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Methoden der kognitiven Neurowissenschaften (Fach) / Diffusion Tensor Imaging (DTI) (Lektion)

DTI

Diese Lektion wurde von FelixOskarGRI erstellt.

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  • Diffusion physikalischer zufälliger Prozess, der zur gleichmäßigen Verteilung von Teilchen führt > vollständige Durchmischung zweier Stoffe (Ionen und Moleküle)
  • Tensor Begriff aus der Mathematik: Skalar, Vektor, Matrix (konkret: 3x3-Matrix)
  • DTI - allgemein bildgebendes Verfahren nicht invasiv keine Kontrastmittel, keine schädliche Strahlung. Datengewinnung durch diffusionsgewichtete MRT-Sequenzen Beweglichkeit der Wassermoleküle im Körper wird durch Gewebeeigenschaften beeinflusst:> Zellgröße > Zelldichte und > Zellanordnung Anhand der gemessenen Diffusionseigenschaften kann die Orientierung von Nervenfasern bestimmt werden: => Rückschluss auf den Verlauf von Nervenfaserverbindungen=> Rückschlüsse auf zelluläre Struktur und Organisation=> Rückschlüsse auf krankhafte Veränderungen
  • Vergleich MRT vs. DTI MRT– pro Volumenelement (Voxel) wird nur ein einzelner Zahlenwert bestimmt, der im Schnittbild als Grauwert dargestellt werden kann– ermöglicht nur die Unterscheidung von verschiedenartigen Geweben, d.h. Abgrenzung von weißer und grauer Substanz, von weißer Substanz & Liquor usw. vs. DTI– es wird ein Tensor (konkret: eine 3×3-Matrix) berechnet, der das dreidimensionale Diffusionsverhalten beschreibt– ermöglicht auch Abgrenzung innerhalb der weißen Substanz
  • bulk motion ...
  • flow ...
  • Isotrope Diffusion frei im Raum gleichförmige Bewegung in alle Richtungen beschreibbar nur durch einen Diffusionskoeffizienten D z. B. Liquor
  • Anisotrope Diffusion gerichtete Bewegung entlang einer Achse (z.B. entlang von Axonen) unterschiedlich für verschiedene Richtungen die geometrische Verteilung lässt sich in einer elliptischen Form abbilden (Diffusionsellipsoid) z.B. weiße Hirnsubstanz
  • Richtungen & Gradienten
  • Dephase & Rephase
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  • Einflussfaktoren auf Diffusionsgewichtung Signalverlust beeinflusst durch> Schnelligkeit der Diffusion D> Zeitliches Intervall zwischen den Gradienten Δ> Länge des Gradienten δ> Stärke des Gradienten G → Abschwächung des Signals durch Diffusion → Dephasierung
  • Abbildung der Diffusion durch Diffusionsellipsoid Durch x, y und z Koordinaten sind Formen nicht unterscheidbar=> Koordinaten sind für die Bestimmung des Diffusionsellipsoides unzureichend Für die genaue Beschreibung der anisotropen Diffusion ist ein Diffusions-Tensor nötig!
  • Ermittlung der Parameter eines Tensors DTI-Sequenzen müssen in mindestens sechs voneinander unabhängigen Gradientenrichtungen geschalten werden=> eine für jedes Voxel identische Abtastung des jeweiligen Diffusionsellipsoiden (Tensors) erste Aufnahme nicht diffusionsgewichtet (Basisbild) => dann mindestens sieben Aufnahmen pro Schicht (für die unterschiedliche Richtung)für die anderen sechs jeweils ein Gradient in eine bestimmte Richtung x, y, z - Gradient wird entlang den x, y, z - Achsen induziert x+y, x+z, y+z : zwei gleichstarke Gradienten gleichzeitig entlang von zwei Achsen ein non-diffusion weighted image (ohne Signalabfall) um einen Diffusionskoeffizienten zu bestimmen, sind immer zwei Datenpunkte nötig!
  • Artefakte Corregistration error charakteristisch für jede quantitive MR Bildgebung verursacht durch Körperbewegungen (mehr als 2-3 mm)
  • Artefakte Ghosting effect entsteht nur bei diffusiongewichteten Bildern verursacht durch „bulk motion”
