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PoWi (Fach) / politische Theorie (Lektion)

Einführung in die politische Theorie

Diese Lektion wurde von lisbeth102 erstellt.

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  • Stellen Sie das Gefangendilemma (in Klausur auch Frage nach Chicken- und Assurance-Game möglich) in der Normalform dar und diskutieren Sie die Konsequenzen einer solchen Spielstruktur. Nehmen Sie dabei Bezug auf die Begriffe dominante Strategie, Definition: Ein Spiel in Normalform besteht aus… a) Spielern, mindestens 2 b) Diese können zwischen Strategien wählen c) wobei für alle Strategien und für jeden Spieler Auszahlungen (Präferenzränge,     Nutzenwerte) festgelegt sind d) Bei einem Spiel mit vollständiger Information sind die Auszahlungen allen Spielern     bekannt. Grundbegriffe • Bei der Analyse von Entscheidungssituationen sollte zunächst danach gefragt werden, ob   es eine dominante Strategie gibt. • Dominante Strategien liefern immer ein besseres (strikt dominant) oder mindestens      gleich gutes Ergebnis (schwach dominant) wie jede andere Strategie. • Wählen beide Akteure diese Strategie, hat kein Akteur einen Anreiz, einseitig davon    abzuweichen (Nash-Gleichgewicht) • Nash-Gleichgewicht ist eine Strategie-Kombination, bei der die einzelnen Strategien    jeweils die gegenseitig besten Antworten auf die Strategie des jeweils anderen Spielers  sind. • Pareto-optimales Spielergebnis besteht, wenn sich keiner der Spieler verbessern kann,  ohne dass sich ein anderer verschlechtert. • Eine Strategie, die entweder gewählt wird oder nicht, bezeichnet man als reine Strategie.   Die Strategie, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit gewählt wird, bezeichnet man  als gemischte Strate FallbeispielDie Mitgliedstaaten der Europäischen Union möchten einen gemeinsamen Binnenmarkt einrichten. Dazu muss jeder Staat Handelsbarrieren, die seine eigene Industrie gegen Wettbewerb aus anderen Ländern schützen, aufheben. Was ist das Problem bei der Aufhebung dieser nationalen Handelsbarrieren?
  • Sie bekommen eine Auszahlungsmatrix. Ihre Aufgabe wird sein, dominante Strategien, Nash-Gleichgewichte und Pareto-Optima (falls jeweils vorhanden) zu bestimmen. Die Aufgabenstellung wird lauten: Analysieren sie das folgende Spiel.                                                                                                  Akteur 2                                                               Handelsbarriere abbauen            nicht abbauen   Akteur 1    Handelsbarriere abbauen           3,3                                                1,4                      nicht abbauen                               4,1                                                2,2 - dominante Strategie: Handelsbarrieren nicht abbauen - Nash-Gg.: 2,2 - Pareto-Optima: 3,3 | 1,4 | 4,1
  • Was ist der Unterschied zwischen der Normalform und der Extensivform eines Spiels? Extensivform -sequentielle Entscheidungen. Ein Spiel besteht aus… a) Einer Menge von Spielern b) Einem Spielbaum c) Den Auszahlungen an die Spieler an allen Endpunkten des Spielbaums Ein Spielbaum  besteht aus Knoten und Kanten (Zweigen): – Knoten symbolisieren Entscheidungspunkte, hierarchische Struktur (oben ist zeitlich vor unten) – Kanten stehen für gewählte Alternativen – Gestrichelte Linie verbindet Knoten in einem Informationsbezirk (Menge von Knoten auf einer Ebene) Normalform a) Spielern, mindestents 2  b) diese können zwischen Strategien wählen   c) wobei für alle Strategien und für jeden Spieler Auszahlungen (Präferenzränge, Nutzenwerte) festgelegt sind   d) Bei einem Speil mit vollständigen Information sind die Auszahlungen allen Spielern bekannt
