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Nutztierwissenschaften II (Fach) / Fragenkatalog (Lektion)
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- Was ist beim Stallklima zu beachten? (Hühner) Umwelttemperatur wirkt sich auf die Regulation der Futteraufnahme auf die Legeleistung (LL) aus Hohe LL bei 10 bis 25/30 °C Hohe Temperatur: Futteraufnahme sinkt→ damit sinkt auch das Eigewicht→die LL sinkt Tiefe Temperatur: Legeleistung sinkt, da keine Kompensation durch Futteraufnahme Temperaturschwankungen im Tag-Nachtrhythmus wirken günstig auf die LL Luftfeuchte hat keinen direkten Einfluss auf die LL Zu geringe bzw. hohe Luftfeuchte; Problem mit der Hygiene & der Tiergesundheit Relative Feuchte im Stall: 60 – 70% O2 über 16 % CO2 unter 0,3% CO unter 40 ‰ NH3 unter 20 ‰ HsS unter 5 ‰
- Nenne allgemeine Daten zur Rinderhaltung & Milchkuhhaltung Rinderhaltende Betriebe: 167.000 ↓ Milchkuhhaltende Betriebe: 87.000 ↓ Ø Milchleistung je Kuh: 7.240 kg 4,15% Fett, 3,41% Eiweiß
- Welches ist eine gute Milchrasse? Holstein-Schwarzbunt (58,1 %)
- Nenne gute Fleisch-Milchrassen! Fleckvieh, Gelbvieh
- Welches sind gute Fleischrassen? Charolais. Blauweiße Belgier, Limousin
- Nenne die Direktkosten der Milchproduktion 80 % Futterkosten 8 % Besamungskosten & Tierarzt 6% Direktkosten 3% Zinsansatz 3% sonstiges (Tierzukauf)
- Nenne die Futterkosten der Milchproduktion 51% Grundfutter 14% Faktorkosten Grundfutter 32% Kraftfutter 3% Saftfutter
- Was lässt sich zur Aussage Wachstum = Kostendegression sagen? RICHTIG Je größer der Betrieb ist, desto geringer sind die Kosten im Verhältnis (bis 200 Kühe)
- Welche speziellen Milchviehrassen gibt es für die jeweilige Produktionsform? Einnutzungsrassen Milch: Jersey→ Milcherzeugung Milchbetonte Zweinutzungsrassen (Dt. Holstein, Braunvieh, Rotvieh,..)→Milcherzeugung, Mast Zweinutzungsrassen (Fleckvieh)→ Milcherzeugung, Kälber- & Bullenmast
- Nenne & beschreibe die einzelnen Produktionsformen der Milchviehhaltung! Ergänzungsbetrieb- Hauptproduktionsziel Milch- Eigene Bestandsergänzung durch weibliche Kälber→ Alle übrigen Kälber (männlich, überflüssige weibliche) werden verkauft- Sonderformen: Abmelkbetrieb: Kühe nur für eine Laktation, dann Schlachtung Durchhaltebetrieb: lässt Kühe nur decken, verkauft alle Kälber Milchvieh – Rindermastbetrieb- Alle Kälber werden aufgezogen→ Männliche in die Rindermast→ Weibliche: Bestandsergänzung (Remonte) oder als Färsen verkaufen Zuchtbetrieb (Herdbuchbetrieb)- Aufzucht der weiblichen Kälber der Bestandsergänzung oder Verkauf- Evtl. Aufzucht der männlichen Kälber als Zuchtbullen, ansonsten Verkauf aller männlichen Kälber
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- Klausur: Nenne die Voraussetzungen für eine rentable Milchproduktion!! -Hohe Milchleistung (> 8500 kg ECM/Kuh)→Umwelt (N-Überschüsse )- Hohe Grundfutterleistung (>4000 kg ECM/Kuh)- Effizienter Kraftfuttereinsatz (< 250 g/kg ECM)- Niedrige Futterkosten (< 16 Cent/kg ECM)- Niedrige Kosten Arbeitserledigung (< 8 Cent/kg ECM)- Herdengröße (Kostendegression je Bestandsgröße)- Niedrige Remontierungsrate (< 30%)- Erstkalbealter (24 Monate - Evtl. Auslagerung v. Prozessen (Futterwerbung, Färsenaufzucht)- Wirtschaftliche Grundlage für Milchproduktion- Gesundes Kalb → hohe Zunahme bei guter Pansenentwicklung → gesunde, gut entwickelte Färse, frühes Erstkalbealter → früher Einstieg in Produktivität▪ Lange Nutzungsdauer▪ Hohe Milchleistung▪ Gute Milchinhaltsstoffe▪ Gute Futteraufnahme▪ Geringe TA – Kosten
