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Persönlichkeitspsychologie (Fach) / Kapitel 6 (Lektion)

Persönlichkeitsentwicklung

Diese Lektion wurde von Nadjaka erstellt.

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  • Was ist durchschnittliche Veränderung und was ist Differentielle Veränderung ? Wann spricht man von Perskeitsentwicklung ? Durchschnittl. Veränderung= normative Veränderung die bei allen zu Beobachten ist, so dass die Rangplätze (Rangstabilität) erhalten bleibt Differentielle Veränderung ist individuelle Veränderung bei der sich die Person im Vergleich zur Referenzpopulation verändert -> anderen Rangplatz einnimmt Von Perskeitsentwicklung spricht man nur bei differentieller Veränderung.
  • Beispiele für durchschnittliche normative Veränderung ? McCrae Querschnittstudie: Neurotizismus und Extraversion sinken, Gewissenhaftigkeit und Verträglichkeit steigen.    Roberts Metaanalyse: Extraversion gemischt, ansonsten gleiches Bild wir bei McCrae
  • McCrae et al interpretierten die normativen Veränderungen in ihrer Querschnittsstudie als intrinsische Reifung. Nenne 2 Kritikpunkte 1. Möglichkeit von Kohorteneffekten wird vernachlässigt ! 2. Normative Veränderung kann auch über normative lebensereignisse erklärt werden, die fast jeder mensch erlebt und die einen Einfluss auf die Perskeit haben.
  • McCrae et al interpretierten die normativen Veränderungen in ihrer Querschnittsstudie als intrinsische Reifung. Nenne 2 Kritikpunkte 1. Möglichkeit von Kohorteneffekten wird vernachlässigt ! 2. Normative Veränderung kann auch über normative lebensereignisse erklärt werden, die fast jeder mensch erlebt und die einen Einfluss auf die Perskeit haben. (zB hat das eingehen einer Partnerschaft einen Neurotizismus-senkenden Effekt)
  • Welches sind die 4 Prinzipien der Eigenschaftsstabilität ? 1. Stabilität sinkt mit konstanter Rate aufgrund von vielen unabhängigen Veränderungen. Die Stabilität(Reliabilität) nach einem bestimmten Zeitraum lässt sich durch die Conley-Formel vorhersagen ! 2. Für unterschiedliche Perskeitsbereiche sind die Stabilitäten unterschiedlich hoch 3.instabile Umwelt -> senkt Stabilität der Eigenschaften 4. Bei Kindern (und Jugendlichen) ist Stabilität umso geringer, je Jünger das Alter.
  • Was sind die Ergebnisse aus der Metaanalyse von Roberts und DelVecchio ? Welche möglichen Erklärungen gibt es ? Stabilität nimmt bis zum Alter von 50 Jahren diskontinuierlich zu -> Perskeit offenbar nicht in der Kindheit geprägt Mögliche Erklärungen: -> Zunehmende Peron-Umwelt-Passung  -> wachsende Reliabilität der Messinstrumente  (bei KiJu sehr gering) -> zunehmende Stabilität des Selbstkonzepts wirkt stabilisierend 
  • Was erhöhte in der Hochbegabtenstudie von Friedmann die Todeszeit bis 70 Jahre ? niedrige gewissenhaftigkeit, hohe Fröhlichkeit
  • Wie lässt sich Heretabilität berechnen ? Vergleich der Korr. Von Diadem mit unterschiedlichem Verwandtschaftsgrad aber gleich großer Umweltvariabilität                              Heretabilität = 2*(Korr.(eineiige) - Korr.(zweieiige) )
  • Welche 2 Arten von normativer Stabilität gibt es ? 1. Mittelwertstabilität -> via MW-Vergleich 2.Rangordnungsstabilität -> Via Korr. von Messungen in Längsschnittstudien (Messabstand mehrere Jahre)
  • Wie lautet das 1. Prinzip der Eigenschaftsstabilität ? Mit zunehmendem Messabstand nimmt die Stabilität nicht-linear ab.  Conley-Formel: Stabilität = Reliabilität * Einjahresstabilität ^(t in Jahren)
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  • Zweites Prinzip der Eigenschaftsstabilität ? Es gibt eine Hierarchie der Stabilität: IQ .8 > Temp/Big5 .6 > Selbstwert/Wohlbefinden .5
  • 3. Prinzip der Eigenschaftsstabilität ? Bei instabiler Umwelt ist auch die Stabilität geringer (bsp. häufigkeit des Partnerwechsels - stabilität des Bindungsstils)
  • Viertes Prinzip der Eigenschaftsstabilität Die Stabilität steigt mit dem Lebensalter Bsp. 1-Jahresstabilität von IQ bei 1-jährigen .4 (nach mehreren Jahren .3) bei 8-jährigen .9
  • Was ist das Korresponsivitätsprinzip ? Durch zunehmende, aktiv erreichte Person-Umwelt-Passung werden die Merkmale akzentuiert, die für die Wahl der Umwelt ausschlaggebend waren (Bsp.: Offenheit -> Auslandssemester -> mehr Offenheit)
