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Biologie Ökologie (Fach) / Vegetations- und Standortskunde 3 (Lektion)

FAKTENWISSEN

Diese Lektion wurde von tomki93 erstellt.

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  • Was ist ein wechseltrockener Standort? Wodurch könnte dies bedingt sein? Ein wechseltrockener Standort, ist ein Standort mit langer Trockenphase, jedoch noch ausreichender Wasserversorgung fürs Pflanzenwachstum. (Wechselfeuchte Böden/Standorte haben lange Nassphase) Bedingt ist dieser Standort durch trockenes Klima, z.B. im kontinentalen Klima die Sommertrockenheit. Auch kann eine lange Trockenphase an südexponierten Hängen unterhalb der montan-Stufe auftreten, wo noch kaum Niederschläge fallen. 
  • Wie sieht es im Wald unter dem Kronendach aus? Unter dem Kronendach(=Baumschicht) eines Waldes ist die Strauchschicht und Krautschicht zu finden. In der Strauchschicht wachsen Pflanzen von ca. 1 bis 5m, v.a. Sträucher, Büsche und junge Bäume. Da in dieser Schicht nur das gefilterte Licht der Kronen durchkommt, gibt es hier v.a. Halbschatten- und Schattenpflanzen. In der Krautschicht wachsen Arten bis zu 1m, die nicht verholzt und an den Boden gebunden sind. Sie setzt sich auch verschiedenen krautigen Pflanzen, Gräsern, Zwergsträuchern und Jungpflanzen zusammen. An die Krautschicht schließt sich die Boden- oder Moosschicht an, sie besteht aus Pflanzen die sich unmittelbar an der Bodenoberfläche befinden (bis zu 0,15m).
  • Gibt es einen Unterwuchs in Wäldern? Ja es gibt Unterwuchs in Wäldern. Dieser ist abhängig von den Standortfaktoren des Waldes, wie z.B. Klima und Relief, aber auch von der Baumart. Bei Nadelwäldern z.B. ist die Streu sehr schwer zersetzbar und sauer, so sind dort v.a. Säureanzeiger wie die Heidelbeere zu finden. Wenn der Wald ein sehr geschlossenes Kronendach bildet, dann sind in der Bodenvegetation nur schattentolerante Arten.
  • Welche Arten bilden die Strauch-, Krautschicht? Auf welchen Standorten? Strauchschicht: Saure Standorte Podsolige, vernässende Böden: Buche vereinzelt im UnterstandKontinental, kühl, saure Böden: Vogelbeere (Pioniebaumart)mäßig basenreich bis basenarm: Hasel, Eibe; bei wintermildem Klima auch StechpalmeBasenreiche Standorte frische Rendzinen: Eibe, Heckenkrische, Seidelbast, gute ausgebildete Strauchschicht fehlt durch geschlossenes Kronendach Kalkreiche und trockene Standorte, trockene südexponierte Oberhänge,: Liguster, Rosen-arten, Hartriegel, Schneeball, Weißdorn (sehr artenreich)Tiefgründige nährstoffreiche Böden, hochmontan: üppiger Unterwuchs zusammen mit weiter verbreiteten LaubwaldartenHartholzaue, periodisch überflutet: Lianen, Hopfen, Weinrebe Krautschicht: Saure Standorte basenarm, saure Böden: Säurezeiger wie Heidelbeere, Drahtschmiele, Wiesen-Wachtelwiezen, Adlerfarn Podsolige, vernässende Böden(Tannenwälder): Azidophyten (=Säurzeiger), Wolliges Reitgras (bodensaure, montane Tannen-Fichtenwälder)Kontinental, kühl, saure Böden: Azidophyten (Drahtschmiele, Heidelbeere, Preiselbeere), viele Moosarten mäßig basenreich bis basenarm: Buschwindröschen, große Sternmiere, Goldnessel, ährige Teufelskralle, Wald-Veilchen usw. (krautige Arten) basenreiche Standorte frische Rendzinen der Kalk- und Basaltgebiete: (Edellaubhölzer im Sämlingsstadium), Bingelkraut, Lungenkraut, Haselwurz; viele Frühlingsgeophyten und Basenanzeiger!Kalkreiche und trockene Standorte, trockene südexponierte Oberhänge,: Weiße Segge, Orchideen-Arten, Frauenschuh; Trockenheits- und WärmezeigerTiefgründige nährstoffreiche Böden, hochmontan (hochmontaner Bergahor-Buchenwald): üppiger Unterwuchs, Farne, großblättrige Nitrophyten, subalpine Hochstaudenfluren, Alpenampfer, Alpen-Milchlattich, usw., epiphytische FlechtenWechselnasse Lehme und Tone, subkontinentales Klima(Tannenwälder basenreicher Standorte): LabkrautWechseltrockene Lehme und Tone, subkontinentales Klima(Tannenwälder basenreicher Standorte): Moder-Orchideen, Frauenschuh, Unterwuchs ähnlich „trockener südexponierte Oberhänge, kalkreicher und trockener Standorte“Hartholzaue, periodisch überflutet: Geophyten, Nitrophyten
