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Nutztierwissenschaften II (Fach) / Fragenkatalog (Lektion)

40 + Seiten Fragenkatalog

Diese Lektion wurde von Pinsel erstellt.

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  • Wie lang ist die Zwischenwurfzeit bei je 3 & 4 Wochen Säugezeit? Bei 3 Wochen Säugezeit: 20 Wochen (= 3 (Säugen) + 1 (Güstzeit) + 16 (Trächtigkeit) ) - Bei 4 Wochen Säugezeit: 21 Wochen ( = 4 +1 + 16 )
  • Was wird als Güstzeit bezeichnet? Die Zeit zwischen Absetzen & Besamung
  • Welche Arten der Stallbelegung gibt es? (Schwein) - kontinuierliche Stallbelegung▪ alle Tiere im Bestand sind (zufällig) in unterschiedlichen Stadien der Reproduktion (zB 4/21 im Abferkelstall; 4/21 im Deckzentrum; 13/21 im Wartestall)- Rein-Raus-Belegung (90 % der Ställe)▪ Sauenbestand ist in Gruppen eingeteilt▪ Alle Tiere einer Gruppe sind im gleichen Reproduktionsstadium & etwa gleich groß
  • Wie lässt sich die Zahl der Sauengruppen ermitteln? - Rein- Raus- Belegung: 1-wöchiger Umtrieb- Bei 3-wöchiger Säugezeit: 20 Wochen Zwischenwurfzeit, also ergeben sich 20 Sauengruppen (1-wöchiger Umtrieb)- Bei 4-wöchiger Säugezeit & 1 – wöchigem Umtrieb also 21 Sauengruppen- Bei 3-wöchigem Umtrieb dann 7 Sauengruppen
  • Wie ermittelt man die Tierplatzzahlen für das Raumprogramm? - Gruppenzahl = Zwischenwurfzeit (Wo) / Umsatzrhythmus (Wo)- Tierbestand = Gruppenzahl x Gruppengröße- Zahl der Abteile = Aufenthaltsort im Abteil (Wo) / Umsatzrhythmus (Wo)- Zahl der Tierplätze (im Haltungsabschnitt (incl. Reserveplätze) )= Zahl der Gruppen im Haltungsabschnitt x Gruppengröße x Sicherheitszuschlag
  • Welche Vorschläge für Sicherheitszuschläge sind gegeben? (Schwein) - Abferkelabteil: 10 %- Deckzentrum: 20 %- Wartestall: 10 %
  • Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gibt es mit Bezug zu Technik & Bauwesen? - Schweinehaltungsverordnung (eigentlich „Tierschutz-Nutztierhaltungs-VO“)- Tierseuchen-Hygiene-Verordnung- Regelt unter anderem:▪ Futter- & Wasserversorgung▪ Flächenansprüche der Tiere▪ Anforderungen der Tiere▪ Anforderungen an Böden▪ Temperaturansprüche▪ Beschäftigungsmaterial
  • Was regelt die Schweinehygiene-Verordnung? - Einzäunung der Stallanlagen- Hygieneschleusen (Trennung schwarz / weiß (= man muss Stalleigene Kleidung anziehen)- Separate Arbeitsgeräte- Quarantänezeiten
  • Was ist der sog. „Depressionseffekt“? Je mehr Tiere ein Betrieb hat, desto geringer ist die Akh pro Tier
  • Was sind die Bestandteile einer Abferkelbucht? - Kastenstand für die Sau (Erdrückungsschutz für die Sau)- Futter - & Wasserversorgung für Sau & Ferkel (Sauen sind dabei sehr eingeschränkt in ihrer Bewegung, damit sie die Ferkel nicht erdrücken)
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  • Wie sieht ein Ferkelnest aus? „Kleinklimazone“ für die Ferkel durch Strahlungsheizung
  • Wie sieht ein Ferkelnest aus? „Kleinklimazone“ für die Ferkel durch Strahlungsheizung
