Strukturmodell, Symptombildung bei strukturellen Störungen

Diese Lektion wurde von kristina83 erstellt.

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  • Strukturpathologie geht davon aus, dass dem Symptom ein Entwicklungsschaden (unzureichende Ich-Funktionen) zugrunde liegt vor allem schwere Persönlichkeitsstörungen (z.B. Borderline-Persönlichkeitsstörung) werden mit Hilfe der Strukturpathologie erklärt
  • Strukturmodell setzt sich zusammen aus dem Ich, den Ich-Funktionen, dem Selbst, Persönlichkeitstruktur, Niveau der Persönlichkeitsorganisation
  • Ich Ich-Funktionen sind teilweise angeboren, reifen jedoch zum großen Teil erst in der Interaktion zwischen Kind und Bezugsperson bei strukturellen Störungen gelang diese Ausreifung nicht. In der Folge besteht eine ausgeprägte Ich-Schwäche
  • Ich-Funktionen bewusste Ich-Funktionen: Wahrnehmen, Erinnern, Denken, Lernen und Planen unbewusste Ich-Funktionen liegen in der Abwehr gegenüber dem Es und dem Überich sowie in der Bewältigung der Anforderungen aus der Außenwelt im Sinne der Strukturpathologie beruhen psychische Störungen darauf, dass die Ich-Funktionen unzureichend entwickelt sind
  • Selbst wird als eigenständige Struktur oder Teil des Ichs beschrieben es umfasst bewusste und unbewusste Anteile der Psyche die Funktionen des Selbst sind Selbstwahrnehmung, Selbststeuerung, Abwehr, Objektwahrnehmung, Kommunikation und Bindung bei strukturellen Störungen sind diese Funktionen gestört. Es entsteht kein kohärentes Selbst- oder Identitätsgefühl. Stattdessen sind die Facetten des Selbst nur lose miteinander verbunden.
  • Persönlichkeitsstruktur entspricht in etwa dem Charakter einer Person man unterscheidet bsw. depressive, zwanghafte, phobische oder hysterische Persönlichkeitsstrukturen beim strukturell gestörten Pat. ist die Persönlichkeitsstruktur geschwächt. Er reagiert dadurch überstark, chaotisch und fühlt sich überflutet
  • Symptombildung bei strukturellen Störungen - Konflikte- vs. Strukturpathologie Konfliktpathologie: Ausbildung von Symptomen als KompromissStrukturpathologie: Defizit an förderlichen Beziehungserfahrungen in der Kindheit führt zu einem Mangel an inneren Objekten, die beruhigen, anerkennen und steuern. die Strukturen der Selbstregulierung (Ich-Funktionen) sind defizitär und die Person bleibt auf äußere Objekte angwiesen. Zerbricht eine bedeutsame Beziehung, kommt es bei Pat. mit strukturellen Störungen zu regressiven Reaktionen, die mit dem Gefühl der Überflutung, Leere oder Dissoziation verbunden sind.Oft werden Suchtmittel, selbstverletzendes Verhalten oder dissoziale Verhaltensweisen eingesetzt, um innere Spannung abzubauen
  • Ich-Funktionsdefizite Einschränkungen der Ich-Funktionen zeigen sich bei strukturellen Störungen in Defiziten bei der Realitätsprüfung, der Fähigkeit zur Unterscheidung zwischen Innen und Außen, der Impuls- und Frustrationskontrolle, der Angsttoleranz und der Differenzierung zwischen Emotionen. Außerdem versagen bei Störungen der Ich-Struktur die Abwehrmechanismen, die bei reiferen Neurosen eine Rolle spielen.
  • Ätiologische Faktoren einer strukturellen Störungen wird verstanden alsdefizitäre Entwicklung: aufgrund ungünstiger Umstände (z.B. Verluste, Erkrankungen, unzureichende Betreuung) haben sich wesentliche Ich-Funktionen nicht entwickeltregressive Entdifferenzierung: Ich-Funktionen haben sich zwar entwickelt, sind jedoch in belastenden Situationen nicht ausreichend stabil
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