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psychologische diagnostik (Fach) / Diagnostik 9-11 (Lektion)

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Diese Lektion wurde von KimJanine erstellt.

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  • Was versteht man unter der Regression zur Mitte? Extrem hohe und niedrige Werte entstehen u.a. durch seltene Konstellationen von förderlichen bzw. hinderlichen Fehlerfaktoren, die bei erneuter Messung so nicht mehr auftreten -> Annäherung dieser Werte an die Mitte
  • Was unterscheidet Verhaltensbeobachtungen von Verhaltensbeurteilungen? Bei der Verhaltensbeobachtung ist möglichst keine Interpretation vorzunehmen. Es soll eine wertfreie Beschreibung und Registrierung von Verhalten erfolgen.Z.B. kann notiert werden: Beschuldigung, herabsetztende, rohe oder vulgäre Äußerung Bei der Verhaltensbeurteilung erfolgt die Einschätzung der Eigenschaften basierend auf der Beobachtungz.B. verbal aggressives Verhalten garnicht - sehr
  • Beschreibe grundsätzliche Überlegungen zu Verhaltensbeobachtungen. Eine Eigenschaft (z.B. Gewissenhaftigkeit) führt zu bestimmtem Verhaltensgewohnheiten (Pünktlichkeit) es muss durch einen empirischen Nachweis oder ein Expertenurteil geprüft werden, ob die beobachtete Verhaltensgewohnheit valide für den Schluss auf die Eigenschaft ist es muss beurteilt werden, ob die Auftretenshäufigkeit und/oder Intensität des Verhaltens indikativ sind (z.B. Häufigkeit und Dauer von Verspätungen) Verhaltensgewohnheiten zeigen sich in bestimmten Verhaltensweisen individuelle Unterschiede im betrachteten Verhalten (kommt heute zu spät ins Seminar) Stabilität über die Zeit (kam gestern 20 min zu spät ins Seminar) Konsistenz zwischen Siuationen (erscheint bei Essenseinladung 30 min später)
  • In welchen Situationen beeinflussen Eigenschaften das Verhalten? Was folgt daraus? nur in relevanten Situationen nur in relevanten Situationen kann von Verhalten auf Eigenschaften geschlossen werden (z.B. Angst vor Spinnen zeigt sich nur, wenn...) Passung zwischen Eigenschaft und standardisierter Untersuchungssituation muss sichergestellt seinbei Messung von Leistung ist dies oft gegeben, bei Persönlichkeitsaspekten oft schwierig (z.B. Ängstlichkeit: Welche Situation ist für alle Personen gleichermaßen angstassoziiert?)
  • Welche Vor- und Nachteile hat die freie Verhaltensbeobachtung? + geeignet zu Exploration und Hypothesengenerierung liefert qualitative Ergebnisse - wenig objektiv und reliabel Ertrag oft abhängig vom Zufall
  • Welche Empfehlungen sollte man bei der freien Verhaltensbeobachtung einhalten? Angaben zur beobachteten Person, Anlass, dem situativem Rahmen und der Zeit Verhalten konkret (möglichts ohne Interpretation) und neutral (ohne Wertung) beschreiben unvermeidbare Interpretationen kenntlich machen und exemplarisch belegen auch Auslöser und Konsequenzen des Verhaltens beschreiben 
  • Wie erreicht man eine strukturierte bzw. systematische Verhaltensbeobachtung? Selektion (Auswahl von Verhaltensweisen)Segmentierung (Benennung eines Teils des Verhaltensstroms nach seiner Bedeutung, z.B. Lachen, Antworten oder Schimpfen)und Quantifizierung standardisieren nicht angestrebt: vollständige Beschreibung des Verhaltens, sondern Beschreibung von Teilaspekten des Verhaltens (z.B. Aggressivität)
  • Welche Arten der Verhaltensbeobachtung gibt es? Unterscheidung nach dem: Wie? frei (unstrukturiert) - systematisch (unstrukturiert) Wann? Direkt - indirekt Womit? unvermittelt - vermittelt Wer? verdeckt (aber: Durchführung nur mit Zustimmung des Teilnehmers!),          offen teilnehmend (Lehrer gestaltet Unterricht und beobachtet)          nicht teilnehmend Was? Selbst- oder Fremdbeobachtung
  • Welches Verfahren kommt häufig bei der Selbstbeobachtung zum Einsatz? amulantes Assesment: Tagebuch (freie Selbstbeobachtung)Protokollieren von Verhaltensweisen zu festen Zeitpunktenmittels ambulanten PCs, Smartphone-Apps
  • Was sind die Vorteile einer Selbstbeobachtung mittels Smartphone-Apps? automatisierte Alarm- oder Erinnerungsfunktion ( z.B. per SMS) zuverlässiges zeitliches Protokoll der Eingaben (einschließlich Latenzen) voraussgegangene Antworten nicht sichtbar keine nachträglichen Änderungen mehr möglich automatische Datensicherung und Export für die Auswertung hohe Compliance (Zustimmung, Befolgung) zusätzliche Protokollierungen möglich (z.B. tracking der Position, sound samples, Bewegung)
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  • Wie erfolgt die Definition und Abgrenzung von Beobachtungseinheiten im Einzelnen? Selektion von Relevantem aus dem Verhaltensstrom: Beobachtungsziel und - objekt festlegen (einzelne Personen, Paare, Kleingruppen oder Menschenansammlungen) Verhaltens- und Situationsmerkmale festlegen (Welche Merkmale? Welche Genauigkeit) Beobachtungausschnitt festlegen (einmalige, mehrmalige oder Dauerbeobachtung z.B. einzelnes Rollenspiel vs. Probezeit im Betrieb?) Beobachtungseinheit festlegen (welches Verhalten ist relevant? Wann beginnt, wann endet das Verhalten?)
  • Wie sollten Beobachtungseinheiten beschaffen sein? Beobachtungseinheiten sollten... zuverlässig identifizierbar und voneinander abgrenzbar sein -> konkrete, verhaltensnahe Beschreibung mit Beispielen! -> Abgrenzbarkeit in Probebeobachtung prüfen! So beschrieben sein, dass alle relevanten Merkmalsfacetten abgedeckt werden -> erst Sammlung von Beschreibungen, dann Vollständikeitsprüfung In ihrer Gesamtheit von Beobachtern während der Beobachtung überschaubar sein -> abhängig von Training und Erfahrung des Beobachters -> < 3 globale Merkmale (z.B. Teamfähigkeit) bzw. < 10 einzelne Verhaltensweisen auch auf Verhalten beziehen, das in der Situation vorkommt -> Probebeobachtung durchführen
  • In welchen Systemen kann die Registrierung und Dokumentation von Beobachtung geschehen? in Zeichen und ond Kategoriensystemen (jeweils noch unterteilt durch event oder time sampling)