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Paradigmen der Pädagogischen Psychologie (Fach) / Kreativität (Lektion)

Theorie und Empirie zum Thema "Kreativität"

Diese Lektion wurde von FelixOskarGRI erstellt.

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  • Kreativität Definition laut Duden:• Bildungssprachlich: schöpferische Kraft, kreatives Vermögen• Sprachwissenschaftlich: mit der sprachlichen Kompetenzverbundene Fähigkeit, neue, nie gehörte Sätze zu bilden und zuverstehen• Synonyme: Einfallsreichtum, Erfindungsgabe, Fantasie, Genie,Intelligenz Kurzerklärung nach Gablers Wirtschaftslexikon:„Kreativität bezeichnet i. d. R. die Fähigkeit eines Individuums odereiner Gruppe, in phantasievoller und gestaltender Weise zu denkenund zu handeln.“
  • Kreativität (Guilford, 1967) Flüssigkeit in kurzer Zeit viele, unterschiedliche Ideen hervorbringen
  • Kreativität (Guilford, 1967) Flexibilität gewohnte Wege des Denkens verlassen, neue Sichtweisen entwickeln Ideen aus möglichst vielen unterschiedlichen semantischen Kategorien
  • Kreativität (Guilford, 1967) Orginalität ungewöhnliche neuartige Ideen bzw. Lösungsansätze erschaffen
  • Messung von Kreativität Ideen generieren Problemlöseaufgaben Einsichtaufgaben
  • Theorie des regulatorischen Fokus Je nach anzustrebendem positiven oder zu vermeidendem negativenEndzustand > unterschiedliche Bearbeitungsstrategien Zwei grundsätzliche motivationale Orientierungen: > Promotionsfokus > Preventionsfokus Unterscheiden sich in: spezifischen Bedürfnisse, Zielen, Standardsund psychologischen Situationen, in denen sie zum Tragen kommen
  • Theorie des regulatorischen Fokus Orientierung Promotionsfokus: Selbstverwirklichung Preventionsfokus: Sicherheit
  • Theorie des regulatorischen Fokus Ziel Promotionsfokus: Ideal- bzw. Maximalziele Peventionsfokus: Pflicht- bzw. Minimalziele
  • Theorie des regulatorischen Fokus Sensitivität für ... Promotionsfokus: An- und Abwesenheit positiver Konsequenzen Preventionsfokus: An- und Abwesenheit negativer Konsequenzen
  • Theorie des regulatorischen Fokus Motivationale Richtung Promotionsfokus: Annäherung Preventionsfokus: Vermeidung
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  • Theorie des regulatorischen Fokus Stimmung und Emotion Promotionsfokus: > Erfolg: Freude, Zufriedenheit> Ausbleibender Erfolg: Trauer, Niedergeschlagenheit Preventionsfokus: > Ausbleibender Misserfolg: Ruhe> Misserfolg: Angst
  • Theorie des regulatorischen Fokus Promotionsfokus Förderung von Kreativität Behinderung von analytischem Denken
  • Theorie des regulatorischen Fokus Preventionsfokus Förderung von analytischem Denken Behinderung von Kreativität
  • Hedonistisches Prinzip Menschen streben positive Zustände an und vermeiden negative Zustände! Positive Stimmung:- Offenheit für Neues- Steigert kognitive Flexibilität (Isen & Daubman, 1984)- Erleichtert kreatives Problemlösen (Dopamin) Negative Emotionen- viel genauere, detailliertere Wahrnehmung der Umwelt > Positiv besetzte Emotionen (wie Freude, …) fördern Kreativität in einem größeren Ausmaß!
  • Grad der Aktivierung Das Yerkes-Dodson-Gesetz Bei einem mittlerem Grad an Aktivierung:- Aufnahmefähigkeit von Informationen- Berücksichtigung verschiedener Alternativen
  • Grad der Aktivierung Aktivierende Emotionen führen zu einer Verbesserung… (Baddeley, 2000)… der kognitiven Flexibilität… der Auffassungsgabe… von Denkprozessen… derPlanungsfähigkeit > mehr Kreativität
  • Interaktion: Hedonistisches Prinzip & Grad an Aktivierung Kreativität = Interaktion der beiden Theorien
  • Eye Blink Rate (EBR) zwei horizontale und zwei vertikale Ag-AgCl Elektroden am Auge Messung: 6 Minuten keine Testung nach 17 Uhr (Lidschlag erhöht sich am Abend) Vps sitzen vor einem weißen Poster (1m entfernt) Aufgabe: im entspannten Zustand auf das Kreuz in der Mitte schauen – (EBR1)nach der Stimmungsinduktion (positiv oder negativ) – (EBR2)   EBR = Lidschlag pro Minute
