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Pflanzenproduktion II (Fach) / Tutorium (Lektion)

Tutorium

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  • erläutere Wirkung von Stickstoffmangel auf Ertragsbildung von Weizen Wie ist er erkennbar? In welchen Prozessen der Stoffbildung greift Stickstoff an? Chlorophyllgehalt nimmt ab (chlorotisch - Gelbfärbung) kleinwüchsige Pflanzen, wenig Bestockung Zellwachstum und -teilung nimmt ab greift in Photosynthese ein: Stickstoff zur Bildung von Chlorophyll nimmt ab
  • Erläutere das Prinzip der Schätzung der N-Versorgung mit Hilfe des SPAD-Meters "Klemme" misst Lichtabsorption: je dunkler Blätter, je mehr Chlorophyll und N; je heller Blätter, je weniger Chlorophyll und N je höher SPAD-Wert je höher Stickstoffgehalt N-Gehalt positiv korreliert mit Chlorophyllgehalt Stickstoffgehalt in oberen Blättern höher als in unteren: SPAD-Wert für Mittelmaß überall messen beschattete Blätter: Lichtblätter, die im Schatten sind und nicht viel PS betreiben, nicht verwechseln mit Schattenblättern 
  • Berechne N-Bedarf eines Weizenbestandes mit folgenden Vorgaben: Kornertrag 8 t/ha-1, Strohertrag 7 t/ha-1 , N-Gehalt Korn 2,1%, N-Gehalt Stroh 0,2%, Reststickstoff im Boden bei Vegetationsbeginn (8.000kg •0,021) + (7.000kg • 0,002) = 168kg + 14 kg = 182kg 182kg- 40kg = 142kg (Kornertrag*N%)+(Strohertrag*N%) - Rest
  • Berechnen Sie das Eintreten in die Stadien der Blüte und Totreife/Ernte bei Weizen mit folgenden Vorgaben: - Beginn der Berechnung: 11. Mai - Temperatursumme bis Blüte: 340 °Cd - Temperatursumme von Blüte bis Reife: 480 °Cd - Basistemperatur Eintreten der Blüte berechnen: 340°Cd = 21 * (14°C – 0°C) + X * (15°C – 0°C) -> X = 3,06  Weizen blüht am 04. Juni 340°Cd = braucht die Pflanze insgesamt um zu blühen 21 = am 11. Mai Beginn der Rechnung – also sind im Mai noch 21 Tage übrig 14°C = Mittlere Tagestemperatur im Mai 0°C = Basistemperatur bis Blüte X = Wollen wir wissen, wie viele Tage noch im Juni bis zur Blüte 15°C = Mittlere Tagestemperatur im Juni Im Mai kommt man insgesamt auf 294°Cd – es fehlen also noch 46°Cd! Die müssen also im Juni erreicht werden. Eintreten der Reife berechnen: 480°Cd = 26 * (15°C – 9°C) + 31 * (19°C – 9°C) + X * (21°C – 9°C) -> X = 2  Weizen ist am 2. August reif 480°Cd = braucht die Pflanze insgesamt um zu reifen 26 = restliche Tage im Juni – ab Beginn der Blüte (oben berechnet) Rest wie oben!
