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Biologie Ökologie (Fach) / Vegetations- und Standortskunde 2 (Lektion)
- Auf welchen Standorten sind welche Baumarten konkurrenzfähig? (bei welcher Wasser-, Nährstoffversorgung, Klima?) Die Buche ist in Mitteleuropa die vorherrschende Baumart und ist nur auf Sonderstandorten konkurrenzschwach Nährstoffreich und wechselfeucht: Edellaubbaumarten (v.a. Ahorn und Esche)Basenarm (gestörte Mineralböden): BirkeBasenarm, trocken/wechselfeucht, tiefere Lagen: EichenartenTrockene Standorte: Wald-Kiefer
- Wie sieht vom Prinzip her die zonale Baumartenzusammensetzung in Mitteleuropa aus? In Mitteleuropa herrscht ein Nord-Süd Gradient der Waldvegetation auf Grund des Nord-Süd Gradienten des Klimas. Wir befinden uns im Bereich sommergrüner, laubabwerfender Wälder. Diese gehen im Süden in immergrüne Hartlaubwälder über, entscheidend sind dabei die milderen und frostarmen oder frostfreien Winter. Im Norden schließen sich die borealen Nadelwälder an. Vorherrschende Baumarten sind Buche (Fagus Sylvatica) und die Stiel- und Traubeneiche.
- Wie (= nach welchen Kriterien; = „welche Möglichkeiten gibt es“?) kann die Waldvegetation gegliedert werden? Die Waldvegetation kann in Lebensformen (Raunkaier) gegliedert werden. Hierbei werden die Arten nach der Lage ihrer Erneuerungsknospen eingeteilt, da diese dem Schutz während ungünstigen Perioden entspricht. So werden unterschiedlich Schutzmechanismen, die sich je nach Klima, Lebensraum und Bestandesschicht unterscheiden. Die Gefäßpflanzen werden in 9 Formen gegliedert: Phanerophyten(Überdauerungsorgane mehr als 50 cm über Boden; Makro- oder Nano-Phanerophyten), Chamaephyten (Sträucher, Erneuerungsknospen oberhalb der Erdoberfläche aber unterhalb 50 cm), Hemikryptophyten(Überdauerungsknospen an Erdoberfläche; Gräser und Kräuter), Geophyten (Ü unter der Erdoberfläche, Pflanzen mit Zwiebeln und Knollen), Therophyten (Überdauerung in Form von Samen/Früchten),Lianen (keimen am Boden) und Hemi-Epiphyten(keimen auf anderen Pflanze; Verwendung anderen Arten als Stützpflanze), Epiphyten (keimen und wachsen dauernd auf anderen Pflanzen), Parasiten und Semi-Parasiten (beziehen von anderen Pflanzen Wasser und Nährstoffe), Hydrophyten (Wasserpflanzen, frei driftend auf/im Wasser oder am Gewässergrund wurzelnd; spezielle Überdauerungsorgane). Außerdem kann die Waldvegetation auch nach Lebensformstrategien eingeteilt werden, d.h. nach ihrer Strategie des Wiedereinwanderns nach dem Aussterben. Gegliedert werden die Arten hier in K-Strategen (Konkurrenzstark, dauerhafte Besiedlung eines Standorts), R-Strategen („rurals“, Besiedlung neuer Standorte) und nach Grime auch in S-Strategen (stresstolerant, spezielle Anpassungen, Besiedlung von Extremstandorten).
- Welche mitteleuropäischen Baumarten würden Sie welchem Strategietyp im Sinne von GRIME zuordnen? K-Strategen: Rotbuche, Tanne, Hainbuche R-Strategen: v.a. einjährige Arten, Pionierarten wie Hängebirke, Salweide, Zitterpappel, Vogelbeere S-Strategen: Salzpflanzen, Serpentinpflanzen, Arten des Moorrandwaldes wie Latsche, Spirke, Waldkiefer, Moorbirke; langlebige Schattenarten wie Eibe und Stechpalme
- Was sind die Unterschiede der Baumartenverteilung und Waldgesellschaften bei Änderung der Ozeanität des Klimas? hohe Ozeanität:mehr Niederschlag, Winterkälte gering ,Sommer eher kühl -> immergrüne Wälder mittlere kontinentalität : weniger Niederschläge, Sommer warn,trocken Winter kalt -> sommergrüne Laubbäume ganz kontinental: immergrüne Nadelbäume
- Wie sind die Zusammenhänge zwischen Böden (Bodentyp, -art) und dem Wasser- und Nährstoffhaushalt? Je nach Bodenbeschaffenheit kann viel Wasser oder wenig gespeichert werden. Außerdem ist das Wasser je nach Bodentyp besser verfügbar für Pflanzen (bei engen Poren wird das Wasser „festgehalten“). Der Nährstoffhaushalt ist auch vom Wasserhaushalt und vom Boden abhängig. Kann das Wasser leicht durch den Boden durchsickern, welches v.a. bei großporigen Böden mit hohem Skelettanteil der Fall ist, so geht der Bodenwasserstrom nach unten und die Nährstoffe werden ausgewaschen (bei humidem Klima). Bei aridem Klima hingegen verdunstet mehr Wasser als neu dazukommt. So ist hier der Bodenwasserstrom nach oben gerichtet und es kommt an der Erdoberfläche zur Ausfällung der Nährstoffe als Salze. Es wird deutlich, dass Wasserhaushalt und Nährstoffhaushalt eng mit dem Boden zusammenhängen.
- Änderungen des Standortsfaktors Boden: Warum könnten sich Bodeneigenschaften ändern? Bodeneigenschaften sind vom Ausgangsgestein aber auch von anderen Faktoren wie z.B. Klima, Relief, Zeit, abhängig. So hat jeder Boden verschieden Eigenschaften wie Nährstoffspeicherung, Wasserspeicherkapazität, Durchlüftung usw. Bodeneigenschaften können sich durch bestimmte Ereignisse, wie z.B. Erosion (Hangabtrag), Verdichtung durch Maschinen, Stoffeinträge durch den Menschen (Düngung, Stickstoffeinträge usw.)Extremereignisse (Vulkanausbruch, Lawinen, Murgänge) ändern.
- Klimaänderung und mögliche Folgen für die Waldvegetation? Länge der Vegetationsperiode und das Klima während ändern sich mögliche Anpassungsversuche der Baumarten absterben von ansässigen Baumarten da sie den Anforderungen nicht gerecht werden
- Veränderungen der Flora und mögliche Folgen für die Waldvegetation? kann ein Wechsel der Waldgesellschaft geschehen meist bedingt durch Nährstoffveränderungen (Kalkungen/Düngungen), Klimaänderungen, Bodenveränderungen durch Erosion usw.
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