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Medienwissenschaft (Fach) / VL Medientheorie (Lektion)
Uni Regensburg
Diese Lektion wurde von anita91 erstellt.
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- Basis von Shannons Kommunikationsmodell Nyquist und Hartley
- Komponenten von Shannons Modell (sind in jedem Mediensystem enthalten) 1. Nachrichtenquelle 2. Sender (3. Kanal = Medium) 4. Empfänger 5. Nachrichtenziel 6. Störquelle
- Zentrale Wichtigkeit der Störquelle bei Shannon - potentielle Beschädigung der Nachricht "Das grundlegende Problem der Kommunikation besteht darin, an einer Stelle entweder genau oder annähernd eine Nachricht, die an einer anderen Stelle ausgewählt wurde, wiederzugeben."
- Begriff der Information bei Shannon - Auswahl einer Nachricht aus einem Nachrichtenpool - Je unwahrscheinlicher die Wahl, desto größer der Informationsgrad
- Ablauf in Shannons Kommunikationsmodell Nachricht wird aus einem Nachrichtenpool ausgewählt und für die Nachrichtenübertragung codiert: Sender formt Nachrichten für den Kanal um, Kanal ist Mittel zur Übertragung "nearly the medium"
- Zentrale Punkte von Shannons Theorie (2) 1. kontaintuitive Konsequenz (maximaler Informationsgehalt = höchste Unwahrscheinlichkeit 2. kontrainformative Grundvoraussetzung (Inhalt der Nachrichten ist irrelevant für das technische Problem)
- Was ist Kommunikation nach Kittler? Regelt Verkehr von Nachrichten, Personen und Gütern (Straßensystem bis Sprache)
- Was ist das Medium laut Kittler? Vermittelndes Etwas
- Dreiheit der Kommunikate bei Kittler 1. Nachrichten = Befehle, nach denen sich Personen zu richten haben; VERARBEITUNG 2. Güter = Daten in der Warenzirkulation; SPEICHERUNG 3. Personen = Adressen, die die Berechnung weiterer Kommunikation ermöglichen; ÜBERTRAGUNG --> Jedes Kommunikationssystem ist ein INFORMATIONSSYSTEM
- Kittler: Übergang von Mündlichkeit zur Schriftlichkeit =? Entkopplung von Interaktion und Kommunikation
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- Kittler: Übergang von Schrift zu technischen Medien =? Entkopplung von Kommunikation und Information
- Kittler: Blöcke der Kommunikationsmedien 1. Schriftgeschichte 2. Geschichte der technischen Medien
- Was machen laut Kittler Informationssysteme? Sind auf Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Nachrichten optimiert.
- Warum kann man Kommunikationssysteme laut Kittler wie Informationssysteme analysieren? Beide hängen von Steuersignalen ab; Dreiheit der Kommunikate lässt sich informationstechnisch reformulieren
- Block A Kittler: Schrift - 2 Variablenreihen 1. Reihe: Der Inhalt von Schrift ist die Rede --> Schrift lässt sich danach klassifizieren, ob sie Alltagssprachen zu Bild-, Silben- oder Phonemzeichen verarbeiten - regelt Grad der grammatischen Analysierbarkeit, Kopplungsmöglichkeiten von Sprache mit anderen Medien 2. Reihe: Schrift koppelt Übertragung, Inschrift und Post --> Schreibzeug und Schreibfläche entscheiden über Raum und Zeit der Kommunikation - Einfluss auf Zeitverbrauch beim Senden und Empfangen, Permanenz und Löschbarkeit des Geschriebenen - bestimmen Machtgewinn, den der Einsatz von Schriften abwirft
- Entwicklung der Schrift (in Abhängigkeit der Schreibflächen) Kittler! 1. Inschriften 2. Bambus, Papyrus 3. Griechische Vokalschrift 4. Pergament 5. Papier + Stellenwertsystem aus Indien
- Definition eines Gesellschaftssystems laut Luhmann Gesamtheit der füreinander zugänglichen, kommunikativ erreichbaren Erlebnisse und Handlungen
- 3 medienrelevante Abschnitte der Gesellschaftsentwicklung nach Luhmann 1. Primitive oder archaische Gesellschaftsformen 2. Städtisch zentrierte Hochkulturen 3. Technisch-industriell fundierte Weltgesellschaft
- Dotzler: Was ist die Gesellschaft nach Luhmann? Soziales System, das aus Kommunikation besteht, nicht aus Menschen!