  • Materialsammlung Stickstoff: SPAT-Meter Messung der Dichte in zwei optischen Spektralbändern Messung am Blatt (Leitbündel möglichst aussparen) mehrere Wiederholungsmessungen an gleichen Blättern Zeitreihen zur Verfolgung des N-Status der Pflanzen Eichung mittels vergleichender Chlorophyll- und N-Analyse artspezifische Unterschiede im SPAT-Wert berücksichtigen
  • Materialsammlung: Beer'sche Formel     dI      = - k • I dLAI     ausrechnen..  dI    = -k • dLAI   I  ergibt I 0 I0e-k•L
  • Formel: Einfluss von Blattwinkelstellung auf Lichtabsorption I = I0 • (1 - exp-k • LAI)  (Beer-Lambert-Law)
  • Materialsammlung: Bestandesstruktur: Aussaatmenge bzw. Saatstärkenempfehlungen Ähre/qm • TKG 100 - Verluste%
  • Strategien zur Maximierung der N-Ökonomie in Getreide Photosynthetische Kapazität maximieren: N-Akkumulation in Blättern und Stängeln vertikale Verteilung von N im Bestand RuBisCo katalytische Eigenschaften C4Metabolismus N-Aufnahme maximieren Wurzeltiefgang geringes spezifisches Gewicht der Wurzeln Spross-Wurzel-Verhältnis Kornproteingehalt und N Remobilisierung Effizienz der N-Remobilisierung "stay green" Korn-N-Gehalt maximieren Nitratassimilation Glutamin-Synthetase-Aktivität Alanin-Aminotransferase-Aktivität Stoffwechsel organischer Säuren
  • Temperatursumme 1/d = a + bT Tb = -a/b (1/d = 0, a + bT = 0) 1/b = d(T-Tb) Σdi=1(Ti-Tb)  d = development time (day) 1/d = development rate Tb= base temperature (°C) To= optimum temperature Ti = daily mean temperature  a = parameter (day -1) b = parameter ( 0C-1 day-1 ) Tt= thermal time (°C day) 
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  • Temperatursumme Bsp. Vegetationsperiode (d) = 120 tage mittlere Temperatur = 20 grad Celsius Basistemperatur = 11 Grad C Tt= Σdi=1(Ti-Tb) ⇒ Tt= 120d ° (20°C - 11°C) = 1080°Cd
  • Berechne die Aussastmenge (kg/ha) für Getreide nach folgenden Vorgaben: anzustrebende Zielbestandesdichte: 600Ähren/m² Beährungskoeffizient: 2,2 TKM: 46g Minder-Keimfähigkeit: 3% Feldaufgangsverluste: 6% Überwinterungsverluste: 2% Ähren/m²:Beährungskoeffizient•TKM = benötigte Aussaatmenge Verlust(%) ⇒ 600Ähren/m² : 2,2 • 46g = 140,6 kg/ha          100-(3+6+2)
  • Warum steigt der intrazelluläre CO2-Gehalt bei kurzer Beschattung an? Kurze Beschattung führt zur Verringerung der CO2‐Aufnahme im Dunkelzyklus, da weniger Energie in Form von ATP und NADPH durch die Lichtreaktion bereit gestellt wird. Da die Stomataregulation Energie verbraucht, bleibt die stomatäre Leitfähigkeit bei kurzfristiger Beschattung konstant. Die Folge ist ein Anstieg des CO2-Gehalts in den Interzelluaren
