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Wirtschaftrtschaft (Fach) / Innovationsmanagement (Lektion)
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- Joseph Alois Schumpeter 1883-1959 1912 "Die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung" -> Innovation als "Durchsetzung neuer Kombinationen" 1934 Schumpeter bezeichnet Innovation als Prozess der "schöpferischen Zerstörung" 1939 "Business Cycles" -> 1961 ins Deutsche übersetzt -> Begriff "Innovation" erstmals im Deutschen
- Entwicklung er modernen Innovationsforschung in den 1970er Jahren Gründe: -abgeschwächtes Wirtschaftswachstum und Stagnation der Wirtschaft 1972 in DE und anderen Volkswirtschaften -Impuls war Erforschung der Ursache dieser Krise -Innovationen als Mittel des Wirtschaftswachstums und Wettbewerbsfähigkeit treten in Fokus -> Forschungseinrichtungen und Institute in Unternehmen und Technologietransferstellen werden geschafft
- Hauptinteressen der modernen Innovationsforschung -Entsteheungsprozesse von Innovationen -Diffusionsprozesse für Innovationen -Rahmenbedingungen zur Förderung der Innovationsfähigkeit -Institutionen
- Ziel der Innovationsforschung -Beschreibung, -Suche nach Erklärungen sowie -Ableitung von Gestaltungsempfehlungen, -bezogen auf das Phänomen Innovation.
- Untersuchungsobjekte der Innovationsforschung -Objekte der Innovation -Kreativitätssteigerung -Innovationskultur -Innovationssysteme -Entstehung von Innovation
- Definition Innovation Schumpeter Mehr als Veränderung in den Methoden der Güterversorgung: Einführung neuer Güter, technologische Veränderungen in der Produktion von Gütern, Erschließung neuer Märkte oder Hilfsquellen, Taylorisierung der Arbeit, verbesserte Materialbehandlung und Einrichtung neuer Geschäftsorganisationen. Kurz: jedes "Andersmachen" im Gesamtbereich des Wirtschaftslebens
- Definition Innovation Vedin Vedin (1980): An innovation is an invention brought to its first use, its first introduction into the market.
- Definition Innovation Rickards Rickards (1985): Innovation is a process whereby new ideas are put into practice.
- Definition Innovation Witte Witte (1988): Erstmalige (ökonomische) Nutzung einer Erfindung
- Definition Innovation Albach Albach (1990): Innovation sind eine Kombination aus Kreativität und Durchsetzungsvermögen.
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- Definition Innovation Pearson Pearson (1991): Innovation means change. Such changes can be incremental or radical, evolutionary or revolutionary, enabling or disruptive.
- Definition Innovation Vahs/ Burmester Vahs/ Burmester (2005): Innovation als erstmalige wirtschaftliche Anwendung einer neuen Problemlösung, d.h. ökonomische Optimierung der Wissensverwertung.
- Abgrenzung wichtiger Begriffe im Umfeld der Innovation 1. Invention: "(oder Erfindung) die erstmalige technische Realisierung einer neuen Problemlösung" 2.Innovation: "erstmalige wirtschaftliche Anwendung einer neuen Problemlösung" 3.Diffusion: "die Ausbreitung einer neuartigen Idee auf dem relevanten Markt"
- Wechselbeziehung zwischen Innovation, Invention, Diffusion und Imitation Aktivität: Ergebnis: F&E -> Invention -> Markteinführung -> Innovation ->Marktdurchsetzung -> Diffusion Konkurenz durch Nachahmung -> Imitation -> Diffusion
- Innovationstypen - Produktinnovation -Prozessinnovation -Dienstleisungsinnovation -Marktinnovation -Geschäftsmodellinnovation
- Erfolgreiche Innovationen orientieren sich am Kunden Innovationen lösen ein Kundenproblem auf eine "neue" Weise.