  • Wälder auf Tonböden: Welche Baumarten kommen unter welchen Klimabedingungen hier vor? Subozeanisch: Subalpin/montan: Latsche, Fichte, Ahorn, Buche, TanneBis submontan: Buche, EicheSubkontinental: wechselnasse Lehme und Tone, basenreich: Kiefer, Fichte, Tanne, Buche, Hainbuche/Eiche/Linde in collin-planarer Stufewechselnasse Lehme und Tone, sauer: Tannen, Fichten, Buche im Unterstand, Waldkiefer (viele Nadelbaumarten)Kontinental: subalpin/montan: Lärche, Fichte, Kieferbis submontan: Kiefer, Eiche
  • Wälder auf Sandböden: Welche Baumarten kommen unter welchen Klimabedingungen hier vor? Zonale Sandböden : Subozeanisch: (von subalpinplanar) Latsche, Fichte, Tanne, Buche, Eiche Subkontinental: (subalpinplanar) Latsche, Fichte, Tanne, (Buche, Eiche), Stieleiche, Kiefer Kontinental: subalpin/montan: Lärche, Zirbelkiefer, Latsche, Fichte, Kiefer, bis submontan: Eiche, Kiefer Azonale Sandböden sind Dünen (Flugsande). Hier kommen im subozeanischen wie in subkontinentalen Klima v.a. Kiefern(mehr im subk.) und Eichen (mehr im subo.) vor.
  • Wälder auf dauernassen Standorten: Welche Baumarten kommen unter welchen Klimabedingungen hier vor? Dauernasse Standorte sind Flussauen, welchen azonal vorkommen. Subozeanisches Klima: Lehm bis Feinsand: Ahorn, Esche, (Eiche) Weide, UlmeSand, Kies: Weide, Grünerle, Grauerle, PappelSubkontinentales Klima: Lehm bis Feinsand: Fichte, Ahorn, Esche, Ulme, (Weide, Eiche)Sand, Kies: Grauerle, Pappel, WeideKontinentales Klima: keine Auenvegetation
  • Wälder auf konsolidierten Blockstandorten: Welche Baumarten kommen unter welchen Klima­bedingungen hier vor? Blockstandorte sind Standorte mit instabilen, in ständiger Umlagerung befindlichen Böden. Es kommt meist zur Bildung von Kolluvien am Fuß des Hanges. Trockenes Klima (südexponierte Hänge): bis montan: Sommerlinde, Spitzahorn, Esche, Eiche (in collin-planar)hochmontan: Mehlbeeren und einzelne Bergulmen, AhornFrische, luftfeuchtes Klima (Schatthang): submontan: Bergahorn, Esche, Sommerlinde (Beimischung von Buche und Bergulme)hochmontan: Bergulmen, Ahorn
  • Wie wirkt sich der Unterschied zwischen einem flachgründigen Silikatstandort und einem flachgründigen Kalkstandort aus? Beispiele von verschiedenen Waldtypen unter verschiedenen Klimabedingungen? Ein flachgründiger Standort ist für die Pflanzen nur flach durchwurzelbar, so kommt es an diesen Standorten oft zu Problemen der Wasser- und Nährstoffversorgung (aber auch zu Sturmwurf). Da bei flachgründigen Silikatböden kaum Nährstoffe vorhanden sind, ist ein Kalkstandort wesentlich fruchtbarer, da er sehr basenreich ist. So sind diese meist artenreicher. Bei basenarmen Gesteinen treten Magnesium- und Calciummangel viel eher auf unf es besteht die Gefahr der Aluminiumtoxizität, wenn bei sehr niedrigem pH-Wert im Bereich des Aluminium-Puffersystems Al3+ freigesetzt wird. Flachgründiger Kalkstandort: Seggen-Buchenwald und Blaugras-Buchenwald (auf sommerwarmen Südhängen), Wärmeliebende Eichenwälder (unter warmen-trockenen Bedingungen), Trockenkiefernwälder, Hangschuttwälder der Edellaubholzarten (schattige Steilhänge oder warme, trockenen Steilhänge) Flachgründiger Silikatstandort: bodensaure Eichenwälder (trockenes Klima), Kiefernwälder,
  • Welche Standortsfaktoren sind in einer Flussaue wirksam? Wie können sie variieren (je nach Lage am Fluss; Meereshöhe; Gefälle; ...)? In einer Flussaue sind Höhe des Wasserstands, Dauer und Fließgeschwindigkeit (Hoch- und Niedrigwasser) und die damit verbundenen Folgen wie z.B. mechanische Schädigung, Substratverlagerung, Materialsortierung und Sauerstoffarmut zu Überflutungszeiten, wirksam. Variieren können diese Standortfaktoren je nach Klima, Relief und Jahreszeit. Im Frühjahr z.B. zur Zeit der Schneeschmelze ist die Wassermenge wesentlich höher als im Hochsommer und je nach dem wie dass Flussbett beschafften ist und wie viel Wasser fließt, stellt sich eine bestimmte Fließgeschwindigkeit ein, die wiederrum Einfluss auf die mechanische Schädigung von Bäumen hat (auch abhängig von Art und Menge der Fracht!)
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