  • Erläutern Sie das Vertrauensspiel in der Extensivform. Gibt es dominante Strategien? Abbildung! Spieler 1 = Käufer; Spieler 2 = Verkäufer; Im (sequentiellen) Vertrauensspiel kann nur Treuhänder ausbeuten
  • Für welche Fragestellungen eignen sich spieltheoretische Analysen, wann sind eher Simulationen angemessen? Im großen und ganzen produziert die Simulation die zu erwartenden Ergebnisse (ein hoher Anteil an percent-defectors wirkt negativ, hohe Anfangsausstattung mit trust wirkt positiv) Es zeigt sich jedoch eine hohe Varianz bei gleichen Einstellungen, was für starke Nachbarschaftsergebnisse spricht Netzwerke haben nur bei geringer Mobilität einen positiven Effekt auf Trust, ansonsten wirken sie negativ Lokal abgeschlossene Strukturen haben negative Effekte auf das Lernen von Trust Ein methodisches Fazit: Simulationen können als Weiterführung spieltheoretischer Überlegungen verstanden werden Spieltheoretische Modelle                                                                            Simulation Gleichgewichtstheorien                                                               Non-Equilibria-Theorien Schwierigkeiten mit Integration von Lernen      Endogenisierung von Lernen ist möglich Sind stärker Variablen-basiert                           Im Mittelpunkt stehen die Repräsentationen                                                                                  sozialer Entitäten und der sie antreibenden                                                                                    Mechanismen Strikt analytisch und nomothetisch                     Synthetisch und generativ
  • Welche Chance haben Sie als Opfer in einer Situation, die dem Kidnapper-Spiel entspricht?                                                                                                             hält dich                    3      2                                  freilassen                Opfer                                  Polizei                     1       3 Kidnapper                                  töten                                                         2      1
  • In welchen Formen treten vertragstheoretische Argumente auf? ( Thomas Hobbes ) Versionen des vertragstheoretischen Arguments… Positive Version                                                                     Normative Version  a) Historische Variante                                                           a) Realistische Variante:                                                                                                       • Expliziter                                                                                                       • impliziter Vertrag b) Pseudohistorische Variante                                               b) Idealistische Variante
  • Vergleichen Sie die politischen Ideen Aristoteles mit denen Hobbes. Welche charakteristischen Unterschiede lassen sich finden? Aristoteles:  Der Mensch ist von Natur aus ein politisches Wesen und kann seine wahre Identität erst im Staat ausleben - Kooperationsantrhopologie  Staat muss nicht vom einzelnen Individuum gerechtfertigt werden Hobbes: spricht von Rechtspositivismus (http://www.bpb.de/wissen/PVJR7Y,0,0,Rechtspositivismus.html) Staatlichkeit muss sich vor dem Menschen rechtfertigen, z.B. über vertragstheoretische Position, weil in individuelles Recht eingreift Die Rolle des Individuums wird wertgeschätzt  Meisten Dinge/Situationen sind Menschengemacht und können geändert werden
  • Skizzieren Sie die Bedingungen des Naturzustands bei Hobbes? Der Naturzustand • Objektive Bedingungen – Doppelte Knappheit der Güter und der Mittel – Gleichheit der Menschen / Ateure • Subjektive Bedingung – Trieb zur Selbsterhaltung – Wunsch nach sozialer Anerkennung -> Naturzustand ist ein Kriegszustand
