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03607 KE1 ss '14 (Fach) / 1.4. Empirische Verfahren und alternative Wissenschaftspositionen (Lektion)

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  • 1.4.1. Ähnliche Methoden - unterschiedliche Erkenntnisinteressen zur Wiederholung;  Auffassung des Kritischen Rationalismus = deduktiv-nomologische Position. + ständige Wechselbeziehung zw. Theorie und Empirie Aussagen aus dennen hervorgeht:   im Hinblick auf die Mehtodologie sind die Auffassungen teilweise deckungsgleich Unterschiede liegen instbesondere im Bereich des Entdeckungszusammenhangs Wie kommt der Wissenschaftler zu seinem Forschungsproblem? Was ist das Erkenntnisinteresse? + Unterschiede in der Verwertung der Forschungsergebnisse  Für wen und in wessen Interesse werden die neu gewonnen Erkenntnisse genutzt? Friedrich/Henning: Sozialwissenschaftliche Forschung = Einheit von theoretischer + empirischer Erkenntnisse von Theo+ Praxis. → theoretischer + emprische Erkenntnisschritte = wechselseitig aufeinander bezogen  von Forschung oder Forschungsprozess sprechen wir dann, wenn die Erkenntnistätigkeit: den Kriterien und Normen des wissenschaftlichen Erkenntnisprozesses genügt eine empirische Analyse des Forschungsobjekts einschließt auf die Gewinnung neuer Erkenntnisse gerichtet ist.  1.-3. gelten auch für marxistisch-leninistische Sozialforschung.  → es geht nicht um die Wiederholung von Altbekanntem, sondern um Erkenntnisfortschritt Wenn dabei andere Dinge erforscht werden, dann drückt sich darin kein unterschiedliches Methodenverständnis, sondern ein unterschiedliches Erkenntnisinteresse aus.   
  • 1.4.2 Einige Unterschiede erkenntnistheoretischer Schulen Hauptströmungen: Analytisch-nomologische Richtung   mit Aausprägung wie...Empirismus, logischer Empirismus, Positivismus, Neo-Positivismus, Kritischer Rationalismus, Falsifikationismus, Fallibilismus; hermeneutisch-dialektische Richtung kritisch-emanzipatorische Richtung, Frankfurter Schule, Kritische Theorie, Historismus, Verstehen-Ansatz, hermeneutischer Ansatz; dialektische-materialistische Richtung mit Bezeichungen: marxistische/neo-marxistische Richtung, marxistisch-leninistische Wissenschaft, Materialismus qualitative Sozialforschung interpretatives Paradigma, symbolischer Interaktionismus, natural sociology, Ethnomethodologie, hänomenologie,rekonstruktive Sozialforschung.  Gegenüberstellung: Kritische Theorie der Frankfurter Schule : hermeneutisch-dialektische Richtung Kritischer Rationalismus: analytisch-nomologische Position Kritischer Rationalismus (analytisch-nomologisch) 1. Kriterium: "Kritik" und Erkenntnisziel Zieldefinition: erfahrungswissenschaftlischer Soziologie = Phänomene beschreiben und erklären + Wertneutralitätspostulat = Bewertung der Realität gehört nicht zum Gegenstand der Wissenschaft angestrebte Theorie = System von empirisch prüfbaren Aussagen → Empirie dominierende Stellung Realität wie sie vom Forscher beobachtet werden kann = alleinige +letzte Entscheidungsinstanz, ob Theorie richtig/falsch Kritik beim Kritische Rationalismus: Forschungsergebnisse müssen intersubjektiv nachvollziehbar, überprüfbar + kritisierbar sein. +  Erkenntnisziel = Aufklärung über das was wirklich ist.  →technisches Erkenntnisinteresse 2. Kriterium: Thematisierung der Wirklichkeit Gegenstand sagt nicht aus sich heraus wie wir ihn betrachten sollen →  wir tragen Fragen an den Gegenstand heran →  Blickwinkel unter dem wir einen Gegenstand betrachten = beliebig Begriffe die wir definieren "strukturieren die Wirklichkeit" Kritische Theorie der Frankfurter Schule (hermeneutisch dialektisch) 1. Kriterium: "Kritik" und Erkenntnisziel Zieldefinition : dialektisch- kritischen Ansatzes = Phänomene beschreiben u.erklären + -vor allem- kritische Beurteilung der sozialen Tatbestände : prüfen wann die theoretischen Aussagen invariate (dauerhafte) Gesetzmäßigkeiten des sozialen Handelns überhaupt und wann sie ideologisch festgefrorene, im Prinzip aber veränderliche Abhängigkeitsverhältnisse erfassen. → nicht wertfrei! Kritik bei kritischer Theorie:kritische Auseinandersetzung mit Realität → NICHT kritische Überprüfung der Aussagen an der Realität. Erkenntnisziel = Kritik an der Wirklichkeit. was wirklich ist und stattdessen sein könnte und sein sollte → emazipatorisches Erkenntnisinteresse →emanzipatorisch, weil  es auf Selbstreflexion abzielt. Kriterium empirischer Prüfbarkeit + intersubjektive Kontrolle = nicht mehr anwendbar. → Funtion empirischer Sozialforschung = nicht mehr so zentral, aber auch hier einen unverzichtbaren Platz! Ziel des Kritiks an der Wirklich ergibt sich aus der Tatsache: Mensch = wollendes Subjekt → soziale Wirklichkeit von Mensch selbst produziert geleitet von Werten und Bedürfnissen. 2. Kriterium: Thematisierung der Wirklichkeit soziale Tatbestände = Produkt der jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnisse. → Forschung ist an gesellschaftliche Wirklichkeit gebunden, da Gegenstände gesellschaftlich geformt. → Gegenstände lenken die Erkenntnis Spezifikum= Besonderheit = Tatsache, dass die Theorie über die bewusst gestaltete Praxis Einfluss nimmt.  Auffassung des Forschers von der Gesellschaft vorgegeben.