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Konzepte über Entstehung, Verlauf psych Stör, Allg Krankheitslehre aus verhalten (Fach) / Allgemeine Krankheitslehre aus verhaltenstherapeutischer Sicht (Lektion)

Kognitive Konzepte und Selbstregulation am Beispiel klinischer Phänomene

Diese Lektion wurde von kristina83 erstellt.

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  • Automatische Gedanken und Grundüberzeugungen irrationale negative Gedanken, die als automatisch, andauernd und unfreiwillig erlebt werden, können sich zu Grundüberzeugungen verdichten z.B. "ich bin nichts wert."
  • Selbstverbalisation Meichenbaum, 1995Ansatz basiert auf Verhaltenssteuerung durch verdeckte ReaktionenMit d Pat. werden funkionale Kognitionen eingeübt, um angemessenes Verhalten und positivere Emotionen hervorzurufen Selbstverbalisationen werden z.B. im Stressimpfungstraining eingesetzt: nach Problemanalyse und theoretischen Erläuterungen (Unterrichtsphase), Pat. bereitet sich in Übungsphase auf stressauslösende Ereignisse vor ("Was habe ich zu tun?")Prüfung der Möglichkeiten und beruhigt sich ("Diese Angst war zu erwarten."), Konfrontion mit Ereignis und Versuch, Panikgefühle zu vermeiden ("Ich mache eine Pause, bevor es zu schlimm wird.") nach Bewältigung, Verstärkung für das neue Verhalten ("Ich habe es geschafft"). Generalisierung erfolgt in der Anwendungsphase
  • Relevanz dysfunktionaler Überzeugungen und Kausalattributionen für die Entstehung psychischer Störungen Ellis, 1977, ABC-TheorieAuslöser (activating event) führen über Bewertungen (belief system) zu Konsequenzen (consequences)Psychische Probleme werden auf in der Erziehung vermittelte irrationale Bewertungen zurückgeführt (traumatische Erlbnisse und durch belastende Erlebnisse aufgerufene Dankschemata) irrational sind Bewertungen, wenn sie nicht dem Ziel einer zufrieden stellenden Lebensführung dienen.3 grundlegende irrationale Imperative: ich muss perfekt sein, andere Menschen müssen mich zuvorkommend behandeln, die Umstände müssen so sein, wie ich es will 11 irrationale, unangemessene Überzeugungen, Hauptursache für neurotische und VerhaltensstörungenDenkfehler:1. dichotome Denkweise (ich bin nicht gut, also bin ich schlecht)2. perfektionistisches Denken (ich muss 120% leisten)3. falsche Schlussfolgerungen (alle Ausländer taugen nichts)4. Übergeneralisierungen (nie schaffe ich etwas)5. selektive Abstraktionen (ich bestand die Prüfung nicht, weil ich ein Versager bin)6. Katastrophisierung (es gibt nichts Schlimmeres als das mich die anderen nicht mögen)7. Personalisierung (die Leute reden bestimmt über mich)
  • Therapie dysfunktionaler Kognitionen den Pat. von der Irrationalität der Ansichten zu überzeugen und so dysfunktionale Kognitionen zu verändern Therapie erfolgt durch:- logische Analyse (Suche nach Widersprüchen im kognitiven System)- empirische Analyse (Suche nach Widersprüchen zwischen Kognition und Realität)- pragmatische Analyse (Prüfung der Konsequenzen der Kognitionen) Techniken:z.B. sokratischer Dialog,"Und-wenn-Technik"Advocatus-diaboli-TechnikRollentauschÜbungen zur Externalisierung des Problems
  • Kennzeichnung Depression durch dysfunktionale Kognitionen Beck, 1992 kognitive Therapie, Depressionen gekennzeichnet durch kognitive Triade - negativ verzerrte Selbstwahrnehmung- Interpretationen der Umwelt als Quelle von Enttäuschung- eingeengter Sicht der Zukunft
  • Selbstinstruktion eine Selbstverbalisation mit Handlungsauftrag an sich selbst, dient der Steuerung des Verhaltens Selbstinstruktionstraining von Meichenbaum, 1975, wird z.B. bei impulsiven Kindern eingesetzt:Therapeut führt eine Aufgabe aus und spricht laut dabei,Kind führt Aufgabe selbst durch, während es vom Therapeuten instruiert wird3. Stufe: Kind begleitet sein Tun selbst durch lautes Sprechenbeobachtbare Selbstanleitung wird dann abgeschwächt bis sich das Kind die Selbstinstruktion nur noch lautlos gibt
  • Selbstbeobachtung Voraussetzung jeder Selbstkontrolle ist Beobachtung und Protokollierung des (un-) erwünschten Verhaltens vor Beginn einer Behandlung wird Verhaltensdefizit durch Beobachtung quantifiziertim Therapieverlauf werden Verhaltensänderungen beobachtetBeobachtung soll kurz vor Ausübung unerwünschter Verhaltensweisen und kurz nach Ausübung erwünschter Verhaltensweisen erfolgen allein die Beobachtung hat einen Affekt auf Verhalten (Reaktivität) Dokumentation anhand von Tagesprotokollen, Strichlisten oder Situationsfragebogen (überschaubar und leicht verständlich)
  • Selbstbewertung erfolgt duch den Vergleich des Verhaltens mit bestimmten Standards bei ausreichender Diskrepanz zwischen Ist- und Soll-Wert ensteht eine Veränderungsmotivation
  • Selbstverstärkung und Selbstbestrafung Pat. definiert für sich geeignete Verstärker bzs. Bestrafungen, die er selbst einsetzen kann bei pos Verstärkung: für erwünschtes Verhalten gibt es eine Belohnung, z.B. Eigenlob bei direkten Bestrafung: auf unerwünschtes Verhalten, z.B. Selbstapplikation von Schmerz durch das Schnippen eines Gummibandes bei negativen Verstärkung: ein selbst aufgebauter neg Reiz wird bei erwünschtem Verhalten abgebaut, z.B. dass eine symbolische Menge an Teer bei erfolgreicher Rauerentwöhnung reduziert wird bei indirekter Bestrafung: bei unerwünschtem Verhalten wird eine Belohnung ausgesetzt oder verschoben, z.B. der Pat. geht aus einer als angenehm erlebten geselligen Runde und setzt sich einer selbstauferlegten Auszeit (time out) aus
  • Selbstkontrolle liegt vor, wenn- zugungsten einer langfristig zu erwartenden pos Konsequenz auf eine unmittelbare pos Konsequenz verzichtet wird- zugunsten einer langfristig zu erwartenden pos Konsequenz eine kurzfristig neg Konsequenz in Kauf genommen wird Techniken zur Förderung von Selbstkontrolle:soziale Kontrakte, Gedankenstopp, Stimuluskontrolle oder verdeckte Konditionierungen
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  • Selbstmanagement umfasst die psychischen Prozesse, mit denen eine Person ihre eigenen Ziele anstrebt und ihr Verhalten selbst steuern kannGrundregel für den Aufbau des Selbstmanagements beim Pat. gelten: -verhaltensorientiert denken-positiv denken-in kleinen Schritten denken-flexibelzukunftsorientiert denken Ziel: den Pat. zu seinem eigenen Therapeuten machen