- Geschäftsmodellinnovation Definition "(Process of) designing a new, or modifying the firm's extant activity system" Amit &Scott
- Definition Innovationsmanagement Innovationsmanagement umfasst alle für die Innovationstätigkeit notwendigen Aufgaben. Innovationsmanagement ist danach dispositive Gestalung von Innovationsprozessen
- Aufgaben Innovationsmanagement Aufgaben: -die Innovationsziele und -strategien festzulegen und zu verfolgen, -die Entscheidung zur Durchführung von Innovationen auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu treffen, -die Innovationsprozesse zu planen, steuern und zu kontrollieren, -eine innovationsfördernde Organisationsstruktur und -kultur mit entsprechenden sozialen Beziehungen zu schaffen und -ein prozessumfassendes Informationssystem zu installieren, das einen zeitnahen Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten und eine flexible Prozesssteuerung ermöglicht
- Dimensionen der Innovativität Innovativität: -Innovationsbereitschaft ("wollen") -Innovationsfähigkeit ("können") -Innovationsmöglichkeit ("dürfen")
- Erfolgsfaktoren innovativer Produkte -einzigartig und besser zu sein als die Konkurenzprodukte (Alleinstellungsmerkmal, Einzigartigkeit und Neuartigkeit) -erkennbare ökonomische und technische Vorteile zu bieten (Vorteilhaftigkeit, Mehrwert für Kunden) -den Kundenbedürfnissen in jeder Hinsicht zu entsprechen (Kundennutzen, Kompatibilität) -eine hochwertige Qualität und zuverlässigkeit aufzuweisen (Reifegrad) -nicht teurer als vergleichbare Leistungen der Wettbewerber zu sein (Preis-Leistungs-Verhältnis)
- Innovationsindikatoren zum bestimmen und bewerten der Innovationstätigkeit -Patente -F&E- Intensität - F&E- Aufwendungen - Anzahl F&E- Beschäftigte -Anteil der Neuprodukte (<3 Jahre) -Unternehmensgründung
- Patentanmeldungen Vergleich Deutschland liegt 2011 hinter USA und Japan USA 24,4% Japan 19,4 % Deutschland 13,6 %
- Top 3 Patent Anmelder Deutschlands (2012) 1. Bosch 2.Daimler 3.Siemens
- Top Bundesländer bei Patentanmeldung in Deutschland (2012) 1. Bayern 14 Tsd 30 % 2. Baden-Württenberg 14 Tsd 30% 3.Nordrhein-Westfalen 7 Tsd 15% Deutschland gesamt 47 Tsd
- Anmeldestärksten Patentklassen in DE (2012) 1. Fahrzeuge allgemein 10% 2.Maschinenelemente oder -einheiten 9% 3.Grundlegende elektrische Bauteile 8%
- F&E- Intensität in Deutschland F&E- Intensität steigt von 1991 bis 2011 leicht an (von ca. 2,5 auf ca. 2,9)
- F&E- Ausgaben der deutschen Unternehmen 2013 Am meisten Automobilhersteller ( VW 11,4 Mrd $, Daimler 6,6 Mrd $) gefolgt von Industriegüter, Pharma und Software
- Höchste F&E- Ausgaben in Deutschland nach Bundesländern (Top 3) 1. Baden- Württenberg 2. Bayern 3. Berlin
- F&E und Arbeitsplätze Von 1999 bis 2009 wurden 55.000 neue Arbeitsplätze im Bereich F&E in Deutschland geschaffen. Am meisten in der Wirtschaft gefolgt von Hochschulen und staatliche und private Institutionen
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- Beschäftigte in F&E- Bereich nach Bundesländern Mehr als die Hälfte der F&E- Beschäftigten arbeiteten 2009 in Baden-Württenberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen
- Produktneuheiten Als Produktneuheit gelten Produkte, die jünger als 3 Jahre sind. Die Hälfte aller Produkte der deutschen Automobilindustrie sind jünger als 3 Jahre. Ähnliches gilt bei Elektro. und Textilindustrie sowie der Maschinenbau.
- Managementinstrumente zur Bestimmung der Notwendigkeit von Innovationen - Gap-Analyse -Szenariotechnik -Benchmarking -Portfolioanalyse
- Gap-Analyse Gap: Differenz zwischen gewünschten Zielen und wahrscheinlichen Zielen ohne Eingriff. Diese Lücke soll durch Innovationen geschlossen werden (bspw. neue Produkte)
- Szenariotechnik In Szenarien wird die zukünftige Entwicklung eines Systems festegestellt. Aus diese Szenarien werden Konsequenzen abgeleitet. Diese können die Notwendigkeit zur Entwicklung neuer Produkte oder Märkte (Innovationen) beinhalten.