  • Wie lässt sich nach Hobbes Herrschaft rechtfertigen? Naturzustand ist Kriegszustand, weil… • Konkurrenz um knappe Güter wird aufgrund natürlicher Gleichheit mit Gewalt ausgetragen • Fundamentale Unsicherheit und Bedrohungslage führen zu präventiven Attacken • Natürliche Streben nach Anerkennung führt bei Verweigerung zu Gewalt               Konsequenz: Naturzustand ist gekennzeichnet durch ein Krieg aller gegen alle (homo homini   lupus)                                                                                                                                                 → Furcht vor den anderen -> Präventivmaßnahme Recht und Gesetz im Naturzustand • Es gibt ein Recht auf Alles (ius in omnia), gemeint ist eine natürliche Freiheit des                   Menschen, die keine Schranken kennt • Es gibt natürliche Gesetze im Naturzustand, gemeint sind hier allgemeine Regeln der           Vernunft • Der Naturzustand kennt kein Unrecht. • Leben eines Menschen im Frieden ist sicherer als im Krieg. • Natürliches Gesetz verlangt Rechtsverzicht der Individuen zu Gunsten eines Souveräns um   Frieden zu schaffen
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  • Nehmen Sie Stellung zu der These, dass Hobbes den Absolutismus rechtfertigt. Beide Antworten mit richtiger Begründung möglich! pro: John-Lock als absolutistischer Staat  ???? contra: analytischesModell: Machtmissbrauch nicht möglich Absolutismus rechtfertigt sich nur vor Gott über das Gottesgnadentum – bei Hobbes muss sich aber Herrschaft vor allen Bürgern rechtfertigen  Ein absolutistischer Herrscher fragt keinen Untertanen nach seiner Zustimmung – Hobbes geht davon aus, dass die Menschen freiwillig ihre Rechte abtreten, um in Frieden leben zu können  Ein absolutistischer Herrscher hat das Recht über Leben und Tod – der Leviathan aber muss das Recht auf Leben achten
  • Nennen Sie die allgemeine und die spezielle Konzeption der Gerechtigkeit bei Rawls! Allgemeine Konzeption - Im Urzustand entscheiden sich Akteure für eine allgemeine Konzeption der Gerechtigkeit (Gleichverteilung der sozialen Primärgüter) à Gleichheitsgebot - Abweichungen sind möglich (nicht bei Freiheitsrechten und Chancen), aber rechtfertigungsbedürftig (z.B. bei Machtpositionen, Einkommen und Vermögen) Spezielle Konzeption - Die spezielle Konzeption der Gerechtigkeit ist in Verbindung mit zwei Prioritätsregeln definiert, unter welchen Umständen Abweichungen von der allgemeinen Konzeption der Gerechtigkeit möglich sind:       →Prinzip 1: Jedermann hat gleiches Recht auf das umfangsreichste Gesamtsystem           gleicher Grundfreiheiten, das für alle möglich ist. (Pr. gl. Freiheit)      → Prinzip 2: Soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten sind so zu regeln, dass sie             sowohl (a) den am wenigsten Begünstigten die bestmöglichen Aussichten bringen            (Differenzprinzip) als auch (b) mit Ämtern und Positionen verbunden sind, die            allen gemäß der fairen Chancengleichheit (Prinzip Chancengleichheit) offen stehen. - Prioritätsregeln räumen 1. Prinzip einen absoluten Vorrang vor dem 2. Prinzip ein und dem Prinzip der Chancengleichheit einen absoluten Vorrang vor dem Differenzprinzip ein.
  • Durch welche Bedingungen ist der Urzustand bei Rawls gekennzeichnet. Urzustand Prinzipien einer gerechten Gesellschaft lassen sich als Ergebnis der Einigung vernünftiger  Individuen in einem Urzustand rekonstruieren.  