  • Alternate Uses Task (AUT) Aufgabe: innerhalb von 5 Minuten so viele Verwendungen für einenHaushaltsgegenstand wie möglich aufschreiben Zwei Items: Tasse oder Stift (vor und nach der Stimmungsinduktion)> Reihenfolge der zwei Items war ausgewogen Antworten wurden in Bezug auf:• Flexibilität,• Originalität,• Leichtigkeit (fluency),• Ausarbeitung (elaboration) bewertet > Flexibilität steht am stärksten mit EBR Messungen im Zusammenhang (Chermahini & Hommel, 2010) -> Flexibilitäts-Score (Anzahl unterschiedlicher Kategorien für jedes Item)
  • Zusammenfassung Gegenseitige Beziehung von Stimmung, Kreativität & Dpoamin- (DA-) Level positive Stimmungsveränderungen korrelieren positiv mit EBR-Veränderungen, negative Stimmung hatte im Gegenzug keinen Effekt > EBR ist vermutlich ein empfindliches Maß für (einige) neuronale Prozesse, die der (positiven) Stimmungsveränderung zugrunde liegen –> Veränderungen im individuellen Dopamin-Level > exakte quantitative Beziehung zwischen Dopamin-Level und EBR ist noch nicht bekannt!! Flexibilität wurde durch die Induktion positiver Stimmung verbessert, jedoch durch negative Stimmung nicht beeinflusst Stimmungsinduzierte Verbesserung der Flexibilität wurde nur bei VPs mit einer prä-experimentell-niedrigen EBR und einem zugrunde liegenden niedrigen Dopamin- Level beobachtet
  • Overcoming fixed mindsets: The role of affect Theoretischer Hintergrund Guter Ratschlag: Problem > mehrere Wege durchdenken > beste Lösung auswählen ABER: Bevorzugung des etablierten Weges> Fokus auf Informationen mit Relevanz für aktuelle Strategie > blind für einfachere bzw. elegantere Lösungen (= Kosten)
  • Overcoming fixed mindsets: The role of affect - Theoretischer Hintergrund Mindset Einstellung, Denkweise durch aktiviertes mindset:> Sensibilisierung für relevante Informationen, die zum Problemlösen beitragen> Fokus auf bekannte Strategien = mental set effect
  • Overcoming fixed mindsets: The role of affect - Theoretischer Hintergrund Affekt Einfluss auf den Umfang des Gedanken und Handlungsrepertoires Annahmen:• positiver Affekt > Erweiterung des Spektrums; macht aufgeschlossen & empfänglich für neue Möglichkeiten• negativer Affekt > Einschränkung des Spektrums; blockiert die Realisation neuer bzw. einfacherer Lösungswege
  • Overcoming fixed mindsets: The role of affect Hypothese Wenn der affektive Zustand moduliert, ob uns ein aktuelles mindset blind macht für verfügbare einfachere Lösungen, dann sollten die Versuchspersonen, die einen positiven Affekt erleben, schneller in der Lage sein, die einfache Regel zu entdecken als Versuchspersonen, die einen negativen Affekt erleben!
  • Overcoming fixed mindsets: The role of affect - Methoden Number Reduction Task (Thurstone & Thurstone, 1941) Präsentation einer Zahlenreihe mit 8 Ziffern Aufgabe: Eingabe einer Ziffer, die die Lösung repräsentiert > Lösung mithilfe von 2 Regeln möglich
  • Overcoming fixed mindsets: The role of affect - Methoden Emotionsinduktion für Versuchspersonen scheinbar vom Experiment unabhängige Suchaufgabe (3 Min.) Suche: traurige bzw. fröhliche Gesichter innerhalb neutraler Gesichter (je nach Versuchsbedingung) wenn trauriges bzw. fröhliches Gesicht > Leertaste drücken nach Tastendruck > Feedback über Richtigkeit währenddessen passende Instrumentalmusik (traurig vs. fröhlich) am Ende: Rating des erlebten affektiven Zustands auf zwei 5-Punkte-Skalen („I was happy“ & „I was sad“)
  • Overcoming fixed mindsets: The role of affect Diskussion bzw. Zusammenfassung der Ergebnisse Ausmaß, in dem uns aktivierte mindsets blind für andere einfachereLösungen machen = abhängig von emotionalem Zustand > Positive Emotion erleichtert das Überwinden der geübten komplexenProblemlöse-Strategie• höhere Wahrscheinlichkeit, einfache Strategie zu entdecken• schnelleres Entdecken der einfachen Strategie Zwei mögliche Wege:• Schwächen der Gedanken & Handlungen, die mit aktiviertem mind set assoziiert werden• Stärken der Gedanken & Handlungen, die mit alternativen Lösungswegen assoziiert werden In dieser Studie: Positiver Affekt > Erhöhung der Wahrscheinlichkeit, die einfache Strategie zu entdecken→ Vermutung: Stärkung der alternativen Lösungsansätze > eventuell erhöhte Bereitschaft, die Instruktion zu missachten?! Praktische Relevanz: wichtig zu wissen, welchen Einfluss derGemütszustand auf Situationen hat, die Automatismen und Flexibilitäterfordern!!