- Vorgehen Szenariotechnik -Festellung der aktuellen Situation und Einflussfaktoren -Alternativen bestimmen,Szenarien ausarbeiten, Konsequenzen ableiten -Maßnahmen und Planungen konzipieren
- Benchmarking Eigene Produkte und Prozesse werden mit den der Benchmark-Unternehmen (Spitzenunternhemen) verglichen. Dadurch werden neue Problemlösungen und Prozesse bestimmt
- Technology Push Das Angebot an neuem technologischen Wissen kann Innovationen auslösen. Dieser Effekt wird mit dem Begriff Technology Push bezeichnet. 1.Universitäten/Forschungseinrichtunge/Lieferanten (Technologie) ->Technology Push-> 2.Unternehmen ->Innovation Gründe: neue technologische Entdeckungen, Transfer neuer Technologien, Lieferanteninnovationen, Ablöseinnovationen F&E -> Produktion -> Marketing -> Kunde
- Technologiebeobachtung für Innovationsinitiativen a= Beobachtungsform b=Was soll die Methode unterstützen c=geeignete Methoden 1. a) Zufällige Beobachtung b) Sammeln und Aufgreifen von Technologiebeobachtung der Mitarbeiter c)Datenbanken,Ideenworkshops etc als Kommunikationskanal 2. a)Pflichtbeobachtung b)Überwachen/ Scanning von definierten Bereichen und Überwachung der Entwicklung von bereits identifizierten Technologien c)Patentanalyse, Bibliometrie, Literaturanalyse 3. a)Suchbeobachtung b)offene Suche nach neuen Pflicht-Beobachtungsbereichen und einzelnen neuen Technologien c)Brainstorming, -writing, Szenarien, historische Analogien 4. a)Technologiestudien b)Informationssuche zu einzelenen Technologien und Bewertung einzelner Technologien c)Patentanalyse, Kosten-Nutzen-Analyse,Delphi
- Vor- /Nachteile Technology Push Vorteile: zumeist große Innovationsschritte, hohe Ertragspotenziale Nachteile: hohe Gefahr keinen Markt zu finden, zeitraubende Realisation, hohe Risiken
- Market Pull Die Nachfrage der Kunden induzieren neue Ideen. Dieser Effekt wird mit dem begriff Market PUll oder auch Demand oder Need Pull bezeichnet. Gründe: -direkte Kommunikation von neuen Kundenwünschen -Ermittlung der Kundenbedürfnisse -Ergebnisse aus der Marktforschung (Marktanalyse) -Erkenntnisse aus Kundenzufriedenheitsanalyse -neue Wettbewerberprodukte Markt (Kunden,User,Händler)->(Market Pull) -> Unternehmen ->(Innovation)->Markt (K,U,H) Marketing->F&E->Produktion ->Kunde
- Differenzierung von Kundenwünsche und Kundenbedürfnisse Kundenwünsche: -vom Kunden selbst artikuliert -meist nur Hinweise auf Produktverbesserung Kundenbedürfnisse: -in der Regel nicht vom Kunden erfragbar -Potenzial für Sprunginnovationen
- Vor- /Nachteile des Market Pull Vorteile: schnelle Realisierung, unmittelbare Steuerung vom Markt her möglich, niedrige Risiken Nachteile: zumeist kleine Innovationsschritte, geringe Ertragspotenziale falls nicht kontinuierlich betrieben
- Technology und Market Pull unterschiedliche Ansätze für Innovation Technology Push: F&E -> Produktion -> Marketing -> Kunde Market Pull: Marketing -> F&E -> Produktion -> Kunde Rahmen: Unis,Forschungseinrichtung :Wissen, Erkenntnisse Unternehmen: Technologieentwicklung Kunden: Marktbedürfnisse
- Wettbewerbsanalyse -dient dazu Impulse für neue Ideen durch die Beobachtung des Verhaltens sowie der Leistungen der Mitwettbewerber zu erhalten - untersucht im Wesentlichen die Stärken und Schwächen der Wettbewerber. Hierbei werden auch Chancen und Risiken dieser Konkurrenten im Sinne der SWOT-Analyse dargestellt -im Zussammenhang mit Wettbewerbsbeobachtung hat sich das Aufgabenfeld der "Competitive Intelligence"
- Vor- /Nachteile Konkurrenzanalyse o. Wettbewerbsanalyse Vorteile: Quellen für spezifische Daten, Hilfsmittel zur eigenen Positionierung Nachteile: schwere Ermittelbarkeit, rechtliche Grenzen bzw. Grauzonen, nur Aussagen über Ergebnisse aber nicht über Potenziale
- BVW (betriebliche Vorschlagwesen) -dient dazu, die Mitarbeiterkreativität zu aktivieren und potenzielle Ideen der Mitarbeiter zu identifizieren -Anreiz für die Mitarbeiter, Ideen einzureichen, können sowohl exzentrische (z.B.Lob,Prämien) als auch inrinsische Faktoren (z.B. Arbeit bringt Erfüllung oder eine Verbesserung im Arbeitsumfeld und der Arbeitsumstände des entsprechenden Mitarbeiters) dienen -wird eine Idee im Unternehmen aufgegriffen und vermarktet, hat der Mitarbeiter durc Arbeitnehmererfindungsgesetzt das Recht auf Prämie --diese BVWs lassen sich in zentrale und dezentrale Systeme einteilen
- BVW als dezentrales System Beim dezentralen betrieblichen Verschlagswesen kommt dem Vorgesetzten die Schlüsselrolle zu. Mitarbeiter reicht Idee beim Vorgesetzten ein. Vorgesetzter tauscht sich mit Mitarbeiter aus. Vorgesetzter informiert BVW-Beauftragten zwecks Dokumentation und Veröffentlichung.
- BVW als zentrales System Beim zentralen betrieblichen Vorschlagswesen steht der BVW-Beauftragter im Zentrum der Tätigkeiten BVW-Beauftragter tauscht sich mit Mitarbeiter und Unternehmensleitung aus sowie einem Gutachter der Fachabteilung der zur BVW Komission gehört.
- Wo entstehen die Ideen der Mitarbeiter? Im Unternehmen nur 24% (am meisten in Meetings in denen man sich langweilt) und außerhalb des Unternehmens 76% (am meisten in der Natur)