  • Reduktion des Ghosting-Effects Multi-Shot-Imaging-Technik alle Scans werden auf einmal aufgenommen die Phasenverschiebung wird überwacht und mit post-processing Methoden aufgehoben
  • Reduktion des Ghosting-Effects Single-Shot-Technik (Echo-Planar-Imaging) ganzer k-Raum wird mit einem Scan aufgenommen > völlige Aufhebung des Ghosting Effects > aber: Verschlechterung der Bildqualität
  • 2D-Visualisierung Errechnet aus Form, Größe und Orientierung des Diffusionsellipsoids >Formbestimmung:– Grad der Anisotropie– abhängig von Myelinscheide der Axone Organisation des axonalen Zytoskeletts Membrandichte des Gewebes > Größenbestimmung:Parameter: „Spur“ (trace) = Summe der Diagonalelemente Bestimmung der Orientierung => Farbgebung> längste Achse des Tensors (λ1) durch Farbe kodiert– rot: rechts/links– grün: superior/inferior– blau: anterior/posterior
  • 3D Traktographie (Fiber Tracking) Darstellung des Verlaufs von Nervenfasern> Transformation der Daten von 2D in 3D jedes Pixel wird nach seinen Koordinaten mit einem weiteren Pixel assoziert (pixel-by-pixel Analyse)
  • 3D Traktographie - Verfahren Darstellung von Hyper-Stromlinien Verlauf der Linien folgt der Richtung des größten Diffusions-Koeffizienten Zwei Ansätze: – ROI (region of interest): Die Fasern werden aus einer vorbestimmten Region gestartet – „brute force“ Ansatz: aus jedem Voxel wird eine Linie gestartet > zeitaufwendiger, > bietet aber wesentlich umfangreichere Darstellung der Fasern Es wird der sog. FACT6-Algorithmus verwendet– erzeugt eine einfache, lineare Fortsetzung der Linie entsprechend des Winkels des größten Eigenvektors– es werden nur die Fasern in Voxeln mit einer FA größer einem Schwellwert gestartet (Grund: Vermeidung von Fehlern durch Rauschen und andere Störungen)– Fasern in Pixeln mit FA kleiner dieses Schwellwertes werden abgebrochen
  • 3D Traktographie - Verfahren Probabilistische Traktographie Wahrscheinlichkeitskartenes werden nicht die tatsächlichen Faserverläufe rekonstruiert für jedes Voxel wird eine Wahrscheinlichkeit berechnet, die beschreibt, ob eine Verbindung zu dem definierten Saatpunkt existiert > es stellt sich im Prinzip immer die gleiche Frage:„Existiert eine Verbindung zwischen einem Voxel unddem Saatpunkt?“ - Antwort: „Ja“ oder „Nein“ Informationen über den Verlauf der Fasern sind nicht eindeutig! Wahrscheinlichkeitskarten spezifizieren den Grad der Sicherheit, dass tatsächlich eine Verbindung zwischen einem Saatpunkt und einem Voxel existiert => Sicherheit der Aussage nimmt mit zunehmenderDistanz zum Saatpunkt ab
  • DTI Einsatzmöglichkeiten Schlaganfall-Diagnostik:– Abgrenzung von betroffenem und gesundem Hirngewebe– Im betroffenen Gewebe oft schon nach wenigen Minuten geringere Diffusions-Koeffizienten Operationsplanung– chirurgische Eingriffe im Gehirn– Bestrahlung von Hirntumoren> trägt dazu bei, Nervenbahnen so weit wie möglich zu erhalten (Verletzung würde ggf. zu bleibenden Funktionsausfällen führen) Forschung– Reifungsstadien des Gehirns bei Neugeborenen, pädiatrischen Patienten und bei angeborenen Stoffwechselerkrankungen(Schneider et al. 2003)– Alterungsprozesse des menschlichen Gehirns (Pfefferbaum et al. 2000)– Quantitative Analyse der Diffusions-Tensor- Bildqualität (DTI) unter Verwendung von paralleler Bildgebung in der Hochfeld-MRT(Flatz, Wilhelm Harald 2007)                                                                  – Detektion von Hirnnervenfasern auf der Basis von diffusionsgewichteten Magnetresonanzdaten(Kreher, Björn Wolf 2007)