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Technologie

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  • Beschichten von Pellets/Tabletten Vor- und Nachteile Vorteile: konventionelle Apparaturen und hohe Ausbeute Nachteile: großer Zeitaufwand Möglichkeit von Wirkstoffverlust eventuelles Zwischensieben erforderlich
  • Extrudieren Anwendung von Druck auf eine Masse, bis diese durch Öffnungen definierter Größe fließe Zwei Dimensionen des enstehenden Agglomerates sind definiert, nur die Länge kann variieren
  • Anforderungen zum Extrudieren Die feuchte Masse muss über inhärente Fließeigenschaften verfügen, die einen Fluss während des Prozesses erlauben selbstschmierende Eigenschaften besitzen nicht mit sich selbst verkleben hinreichend starr sein, damit die aufgeprägte Form erhalten bleibt
  • Runden (=Sphäronisieren) Das Extrudat wird auf einer schnell rotierenden Platte in kurze Stücke gebrochen, die aufgrund von plastischer Verformbarkeit zu Kugeln ausrunden rotierende Friktionsscheibe mit Pyramidenstümpfen
  • Anforderungen an Extrudate zum Sphäronisieren Extrudate müssen im feuchten Zustand hinreichend fest sein spräde genug sein, um in der Rundungsmaschine in kleine Stücke zu brechen hinreichend plastisch verformbar sein, um aus Zylindern zu Kugeln auszurunden nicht verkleben, damit die gebildeten Pellets während des gesamten Prozesses erhalten bleiben
  • Seitenverhältnis SV/aspect ratio SV=Dmax/D90° Dmax: größter Feret-Durchmesser D90°: Feret-Durchmesser 90° zu Dmax
  • Extrudertypen es gibt nicht DEN Extruder unterschiedliche Extruder produzieren Extrudate mit unterschiedlichen Eigenschaften die Eigenschaften der Extrudate werden durch viele Größen beeinflusst
  • Extruder-Typen Lochscheiben-Extruder axialer Zweischnelcken-Extruder
  • Extruder apparative Einflussgrößen: Presskanäle Durchmesser Länge Verhältnis L/R Anzahl, Anordnung, offene Fläche Geometrie: zylindrisch, konisch Material Bohrungsmethode und -qualität
  • Pellets prozedurale Einflussgrößen Extruder Schneckendrehzahl Pulverdosierung Flüssigkeitsdosierung Temp. Massestrom (Fluss) Rundungsmaschine Umfanggeschwindigkeit Verweildauer Beladung
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  • Pellets: materielle Einflussgrößen Pulvermischung Anteil AS Löslichkeit AS Anteil MCC Typ MCC Quellungsvermögen Teilchengröße Ausgangsstoffe Granulierflüssigkeit Art: Wasser, Alkohol Anteil nichtwässrige Flüssigkeiten Art Bindemittel Anteil Bindemittel Tensidzusatz
  • Pellets: Systemgrößen prozedural Leistung Drehmoment Kraft beim Extrudieren Druck vor den Presskanälen Temp. Passagezeit Füllgrad im Extruder materiell Extrudat Feuchte Flüssigkeitssättigungsgrad Porosität Konsistenz materiell Sphäronisat Größe feuchter Pellets Form feuchter Pellets
  • Extrudieren/Sphäronisieren Vor- und Nachteile Vorteile: hohe Ausbeute hohe Arzneistoffbeladung möglich enge Kornverteilung (Matrizenradius) geringer Zeitaufwand Nachteile viele Verfahrensschritte und Geräte beschränkte Auswahl an Hilfsstoffen
  • Extrudieren und Sphäronisieren Beispiele Extrusion/Sphäronisation Diclofenac retard Ratiopharm Amuno retard MSD Extrusiun und Zerschneiden Agiolax Madaus Agiocur Madaus Schmelzextrusion und Zerkleinerung Amorphan Depot Heumann Gastrosil retard Heumann
  • Direktpelletieren im Schnellmischer Vor- und Nachteile Vorteile: Standardausrüstung in pharmazeutischer Industrie einfacher und schneller Prozess runde Pellets leichtes Scale Up (?) Scale Up = vergrößern Nachteile: antiadhäsive Beschichtung erforderlich empfindlich gegenüber prozeduralen Größen empfindlich gegenüber materiellen Größen Teilchengrößenverteilung hat Mindestbreite
