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BWL 3 (Fach) / Finanzwirtschaft (Lektion)
Theoretische Frage aus der Vorlesung, Übung und Altklausuren
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- Definieren SIe den Begriff Kaptialkostensatz. Welche drei Arten von Kapitalkostensätzen gibt es und was besagen diese inhaltlich? Der Kapitalkosten satz ist jener geforderter Erwartungswert der Verzinsung des Kapitalgebers, damit dieser eine Zahlung vollzieht. 1. Gesamtkapitalkostensatz -->Rendite bzgl. aller Titel 2. Fremdkapitalkostensatz --> Rendite bzgl. der Forderungstitel 3. Eigenkapitalkostensatz --> Rendite bzgl. Beteiligungstitel
- Wie lautet das Theorem II von modigliani/Miller? Nennen und erläutern SIe die dem Theorem gurndliegende Formel und skizzieren Sie den durch die beschriebenen Verlauf der Kapitalkostensätze. Theorem II: Der Eigenkapitalkostensatz ist eine linear verlaufende steigende Funktion des Verschuldungsgrades p einer Unternehmung. Verlauf:x-Achse: Verschuldungsgrady-Achse: rfk, rek, rFunktion zu r verläuft gerade und hat mit rEK einen gemeinsamen Anfangspunkt. rEK verläuft dann steigend nach oben. rFK ist ebenfalls gerade und im Anfangspunkt unter r zu setzen.FORMEL: rEK= r+(r-i)*p mit p=VFK/VEK
- Verdeutlichen Sie den Leverage Effekt sowohl verbal als auch anhand von Grafiken. Inwieweit ändert sich das Risiko fpr die Eigenkapitalgeber mit steigendem Verschuldungsgrad? Die Abhängigkeit des Eigenkapitals vom Anteil des Fremdkapitals wird als LEVERAGE EFFEKT bezeichnet. Denn solange Gesamtkapitalkostensatz r > Fremdkapitalkostensatz rFK , nimmt der Eigenkapitalkostensatz rEK mit steigendem Verschuldungsgrad p zu. Graphen siehe WS12/13 -Bei reiner Eigenfinanzierung tragen EK-Geber das gesamte unternehmerische Risiko, erhalten jedoch alle unsicheren Einzahlungsüberschüsse.- bei teilweiser Fremdfinanzierung werden zunächst die Forderungen der Fremdkapitalgeber mit Einzahlungsüberschüssen bedeint. --> Die Eigenkapitalgeber tragen weiterhin das unternehmerische Risiko, dies bezieht sich jedoch auf ein geringeres Eigenkapital, somit steigt das pro€EigenkapitalRisko. --> dies impliziert eine höhere Renditeforderung der EIgenkapitalgeber. --> Bei höherer Verschuldung folgt höherer Eigenkapitalkostensatz.
- Bedeutung und Formel Rentenbarwertfaktor. RBF(i,T)= 1/i * (1- 1/(1+i)T) oder mit Wachstumsrate g i(g)=(i-g)/(1+g) Der Rentenbarwertfaktor ist der Kapitalwet einer gleichbleibenden Zahlung von 1 GE in den Zeitpunkten t=1 bis t=T für gegebenen Zinsfuß i.
- Welche vier Grundtypen unternehmerischen Finazierung gibt es? Geben Sie zu jedem Typen ein Beispiel an. 1. externe Fremdfinanzierung --> Schuldscheindarlehen 2. interne Fremdfinanzierung --> Pesnionsrückstellung 3. externe Eigenfinanzierung --> Stammaktie 4. interne Eigenfinanzierung --> Gewinnthesaurierung
- Was versteht man unter einer pareto-effizienten Finanzierungsform? Wenn keine weiteren Finanzierungsform existiert, die einen Beteiligten besser stellt ohne die übrigen schlechter zu stellen.
- Nennen und erklären sie die IEgenschaften eines vollkommenen Kapitalmarktes. 1. Mengenanpassungsverhalten --> keine Preisbeeinflussung aller Marktteilnehmer 2. Rationalverhalten --> Jene Handlungsalternative mit höchstem Zielerreichungsgrad wählen 3. Abwesenheit von Informations- und Transaktionskosten
- Welche Eigenschaften besitzt eine sinnvolle Realinvestitionsfunktion? 1. monoton steigend F´(I) > 0 für I > 0 2 Grenzrate sinkt F´´(I) < 0 für I>0
- Nennen und erklären Sie die Transformationsfunktion unternehmerischer Finanzierngsmaßnahmen. 1. Risikotransformation --> Schaffung von Finanzierungstiteln mit unterschiedlichen Risiken. 2. Fristentransformation --> Schaffung von Finanzierungstiteln mit unterschiedlichen Fälligkeiten. 3. Losgrößentransformation --> Schaffung von Finanzierungstiteln mit unterschiedlichem Umfang um möglichst vielen Anliegern zufrieden zu stellen im Rahmen von unternehmerischen Finanzierungsmaßnahmen.