- Warum vertritt Luhmann eine entgegengesetzte Position wie Kittler? Luhmann möchte die Gesellschaft erklären, Kittler die Medien
- Systembegriff bei Luhmann Bei Analyse eines bestimmten Systems werden alle anderen Systeme zur Umwelt (Systeme sind Einheiten in Differenz zur Umwelt) Umwelt hat keinen Einfluss auf das System --> Mensch ist für das Gesellschaftssystem irrelevant, da er Umwelt ist --> syteminterne Operation des Gesellschaftssystems = Kommunikation
- Luhmann: Zusammenhang Gesellschaft und Kommunikation Er setzt diese beiden Begriffe gleich!
- Luhmann: Verhältnis alter zu den neuen Medien neue Medien verdrängen die alten nicht, sondern wandeln sie nur
- Selektionsprinzipien der Massenmedien nach Luhmann (Systemtendenzen der Massenmedien) 1. Aktualität 2. Aufmerksamkeitsgewinn (wird unterstellt und dadurch erzeugt) 3. organisatorische Differenzierung auf Ebene der Rollen & Programme
- Funktionale Spezifikation der Massenmedien nach Luhmann Unterstellung gesellschaftlicher Gemeinschaftlichkeit, Unterstellung einer gemeinsamen Realität, die durch die Massenmedien auch zur Realität wird.
- Definition Medium nach Luhmann Lose Kopplung von Elementen Das Medium ist kein Gegenstand der Wahrnehmung, ist ein vermittelndes Etwas
- Definition Form nach Luhmann Strikte Kopplung von Elementen
- Was sind nach Luhmann Medien zweiter Ordnung? Bildung von Formen aus Formen
- Was ist die menschliche Kommunikation laut Flusser? - künstlicher Vorgang - beruht auf zu Codes geordneten Symbolen - Zweck: Einsamkeit und Sinnlosigkeit eines zum Tode verurteilten Lebens vergessen lassen
- Unterschied Naturwissenschaft "science" und Geisteswissenschaft "humanity" bei Flusser Zu was zählt Kommunikationstheorie? science: erklärt humanity: interpretiert Kommunikationstheorie: beschäftigt sich mit dem künstlichen Gewebe des Vergessenlassens der Einsamkeit, deshalb humanity
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- Künstlichkeit der Kommunikation (Flusser) - absichtliche Herstellung von Codes - beabsichtigt erworbene Information zu speichern, ist negativ entropisch
- Negative Entropie im Zuge der Geisteswissenschaft (Flusser) - kein unwahrscheinlich, aber möglicher Prozess, wie in der Naturwissenschaft, - sondern menschliche Absicht --> Freiheit
- Verhältnis Informatik (Naturwissenschaft) und Kommunikationstheorie (Geisteswissenschaft) bei Flusser - es gibt keinen Widerspruch, den zwei verschiedene Betrachtungsarten; man kann also nicht vom "gleichen Ding" sprechen - geisteswissenschaftliche Absicht: Menschliche Kommunikation als Phänomen der Freiheit --> technische Zwänge und menschl. Freiheit schließen einander nicht aus
- Flussers Medienmodell: 2 Grundbegriffe 1. Symbol: jedes Phänomen, das laut einer Vereinbarung ein anderes Phänomen bedeutet 2. Code: System, welches die Symbole manipuliert
- Zwei Arten von Medien bei Flusser 1. Stempelmedien: Auslegung identisch/festgelegt z.B. Verkehrsschilder 2. Medien, die immer wieder neu ausgelegt werden müssen, z.B. Gesetzestexte