  • Direktpelletieren: Granulieren Schritte AS+HS Mischen/Befeuchte runden/trocknen (klassieren) trockene Pellets überziehen mit Coating Suspension überzigene Pellets
  • Mini- und Mikrotabletten Minitabletten: Durchmesser 3-5 mm Mikrotabletten: Durchmesser 2 mm und kleiner Verhältnis Durchmesser:Höhe etwa 1:1
  • Mikrotabletten: Eigenschaften definierte Größe und Form annähernd isometrisch: Höhe≈Durchmesser definierte und geringe spezifische Oberfläche Durchmesser≤2mm: GI-Transit unabhängig von Pylorusöffnung
  • Mikrotabletten Vor- und Nachteile Vorteile: glatte Oberfläche konstante Teilchengrößen Nachteile Produktion nacheinander lange Dauer für eine Charge empfindliche Werkzeuge
  • Mikrotabletten Beispiele Panzytrat Kapseln mit magensaftresistenten Mikrotabletten von Nordmark Catapresan Depot Perlongetten Effortil Depot Perlongetten Boehringer Ingelheim Mexitik Depot Retardkapseln
  • Tabletten allgemein maschinell in großen Mengen herstellbar gut dosierbar für fast alle festen Arzneistoffe geeignet Freisetzung ist leicht modifizierbar einfach zu lagern und zu transportieren gut haltbar (trocken) reproduzierbar einnehmbar
  • Tabletten Anwendungen im Allgemeinen zur oralen Anwendung nichtüberzogene Tabletten überzogene Tabletten Brausetabletten Tabletten zur Herstellung einer Lösung Tabletten zur Herstellung einer Suspension Schmelztabletten magensaftresistente Tabletten Tabletten mit veränderster Wirkstofffreisetzung Tabletten zur Anwendung in der Mundhöhle Lyophilisate zum Einnehmen zur rektalen Anwendung zur vaginalen Anwendung
  • Zubereitungen zur Anwendung in der Mundhöhle Gurgellösungen Mundwässer Lösungen zur Anwendung am Zahnfleisch Lösungen und Suspensionen halbfeste Zubereitungen Tropfen, Sprays Lutschtabletten und Lutschpastillen gepresste Lutschtabletten Sublingualtabletten und Buccaltabletten Kapseln Mucoadhäsive Zubereitungen
  • Tabletten Def. nach AB Tabletten sind feste Arzneizubereitungen, die eine Dosis eines Wirkstoffes oder mehrerer Wirkstoffe enthalten Tabletten werden üblicherweise durch Pressen eines konstanten Volumens von Substanzteilchen hergestellt oder andere geeignete Herstellungsverfahren wie Extrusion, Gießen, Gefriertrocknung (Lyophilisation)
  • Tabletten mit Bruchkerben Teilen von Tabletten muss von der zuständigen Behörde bewertet und zugelassen werden Prüfung: 30 zufällig genommene Tabletten werden von Hand gebrochen: jeweils 1 Bruchstück wird verwendet, das andere verworfen Bruchstücke einzeln wiegen und Durchschnittsmasse berechnen entsprechen, wenn höchstens eine Einzelmasse außerhalb von 85 und 115% liegt entsprechen nicht, wenn mehr als eine Einzelmasse außerhalb dieser Grenze liegt, oder wenn eine Einzelmasse außerhalb von 75 und 125 % liegt
  • Bestandteile von Tabletten die zu verpressenden Teilchen bestehen aus einem Wirkstoff oder mehreren Wirkstoffen mit oder ohne Zusatz von Füllmitteln Bindemitteln Sprengmitteln Gleitmittels Schmiermitteln Substanzen, die das Verhalten der Tabletten im Verdauungstrakt verändern können zugelassenen Farbmitteln sowie Geschmackskorrigenzien
  • Tabletten Eigenschaften Tabletten werden unzerkaut geschluckt, vor der Anwendung in Wasser aufgelöst oder zerfallen gelassen oder zur Freisetzung des Wirkstoffs in der Mundhöhle behalten Tabletten sind fest und haben normalerweise eine zylindrische Form; ihre Oberflächen sind flach oder konvex, die Ränder können abgeschrägt sein sie können Bruchkerben, Prägungen oder Markierungen haben die Tabletten können mit einem Überzug versehen sein Prüfungen: Friabilität von nicht überzogenen Tabletten (2.9.7) Bruchfestigkeit von Tabletten (2.9.8)