  • Wie erfolgt die Wasserversorgung für Schweine? Beckentränke▪ Als Schwimmer oder Zungenventiltränke▪ Vor allem für kleinste Tiere zum Anlernen geeignet▪ Wasservergeudung relativ gering▪ Feste Anbindung der Tränke (keine Höhenverstellung)▪ Hygiene unbefriedigend, da Tiere in das Becken Kot oder Harn absetzen- Zapfentränke▪ Verschiedene Bauformen▪ In Praxis hauptsächlich Nippel- oder Beißtränke▪ Vergeudung im Wesentlichen abhängig vom richtigen Einbau
  • Welche Fütterungsmöglichkeiten konkurrieren bei der Gruppenhaltung von Sauen im Wartestall? - Dribbel-Fütterung mit Futtervorratsbehälter, die sich langsam in den Trog entleeren- Kastenstände / Fangfressstände, die nur während der meist manuellen Futtervorlagen geschlossen sind- Abruffüttungsanlagen für 30 Tiere, mit elektronischer Identifizierung→ Futterverzehrsaufzeichnung & Selektionsmöglichkeit
  • Definiere Gesundheit! - Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen & sozialen Wohlbefindens & nicht allen das Fehlen von Krankheiten & Gebrechen
  • Was soll durch Qualitätsmanagement erreicht werden? - Schwachstellen erkennen- Produktionsprozesse verbessern- Fehlerkosten senken
  • Was soll durch Gesundheitsmanagement erreicht werden? - Risikofaktoren erkennen- Informationsaustausch verbessern- Medikamentenkosten senken
  • Erkläre den Sinn des Gesundheitsmanagements genauer! - integrierter, ganzheitlicher wirtschaftlicher Ansatz- auf Eigeninitiative und Daten aufbauenden- Vermeidung von Erkrankungen- Steigerung der Leistung- Belastungsfaktoren und Risiken im Umfeld der Tiere erkennen undrechtzeitig beseitigen- Erkrankungen beim Einzeltier im subklinischen Stadium zu entdecken, um rechtzeitig gezielte Metaphylaxemaßnahme ergreifen zu können
  • Was gehört zum präventativen Gesundheitsmanagement im tierhaltenden Betrieb? Primäre Prävention▪ Strukturelle, gruppenbezogene und individuelle Maßnahmen→ um das Auftreten von Störungen zu verhindern- Sekundäre Prävention▪ Vorbeugende Maßnahmen→ um bei identifizierten Gruppen die Weiterentwicklung von Störungen vorzubeugen- Tertiäre Prävention▪ Maßnahmen, um einer Verschlechterung der Störung vorzubeugen, die Folgen von Störungen zu mindern- Belastungsfaktoren & Risiken im Umfeld der Tiere erkennen & rechtzeitig beseitigen- Erkrankungen beim Einzeltier im subklinischen Stadium frühzeitig entdecken, um rechtzeitig gezielte Metaphylaxe –Maßnahmen zu ergreifen
  • Nenne die 9 Elemente des Gesundheitsmanagements 1. Gesundheitsüberwachung→ aktuelle Erfassung, Aufklärung, Abstellen und Vorbeuge von Gesundheitsschäden2. Herdendiagnostische Auswertung als Analyse zu Leistungen und Tiergesundheit mit Schlussfolgerungen für die Betreuung, Haltung Organisation3. Umfelduntersuchungen zur Ermittlung von Risiko- und Belastungsfaktoren für die Tiere & Schwachstellen im Management4. Staatliche Überwachung zur Überprüfung & Sicherung der Rechtskonformität5. Informations- & Dokumentenaustausch, Anmeldung zu risikoreichen Fleischuntersuchung6. Vor- & Nachbearbeitung von Sondermaßnahmen, Epidemiologisches Monitoring7. Erstellen von Vorberichten für Betriebsbesuche, internes Audit, Koordination der Betriebsbewertung & Lieferantenbeurteilung8. Bereitstellung von Frühwarn- & Alarminformation9. Erstellung von Gesundheitszertifikate
