33
ARSU (Fach) / Rechtsmedizin (Lektion)
r
Diese Lektion wurde von olli_evt erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
Anzeige
- Phasen des Sterbens Agonie (Reduktion physiolog. Lebensfunktionen, variable Dauer, Bradykardie, passagere EEG Nulllinie) Klinischer Tod (Atemstillstand, Kreislaufstillstand) Individualtod (Irreversibler Herzkreislaufstillstand, sichere Todeszeichen mgl.!; CAVE: Irreversibilität nur durch 20-30 min. Reanimation bei fehlenden Todeszeichen sicher) Intermediäres Leben: Absterbephasen der einzelnen Zellen/Geweben Biologischer Tod: Absterben der letzten Körperzelle
- Wie lange Reanimation durchführen? Normalfall 20-30 min Kinder, Hypothermie u.U. 60 min ältere und multimorbide Pat. evtl. kürzer
- AEIOU-Regel Ursachen für Vita minima (Scheintod) A: Alkohol, Anämie, Anoxämie E: Elektrizität, Blitzschlag I: Injury (SHT) O: Opium, BtM, Pharmaka U: Urämie (andere metabol. Komata), Unterkühlung
- Unsichere Todeszeichen ABRAHAM A: Auskühlung B: Blässe der Haut R: Reflexlosigkeit A: Atonie der Pupiller H: Herz-Kreislaufstillstand A: Atemstillstand M: Muskelatonie
- Sichere Todeszeichen Verletzungen die mit dem Leben nicht vereinbar sind Fehlende Hirnaktivität/Hirntodteichen (BaWü) Leichenstarre Fäulnis, Autolyse Leichenflecke
- Frühe sichere Todeszeichen Totenflecken, treten nach 0.5-1 h post mortem auf und sind nach 12h vollständig wegdrückbar und umlagerbar, nach 36 h noch teilweise wegdrückbar und umlagerbar
- Späte Veränderung der Leichenflecke... durch zunehmende Eindickung des Blutes mit Wasserverlust --> zunehmende Einschränkung von Umlagerbarkeit und Wegdrückbarkeit durch Freisetzung von Hb und Hämolyse --> Fixierung der Leichenflecken
- Nysten-Regel Beginn der Totenstarre an Unterkiefer und NAckenmuskulatur, fortschreiten nach kaudal
- Bis wann ist die Totenstarre ausgebilldet? ca. 2 h post mortem
- Klinische Symptomatik des Hirntodes Tiefes Koma Hirnstamm-Areflexie Apnoe-Test
- Anzeige
- Hirntod - Irreversibilitätsnachweis Beobachtungsdauer (12-72 h) Apparatove Zusatzuntersuchung (EEG...evozierte Potentiale)
- Casper'sche Regel 1 Wo. Luft = 2 Wo Wasser = 8 Wochen Erdgrab
- Nicht-natürlicher Tod nach § 159 StPO Todesfall,der durch ein von außen einwirkendes Ereignis eingetreten ist oder bei dem ein natürliches inneres Geschehen von außen verursacht oder ausgelöst wurde Unfall, Suizid, Homizid setzt keine Fremdeinwirkung voraus Zeitlicher Zusammenhang mit ärztlichem Eingriff
- Unterschied Tot- und Fehlgeburt? Totgeburt: über 500 g Fehlgeburt: < 500 g
- Wann erzwungene Obduktion? Seuchenverdacht Vorliegen einer richterlichen Anordnung Feuerbestattung
- Hutkremepnregel Zur Unterscheidung von Sturz und Schlag Hämatome oberhalb der Hutkrempenlinie sind eher auf einen Schlag als auf einen Sturz zurückzuführen
- Puppe-Regel Zur Abschätzung der Reihenfolge der Verletzungen am Schädel Die zuletzt entstanden Fraktur kann sich nur bis zu den schon vorhanden Bruchlinien ausdehnen
- Tardieu-Flecken Petechien in den serösen Häuten der Brustorgane beim Ersticken
- Schütteltrauma - Trias subdurale Blutung (Brückenvenenabriss) retinale Blutung Rippenbrüche oder subperiostale Blutung an Röhrenknochen
- Haber Regel Produkt aus Konzentration und Einwirkzeit ist annähernd konstant Schwellenkonzentration: unterhalb einer bestimten Konzentration ist unabhängig von der Einwirkzeit keine Wirkung möglich
- Hellrote Totenflecken ..CO, Blausäure, Zyanide, DD Kälte
- graublaue Totenflecken ...Methämoglobinbildner
- blaue Warnfarbe Parathion, Flunitrazepam (im Magen bei Obduktion)
- violette Warnfarbe Thallium
- gelb-orange Warnfarbe Metasystox
- Schaumpilz Opiatintoxikation DD Ertrinken
- Holzer Blasen Barbiturate
- Mees Nagelbänder Thallium, Arsen
- Basophile Tüpfelung bei Erys Blei
- Haarausfall Thallium, Quecksilber
- Anzeige
- Mees'sche Nagelbänder Intoxikation mit Arsen, Thallium; auch CTX
- Shaken-Baby-Syndrome subdurale Blutung (Brückenvenenabriss) retinale Blutung Rippenbrüche oder subperiostale Blutung an Röhrenknochen (Humerus, Femur) ⇒ äußerlich meist keine Befunde, evtl. aber Griffspuren an Armen und Beinen
- Wyd'sche Verfärbung (schwarze Haare) Thalliumintoxikation