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Sozialpsychologie (Fach) / VL 8 (Lektion)

Konformität

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  • Konformität ist die Veränderung des eigenen Verhaltens (Anpassung an das Verhalten anderer) aufgrund des tatsächlichen oder angenommenen Einflusses anderer Personen das Verhalten anderer Menschen dient als Informationsquelle Bedürfnis nach sozialer Anerkennung
  • informationaler sozialer Einfluss ist der Einfluss anderer Menschen, der uns dazu bringt, uns ihnen anzupassen, weil wir sie als Informationsquelle dafür betrachten, wie wir uns verhalten sollten. Wir passen uns an, weil wir glauben, dass ihre Interpretation einer mehrdeutigen Situation zutreffender ist als unsere und uns helfen wird, angemessen zu handeln.
  • Wann hat informationeller Einfluss ein konformes Verhalten zur Folge? 1.Wenn die Situation mehrdeutig ist (wichtigste Variable) - Menschen sind unsicher und nutzen andere Menschen als Informationsquellen; je unsicherer, desto mehr Verlass auf andere 2.Wenn es sich um eine Krisensituation handelt - Krisensituationen gehen häufig mit Mehrdeutigkeit einher. - keine Zeit, sofortiges Handeln erforderlich, Angst und Nervosität 3.Wenn andere Personen Experten/innen sind - Je mehr Sachkenntnisse eine Person (vermeintlich) hat, desto wertvoller ist sie als Leitbild in einer mehrdeutigen Situation
  • Normativer sozialer Einfluss ist der Einfluss anderer Menschen, der uns zu konformem Verhalten verleitet, um von ihnen gemocht und akzeptiert zu werden. Diese Art der Konformität führt zu öffentlicher Compliance mit den Überzeugungen und Verhaltensweisen der Gruppe, aber nicht unbedingt zu privater Akzeptanz.
  • Situationen die normativen Einfluss hervorrufen Bsp.: Kleidung, Sprache, höfliches (akzeptables) Verhalten, Anpassung an implizite oder explizite Regeln einer Gruppe grundlegendes menschliches Bedürfnis nach sozialen Kontakten; Wunsch, von anderen akzeptiert/anerkannt zu werden Normativer sozialer Einfluss zeigt sich auch dann, wenn man sich des eigentlich richtigen Verhaltens sicher ist. Asch-Untersuchungen zur Beurteilung von Linien: - keine mehrdeutige Situation (informationaler Einfluss), sondern eindeutige und objektive Lösung der Aufgabe
  • Social-Impact-Theorie Ob wir uns dem sozialen Einfluss einer Gruppe beugen, hängt davon ab, wie wichtig sie uns ist, wie unmittelbar wir ihrem Einfluss ausgesetzt sind und wie viele Mitglieder sie hat
  • Reagieren wir auf sozialen Einfluss? 3 Variablen zur Bestimmung 1. Stärke: Wie wichtig ist uns die Gruppe? 2. Unmittelbarkeit: Wie nah ist uns die Gruppe räumlich und zeitlich während des Beeinflussungsversuchs? 3. Anzahl: Wie viele Mitglieder hat die Gruppe?
  • Normativer Einfluss im Alltag bezogen auf den Körper der Frau Frauen lernen, welche Körperfigur als attraktiv beurteilt wird (durch Medien, Familie, Freundeskreis etc.). neigen dazu, sich als fülliger wahrzunehmen, insbesondere dann, wenn sie in Medien mit dünnen Frauen konfrontiert wurden normativer sozialer Einfluss: Diäten, Essstörungen (in Folge des soziokulturellen Drucks, dünn zu sein) verstärkter Druck auch bei Männern (Muskelmasse
  • Menschen geben normativem Druck nach, wenn 1. wenn die Gruppengröße drei oder mehr beträgt Variation der Gruppengröße (Asch, 1955) 2. wenn die Gruppe wichtig ist Identifikation mit Gruppe, sich verbunden fühlen, Wunsch nach Freundschaft/Liebe/Respekt 3. wenn man keine Verbündeten in der Gruppe hat Asch-Konformität verringert (nur noch 6%), wenn ein "Verbündeter" 4. wenn die Gruppenkultur kollektivistisch ist Meta-Analysen; aber: z.B. weniger Asch-Konformität in Japan (vermutlich da Fremde; societal vs. in-group collectivism)
  • Das Bedürfnis exakt zu sein in Situationen in denen es eforderlich ist exakt zu sein, nimmt die Neigung zu sich mit anderen auf Grund von informationalem sozialen Einfluss konform zu verhalten
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  • Einfluss von Minderheiten Minderheiten müssen ihren Standpunkt konsequent vertreten, damit er von der Masse angenommen wird
  • Injunktive normen Die wahrnehmung welche Verhaltensweisen von anderen gebilligt oder missbilligt werden
  • Deskriptive Normen Die Wahrnehmung wie andere sich in einer bestimmten Situation tatsächlich verhalten, unabhängig davon ob es gebilligt oder missbilligt wird
  • Soziale Normen die impliziten und expliziten Regeln einer Gruppe für akzeptable Verhaltensweisen, Werte und Überzeugungen ihrer Mitglieder
  • Idiosynkrasiekredit Die Toleranz einer Gruppe gegenüber individueller Abweichung, die man sich im Laufe der Zeit durch Anpassung an deren NOrman verdient hat hat man genügend gesammelt, kann man sich auch mal nicht normkonform verhalten ohne Sanktionen zu erhalten
  • Psychogene Massenerkrankung Das auftreten ähnlicher psychischer Faktoren in einer Gruppe  ohne erkennbaren physischen Grund
  • Öffentliche Compliance Die öffentliche Konformität mit dem Verhalten anderer, ohne von dem eigenen Verhalten wirklich überzeugt zu sein
  • Private Akzeptanz Anpassung an das Verhalten anderer, aus der festen Übrzeugung heraus, dass das was sie sagen oder tun richtig ist