- Nenne sie die vier wichtigsten Bestandteile eines Finanzierungstitels, und erläutern sie diese. 1. monetäre Rechten und Pflichten -->Anwartschaft des Titelinhabers auf Zahlungen des Mittenten zB Dividenden --> Zahlungsverpflichtungen des Titelinhabers zB Kaufpreis 2. Gestaltungsrechte --> erluaben durch Willenserklärung due Änderungen von Rechten und Pflichten 3. Einwirkungsrechte --> ermöglichen Einflussnahme auf Geschäftsführung des Emittenten 4. Informationsrechte --> Informationspflicht der Emittenten über wirtsch. Lage der Unternehmung --> Auskunftsrecht des Titelinhabers
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- Nennen Sie drei denkbare Einzahungstypen, die sich aus einer Aktie ergeben können. 1. Dividendenzahlungen pro Aktie 2. Aktienrückkäufe 3. Kapitalrückzahlung
- Nennen sIe die notwendige Beziehung zwischen dem Kapitalmarktzins i und der Dividendensteigerungsrate g gelten muss, damit die Renten-Formel angewendet werden kann. Warum muss diese Beziehung gelten? i > g ansonsten Konvergiert der Kapitalwert nicht.
- Interpretieren Sie den Kapitalwert auf zweierlei weise 1. Der KW gibt due Vermögensmehrung des Investors durch Projektunterlassung oder-durchführung in einem Planungszeitraum an. 2. Der KW ist der Preis einer Investitionsmöglichkeit auf dem Kapitalmarkt.
- Wie werden Investitonsentscheidungen mit hilfe äquivalenter Annuitäten bei Einzel- und Auswahlentscheidung getroffen? Einzelentscheidung: Projekt durchführen, wenn seine für einen beliebigen Betrachtungszeitraum berechnete äquivalente Annuität nichtnegativ ist.Auswahlentscheidung: Dasjenige Projekt durchführen, dessen äquivalente Annuität füreinen (projektunabhängig fixierten) Betrachtungszeitraum T die größte ist. Die zu vergleichenden Annuitäten müssen sich auf den gleichen Betrachtungszeitraum beziehen.
- Definieren Sie die Ausdrücke Brutto- und Nettomarktwert einer Unternehmung. Bruttomarktwert=Summe der Marktwerte aller emittierten Finanzierungstitel bei Abstraktion der t=0 erforderlichen Anfangsauszahlung. Nettomarktwert=Bruttomarktwert abzüglich der Anfangsauszahlung.
- Nennen Sie die vier in der VL präsentierten Regeln zur Ermittlung des Projektcashflows 1. Regelnur solche Cashflows berücksichtigen, die sich ceteris paribus gegenüber der Unterlassung des Projektes auf Unternehmensebene ergeben. 2. Regelnur die von einer Investionsentscheidung beeinflussten Zahlungen sind relevant. 3.Regelalle Konsequenzen eines Invesntionsprojektes berücksichtigen 4.RegelEs ist zu berücksichtigen wie lange ein Projekt optimal genutzt wird.
- Warum muss im Marktgleichgewicht bei Konkurrenz die erwartete Rendite r auf einen Finanzierungstitel mit dem zugehörigen Kapitalkostensatz übereinstimmen? Im Marktgleichgewicht entsprichtdas Angebot der Nachfrage.Wenn erwartete Rendite < Kapitalkostensatz gilt: der Finanzierungstitel wird nicht nachgefragtFalls erwartete Rendite > Kapitalkostensatzfolgt: NachfrageüberschussIn beiden Fällen liegt ein Widerspruch zur Marktgleichgewichtsannahme vor, also mussmuss erwartete Rendite = Kapitalkostensatz gelten.
- Was besagt die Fisher Seperation? Für individuelle Konsumnutzenmaximierung aller Anleger ist die Realisation kapitalwertmaximalen Realinvestitionsprogramm vorauszusetzen. --> Trennung von Investitionsentscheidungen und Finanzierungsentscheidungen
- Theorem I von Modigliani/miller Bei vollkommenen Kapitalmarkt im Gleichgewicht und keinen Steuern ist es unrelevant ob Unternehmen oder Anleger sich verschulden. Dann ist der Marktwert unabhängig vom Verschuldungsgrad.
- Sollte ein Unternehmenn möglichst hohe Dividenden d1 ausschütten, damit der Wert der Aktie steigt? Begründen Sie Ihre Aussage. Nein! Falls dem Unternehmen die nötige Substanz fehlt, wird die konstanteDividendenwachstumsrate g nach unten angepasst.
- Skizzieren Sie die Zahlungsstrukturen idelatypischer Beteiligungs- und Forderungstitel bei beschränkter und unbeschränkter Gesellschafterhaftung und erläutern Sie die Verläufe. UNBESCHRÄNKTE HAFTUNG:Bei unbeschränkter Haftung müssen die Gesellschafter in voller Höhe für die Forderungenaufkommen. Die Gläubiger erhalten unabhängig vom realisierten unternehmerischenEinzahlungsüberschuss z stets Rückzahlungen d(z) = F. BESCHRÄNKTE HAFTUNG:Im Fall beschränkter Gesellschafterhaftung erhalten die Gläubiger im Fall z < F nur die imUnternehmen verfügbaren Mittel z, so dasssich zusammengefasstGläubigerzahlungen von d(z)=min(z,F) ergeben. Beteiligungstitel gewähren grundsätzlich keinen Anspruch auf feste Zahlungen. Erst nach Bedienung der Forderungstitel erfolgt eine Ausschüttung derResidualgewinne.