  • Warum nimmt die Leitfähigkeit der Stomata bei andauernder Lichtreduzierung ab? bei abnehmendem Licht verringert sich die CO2-Aufnahmerate die Stomata müssen dann nicht mehr so weit geöffnet sein und können durch das Schließen Wasser sparen
  • was bestimmt den Grad der Stomataschließung? Lichtintensität Sättigungsdampfdruckdefizit der Luft Pflanzenwasserstatus CO2-Gehalt in den Interzellularen
  • Benne und erläutere die Kardinalpunkte der CO2-Assimilation bei der Lichtreaktionskurve Grafik aus Tutorium 1, Gruppe 3! Dunkelrespiration Quantenertrag (Effizienz) Lichtkompensationspunkt maximale Photosynthese
  • Lichtreaktionskurve X-Achse: Strahlungsintensität, Y-Achse: CO2-Aufnahmerate LCP: Respiration = Assimilation (Pflanze veratmet genauso viel wie sie produziert) Abflachung der Kurve: CO2-Sättigung - es kann nicht mehr CO2 aufgenommen werden: CO2-Aufnahme in Chloroplasten ist begrenzt; wenn dies nicht der Fall wäre, würde die Linie linear steigen unterhalb von 0: mehr respiration als Assimilation, mehr Atmung als Bildung von CO2
  • Bewerte die Bodenmerkmale. Bodenmerkmale Gefügeform im Hinblick auf den Luft- und Wasserhaushalt sowie die Durchwurzelbarkeit (S.24-26 Bodenmerkmale: Sand: Korngrößendurchmesser: 0,063mm - 2,0mm, hohe Durchlässigkeit, intensive Durchlüftung, schnelle Erwärmung, leichte Bearbeitbarkeit, geringes Wasserspeichervermögen, geringes Nährstoffvermögen, Erosionsprobleme  Schluff: Korngrößendurchmesser. 0,002mm - 0,063mm, hohe nutzbare Feldkapazität, mittleres Nährstoffhaltevermögen, mittlere bis geringe Durchlässigkeit, geringe Gefügestabilität  Ton: Korngrößendurchmesser: <0,002mm, hohes Wasserhaltevermögen, hohes Nährstoffhaltevermögen, geringe Durchlässigkeit, schlechte Durchlüftung, langsame Erwärmung, schwere Bearbeitbarkeit       nFK = Gesamtwasser - Totwasser (Wasser im Boden, das für Pflanzen zur Verfügung steht) Sand: nFK gering, Luft gut, Duchwurzelbarkeit gut Schluff: nFK gut, Luft mittel, Durchwurzelbarkeit mittel Ton: nFK gering, Luft gering, Durchwurzelbarkeit gering Bodenmerkmale (Gefügeform): Krümmelgefüge: gut durchwurzelbar → am besten Polyedergefüge: schlecht durchwurzelbar, gute Luft- und Wasserverfügbarkeit Subpolyedergefüge: schlecht durchwurzelbar, geringe Luft- und Wasserverfügbarkeit
  • Welche Bewässerungswassermenge wird benötigt, um einen Sandboden bis 50cm Tiefe von pF3 auf annähernd Feldkapazität (pF2) aufzufeuchten? 0,13-0,05 = 0,08    0,08/2= 0,04m³/m² = 40L/m² ⇒ man muss 40mm beregnen Werte bei pF3 und pF2 ablesen und subtrahieren Würfel: stellt 1m³ dar (braucht 80L Wasser/m²), man soll aber in 50cm Tiefe bewässern: durch 2 teilen!
