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Multifaktorielle Modelle über Entstehung, Aufrechterhaltung und Verlauf psychisc (Fach) / Krankheitsverhalten (Lektion)
normal und abnormes, Coping, Compliance
Diese Lektion wurde von kristina83 erstellt.
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- Krankheitsverhalten auch: Inanspruchnahmeverhalten umfasst die Symptomwahrnehmung einschließlich der innerpsychischen Abwehr, die Selbstmedikation oder Selbsthilfe sowie die Inanspruchnahme des Laien- und des professionellen Versorgungssystems in vielen Bereichen der medizinischen Versorgung liegt die wahre Prävalenz deutlich höher als die Behandlungsprävalenz.Die Inanspruchnahme professioneller Hilfe ist um so wahrscheinlicher, je schmerzhafter, sichtbarer und auffälliger das Symptom ist, je bedrohlicher die Erkrankung erscheint und je mehr der Alltag als eingeschränkt erlebt wird auch Alter nimmt Einfluss: je älter, umso häufiger gehen Pat. zum Arzt.je mehr Ärzte pro Einwohner verfügbar sind, umso höher ist die InanspruchnahmeInanspruchnahme auch davon abhängig wie hoch der Anteil der Kosten ist, der von der Versicherungen übernommen wird. je höher die Eigenbeteiligung, umso geringer ist die Konsultationsrate
- abnormes Krankheitsverhalten gelten als relativ stabile unpassende Prozesse der Wahrnehmung und Bewertung des eigenen Befindens und der Reaktion auf diese Prozesse das subjektive Verhalten steht in keinem angemessenen Verhältnis zu den medizinischen Befunden. Folgen sind z.B. demonstrative Hilflosigkeit, verdeckte Feindseligkeit oder Spaltungsversuche abnormes Krankheitsverhalten kann u.U. Ausdruck einer psychischen Störung (z.B. bei Angst, somatoformer Störung, Hypochondire, Schizophrenie oder Sucht) sein
- subjektive Krankheitstheorien beinhalten alle Ansichten des Pat. über Art, Entstehung, Verlauf und Behandlung seiner Erkrankung umfasst auch Vorstellungen über die Kausalattributionen, über die Folgen der Erkrankung subjektive Erleben stimmt oft nicht mit der objektiven Sicht überein
- Coping die Anstrengung zur Bewältigung von Schwierigkeiten und belastenden Ereignissen in der Beziehung zwischen Mensch und Umwelt. nach Lazarus und Launier, 1978: Informationssuche, direkte Aktion, Aktionshemmung (z.B. "Schweigen ist Gold.") und intrapsychische Veränderungen (z.B. Selbsttäuschung) durch das Coping verändert sich die Bewertung der Belastungssituation (reappraisal)
- Ablauf des Coping im ersten Analyseschritt der primären Einschätzung (appraisal) wird die Situation z.B. als Bedrohung oder Herausforderung bewertet, bei der sekundären Einschätzung werden die eigenen Möglichkeiten abgeschätzt als Resultat der Verrechnung dieser beiden Komponenten werden dann Coping-Mechanismen gewählt
- Compliance ist die angemessene und kooperative Reaktion eines Pat. auf die Vorschläge des Behandlers non-compliance äußert sich in Abweichung von den abgesprochenen Regeln am häufigsten ist eine Teilcompliance Pat.verhalten kann auch übercompliant oder pseudocompliant sein Compliance wird seit ca. 25 Jahren erforscht. Typische Merkmale von unkooperativen Pat. konnten bisher nicht eindeutig charakterisiert werden
- Def. und Ursachen von Somatisierungsprozessen Kennzeichen der Somatisierung sind körperliche Symptome ohne organische Grunderkrankung. Pat. zeigt die Tendenz, psychische Belastungen durch körperliche Symptome auszudrücken Ursachen können in zurückgehaltenen Aggressionen, ungenügender Selbstbehauptung, reduzierter Ausdrucksfähigkeit oder unausgelebter Spannung liegen. Meist haben die Betroffenen Schwierigkeiten, Konflikte zu bewältigen.
- Chronifizierungsfaktoren Chronifizierung bedeutet, dass eine Störung zumindest auf einem Mindestniveau erhalten bleibt.Sie wird beeinflusst durch:biologische Faktoren: z.B. Fehlhaltungen bei chronischem Schmerz oder Nervenschädigung psychologische Faktoren: z.B. Vermeidungsverhalten oder sozialer Rückzug bei Angsttörungen soziale Faktoren: z.B. niedriger sozialer Status, Unzufriedenheit am Arbeitsplatz, sekungärer Krankheitsgewinn
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