  • Wie erfolgt die allgemeine Seuchenprophylaxe? - Alles Rein- alles Raus Prinzip- Krankenstall- Tierkörperbeseitigung- Abproduktbeseitigung- Prozesshygiene (Melk-, Geburtshilfe)- Entwesung- Reinigung, Desinfektion- Fütterungshygiene- Soziale, sanitäre Einrichtung
  • Spezielle Seuchenprophylaxe - Prophylaktisch –diagnostische Untersuchungen- Prophylaktische Impfungen- Medikamentelle Prophylaxe- Überwachung der Mitarbeiter auf Zoonosen
  • Worauf läuft das Tiergesundheitssystem beim Schwein hinaus? Gesundheit & Leistungsfähigkeit hängen unmittelbar von tierhygienischen Bedingungen ab
  • Was versteht man unter dem Begriff Tierhygiene? - Unter dem Begriff Tierhygiene versteht man die Untersuchung der Wechselbeziehungen zwischen Umwelt & Tier mit dem Ziel der▪ Erhaltung der Gesundheit▪ Artgemäßen Haltung & Pflege▪ Vermeidung von Verhaltensstörungen ▪ Sicherung der genetischen Leistung▪ Schutz der Umwelt vor der Beeinträchtigung durch die Tierhaltung
  • Wie wird die Zielsetzung verwirklicht? Umweltanalyse Hygienische Umweltgestaltung
  • Was wird in der Klinik behandelt? Durchfall, deutlich schlankere Tiere, Gesäugeschäden….
  • Was ist Haptoglobin? ein sensitiver Parameter zur Einschätzung des allgemeinen Gesundheitsstatus von Schweinen kann im Rahmen der tierärztlichen Bestandsbetreuung und von überbetrieblichen Gesundheitsvorsorgeprogrammen hilfreich sein
  • Wie erfolgt die Bewertung der Tiergesundheit? die Bewertung der Tiergseundheit stützt sich auf drei Säulen: Die klinisch Beurteilung der Tiere (erfassen klinischer Symptome) Die Analyse der Betriebs- & Leistungsdaten (labordiagnostisches Verfahren) Die serologische & pathomorphologische Untersuchung der Tiere Bei Infektionen ist Ziel, den Ausbruch zu verhindern Screening
  • Welches sind die Kernaufgaben im überbetrieblichen Qualitäts- & Gesundheitsmanagement? Bestandsbetreuung weiter systematisieren Dokumente einheitlich lenken & archivieren Audit besser steuern & für den kontinuierlichen Verbesserungsprozess einsetzen Informationen zur Prozessverbesserung & Lieferantenbeurteilung überbetrieblich nutzen Schlachttier- & Fleischuntersuchungen Risiken besser analysieren & managen Strategische Entscheidungen aus monetärer Sich unterstützen
  • Klausurfrage: Untersuchungsstrategien: auf was bezogen? auf den Lieferanten bezogene Eingangsprüfung auf den eigenen Betrieb bezogene Zwischenprüfung auf den Kunden bezogene Endprüfung
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  • Was ist Gesundheit? Gesundheit ist der Zustand völligen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens (und nicht nur die Abwesenheit von Krankheit)
  • Nenne die Einflüsse der Tierhaltung auf die Tierhaltung am Beispiel der Mastitis! Mastitis = Euterentzündung Genetische Veranlagung (z.B. Zitzenform) Mastitiserreger Melkanlage (Vakuum, Pulstakt) Melktechnik Stand- und Laufflächen, Liegeboxen Stress (z.B. Transport, Hitze) Stoffwechselerkrankungen Fütterung Genetische Veranlagung (z.B. Zitzenform)
  • Definiere Pathologie Die Lehre von den Funktionsstörungen (Pathophysiologie) und den krankhaften Veränderungen der Organe und Gewebe (pathologische Anatomie) sowie deren Ursachen.