  • Abschätzung der Temperatursumme für eine Maissorte mit einer Basistemperatur von 10 Grad Celcius: Vegetationsperiode 1,4 bis 30,9; durchschnittliche Tagesmitteltemperatur 16 Grad C 180d (16°C - 10°C) = 180°Cd  Tagestemperatur - Basistemperatur
  • Berechnung der Niederschlagsmenge eines Tages (mm) aus Aufzeichnungen des elektronischen Regenmessers: Auffangfläche: 200 cm² Tropfenzahl: 8.000 Volumen pro Tropfen: 0,1ml (od. 100mm³) Volumen pro Tropfen = 0,1ml = 0,1 cm³ 8.000 • 0,1cm³ = 800cm³ →Gesamtvolumen der Tropfen 800cm³/200cm³ (Fläche) = 4cm = 40mm ⇒ Niederschlagsmenge pro Tag
  • Was ist: Transpiration Evaporation Evapotranspiration Transpirationskoeffizient Abgabe von gasförmigem Wasser durch die oberirdischen Organe der Pflanze an die Atmosphäre. physiologisch regulierte Verdunstung ist der langsame Übergang einer Flüssigkeit in den gasförmigen Zustand bei Temperaturen unterhalb des Siedepunktes (Boden) - Verdunstung aus dem Boden ist die gasförmige Wasserabgabe eines Pflanzenbestandes an die Atmosphäre, bestehend aus der Evaporation des Bodens & der Transpiration der Pflanzen beschreibt das Verhältnis von verbrauchter Wassermenge pro Einheit gebildeter Trockenmasse (Kg H2O/Kg TM). I.d.R. wird dieser Wert auf die TM der für die Ernährung geernteten Teile bezogen. So bleibt z.B. bei Getreide, Zuckerrübe, Kartoffel das Stroh sowie Kraut und Wurzel unberücksichtigt  Maß für Wasserökonomie der Pflanzen, das angibt wie viel ml Wasser an Transpiration der Blattoberfläche als Wasserdampf abgegeben werden, um 1g Trockensubstanz zu synthetisieren 
  • Wie unterscheiden sich C3- und C4-Pflanzen hinsichtlich Standort, Photosyntheserate, Temperaturoptimums für PS, der beteiligten Enzyme etc. C3: Standort: gemäßigte Breiten, feuchtes Klima PS-Rate: gering Temperaturoptimum: 15°C-25°C beteiligte Enzyme: RuBisCo (bindet O2 und CO2) 1. Produkt der PS: 3-Phosphoglycerat (3 C-Atome) C4: Standort: arides Klima, trockene und heiße Standorte (Äquator) PS-Rate: hoch → bei geringer CO2-Konzentration, bei H2O-Mangel Temperaturoptimum: 30°C - 45°C beteiligte Enzyme: PEP-Carboxylase + Rubisco (vorgeschaltet) → Co2-Fixer - bindet nur CO2 1. Produkt der PS: Malat (4 C-Atome)
  • welche Pflanzen besitzen einen C3-, welche einen C$-Stoffwechsel? nenne je zwei Beispiele C3: Weizen, Raps C4: Mais, Zuckerrohr, Hirse 
  • Wie verändert sich PS von C3- & C4-Pflanzen unter dem Einfluss von Licht(PAR), CO2 und Temperatur? Wie verlaufen entsprechende Graphen? Licht: C3: steigt erst stark, dann geringer C4: genauso, aber bedeutend mehr/höher CO2: C3: steigt stark an, flacht ab C4: steigt stärker an, flacht schagartig ab (fast 90ºWinkel) Temperatur: C3: recht stumpfe, flache Parabelform C4: spitze Parabelform, etwas nach rechts gekippt
  • Welche Faktoren beeinflussen Wachstum? Nährstoffverfügbarkeit Wasserverfügbarkeit Lichtintensität/Lichteinstrahlung Bodenstruktur/Gefüge Inter- und Intraspezifische Konkurrenz Schädlinge Temperatur Symbionten
  • Wie ist der Blattflächenindex definiert? Blattflächenindex = m² Blattfläche pro m² Boden der grüne BFI beinhaltet nur grüne Blattflächen, während der allgemeine BFI auch die braunen/abgestorbenen Blätter mit berücksichtigt
  • Wie ist der Ernteindex definiert? Ernteindex = Kornertrag/Gesamtbiomasse (dt/dt) 
  • Erläutere die räumliche Verteilung von Stickstoff in einem voll entwickelten Weizenbestand Stickstoffkonzentration nimmt von oben nach unten ab, am Ende ist nur noch das Farnblatt grün
  • wie ist die räumliche Verteilung des Stickstoffs im Bestand zu begründen? Stickstoffgradient folgt Lichtgradient da wo mehr Licht (Strahlung) ist, ist die PS-Rate höher und die N-Konzentration nimmt daher zu → Stickstoff wird dort benötigt unten wäre N ineffizient, da die Blätter nur noch respirieren (CO2-Verluste) und nicht mehr assimilieren oft sterben untere Blätter ab, da energiesparender
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  • Auf welche Weise kann N-Ökonomie von Weizenpflanzen gesteigert werden? photosynthetische Kapazität maximieren pro Einheit N N Akkumulation in Blättern und Stängeln vertikale Verteilung von N im Bestand Rubisco katalytische Eigenschaften C4-Metabolismus N-Aufnahme maximieren Wurzeltiefgang → Sortenwahl, Bodenbearbeitung geringes spezifisches Gewicht der Wurzel Spross-Wurzel-Verhältnis Kornproteingehalt und N-Remobilisierung(N sofort dahin, wo es gebraucht wird) Effizienz der N-Remobilisierung "stay green": Bestand lange grün halten Korn-N maximieren Nitratassimilation: Glutamin-Synthetase-Aktivität  Alanin-Aminotransferase-Aktivität  Stoffwechsel organischer Säuren