- Wie steht es mit der Fortpflanzung des Rindes? Geschlechtsreife: 6 – 10 Monaten Zuchtreife: 2/3 des Endgewichts (EKA 24 Monate) Trächtigkeitsdauer: 280 Tage
- Warum ist eine EKA von 23 Monaten besser als eins mit 27 Monaten? EKA 23 Monate: 1. Laktation am höchsten EKA über 27 Monate: Abgangsrate am höchsten ( über 55 %)
- Wie wird die Mutterkuh gehalten? Nicht gemolken, zieht eigenes Kalb auf
- Wie wir die Ammenkuh gehalten? Nicht gemolken Zieht (neben dem eigenen) fremde, zugesetzte Kälber auf
- Erläutere das extensive Verfahren der Rindfleischproduktion! Artgemäße Haltung Nutzung von Grünlandflächen (Landwirtschaftspflege, Naturschutz) Kälberautark
- Nenne die Anforderungen an die Mutterkuh! Fruchtbarkeit: Zwischenkalbezeit ≤ 365 Tage Leichtkalbigkeit (keine Schwergeburten) Eignung zur Extensivhaltung Gute Muttereigenschaften Milchleistung (≥ 2.500 kg/Laktation/Kalb) Langlebigkeit (Nutzungsdauer > 6 Jahre) Gute Fleischleistung
- Welches sind die Leistungskriterien in der Fleischrinderzucht / -haltung? Reproduktionsleistung: Abkalbeverhalten Geburtsgewicht Geburtsverlauf Fruchtbarkeit: Abkalbequote Erstkalbequote Abkalbequote Nutzungsdauer Produktionsverfahren: Mastleistung Absetzgewicht Milchleistung Schlachtkörperwert Anteil wertvollter Teilstücke Fleisch- und Fettbeschaffenheit
- Welches sind die wirtschaftlichen Grundlagen der Mutterkuhhaltung? Abkalberate > 95% Aufzuchtrate Kälber > 95% Tägliche Zunahme der Kälber: ♂ ≥ 1000 g ♀≥ 900 g Absetzgewichte (Alter 9 Monate): ♂≥ 300 kg LM ♀≥ 270 kg LM Hohe Schlachtkörperqualität der Kälber
- Wies steht es mit der Verwendung der Kälber (Absetzer ) in der Mutterkuhhaltung? Reinzüchterherden (Zuchtbetriebe)▪ ♂: Jungbullen zur Zucht, Verkauf zur Mast (ab Hof, Auktion) Direktvermarktung (Babybeef) Ausmast im Betrieb (intensiv, extensiv)▪ ♀ : Remontierung des eigenen Bestandes Verkauf zur Zucht Verkauf zur Mast (ab Hof/Auktion) Direktvermarktung (Babybeef) Ausmast im Betrieb (intensiv, extensiv) Produktionsherden▪ ♂ : Verkauf als Absetzer zur Mast (ab Hof/Auktion) Direktvermarktung (Babybeef) Ausmast im Betreib (intensiv, extensiv)▪ ♀ : Remontierung des eigenen Bestandes Verkauf zur Mast (ab Hof/Auktion) Direktvermarktung (Babybeef) Ausmast im Betrieb (intensiv, extensiv)
- Wie steht es um die Kälbermast? Bezüglich Handelsklassenverordnung für Rindfleisch? Handelsklasserverordnung für Rindfleisch (RindHKIV) vom 12.11.2008 Kategorie V: Kalbfleisch (bis 8 Monate alt)„Fleisch mit Kalbfleischeigenschaften von Tieren, deren Schlachtkörper als Körper zugeschnitten sind.“ Kategorie Z: Jungrindfleisch (8 – 12 Monate alt)„ Fleisch von anderen nicht ausgewachsenen männlichen & weiblichen Tieren.“ Schlachtung 2012: ca. 340.000 (4% des Fleischanfalls) in D stagnierend, v.a. Import aus NL
- Wie hoch ist der Selbstversorgungsgrad? Selbstversorgungsgrad: ca. 50%, ca. 1kg pro Kopf & Jahr Spezialisierte & industrialisierte Mast (ca. 300 Mäster in D) Lohnmast in Hängen von Futtermittelhändlern oder Schlachtunternehmen (ca. 70 in D ) Tiermaterial: Bullenkälber der milchbetonten 2-Nutzungs-Rassen → DH, Angler, Braunvieh auch weibliche Kälber geeignet → preiswerter, aber schlechtere Leistung
