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Störungsspezifische Therapie (Fach) / Behandlung von PTBS (Lektion)
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- F43.1 Posttraumatische Belastungsstörung Diagnostik Trauma, auftreten von Symptomen innerhalb von 6 Monaten. Das Wiedererleben als Symptom reicht. Zusätzlich gibt es noch Vermeidung und Hyperarousal (Schlafstörung, Schreckreaktion, Reizbarkeit, Hypervigilanz) Chronisch ist die PTBS, wenn nach 6 Monaten noch Symptome bestehen. Aus einer PTBS kann eine andauernde Persönlichkeitsänderung entstehen (Mind. 2 Jahre bestehen von Feindseligkeit, Misstrauen, Leere, Rückzug, Entfremdung)
- Komorbidität 80%: Angst, Depression, Somatoforme Störungen, Dissoziative Störungen, Sucht Komorbide Angststörungen gehen in der Hälfte der Fälle der PTB voraus.
- Lebenszeitprävalenz für traumatische Ereignisse Frauen 17-74% Männer 25-81% Jeder 5. entwickelt eine PTBS
- Inzidenz von PTBS ist abhängig von Art der Katastrophe (Man-made ist am schlimmsten)
- Gehirn während des Traumas Der Hippocampus, der eine biogr. episodische-narrative Vernetzung emöglicht bleibt aus. Amygdala blockiert den Hippocampus. Es entsteht eine Fragmentierung von körperlichen u. seelischen Reaktionen Freeze "innere Ruhe" Das Trauma ist auf Amygdalaebene gespeichert. Daher das Gefühl als wäre es gestern passiert. Behandlungsziel: Transfer in den Hippocampus, dadurch entsteht eine Erinnerung, die nicht mit Intrusionen verbunden ist.
- Traumatherapie A (kognitiv analyt. Verstehen) B Fragmentierte Erinnerung rekonstruieren 3 Bausteine 1. Stabilisierung und Symptomreduktion 2. Traumaexposition und Arbeit 3. Neuorientierung und Integration
- Kontraindikation Traumtherapie Psychose, Suizidalität, anhaltender Täterkontakt relative Kontraindikationen: instabiler Zustand mangelnde Affekttoleranz unkontrollierte Autoaggression mangelnde Distanzierungsfähigkeit zum Trauma akute Rückfallgefahr bei Sucht
- Therapie einzelne Inhalte 1. Psychoedukation, Arbeitsbündnis, Erlernen von Affektkontrolle und Umgang mit Dissoziationen SSRI sind empfehlenswert 2. Distanzierungstechniken: rechnen, zählen, Bewegen, sicherer Ort...) 3.Imaginatives Nacherleben,Exposition: Screen-Technik, Erlebnis als Film.Patient berichtet in Gegenwartsform Ich-Form, Kognitionen u. Emotionen zulassen. Dient der Traumaexploration, Aufdecken von dysfunktionalen Kognition, Elaboration der Erinnerung, Nacherleben zwecks Habituation (nicht bei Schuld/Scham) 9-12 Sitzungen Konfrontation in vivo 4. Kognitive Umstrukturierung bei Schuld/Scham Rettugsphantasien, Inneres Kind kommuniziert mit ERwa.Ich EMDR
- Störungsmodelle 2 Faktoren-Theorie: Ein traumatisches Ereignis führt zu einer klassischen Konditionierung = Koppelung von neutralen Reizen (Dunkelheit...) an eine traumatische Erfahrung. Dieses führt dazu, dass das Einwirken der konditionierten Reize eine intensive emotional physiologische Angstreaktion hervorruft. Konditionierte Gefahrreize werden nun vermieden( negative Verstärkung) Netzwerkmodelle, breitflächige Furchtstrukturen, es werden zeitlich ausgedehnte Konfrontationen aller Sinnessysteme notwendig zur Therapie. kognitive Schemamodelle: Die Welt ist ein gefährlicher Ort Ehlers und Clark: ungenügende Elaborierung Den Modellen ist gemeinsam, dass Vermeidung von Auslösereizen und dysfunktionale Kognitionen an der Pathogenese der PTBS beteiligt sind
- 5 Bereiche, die durch traumatisches Erleben gestört sind Resick u. Schnicke Sicherheit, Vertrauen, Macht/Einfluss, Selbstachtung u. Intimität. PTBS als Ergebnis der Unfähigkeit, dass Erlebte und die früheren Überzeugungen miteinander zu vereinbaren. Ziel kognitiver Intervention: Ausgeglichenere Selbst-u. Weltsicht.
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- Psychopharmaka Wirken oft nur auf einzelne Intrusionssymptome, kognitive VT hat gute Erfolge.