungen 
  • 6. Monat - was produziert das Kind? Annäherung an Bildung Konsonanten erste Silben (Silbenketten – 2. Lallphase) Variation in Tonhöhe und Lautstärke Kind hört sich selbst zu
  • 6. Monat - was versteht das Kind? Interpretation von Gesichtsaudrücken Verbindet Gesichtsaudruck mit Intonation 
  • 9. Monat - was produziert das Kind? Doppelsilben (kann Silbenkette kontrolliert unterrechen) Keine stabile Verbindung zwischen Gegenstand/Person und Doppelsilbe (Unterschied zum echten „ersten Wort“) Flüstern  Triangulation  Erkenntnis, dass Umwelt veränderbar ist / beeinflusst werden kann (Zeigen, Quengeln)⇒Eltern reagieren darauf 
  • 9. Monat - was versteht das Kind? erstes Wortverständnis (hochfrequenter Wörter z.B. der Spielsachen) Wort existiert aber ohne Gegenstand nicht! (Wortverständnis nur bei einem bestimmtem Objekt, oder in bestimmter Situation!) 
  • 12. Monat - was produziert das Kind? Kind reagiert auf eigenen Namen erste Wörter (oft Mama/Papa) Weitere Wörter werden vereinfacht oder unvollständig ausgesprochen (ato = Auto, sasse = Flasche) Erkenntnis, dass Umwelt durch Sprache veränderbar ist / dass Umwelt auf Sprache reagiert (z.B. ham ham führt zu selben Ereignis wie zeigen auf Kekse)  Eigennamen "Nuni" für Schnuller
  • 12. Monat - Was versteht das Kind? Wortverstehen kombiniert mit Vertrautheit der Abläufe (Bsp. Oma kommt) Wörter gehören zu bestimmten, festen Abläufen wenn Wörter in unbekannten Zusammenhängen auftauchen, tut das Kind, was es normalerweise mit den Dingen tut Verstehen einfacher Aufforderungen und Verbote  Reagieren auf eigenen Namen
  • 15. Monat - Was produziert das Kind? Wortschatzaufbau ein Wort bezeichnet ganze Abläufe (ato = alles was mit Papas Auto zu tun hat) Über- und Untergeneralisierungen (wau wau = alle Hunde) Wortart ist nicht genau erkennbar („tut tut“ kann Tätigkeit aber auch Gegenstand beschreiben) Erweiterung und Präzisierung von Bedeutungen Einwortsätze - Verwendung der Wörter als Frage, Aufforderung, Antwort, Beschreibung, Kommentar (Wörter drücken mehr als Bezeichnung) Kind "holt" sich neue Wörter durch Zeigen Fordert Erwachsenen durch lautieren zu sprachlichem Kommentar auf Nachahmung von sprachlichen- und nicht-sprachlichen Handlungen   
  • 15. Monat - Was versteht das Kind? Befolgen von einfachen Aufforderungen in vertrauten Kontexten  Schlüsselwortverstehen Wörter werden schrittweise unabhängiger von Ablauf
  • 18. Monat - was produziert das Kind? Wortschatzspurtca. 50 Wörter produktivBenennen von bekannten Objekten  Verberwerb beginnt
  • 18. Monat - was versteht das Kind? Verstehen geht Produktion voraus! Passiver Wortschatz ist größer als der Produktive Wortbedeutungen werden denen der Erwachsenen ähnlicher à spezielle Wortart Unterscheidung zwischen Gegenstand und Handlung (Erkenntnis, dass es jeweils andere Wörter dafür gibt) z.B. „fahren“ meint etwas anderes als „Auto“  Einfache Aufgaben und Sätze werden verstanden
  • 2. Lebensjahr - was produziert das Kind? Wenn Wortschatz groß genug (50 Wörter) = Zweiwortkombinationen (Zwei-Wort-Sätze) z.B. als Frage, Antwort, um eigenen Besitz anzuzeigen  erste Fragephase (Namen, Erklärungen z.B. „Papa?“) später „is das?“  noch später „Was?“ „Wo?“ Nein – sagen Kind erkennt sich im Spiegel – sagt eigenen Namen Wortschatzspurt (-explosion) des aktiven Wortschatzes  täglich etwa 9 neue Wörter aktiv  Kind beherrscht noch nicht alle Laute (physiologisch)  Unterscheidung/Abgrenzung „Ich“ und „Andere“  Um Hilfe bitten und abwarten  Ober- und Unterberiffe - Kategorisierung 
  • 2. Lebensjahr - was versteht das Kind? größerer passiver Wortschatz – erste mentale Repräsentation (macht gedankliche Handlungen möglich) flexibles Verstehen – nicht mehr so sehr an Abläufe gebunden verstehen längerer Sätze 
