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Sozialpsychologie I (Fach) / Folienpaket 2 Attribution (Lektion)

Sozialpsychologie I

Diese Lektion wurde von Gustator erstellt.

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  • Was sind Attributionen? ·         Zuschreibungen von Ursachen für Zustände und Verhalten ·         Antworten auf die Frage: „Warum?“
  • Wann werden Attributionen gemacht? ·         Unerwartete, ungewöhnliche Ereignisse ·         Negative, unangenehme, schmerzvolle Ereignisse ·         Extreme, schicksalhafte Ereignisse: Krankheit, Behinderung, Sterben, Tod
  • Attributionen : Experiment Walster 1966 (Lenny) ·         Vp hören Geschichte von Lenny (Auto am Hang geparkt, Handbremse angezogen, es rollt die Straße runter..) ·         Tonband Versionen 1.       Rammt einen Baum, geringer Schaden am eigenen Aut 2.       Rammt ein anderes Auto, großer Schaden am eigenen Auto, keine Versicherung 3.       Hätte in Geschäft rasen lönnen, Kind und Besitzer verletzen können, ist aber nur an einem Baum hängengeblieben 4.       Hätte nur an einem Baum hängenbleiben können, ist aber in Geschäf gerast, Kind leicht und Händler schwer verletzt Wie sehr ist Lenny verantwortlich? --> Wenn der Schaden größer ist (bei ihm selbst und anderen), dann trägt er mehr Verantwortung --> Lenny wird nicht als leichtsinniger betrachtet
  • Defensive Attribution Wenn geringer Schaden: "Jedem kann das mal passieren" Großer Schaden: Mache die andere Person verantwortlich (Jemand muss Schuld sein!) --> Rückgewinnung von Kontrolle zum Beispiel bei Flugzeugunglücken, Katastrophen, Abwertung von Opfern --> Defensive Attribution als Spezialform der externalen Attribution, um Selbstwert zu schützen
  • Fritz Heider : Begründer der Attributionstheorie --> Warum sind Attributionen wichtig? Nenne die Dimensionen der Attribution Warum? Sie helfen, die Umwelt zu kontrollieren, Ereignisse vorhersagen Bestimmen Gefühle, Einstellungen und Verhalten Sie bestimmten Erwartungen und künftiges Verhalten Dimensionen Lokus: innen oder außen [internale vs. Externale Ursachen} Kontrollierbarkeit: gegeben oder nicht gegeben [beeinflussbar vs. Nicht beeinflussbare Ursachen] Stabilität : gegeben oder nicht gegeben (stabile vs. variable Ursachen)
  • Kelleys Attributionswürfel Kelley: Attributionswürfel Idee: wir brauchen mehrere Einflussfaktoren, die wir kombinieren, um  Entscheidungen zu fällen „principle of covariation“ Personen Entitäten (z.B. Ziele, Objekte, andere Personen) Situationen / Zeitpunkte Quellen der Information (hoch oder tief) „distinctiveness“ (ist es typisch für ihn?) „consensus“ (ist dieses Verhalten weit verbreitet? Wenn alle andern es auch machen: hoher Konsensus) „consistency“ (Konsistenz des Verhaltens, über die Zeit)
  • Jones und Davis 1965, Theorie der korrespondierenden Schlussfolgerungen WISSEN und KÖNNEN bestimmt INTENSIONEN + Persönlichkeitseigenschaften INTENSIONEN bestimmen VERHALTEN --> E1, E2, E3 --> Verhalten wird anschließend genommen, um Charaktereigenschaften zu bewerten --> Dabei die Frage: Waren dem Handelnden die Konsequenz seiner Handlung bewusst? SITUATIONALE ANFORDERUNGEN und SOZIALER DRUCK können VERHALTEN beeinflussen Wir erklären uns das Verhalten, in dem wir Charaktereigenschaften (Dispostionen) bewerten/interpretieren --> Wir schließen von Verhalten zurück auf Charaktereigenschaften (Alltagspsychologie) --> "Er hat mich gestoßen, weil er aggressiv ist" - Das Können und Wissen bei der Ausführung der Handlung  wird voraussetzt - Sichtbar: Verhalten, das Konsequenzen hat; situationale Anforderungen der Lage; sozialer Druck („man muss“) --> Wird benutzt, um Handlung und damit auch die Persönlichkeit zu bewerten --> nicht immer können wir sicher sein, dass tatsächlich das Verhalten durch eine Eigenschaft begründet ist (inwieweit stimmt das Verhalten ?Wie sicher kann ich mir sein?) Sozialpsychologie: viele andere Einflüsse! (Man kann nicht einfach von Verhalten auf Persönlichkeit schließen)
