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Kuwi Hagen Literatur (Fach) / L1 Dramenanalyse (Lektion)

Glossar zur Dramenanalyse

Diese Lektion wurde von Orsina erstellt.

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  • Ständeklausel Die Forderung der Renaissance- und Barockpoetiken, wonach eine Tragödie nur vom Schicksal einer Person höheren Standes (Götter, Könige, Adelige) handeln darf, während Personen aus niederen Ständen (Handwerker, Bürger) nur in der Komödie als Hauptfiguren auftreten dürfen (vgl. Fallhöhe). Mit dem bürgerlichen Trauerspiel wurde die Forderung überwunden.
  • Stationendrama Eine Dramenform, die einzelne Episoden und Szenen (Stationen einer Handlung) aneinanderreiht. Die Abfolge der Szenen zielt nicht mehr auf die Darstellung einer geschlossenen Handlung ab; die Verbindung wird in der Regel durch eine zentrale Figur hergestellt.
  • Stichomythie/ Zeilenrede Dialogform im Versdrama, bei der besonders kurze, sich jeweils genau über eine Zeile erstreckende Sätze rasch aufeinander folgen. Als Wechselrede zwischen zwei (selten drei) Figuren soll damit die Lebhaftigkeit und Dramatik des Dialogs unterstrichen werden.
  • Teichoskopie Mauerschau - Mündlicher Bericht einer Bühnenfigur von einem räumlich nahen und zeitgleichen, jedoch für Publikum und weiteres Bühnenpersonal nicht offen sichtbaren, handlungsrelevanten Ereignis. Im Gegensatz zum Botenbereicht, der sich auf bereits abgeschlossene Vorgänge bezieht.
  • Theater auf dem Theater In der Dramenhandlung verankertes Schauspiel auf der Bühne, das für diese deutende, kommentierende und selbstreferentielle Funktion übernehmen kann. Das heißt, in die umfassende Bühnenhandlung eingebettete theatrale Einlage, die als Theaterspiel nicht nur dem Publikum, sondern auch einigen Bühnenfiguren präsentiert wird. Wobei einige andere Bühnenfiguren als Schauspieler agieren.
  • Tragödie Tauerspiel. Neben der Komödie wichtigste Gattung des Dramas,in der das wesentliche Element das Tragische ist. Die Tragödie gestaltet einen schicksalhaften, unvermeidbaren und unlösbaren Konflikt, der zum Untergang des tragischen Helden führt.
  • V-Effekt Der Verfremdungseffekt ist ein spezifisches Mittel des epischen Theater Bertolt Brechts, das gezielt gegen eine identifikatorische Rezeption mittels in sich geschlossener Illusion antritt.
  • Vertrautenrede Ist ein Gespräch zwischen dem Protagonisten und einer ihm fest zugeordneten, sein volles Vertrauen genießenden Bühnenfigur. Sie dient besonders der Informationsvergabe  über Gedanken, Gefühle und Absichten des Protagonisten.
  • Zieldrama Der Verlauf ist auf einen zukünftigen Höhepunkt hin konzipiert. Das Drama ist also zielgerichtet (teleologisch) ausgerichtet.
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