  • Tabletten: Prüfung auf Reinheit Gleichförmigkeit einzeldosierter Arzneiformen (2.9.40) Gleichförmigkeit des Gehalts (2.9.6) Gleichförmigkeit der Masse (2.9.5) Wirkstofffreistzung (2.9.3) eine geeignete Prüfung (Wirkstofffreisetzung aus festen Arzneiformen) kann durchgeführt werden die Prüfung "Zerfallszeit" (2.9.1) wird nicht verlangt, wenn die Prüfung "Wirkstofffreisetzung" vorgeschrieben ist
  • Tabletten: Subtypen - nichtüberzogene Tabletten ein- oder mehrschichtige Tabletten, bei denen die Schichten parallel oder konzentrisch angeordnet sein können die Hilfsstoffe dienen im Allgemeinen nnicht dazu, die Freisetzung der Wirkstoffe in den Verdauungssäften zu beeinflussen Prüfung: Zerfallszeit ind Wasser 15 min (nicht für Kautabletten)
  • Tabletten: Subtypen - überzogene Tabletten Tabletten, die mit einer oder mehreren Schichten von Mischungen verschiedener Substanzen überzogen sind ist der Überzig ein sehr dünner Polymerüberzug, werden die Tabletten als Filmtabletten bezeichnet Zerfallszeit: Wasser bzw. 0,1 M HCl, 60 min (nicht für Kautabletten)
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  • Tabletten: Subtypen - Brausetabletten Zerfallszeit: 200 ml Wasser 15-25°C, 5 min NaHCO3+R-COOH→+H2O→R-COONa+H2O+CO2↑ NaHCO3 ("Natron", "Bullrich's Salz") Zitronensäure Weinsäure Ascorbinsäure (Vit. C) Schutz vor Feuchtigkeit Röhrchen mit Trocknungsmittel im Stopfen Blisterfolie aus Aluminium
  • Brausetabletten AB + Prüfung auf Reinheit Def.: Brausetabletten sind nicht überzogene Tabletten; sie enthalten normalerweise sauer reagierende Substanzen und Carbonate oder Hydrogencarbonate, die in Gegenwart von Wasser schnell unter Freisetzung von Kohlendioxid reagieren. Vor der Anwednung werden Brausetabletten in Wasser gelöst oder zerfallen gelassen Prüfung auf Reinheit: Zerfallsprüfung; Prüfbedingungen: Becherglas Wasser (200 ml) 15-25°C Zerfall innerhalb von 5 min (keine größeren Teilchen mehr) Prüfung von 6 Tabletten (einzeln)
  • Tabletten: Subtypen - Tabletten zur Herstellung einer Lösung die Lösung kann schwach getrübt sein Zerfallszeit: Wasser, 15-25°C, 3 min
  • Tabletten: Subtypen - Tabletten zur Herstellung einer Suspension werden vor der Anwendung in Wasser dispergiert Zerfallszeit: Wasser, 15-25°C, 3 min Feinheit der suspedierten Teilchen: Suspension muss sich durch Siebt 710 gießen lassen
  • Tabletten: Subtypen - Schmelztabletten nicht überzogene Tabletten, die dazu bestimmt sind, sich im Mund schnell zu verteilen, bevor sie geschluckt werden Zerfallszeit <3 min
  • Tabletten: Subtypen - Tabletten zur Anwendung in der Mundhöhle normalerweise nicht überzogen langsame Freisetzung und lokale Wirkung oder Freisetzung und Absorption in einem Teil der Mundhöhle entsprechen "Zubereitungen zur Anwendung in der Mundhöhle"
  • Tabletten: Subtypen - magensaftresistente Tabletten mit magensaftresistenten Schichten überzogen oder aus bereits magensaftresistenten Granulaten oder Teilchen hergestellt Zerfallszeit: 0,1 M HCl kein Zerfall innerhalb 2 Stunden Phosphatpuffer pH 6,8, Zerfall innerhalb von 60 min
  • Tabletten: Subtypen - Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung überzogene oder nichtüberzogene Tabletten Freisetzungsgeschwindigkeit oder Ort der Freisetzung wird gezielt verändert