  • Welche Schlussfolgerungen lassen sich aus der Formel Perskeit = f(Genom,Umwelt) ableiten ? 1. Wenn Genom gleich -> unterschiede gehen allein auf Umwelt zurück 2. Wenn Umwelt gleich -> Perskeitsunterschiede rein durch Genom bedingt  => Wie kann der Grad der Gleichheit bestimmt werden ? 1.Verwandschaftsgrade als Schätzung für Gleichheit der Genome 2.Aufwachsen in Herkunfts- vs. Adoptivfamilie (Annahme: 50 % eingeschränkte Varianz bei Adoptivfamilien)
  • Die Wahre Varianz (zB KTT) lässt sich in der Populationsgenetik in 2 Anteile zerlegen. Welche ? V(X)= V(Genom) + V(Umwelt) + V(Fehler)
  • Wie sind Heretabilität(Erblichkeit) und Umwelteinfluss definiert ? Welche Konsequenz hat diese Definition für die Interpretation ? Heratibilität = V(G)/V(X) Umwelteinfluss = V(U)/V(X) 1.Die Heretabilität ist damit Populationsabhängig: Steigt die Variabilität der Umwelt, so steigt V(X) und V(G) sinkt. Erhöht sich die genetische Variabilität so steigt die Heretabilität. 2. => Abhängig von Kultur und historischem Einfluss 3.=> Altersabhängig 4. => Eigenschaftsabhängig 
  • Wie lässt sich allgemein die Größe des genetischen Varianzanteils schätzen ? Personen mit unterschiedlichem (quantifizierbaren) Verwandschaftsgrad werden hinsichtlich ihrer Ähnlichkeit verglichen. Wobei die Umweltvarianz jeweils gleich groß sein sollte (zwischen den Dyaden mit unterschiedlichem Verwandschaftsgrad)
  • Was ist die Grundannahme der Zwillingsmethode ? Die Umweltvarianz von EZ und ZZ ist gleich groß => größere Korr. zwischen EZ geht auf die zu 50% größere genetische Ähnlichkeit zurück => Die Differenz der Korr schätzt also 50 % von V(G) => V(G) = 2*Differenz
  • Was ist die Grundannahme bei der Adoptionsmethode ? Die Umweltvarianz von leiblichen Geschwistern und Adoptivgeschwistern ist gleich groß => größere Korr. zwischen leiblichen Geschwistern geht auf die zu 50% größere genetische Ähnlichkeit zurück => Die Differenz der Korr schätzt also 50 % von V(G) => genetischer Varianzanteil(Heretabilität) = V(G)/V(X) = 2*Differenz
  • Die Zwillingsmethode führt (außer bei IQ) durchgängig zu höheren Heretabilitätswerten. Wie ist das zu erklären ? 1. Bei Zwillingsmethode Überschätzung durch: Nichtadditive Effekte werden von EZ zu 100 % geteilt. ZZ teilen wesentlich weniger als 50% der nichtadditiven Effekte -> niedrigere Korr. bei ZZ -> höhere Korr und Heretabilität  2. Bei Beiden Methoden Überschätzung durch: Kontrasteffekte -> Unterschiede werden übertrieben -> geringere Korrelation zwischen ZZ (oder Adoptivgeschwistern) im Vgl zu EZ (oder leiblichen Geschweistern) -> höhere Erblichkeitsschätzung 3. Diese Effekte werden zumindest bei Adoptivstudien teilweise kompensiert durch 50 % geringere Umweltvarianz bei Adoptivgeschwistern -> V(X) sinkt 
  • Was ist die Kombinationsmethode ? Hier werden mehr als 2 Dyaden mit jeweils unterschiedlichen Verwandschaftsgraden miteinader verglichen -> um Faktoren wie nicht-additive Effekte, Kontrasteffekte und andere zu berücksichtigen.
  • Die Zwillingsmethode führt (außer bei IQ) durchgängig zu höheren Heretabilitätswerten. Wie ist das zu erklären ? 1. Bei Zwillingsmethode Überschätzung durch: Nichtadditive Effekte werden von EZ zu 100 % geteilt. ZZ teilen wesentlich weniger als 50% der nichtadditiven Effekte -> niedrigere Korr. bei ZZ -> höhere Korr und Heretabilität  2. Bei Beiden Methoden Überschätzung durch: Kontrasteffekte -> Unterschiede werden übertrieben -> geringere Korrelation zwischen ZZ (oder Adoptivgeschwistern) im Vgl zu EZ (oder leiblichen Geschweistern) -> höhere Erblichkeitsschätzung 3. Diese Effekte werden zumindest bei Adoptivstudien teilweise kompensiert durch 50 % geringere Umweltvarianz bei Adoptivgeschwistern -> V(X) sinkt 
  • Ein weiteres methodisches Problem für die Einflussschätzung stellt die Ähnlichkeit der Eltern in bestimmten Eigenschaften dar (Homogamie;zB korr IQ bei Partnern um .4) Welche Konsequenz hat Homogamie auf genetische Einflussschätzung ? 1. Bei der Zwi Homogamie führt dazu, das ZZ/leibliche Geschwister mehr als 50% ihrer Gene teilen. Dadurch erhöht sich die Korrelation 1. => Die differenz zu EZ wird geringer. Die Heretabilität wird unterschätzt 2. => Die Differenz zu Adoptivgeschwistern wird größer und die Heretabilität überschätzt.
  • Welche Umwelten werden von Geschwistern geteilt, welche zusätzlich von Zwillingen und welche werden von Zwillingennicht geteilt ? 1.soziale Schicht, Wohngegend, Erziehungsstile der Eltern, Verwandte/Bekannte,  2. pränatale Einflüsse, Geburtsumstände, Kindergartengruppe, Schulklasse 3. Elterliche Bevorzugung eines Zwilling, Beziehungen, Unfälle, Krankheiten