- Warum spricht man von einem geteilten Markt? Weißes Kalbfleisch: von Milchmastkälbern (Premiummarkt) Rosarotes Kalbfleisch: junges Rindfleisch aus Intensivmast von Bullenkälbern mit Maissilage / Kraftfutter zart, mager, bis 350 kg LM, 9 Monate billiger (ca. 1 – 1,5 €)
- Nenne Formen der Kälbermast Wichtig: ausreichende Eisenversorgung Rosarotes Kalbfleisch, zart, mager Früher: Mast leichter Kälber (10 kg LM, 12 Wochen) Heute: Mast schwerer Kälber, verlängerte Kälbermast bis 250kg LM, 6 Monate, Schlachtgewicht 130 – 160kg „Vollmilchmast“: gelegentlich zur Verwendung von „Übermilch“ Milchaustauscher (MAT), abh. Von Milchpreis
- Nenne die Produktionsziele der Bullenmast! Mastleistung▪ Hohe tägliche Zunahme von 1200g und mehr▪ Gute Nährstoffverwertung▪ Hohes Mastendgewicht (rassenabhängig bis > 700 kg) Schlachtkörperqualität▪ Hohe Schlachtausbeute (Fleischrassen > 60%)▪ Gute Bemuskelung, hoher Anteil wertvoller Teilstücke▪ Geringe Verfettung Fleischqualität▪ Zartheit & Saftigkeit▪ Gute Marmorierung▪ Mit zunehmendem Alter (> 18 Monaten) abnehmend→ insbesondere Zartheit → Ursache: Veränderung der Struktur des Bindegewebes
- Wie hoch ist das Fleischaufkommen von Bullen? ca. 50% aus Schlachtung von Bullen- Bullenfleisch▪ Ca. 40% milchbetonte Zweinutzungsrassen (DH, Angler, Braunvieh)▪ Überwiegend Zerlegung & Export▪ Ca. 60% Fleckvieh & Fleischrassen (Metzgerqualität)
- Wie steht es mit der Fleischqualiät mit zunehmendem Alter? Fleischqualität nimmt mit zunehmendem Alter ab (> 18 Monate) Grund: Veränderung der Strurktur des Bindegewebes
- Nenne & erkläre die verschiedenen Bullen – Mastverfahren Intensivmast: 150 – 550 kg (Fleischrassen 700 kg) Alter bei Schlachtung: ≤ 18 Monate→Kraftfuttermast : 1200-1300g tägl. Zunahme Kraftfutter ad libitum + 1kg Heu ; Endgewicht: 450 kg→ Maissilage: > 1200g tägl. Zunahme Maissilage (ad libitum) + 1 -2 kg Kraftfutter + Rübenblattsilage) Wirtschaftsmast: Endmast 300 – 700kg Alter bei Schlachtung 20 Monate→Maissilage: > 1200g tägliche Zunahme Maissilage ad libitum + 1-2kg Kraftfutter→Grassilage: ad libitum + 2-3kg Kraftfutter Weidemast : 600kg Schlachtalter ≥ 2 Jahre Tägliche Zunahme Ø 800g
- Vergleiche Intensiv – mit Wirtschaftsmast? Intensivmast: Kürzer Steiler Anstieg des Körpergewichts Aber dann Plateau Wirtschaftsmast: Länger S-Form-Anstieg Höheres Endgewicht
- Erläutere die Wirtschaftlichkeit der Bullenmast Kälbereinkauf Tageszunahme Schlachtendgewicht Verluste Futterkosten Vermarktung
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- Welche Auswirkungen wichtiger Einflussgrößen auf die Wirtschaftlichkeit der Bullenmast gibt es? Veränderter Einflussfaktor Auswirkungen je Schlachtbulle Tageszunahme + 100 g Mastdauer – 50 Tage- Dadurch gesenkte Futterkosten Weniger Futterkosten 40 – 50 €- Futterkosten je Tier & Tag Kosten je Tier/Tag 0,7 – 0,9 € - Kraftfutterpreis +/- 1 € /dt Kraftfutterpreis +/- 10 €- Zukaufspreis Kälber / Fresser +/- 0,1 € / kg LE Zukauf Starterkalb: +/- 6 € Zukauf Fressermast: +/- 20 €- Schlachterlös +/- 0,1 € / kg SG Schlachterlös +/- 30 – 35 €