Individuen sollen in diesem Urzustand über Gerechtigkeitsprinzipien entscheiden, die die spätere Gesellschaft strukturieren Urzustand muss nun in einer Weise konstruiert werden, dass die Ergebnisse dieses Einigungsprozesses als gerecht bezeichnet werden können  Urzustand ist gekennzeichnet durch einen ursprünglichen Zustand der Gleichheit zwischen den Individuen  Urzustand entspricht unserer Vorstellung eines fairen Anfangspunktes Individuen im Urzustand zeichnen sich aus durch: - Motivationsannahmen: Akteure sind vernünftig  Akteure sind an optimaler Ausstattung mit sozialen Primärgütern interessiert  Akteure sind desinteressiert an anderen, d.h. kein Neid  - Informationsannahmen: Komplexes Wissen über politikwissenschaftliche, soziologische, ökonomische, psychologische Mechanismen, die in einer Gesellschaft wirken können  Aber Schleier des Nichtwissens (Veil of Ignorance), d.h. Unwissenheit über die spätere Position in der Gesellschaft  → Akteure werden für solche Prinzipien votieren, die Ausstattung mit sozialen Primärgütern maximiert
  • Was versteht Rawls unter Gerechtigkeit? Rawls klammert individuelle Gerechtigkeit aus und konzentriert sich auf die Frage der Verteilungsgerechtigkeit von Institutionen Gerechtigkeit als höchste Tugend von Institutionen Gerechtigkeit herzustellen‘ bedeutet, eine gerechte gesellschaftliche Ordnung zu schaffen (wohlgeordnete Gesellschaft)  Gerechtigkeit hängt damit mit den institutionellen Regeln einer Gesellschaft zusammen  Eine wohlgeordnete Gesellschaft wäre eine Gesellschaft, in der ein gemeinsames Wissen  ihrer Mitglieder darüber besteht, dass Alle Individuen die gleichen Prinzipien der Gerechtigkeit akzeptieren und  Die grundlegenden Institutionen der Gesellschaft den allgemein akzeptierten Gerechtigkeitsprinzipien genügen  →Konsens über moralisch gerechtfertigte Prinzipien und politische Institutionen, die diese Prinzipien umsetzen (bisher rein formale Bestimmung)
  • Welche Funktion erfüllt der Urzustand in Rawls Argumentation? Rawls geht es nicht um die Rechtfertigung von Herrschaft, sondern um die Legitimation einer bestimmten Konzeption sozialer Gerechtigkeit  Der Urzustand ist eine Argumentationsperspektive (Gedankenexperiment), in die sich jedes vernünftige Individuum hineinbegeben kann, wenn es an der moralischen Beurteilung von Gerechtigkeitsprinzipien interessiert ist
  • Welchen Status hat die Rationalitätsannahme bei Rawls und zu welchem Zweck wird sie verwendet? Begründen Sie ihre Position Akteure entscheiden im Urzustand nach der Maximum-Regel…  da sie aufgrund des Schleiers des Nichtwissens keine Wahrscheinlichkeiten über spätere Position wissen  da Akteure auf jeden Fall ein ausreichendes Niveau sozialer Primärgüter anstreben (ausreichendes Minimum)  da abgelehnte Alternativen zu unannehmbaren Alternativen führen, da sie ausreichende Versorgung an sozialen Primärgütern nicht garantieren können
  • Diskutieren Sie die Leistungsfähigkeit der Argumentation von Rawls Problem der Gerechtigkeit durch Verknüpfung von objektiven und subjektiven Bedingungen menschlichen Lebens: einerseits hat jedes Individuum Interesse mit anderen eine Gesellschaft zu bilden, jedoch Uneinigkeit hinsichtlich der konstituierenden Regeln. Argumentation nur Gedankenexperiment, nur bei Interesse einer moralischen Beurteilung von Gerechtigkeitsprinzipen.
  • Skizzieren Sie ein Forschungsprojekt, das vor dem Hintergrund der Ideen von Rawls bearbeitet werden kann Akzeptanz und Wirksamkeit konkreter Leistungsanreizmodelle wie der leistungsorientierten Mittelvergabe im Hochschulwesen. Ein theoretisches Fundament der Gerechtigkeitsprinzipien bilden normative Gerechtigkeitstheorien. Diese zielen vornehmlich darauf ab, aus als allgemeingültig angenommenen Prinzipien Gerechtigkeitsvorstellungen abzuleiten, die sich auf Institutionen und institutionelle Regelungen für das Zusammenleben in großen, teilweise anonymen Gesellschaften anwenden lassen n. Im Zentrum stehen kann die Durchsetzung von Gerechtigkeit in den allgemeinen Ausgangsbedingungen (Chancengleichheit bzw. -gerechtigkeit), in den Verfahren des aufeinander bezogenen Handelns zwischenPerswonen (Verfahrensgerechtigkeit) oder in den darauf aufbauenden Handlungsergebnisse (Verteilungsgerechtigkeit).