  • Was ist Ätologie? Die Lehre von den Krankheitsursachen
  • Was wird als Pathogenese betrachtet? Die Entstehung & der Verlauf einer Krankheit
  • Was ist Disposition? Die angeborene oder erworbene, ständige oder vorübergehende Anfälligkeit in Bezug auf eine bestimmte Krankheit. Die Krankheit entsteht erst dann, wenn eine Noxe hinzukommt.→ Disposition + Noxe = Krankheit Man unterscheidet: Art-, Rassen-, Familien-, Geschlechts- & Altersdisposition
  • Was ist eine Noxe? Stoff oder Umstand, der auf einen Organismus oder ein Körperorgan eine schädigende, pathogene Wirkung ausübt Im weiteren Sinne versteht man unter einer Noxe jede Art von Krankheitsursache Die Krankheit entsteht erst, wenn eine Noxe hinzukommt→ Disposition + Noxe = Krankheit
  • Welche Arten der Disposition kennen Sie? Man unterscheidet: Art-, Rassen-, Familien-, Geschlechts- & Altersdisposition
  • Was versteht man unter einer Konstitution? Summe der erworbenen Dispositionen
  • Was versteht man unter Kondition? Summe der ererbten & erworbenen Dispositionen
  • Welche verschiedenen Krankheitsverläufe gibt es? Akut: rascher Beginn, kurzer Verlauf Chronisch: schleichender Beginn, langwieriger Verlauf
  • Nenne die verschiedenen Krankheitsausgänge von chronischen Erkrankungen! Heilung Defekte bleiben zurück (Leiden) Rezidiv (= erneutes Auftreten einer Erkrankung nach vorausgegangener Heilung) Letal
  • Nenne endo- & exogene Krankheitsursachen! Endogen:▪ Genetisch (Chromosomenaberrationen , Mutationen) Exogen:▪ Verletzungen (Traumen)▪ Chem. Oder physikalische Schädigungen (Noxen)→ z.B. Gift, Strahlung, Hitze, Kälte,…▪ Alimentäre Faktoren▪ Belebte bzw. vermehrungsfähige Krankheitserreger▪ Störungen der Sauerstoffversorgung oder –verwertung▪ Psychosoziale Schäden
  • Was kann man über Protozoa als Infektionserreger sagen? Meist sehr schnelle Teilungsrate → Überschwemmung der Wirte Bedeutsame Erkrankungen Entwicklung von verschiedenen Strategien, um im Freien zu leben &/oder auf einen neuen Wirt übertragen zu werden
  • Nenne wichtige Parasitosen! Amöbiasis (Amöbenruhr) Coccidiose (Kokzidiostatika) Malaria Toxoplasmose
  • Was sind Helminthes? = Würmer Wichtige Parasiten, die durch Lebensmittel übertragen werden können Trichinose Bandwurmbefall (Taeniasis) Fuchsbandwurm, Hundebandwurm (Echinococcose) Spulwurmbefall (Ascaridiase)
  • Was sind Arthropoden Spinnentiere (Zecken, Krätze, Milben) Insekten (Läuse, Flöhe, Mücken, Fliegen) Arthropoden können Krankheiten direkt verursachen, haben aber zugleich große Bedeutung als (transmissive) Vektoren
  • Warum können Viren als Krankheitsursache dienen? Pathogene Wirkung von Viren beruht auf zellschädigender Wirkung bei der Vermehrung in der Wirtszelle: Zellzerstörende Prozesse Zelltransformierende Prozesse (onkogene Viren) Koexistenz von Virus & Zelle ohne erkennbare Zellschädigung bzw. nur mit partieller Zelldysfunktion
  • Nenne Beispiele für virale Erkrankungen! Maul- und Klauenseuche (MKS) Blauzungenkrankheit Tollwut Europäische Schweinepest Influenza
  • Was kann man über Pilze sagen? Eukaryonten- Einzellige Mikroorganismen- Von Zellmembran umschlossen- Kein Zellwand- Asexuelle Vermehrung (2 – oder 4- fach Teilung = Merogonie = Schizogonie*)- Einige Arten können sich auch sexuell fortpflanzen- * Schizogenie = Form der ungeschlechtlichen Fortpflanzung