  • Jones & Davis (1965) --> "Wann können wir unserer Schlussfolgerungen sicher sein?" ·         Social desirability of behavior: Ist Verhalten in Situation erwünscht? Ist Verhalten freiwillig gewählt oder durch Situation erzwungen? --> freiwilliges Verhalten ist informativer Analysis noncommon effects: Viel outcome, Motive sind nicht klar, wenig/seltener Outcome: Motive treten in Vordergrund Social role: Verhalten entsprechend bestimmter (sozialer)  Rolle ist nicht unbedingt informativ, geht einfach nur seiner Arbeit nach Preexisting expectations
  • Jones et. al 1961 --> Experiment Einstellungsinterviews ·         Einstellungsinterviews für Astronauten bzw. U-Boot-Fahrer (Tonbandaufnahemn) ·         Idealer Astronaut ist „inner-directed“, idealer U-Boot-Fahrer ist „other-directed“ ·         Konsistenz-Bedingungen: 1.       Astronauten Bewerber gibt sich „inner-directed“ 2.       U-Boot-Bewerber gibt sich „other dircted“ ·         Inkonsistenz Bedingungen: 3.       Austronauten Bewerber gibt sich „other directed“ 4.       U-Boot Bewerber gibt sich „inner-directed“ Wie ist Person wirklich? Wie sicher bist du dir mit deinem Urteil? Konssistenz: mittlere Urteile (verstehe nicht wodrin) und geringe Sicherheit Inkonsistenz: extreme Urteile (WTF) und größere Sicherheit
  • Attributionen: Fremd- und Selbstwahrnehmung Menschen erschließen die eigenen, internalen Zuständen in der selben Artund Weise wie die internalen Zustände von anderen: Wir schließen vonunserem eigenen offenen Verhalten und von unserer Wahrnehmung desEinflusses von Umweltkräften auf dieses Verhalten auf unsere innerenZustände. --> Unsere eigenen Emotionen, Einstellungen, Eigenschaften und Fähigkeitensind oft unklar und mehrdeutig. -->Wir haben nur begrenzten Zugang zu unseren internalen Prozessen, sinduns der Faktoren, die unser Verhalten beeinflussen, nur zum Teil bewusst. --> Wir suchen deshalb sowohl bei der Selbstwahrnehmung als auch bei derFremdwahrnehmung nach invarianten Quellen von Gründen und Effekten.
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  • Selbstwahrnehmungstheorie von Bem, 1967, 1972 --> Innere Hinweisreize (Gefühle, Gedanken, Vorlieben..) schwach, mehrdeutig oder schwer zu interpretieren --> Innere Zustände werden aus der Beobachtung des eigenen Verhalten sund situationaler Begleitumstände geschlossen --> Innere Zustände als Ursache eines bestimmten Verhaltens: nur wennVerhalten nicht allein aus Situation verstehbar ist --> Je unvollständiger äußere Umwelt, desto eher wird Verhalten auf korrespondierende innere Zustände zurückgeführt
  • Versuch von Salancik & Cornway (1975) : Religiosität ·         Subjektive Beschreibung des religiösen Verhaltens von Versuchspersonen ·         Bedingungen: 1.       Lesen Sie gelegentlich eine religiöse Zeitung oder ein Maagzin? Besuchen Sie gelegentlich eine Kirche oder eine Synagoge? 2.       Lesen Sie häufig eine religiöse Zeitung oder ein Magazin? Besuchen Sie häufig eine Kirche oder Synagoge? Wie religiös sind Sie? --> Vp beschreiben sich als religiöser, wenn sie mehr religiöse Aktivitäten berichten können Beide Gruppen tatsächlich in etwa gleich viele religiöse Aktivitäten
  • Experiment: Lepper et al. (1973): Motivation (Kindergartenkinder) Alle Kinder malen gern: 1)    Preis für das Malen mit Filzstiften (5 Minuten) zugesagt und bekamen auch Preis 2)    kein Preis, 5 Minuten malen 3)    kein Preis, 5 Min malen, Preis überraschend bekommen Einige Tage später: Beobachtung der Kinder in freier Spielsituation (unwissend) Wie lange malten die Kinder? (Wie gern malen Kinder nun?) Ergebnis: Die Kinder Gruppe (3) malten am längsten, (2), (1) --> intrinsische Motivation kann durch die Belohnung vermindert werden(“overjustification“)--> Kinder denken, sie malen nur, weil sie dafür eine Belohnung bekommen --> Produktivität, aber auch Kreativität gemindert
  • Weiner (Attributionstheorie) UNKLAR!