  • Welche Rolle spielt der Anarchist in der Argumentation von Nozick? Die Rolle des Skeptikers in der Erkenntnistheorie übernimmt der Anarchist in der Normativen Politischen Philosophie  Ziel der Überlegungen von Nozick ist Widerlegung des Anarchisten  Wie muss der Naturzustand aussehen, dass der Anarchist überzeugt werden kann? Kann es ein Zustand des Kampfes sein?  Er muss der positiven Erwartung des Anarchisten entsprechen  Er darf nicht in der Festlegung des Ausgangszustands (wie etwa bei Hobbes: Krieg aller gegen alle) bereits staatsfreie Alternativen ausschließen  Er muss zwangsläufig, normativ angemessen und nicht-intendiert entstehen (Prinzip der unsichtbaren Hand) Vorgehensweise Nozicks und Aufbau der Argumentation 1. Ausgangspunkt: Naturzustandskonzeption, die Anarchismus wohlwollend entgegenkommt 2. Gezeigt werden soll, wie sich trotzdem aus Naturzustand notwendig ein Staatsgebilde entwickelt Welches auch Anarchisten dem Naturzustand vorziehen  Welches keine absoluten Freiheitsrechte des Individuums verletzt (Position Locke)  3. Es entsteht ein Minimalstaat und es soll gezeigt werden, dass kein darüber hinausgehender Staat legitimiert werden kann.
  • Vergleichen Sie die Reichweite des Gerechtigkeitsprinzips bei Nozick und Rawls. Das zentrale theoretische ProblemfürNozick Er muss zeigen, • dass man ohne Naturrechtsverletzungen die Privatjustiz der Nichtorganisierten verbieten darf    (nicht alle sind Mitglied, können sich ja auch auf Naturrechte berufen) • dass man zum Zweck des Schutzes der Mittellosen umverteilen darf, d.h. die Begüterten          zwingen, den Schutz der Mittelosen mitzufinanzieren Rawls klammert individuelle Gerechtigkeit aus und konzentriert sich auf die Frage der Verteilungsgerechtigkeit von Institutionen - Gerechtigkeit als höchste Tugend von Institutionen - ‚Gerechtigkeit herzustellen‘ bedeutet, eine gerechte gesellschaftliche Ordnung zu schaffen (wohlgeordnete Gesellschaft) - Gerechtigkeit hängt damit mit den institutionellen Regeln einer Gesellschaft zusammen - Eine wohlgeordnete Gesellschaft wäre eine Gesellschaft, in der ein gemeinsames Wissen ihrer Mitglieder darüber besteht, dass - Alle Individuen die gleichen Prinzipien der Gerechtigkeit akzeptieren und    Die grundlegenden Institutionen der Gesellschaft den allgemein akzeptierten Gerechtigkeitsprinzipien genügen                                                                     - Konsens über moralisch gerechtfertigte Prinzipien und politische Institutionen, die diese Prinzipien umsetzen (bisher rein formale Bestimmung)
  • Rekonstruieren Sie die Argumentation von Nozick Vorgehensweise Nozicks und Aufbau der Argumentation 1. Ausgangspunkt: Naturzustandskonzeption, die Anarchismus wohlwollend entgegenkommt 2. Gezeigt werden soll, wie sich trotzdem aus Naturzustand notwendig ein Staatsgebilde               entwickelt  Welches auch Anarchisten dem Naturzustand vorziehen  Welches keine absoluten Freiheitsrechte des Individuums verletzt (Position Locke)  3. Es entsteht ein Minimalstaat und es soll gezeigt werden, dass kein darüber                                 hinausgehender Staat legitimiert werden kann.
  • Diskutieren Sie die Argumentation von Nozick. Welche Kritikpunkte lassen sich aus ihrer Sicht daran anbringen? Kritik anNozick• Begründung für die Annahme, dass jeder Mensch ein Recht auf Freiheit, Leben und Eigentum hat, fehlt. • Warum gibt es nur negative Schutzrechte und keine Anspruchsrechte? Fraglich, ob auf dieser Grundlage kooperatives Miteinander möglich ist. • Die gesamte Entwicklung lässt sich über das Eigennutzaxiom begründen. Allerdings muss beim Übergang vom Ultraminimalstaat zum Minimalstaat ein moralisches Motiv bei der Schutzvereinigung unterstellt werden (Orientierung am Entschädigungsgrundsatz).                     • Ist Anarchist wirklich überzeugt, dass Schutzvereinigung diese                       Entschädigung wirklich zahlt?                     • Ist Anarchist wirklich bereit, Naturrechte für Entschädigung wirklich                       aufzugeben?