15

Persönlichkeitspsychologie (Fach) / Kapitel 1 (Lektion)

Perskeit in Alltag Wissenschaft und Praxis

Diese Lektion wurde von Nadjaka erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

Anzeige
  • Definiere Alltagspsychologie -System kulturell überlieferter Überzeugungen-über menschliches Erleben und Verhalten- und dessen Ursache
  • Warum ist nach Lauch die deutsche Alltagspsychologie eine Dispositionstheorie ? Es wird angenommen dass mittelfristig stabile Verhaltensdispositionen existieren.  = Verhaltensregelmäßigkeiten, nicht konkretes Verhalten, dass aus Beobachtung erschlossen wird.
  • Welche Arten von Dispositionen findet man in der Alltagspsychologie ? Aktbefähigende(Intelligenz...), Aktgestaltende(Humor....), Wissensvorrate(Sprachkenntnisse...), Neigungsdispositionen (Aggressivität, Geiz...) Normdispositionen (Ehrlichkeit) Gefühlsdispositionen (Ängstlichkeit, ...)
  • Welches sind die 8 zentralen Kriterien für Theorien in empirischen Wissenschaften ? 1. Vollständigkeit 2.Sparsamkeit 3.Wiederspruchsfreiheit 4.Explizietheit (der verwendeten Begriffe) 5. Produktivität (soll neue Fragestellungen erzeugen und damit die Forschung anregen) 6. Anwendbarkeit: (die Theorie sollte praktisch anwendbar sein umd bspw. Phänomene zu eklären) 7. Empirische Verankerung (Operationalisierbarkeit der Konstrukte) 8. Empirische Prüfbarkeit
  • Definiere Persönlichkeitspsychologie Pkeitspsychologie ist die empirische Wissenschaft von - den individuellen Bedonderheiten von Menschen  -in körperlicher Erscheinung, Verhalten und Erleben
  • Präzisiere "individuelle Besonderheiten" von Menschen "zeitlich stabilde relaitive (im Vgl mit Referenzpopulation) Ausprägung einer Eigenschaft in der sich die meisten menschen unterscheiden (Stimmung beim Mittagessen oder Fähigkeit zu sprechen wären demnach keine Individuellen Besonderheiten" - gemeint sind zeitlich Stabile Besonderheiten -im Vergleich mit einer Referenzpopulation -> relative Ausprägung von nicht-pathologische Normalvarianten
  • Definiere Persönlichkeit "individuelles, stabiles (und nicht-pathologisches) Muster in Erscheinung,Erleben und Verhalten" (im Vgl mit einer referenzpopulation) -Nicht-pathologische Individualität in - körperlicher Erscheinung, Erleben und Verhalten -im Vergleich zu einer Referenzpopulation (von Menschen mit gleichem Alter, Kultur...)
  • Nenne 4 Anwendungsbereiche der perskeitspsychologie Personalauswahl und Personalentwicklung (A&O) Begutachtung vor Gericht (Rechtspsychologie) Zielgruppenorientierte Prävention (Gesundheitswesen) Begutachtung und Fahrtauglichkeit ( Verkehrspsychologie)
  • Welche allgemeine Forderung muss ein theoretisches Konstrukt erfüllen ? theoretische Konstrukte müssen via Zuordnungsregeln mit empirischen/beobachtbaren Indikatoren Verknüpft sein. Diese Zuordnungsregeln=Operationalisierung beschreiben ein Messverfahren das angibt, WAS, WIE OFT, beobachtet werden muss
  • Welche Gefahr besteht, wenn Begriffe nicht präzise definiert sind ? Unpräzise Definitionen erhöhen die Gefahr von Zirkelschlüssen
  • Anzeige
  • Wie ist die Alltagspsychologie im Hinblick auf die 8 Kriterien zu bewerten ? Sie ist zwar Vollständig und Anwendbar, dafür aber oft widersprüchlich, nicht ausreichend explizit, wenig produktiv und nicht sparsam. Auch die 2 wichtigsten Kriterien werden von ihr nicht erfüllt: empirische Verankerung und Prüfbarkeit.
  • Warum betrachtet die Perskeitspsychologie keine pathologische EigenschaftsVarianten ? 1. Diese sind oft nicht ausreichend stabil 2. Sie sind anders zu erklären (abweichende Ätiologie)
  • Ist die tägliche Stimmung bei Mittagessen eine Eigenschaft ? Nein, da sie täglich schwankt -> nicht stabil
  • Wenn 90 % der Studenten sich für sensibler halten als der Durchschnitt, ist diese Meinung dann eine Perskeitseigenschaft ? Nein, da sie von fast allen geteilt wid (Barnum-Aussage)
  • Ein Personaler ist davon überzeugt, dass Intelligenz und Schönheit zusammenhängen. Woran könnte das liegen ? Möglicherweise teilt er implizit die alltagspsychologische Theorie, dass Intelligenz und Schönheit vertikal verknüpft sind. Diese implizite Theorie kann die kognitive Verarbeitung verändern (selektive Wahrnehmung, positives Hypothesentesten) und sein Verhalten so beeinflussen dass sein Gegenüber die Erwartungen erfüllt (Rosenthal-Effekt)