  • Tabletten: Subtypen - Lyophilisate zum Einnehmen feste Zubereitungen, die entweder im Mund behalten oder vor der Anwendung in Wasser dispergiert (oder gelöst) werden durch Gefriertrocknung hergestellt Zerfallszeit: Wasser 15-25°C, 3 min
  • Tabletten allgemein vorgegebenes Volumen Haufwerk wird auf ein Endvolumen verdichtet Komprimierbarkeit (Kompressibilität) Fähigkeit zur Volumenverringerung eines Haufwerks unter Druck (zusammengedrängt) Kompaktierbarkeit (Kompaktibilität) Fähigkeit eines pulverförmigen Materials, zu Tabletten mit bestimmter Festigkeit verpresst werden zu können (befestigen)
  • Tabletten: Verformung reversible, elastische Verformung: Rückdehnung irreversible Verformung: Fließen, Bruch Spannungs-Dehnungs-Diagramm σ=E*ε=E*Δl/l0 σ=(1/κ)*(ΔV/V0) σ: Spannung [Pa] E: Elastizitätsmodul [Pa] ε: Dehnung l: Länge κ: Kompressibilitätsmoduk [Pa-1] V: volumen
  • plastische Verformung in vielen Kristallen sind Bindungen nicht in alle Richtungen gleich stark bei Spannungen parallel zur Gitterebe mit schwachen Bindungen: Gitterebene verschiebt sich um eine oder n Positionen Translation, kaltes Fließen Dauer oberhalb Fließgrenze bestimmt das Ausmaß der Deformation: Zeitabhängigkeit! es entstehen neue Oberflächen und neue Bindungsmöglichkeiten
  • native Stärke vorwiegend elastisches Verhalten unter Druck werden Sphärolite polyedrisch verformt Struktur wird gestört und Wasseraufnahmefähigkeit erhöht Wasserdampf wird in gestörten Bereichen sorbiert Kristallgefüge weholt sich und die Form wird wiederhergestellt ⇒Tabletten werden weicher
  • MCC vorwiegend plastische Verformung mechanische Verformung beim Pressen und abknicken der Ketten: Kristallisationsstörungen während der Lagerung kann die Knickstelle an Spannung verlieren das Gefüge orientiert sich langsam um ⇒Nachhärtung und längerer Zerfall
  • kristalline Lactose verhält sich vorwiegend spröde Bruch beim Überschreiten einer bestimmten Spannung (partikelgrößenabhängig) nicht zeitabhängig frische, unbelegte Bruchflächen stehen für neue Bindungen zur Verfügung
  • Zucker und Zuckeralkohole α-Lactose-Monohydrat: spröde sprühgetrocknete Lactose: durch amorphen Anteil z.T. plastisch Cellactose: mit 25% α-Cellulose granuliert Ludipress: mit Povidon und quervernetztem Povidon Saccharose: spröde, wasserabsorbierend Sorbitol: sprühgetrocknet, hygroskopisch, sehr plastisch, kristallin
  • Tablettierhilfsstoffe Polysaccharide MCC: plastisch, stark bindend, wasserabsorbierend Pulvercellulose: elastisch, verfilzend modifizierte Stärke: weniger elastisch als native Stärke, wassersorbierend anorganische Salze: Dicalciumphosphat-Dihydrat: spröde, Wasserabgabe ab 36°C Tricalciumphosphat: spröde, abrasiv Calciumsulfat-Dihydrat: spröde, abrasiv Abrasiver Verschleiß, der Abtrag von Oberflächen mittels schleifender Medien
  • Tablettieren Direkttablettieren reiner Wirkstoff oder Mischung ausreichende plastische Verformbarkeit gute Fließeigenschaften keine Entmischungstendenz Granulieren/Tablettieren Wirkstoffe werden zunächst allein oder mit Hilfsstoffen granuliert bei Klebstoffgranulation: plastische Verformbarkeit durch Bindemittelbrücken dem Granulat werden zusätzliche Hilfsstoffe zugefügt
  • Tablettierwerkzeug Oberstempel: zum Verdichten der Masse (volumendosiertes Haufwerk) in der Matrize Matrize: zylindrisch oder konisch (mit Vorweite) Unterstempel: definiert Fülltiefe und schiebt fertige Tablette heraus
  • Tablettenmaschinen Exzenterpressen: angetriebener Kolben Rundläuferpressen: Revolverprinzip IMA-Presse: Zentrifugalprinzip