  • 2,5 Lebensjahr - was produziert das Kind? Drei- und Mehrwort-Äußerungen Verben in Grundform Satzstellung nach „Wichtigkeit“ Erweiterung der Beherrschung der Laute der Muttersprache (k, g, ch und r)
  • 2,5. Lebensjahr - was versteht das Kind? Verstehen und Befolgen von längeren Aufforderungen z.B. „zieh der Puppe doch ein längeres Kleid an“ „anziehen“ „puppe“ „längeres kleid“ – Kind baut mentale Vorstellung davon auf Vorstellungen sind so real, dass Handlungen auch zurückgewiesen werden können, ohne die Handlung begonnen zu haben Erkennen von absurden Äußerungen („kämm den Bär mit dem Löffel) Verstehen von Vergangenheit und Zukunft (Raus aus Hier und Jetzt) möglich durch selbständige Weckung von Vorstellungen durch Wörter Entschlüsselung von Begriffen wie „morgen“ oder „gestern“  
  • 3. Lebensjahr - was produziert das Kind? Wörter entsprechen mehr Wortbedeutungen von Erwachsenen (Erfahrungen fehlen um Wörter zu ergänzen) richtige Bildung von einfachen Sätzen Beginn Nebensatzkonstruktion zuerst „und“ „und dann“ als Verbindung später „weil“ „wenn“ „als“ erlernen von schwierigen Konsonantenverbindungen (fr-, kn-, kl-, etc.)   inkonsequente Beherrschung (physiologisch) zweites Fragealter („Wie“ und „Warum“) „Abgleichen und Erweitern von Vorstellungen/Bedeutungen“  
  • 3. Lebensjahr - was verseht das Kind? Zusammenhänge, die Kind versteht werden komplexer verfolgen von einfachen Geschichten (noch mit Bildunterstützung) Sprachverstehen in Bezug auf Gegenwart und Wirklichkeit am besten  
  • 4. Lebensjahr - was produziert das Kind? Fürwörter (er, sie, ihr, ihm, mich, mir) Über eigene Interessen sprechen Spricht über Ereignisse der Vergangenheit/Zukunft und gebraucht korrekte grammatische Formen häufig Konjunktiv im Rollenspiel (Möglichkeitsform) Sätze mit Einleitung „als“ „wenn“ „weil“ werden sicherer 
  • 4. Lebensjahr - Was versteht das Kind? grammatische Formen und Regeln werden verstanden, auch ohne unterstützende Handbewegung (z.B. zeigen bei Aufforderung) Verstehen von Passiv  Beispiel: Ein Kind weiß jetzt, dass der Satz 'der Junge wird von dem Mädchen geschubst' das gleiche bedeutet wie 'das Mädchen schubst den Jungen'. Ihr Kind könnte auch einen Satz verstehen wie 'Die Mutter wird von dem Kind gewaschen', obwohl das seinem Wissen über die Welt widerspricht. In einem früheren Alter hätte der Satz wahrscheinlich die gedankliche Vorstellung hervorgerufen, wie die Mutter das Kind wäscht. Denn das wird durch die Reihenfolge der Wörter vermittelt und entspricht auch der Wahrscheinlichkeit der Ereignisse.
  • 5. Lebensjahr - was produziert das Kind? Nebensätze mit „bevor“ „obwohl“ „nachdem“ Farbbegriffe (zuordnen gelingt schon länger, Farbnamen bereiten nun keine Schwierigkeiten mehr) Grammatische Entwicklung weitestgehend abgeschlossen (unregelmäßige Formen bereiten noch leichte Schwierigkeiten, Fehler können leicht korrigiert werden) Frikative (s,z,ß,x,sch) werden zum Schluss erworben (erfordern sehr feinabgestimmte Koordination der Zungenmuskulatur) Erzählen von ganzen Geschichten – Reihenfolge manchmal noch bestimmt von Wichtigkeit, zum Teil fehlende Rahmeninformationen (Wer, Wo, Was, Wann?), ⇒Zuhörer Stellt viele Rückfragen und interpretiert    
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  • 5. Lebensjahr - was versteht das Kind? Verstehen aller Satzarten und komplexer Zusammenhänge bis Schuleintritt Passiver Wortschatz hängt vom Sprachangebot ab⇒passiver Wortschatz wächst immer weiter im Laufe des Lebens
  • Was ist die phonologische Bewusstheit im engeren und weiteren Sinne? In welchem Alter entwickelt sich diese Fähigkeit? Für was ist sie grundlegend? im weiteren Sinn: Wörter in Silben zu zerlegen Silben zu einem Wort zusammenzufügen im engeren Sinn Anlaute erkennen aus Lauten ein Wort zu bilden oder ein Wort in seine Laute zu zerlegen. Im Alter von ca. 36. Monaten bis Schuleintritt! Grundlage für Schriftspracherwerb!