  • Was bedeutet NNI? Welchen praktischen Nutzen hat er? Nutrigen Nutrition Index ist ein Wert, der angibt, wie viel Stickstoff optimalerweise vorhanden sein sollte ist die Mindestmenge N für den höchsten Ertrag, ab darüber keine weitere TM-Zunahme  wenn NNI=1., ist optimale N-Menge erreicht; unter 1 muss man nachdüngen aus den werten ergibt sich die kritische N-Kurve
  • auf welche morphologischen und physiologischen Veränderungen der Pflanzen während des Wachstums ist die Verlaufskurve des NNI zurückzuführen? immer mehr N verteilt, umso höher wächst der Sproß rel. N-Gehalt nimmt ab abs. N-Gehalt nimmt zu → es wird "verdünnt": N wird immer wieder verwendet und nicht immer neu aufgenommen  
  • Vergleich der bonitierten Entwicklungsstadien mit langjährigen Messungen die Temperatur im Frühjahr und die Feuchtigkeit sind sehr wichtige Faktoren, die das Wachstum beeinflussen wenn es am Anfang des jahres warm ist und viele Sonnenstunden zusammen kommen, keimt die Pflanze besser und wird eher reif bei Mais (C4) besonders gut zu erkennen, da er viele Sonnenstunden braucht um gut zu wachsen  bei kaltem, feuchtem Frühjahr bleiben Pflanzen kleiner
  • Vergleich der geschätzten Erträge mit langjährigen Ertragsreihen Erträge hängen ebenfalls von Temperatur und Feuchtigkeit ab wenn Pflanzen von Anfang an gut wachsen, sind auch die Erträge besser
  • Welche Ertragskomponenten unterscheiden sich zwischen den Anbausystemen und welche Faktoren haben diese Unterscheide verursacht? Ertragskomponenten in verschiedenen Anbausystemen(konventionell/biologisch) unterscheiden sich v.a. in Ähren/m² und der KZ/Ähre v.a. durch unterschiedliche Düngung im konventionellen Anbau v.a. synthetischer Dünger → Pflanzen werden besser mit Stickstoff versorgt, Schossen passiert schneller und früher, Pflanzen haben größere Bestockung (mehr Ähren/m²), mehr Körner/Ähre als im biologischen Landbau konventioneller Landbau: Pflanzenschutzmittel wird verwendet → Pflanzen bleiben länger gesund → hat auf Ertragsbildung kaum Einfluss Ertrag[dt/ha]= (Ähren/m² • Kornzahl • TKG[g])/10.000   Sommergerste: besonders viele Ähren Roggen: hohe Kornzahl/Ähre Gerste: nur zweizeilig, wenige Körner/Ähre
  • Definiere Blattflächenindex (BFI) Wie kann man ihn ermitteln? Fläche aller Blätter von Pflanzen, die auf einem m² Boden stehen  Blattfläche/Blattoberfläche, ist dimensionslose Größe, da m²/m² 
  • Welche Probleme ergeben sich bei den unterschiedlichen Messmethoden des BFI? destruktiv: Blätter werden ausgezählt und gemessen. Nachteile: nur einmal möglich, schädigt Pflanzenbestand, da man Blätter aus Bestand entfernt  nicht-destruktiv (indirekt): mit Messgerät wird Strahlung oben und unten im Pflanzenbestand gemessen. Nachteil: Lichteinfall muss gerade und hoch sein (12Uhr mittags), es werden nicht nur Blätter sondern alle Organe erfasst  
  • beschreibe und erläutere den BFI eines Weizenbestandes im Laufe der Entwicklung bis zum Ährenschieben wächst die Kurve, die Pflanze bekommt immer mehr Blätter; ab da sinkt sie wieder, weil die Blätter absterben
  • beschreibe den relativen Strahlungsabfall in Abhängigkeit des BFI in einem Weizenbestand Beer-Lambert-Law: I=I0e-k•L je größer BFI, desto weniger Strahlung kommt im Bestand nach unten aufgenommene Strahlung/ Strahlung auf Bestandesoberfläche
  • berechne den BFI mit folgenden Angaben: 4cm² /Blatt, 5Blätter/Pflanze, 300 Pflanzen/m², BFI = ? 4cm² • 5 • 300m² = 0,0004m² • 5 • 300m² = 0,6 der BFI ist 0,6
  • bewerte die Bodenmerkmale Gründigkeit und Durchwurzelbarkeit im Hinblick auf Wasserversorgung der Pflanzen Gründigkeit: je tiefgründiger der Boden, umso mehr Bodenkörper steht den Pflanzen zur Verfügung, um daraus Wasser zu ziehen Tiefe des Lockermaterials über dem Gestein; Pflanzen können dies durchwurzeln & daraus Wasser ziehen besonders tiefgründig: hohes Speichervolumen an Wasser und Nährstoffen Durchwurzelbarkeit: je besser durchwurzelbar, umso höher die Wasseraufnahme; Zusammenhang Bodenart
  • Wodurch können die Standorteigenschaften Durchwurzelbarkeit und Gründigkeit begrenz werden? den Tongehalt - der Lagerungsdichte, je höher, desto schlechter, einem Stauhorizont- dem Humusgehalt, der Bodengenese und daraus folgenden Wechsel der Bodenschicht  (pH, Verdichtung als Bsp.)