- Nenne die Besonderheiten der Färsenmast! Geringere Leistung als Bullen→ 20 % weniger Muskelfleischanteil→schnelle Verfettung, hoher Knochenanteil Wirtschaftlichkeit nicht gegeben
- Erkläre die Unterscheidung der Einteilung von Wirtschaftsfuttermäster von Färsenmast & Färsenmast mit Vornutzung! Färsenmast▪ Intensiv (mittel- & großrahmige Fleischrassen)▪ Mittelintensiv (Zweinutzungsrassen)▪ Extensiv (Fleischrassen) Färsenmast mit Vornutzung▪ Frühe Belegung mit 13 – 15 Monaten▪ Nach Abkalbung Trockenstellen▪ Aufmästen & zur Schlachtung verkaufen
- Welche Qualitätsanforderungen an das Produkt Färsenfleisch gibt es? Gut bemuskelt, nicht zu stark verfettete Rinder Tägliche Zunahmen 800 – 1000g Alter bei Schlachtung 16 – 19 Monate, Mastendgewicht > 450 kg Ausschlachtung > 54% Schlachtgewicht 280 – 320 kg Handelsklasse:▪ Überwiegend Fleischigkeitsklasse U & E, weniger O, kein P▪ Fettgewebsklasse 2 & 3, wenig 4
- Nenne Grundlagen für wirtschaftliche Färsenmast! Kostengünstiges Grund- und Kraftfutter Geringste Stallplatzkosten (abgeschriebene Ställe) Optimale Haltungsbedingungen Arbeitssparende Technik Standortangepasste Genetik Optimales Fütterungsregime & Fütterungsintensität
- Nenne Besonderheiten der Ochsenmast! Über 1% des Fleischaufkommens Überwiegend Weidemast, extensiv, häufig 3 Weideperioden Geringere Mastleistungen als Bullen (ca. -20%) Verringertes Muskelwachstum, stärkere Verfettung, bessere Fleischqualität→feinfaserig, zart, aromatisch Kastration nach Aufzuchtphase (160 kg LM) Wirtschaftlichkeit: identisch mit Bullenmast, wenn höherer Preis (ca. 0,5 – 1€) erzielt werden kann
- Was ist die Fresserproduktion? Spezialisierte Betriebe kaufen Kälber ( 2 Wochen alt) Rasse: v.a. Fleckvieh 4 – 5 Monate Aufzucht▪ Tränke, Maissilage, Kraftfutter▪ Verkaufsgewicht: 180 – 220 kg Verkauf an Bullenmastbetriebe & auf Auktionen Vorteil: Verkauf großer GruppenDirektbeziehung Fresserproduzent/Bullenmäster
- Wann sind Haltungsbedingungen tiergerecht? Wenn sie den spezifischen Anforderungen, die in ihnen lebenden Tieren Rechnung tragen Wenn die körperlichen Funktionen der Tiere nicht beeinträchtigt werden Wenn die Anpassungsfähigkeit der Tiere nicht überfordert wird Wenn essentielle Verhaltensmuster der Tiere nicht so eingeschränkt & verändert werden, dass dadurch Schmerzen, Leiden & Schäden entstehen
- Welche Haltungsverfahren gibt es in der Ferkelaufzucht! Klein- oder Großgruppen auf Vollspaltenböden mit Raumheizung Klein- oder Großgruppen mit Teilspaltenböden mit Zonenheizung Großgruppen auf Tiefstreu (ohne Heizung) Großgruppen mit Ruhekisten ( Heizung in der Leiste)→ Fütterung i.d.R. trocken→ Wasserversorgung mit Schalen- oder Zapfentränken
- Welche Spielgeräte gibt es? (Schwein) Kettenkreuz, Pendelbalken, Hebebalken, Schiebestange, Kanister
- Wie kann die Fütterung erfolgen? Längstrog, Quertrog, Rundtrog Konsistenz: trocken, flüssig, breiig Sonderfütterung „Sensorfütterung“, Breiautomat
- Wie ist die Bodengestaltung? Teil- oder Vollspaltenböden Eigestreute Verfahren (Flachstreu, Tiefstreu)
- Welche Entmistungsverfahren für Flüssigmist gibt es? Staumistverfahren▪ Sperrschieber▪ Rinnenentmistung▪ Rohrentmistung▪ Badewannen Speicherverfahren Treib- bzw. Fließmistverfahren