  • Gibt es ackerbauliche Maßnahmen, um die Durchwurzelbarkeit und die Gründigkeit insb. bei Böden mit stark heterogenem Schichtaufbau (z.B. Bodenverdichtungen im Ober- oder Unterboden) Humusgehalt beachten, Kalkung, Anbau von Zwischenfrüchten, Boden-/Reifendruck beachten, arbeiten bei optimaler Bodenfeuchte, Regenwurmaktivität fördern, Vorfruchtwirkung ausnutzen (Luzerne)  
  • erläutere: Nährstoffbedarf Düngebedarf Erhaltungdüngung Erhaltungskalkung N-Sollwert Fruchtfolgedüngung ist der Bedarf an Nährstoffen, zum Erhalt der optimalen generativen und vegetativen Entwicklung der Bedarf an Dünger um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und um optimale Erträge zu sichern (Nährstoffbdarf - bereits verfügbare Nährstoffmenge im Boden) es wird nur das nachgedüngt, was durch Ernte, Auswaschung, .. verloren geht →Nährstoffklasse C, der Entzug wird zurückgeführt  man kalkt um den pH-Wert im Boden zu erhalten an dem einen Wert wird sich orientiert, um die optimale N-Rate zu erreichen. für jede Art anderer Wert. (Ist-Wert mit Soll-Wert vgl. und die Differenz düngen); Soll-Wert ist N-Menge (Bedarf), die jede Kulturart je nach Standort und Bewirtschaftung festgelegt wird, um ein Ertragsziel zu erreichen → ökonomisches Optimum  Grundnährstoffe(P,K,Mg) werden über Fruchtfolge hinweg gedüngt (nicht alles auf einmal), schwerpunktmäßig vor den Blattfrüchten  
  • Auf einem Ackerschlag soll eine Kalkung erfolgen. Bekannt sind: Bodenart: ssL; pH:5,5 In welcher Versorgungsstufe befinden Sie sich? Wieviel Kalk (kg/ha CaO) muss auf dem Acker ausgebracht werden? Muss die Kalkkung in mehreren Kalkgaben (Jahre) a Versorgungsstufe: bei stark sandigem Lehm und einem pH von 5,5 befindet man sich auf der Versorgungsstufe B Tabelle) Kalkempfehlung: es muss 4.497 Kg/ha CaO ausgebracht werden (Tabelle) Die Kalkung muss über drei Jahre erfolgen, da man nur 2.000 Kg/ha CaO düngen darf (Tabelle)
  • Berechnung der N-Gabe einschließlich Spätgabe gegeben: Winterweizen, flachgründiger humusarmer Sandboden 1GV/ha Vorfrucht: Gerste N(min): 20kg Tabelle nötig Sollwert Weizen 200 kg/ha N flachgründiger humusarmer Sandboden: + 20 Bewirtschaftungsverhältnisse (GV): -10 Zuschlag für Vorfrucht (Gerste): +20 Nmin (schon im Boden vorhanden): -20 gesamt:                          210 kg/ha N
  • Auf welche morphologischen und physiologischen Veränderungen der Pflanzen während des Wachstums ist die Verlaufskurve des NNI zurückzuführen? NNI = Nitrogen Nutrition Index Wert, der angibt, wie viel Stickstoff optimaler Weise vorhanden sein sollte ist Mindestmenge N für den höchsten Ertrag, ab darüber keine weitere Trockenmassezunahme NNI = Nist-Wert - Nsoll-Wert  am Anfang nimmt Pflanze viel Stickstoff auf, um Eiweß bzw. Chloroplasten zu bilden  PS wird immer betrieben und Trockenmasse aufgebaut im Laufe der Zeit nimmt Stickstoffaufnahme ab, N wird in Pflanze nur noch verlagert und kaum noch aufgenommen da Trockenmasse immer weiter steigt und Stickstoff immer weniger aufgenommen wird, nimmt der prozentuale Anteil von Stickstoff an der Trockenmasse ab und die Kurve fällt auch bei Düngung muss man berücksichtigen, dass mit der Zeit weniger N aufgenommen wird und man "rutscht" in der Versorgungsstufe schnell zu hoch 
  • Wie ist es zu erklären, dass es von der Blüte bis zur Reife von Weizen zu einem Verlust an Trockenmasse in den vegetativen Organen kommt? Die Assimilate verlagern sich von den vegetativen (source) in die generativen (sink) Organe ⇒ vegetative Organe verlieren Trockenmasse & Assimilate gehen ins Korn
  • Wie unterscheiden sich C3- und C4-Pflanzen hinsichtlich des Standortes, der PS-Rate, des Temperaturoptimums für die PS, der beteiligten Enzyme,etc.? C3: Standort: gemäßigte Breiten, feuchtes Klima PS-Rate: gering Temperaturoptimum: 15-25°C beteiligte Enzyme: Rubisco (bindet O2 und CO2) 1. Produkt der PS: 3-Phophoglycerat C4: Standort: arides Klima, trockene und heiße Standorte (Äquator) PS-Rate: hoch, bei geringer CO2-Konzentration bei H2O-Mangel Temperaturoptimum: 30-45°C beteiligte Enyzme: PEP-Carboxylase + Rubisco(vorgeschaltet): CO2-Fixer - bindet nur CO2 1. Produkt der PS: Malat