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HdM WI7 2. Semester (Fach) / Medienmanagement - Medienunternehmen und Medienmärkte (Lektion)
Medienunternehmen und Medienmärkte
Diese Lektion wurde von thomasb erstellt.
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- Was verändert sich im Übergang von analog zu digital? -> in Bezug auf das Gut Information Die Information trennt sich vom Medium -> Desintegration. Diese Desintegration führt zu neuen Produktionsverhältnissen und führt zur Veränderung in der Wertschöpfungskette. allgemein:● Inhalte lassen sich problemlos erstellen, kein nennenswerter Aufwand● Verbreitung kaum kontrollierbar● beliebige Kopierbarkeit und Weiterverarbeitung urheberrechtlich geschützter Inhalte● kein Qualitätsverlust (Daten sicher)● Jeder kann auf Wissen und Kultur zugreifen● Leichtere, Schnellere Informationsbeschaffung (Suchmaschinen)● keine Gebrauchsspuren● leichtere Reproduktion
- Was verändert sich im Übergang von analog zu digital? -> für Endgeräte ● Funktionalitäten der Endgeräte lösen sich auf● Geräte besitzen Funktionen anderer Geräte● Medienneutralität → Trennung von Information und Medium
- Was verändert sich im Übergang von analog zu digital? -> den Nutzer ● andere Mediennutzung● Massenmedien fragmentieren sich (Mediennutzung 24/7)● zu viele Botschaften auf zu vielen Kanälen→ wir erinnern uns immer weniger● Früher: Medien hier bin ich! Heute: Wir sind die Medien.● Ortsunabhängige Bearbeitung von Daten● Welt wird globaler, Menschen flexibler, Arbeit → Home Office● Durch Masse verliert der Nutzer an Überblick● keine Alleinmacht der Unternehmen mehr→ Nutzer können Inhalte verbreiten (User generated Content UGC)
- Was verändert sich im Übergang von analog zu digital? -> für die Medienmärkte -> Fernsehen ● neue Distributionskanäle (Handy, Mediathek, InternetTV)● Veränderungen Konsumentenverhalten (Lean-back → Lean-forward)● Second Screen● Streaming Angebote (wie Maxdome)● Ortsunabhängig und Zeitunabhängig Content abrufen● verschiedene Endgeräte● Interaktives Fernsehen (Social TV)● TV-Geräte mit integriertem Internetanschluss
- Was verändert sich im Übergang von analog zu digital? -> für die Medienmärkte -> Hörfunk zunehmendes Angebot, hohe Angebotsflexibilität, Werbung durch Rundfunkgesetz begrenzt Radionutzung der Zukunft: PC, Internet, Handy Radioprogramme müssen in Zukunft mit den sozialen Medien verknüpft sein. Die Webseiten der Radiosender sind jetzt schon aufgeblasene Facebook-Fanseiten mit Radio-Community, Event-Fotos, MP3-Downloads und Ticketservice. Das funktioniert nur bei einer jüngeren Hörerschaft gut.
- Was verändert sich im Übergang von analog zu digital? -> für die Medienmärkte -> Tonträger ● Vertrieb durch Digitalisierung einfacher (Selbstvermarktung möglich bzw. einfacher)● Zeit- und ortsunabhängiges kaufen / downloaden von Musik● Vertrieb durch E-Distribution (z.B. I-Tunes, Amazon)● Anstieg der PiraterieFolgen: hohe Umsatzeinbußen, Urheber wird nicht vergütet● Musik wird großem Publikum zur Verfügung gestellt● Umweltschonend● schnellere Verbreitung (Verbreitungsgeschwindigkeit)→ kleinere Bands können so schneller bekannt werden
- Was verändert sich im Übergang von analog zu digital? -> Print (Zeitungsmarkt) ● Konkurrenz durch elektronische Medien, verändertes Mediennutzungsverhalten● entwickelt sich zu Medium des Bildungsbürgertum, bei anderen verliert an Attraktivität● Wandel von analogen Zeitung zu digitalen (E-Paper, mobile Sites, Online Zeitungen)● Verschiedene Endgeräte● UGC● Überregionale sterben langsam aus, regionale bleiben bestehen● Auflagenverluste, Reichweitenverluste, Nutzungsdauer sinkt, rückläufigeWerbeeinnahmen● first-copy-cost-effekt
- Was verändert sich im Übergang von analog zu digital? -> Print (Buch) ● E-Book-Reader, E-Books … hohe Zuwächse● “der elektronische Buchmarkt kommt in Schwung”● Selbstvermarktung möglich bzw. einfacher● Self-Publishing-Plattformen als Alternative zum Verlag
- Was bedeutet Konvergenz und welche verschiedene Arten der Konvergenz können wir unterscheiden? Finden Sie zur jeweiligen theoretischen Beschreibung auch ein praktisches Beispiel! Konvergenz: Medien vermischen sich. Einzelne Geräte haben viele Funktionalitäten anderer Geräte. Mit dem PC kann man z.B. Surfen, Chatten, Telefonieren, Schreiben, Spielen, … Verschiedene Arten der Konvergenz: Netzwerk: Nutzen von bereits vorhandenen Infrastrukturen, man kann jederzeit auf die verschiedenen Infrastrukturen zugreifen (z.B. Live TV Event wird über das Internet [Netzwerk] gestreamt) Geräte: Auf jedem Gerät können Funktionen anderer Geräte genutzt werden (z.B. Bilder mit dem Handy machen / anschauen) Inhalte: mehr Flexibilität in der Mediennutzung -> Medienverknüpfung (z.B. auf dem Computer Fernsehen) Provider: klassische Geschäftsmodelle werden erweitert (z.B. Apple macht auch Apple TV) Nachfrager: Nachfrager werden differenziert und personalisiert (z.B. gezielte Werbeschaltung im Internet) Branchen: Keine typischen Branchen mehr, die Marke wird auch für andere Produkte genutzt. (z.B. Google entwickelt ein Auto das automatisch fährt) Programme: Private und Öffentlich-Rechtliche Sender bieten immer mehr ein ähnliches Programm an. (z.B. eine gleiche Serie wird auf ZDF (Öffentlich-Rechtlich) und ProSieben (Privat) ausgestrahlt)
- Mobilität und mobile Endgeräte sind das aktuelle Thema in der Medienwirtschaft. Was bedeutet diese Entwicklung für Nutzer, im Kontext der Medien? ● Der Nutzer ist immer erreichbar und hat unbegrenzten Zugriff auf mediale Inhalte.● Flexibilität steigt● Aufgaben können von unterwegs erledigt werden● Zugriff auf Wissen von überall
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- Mobilität und mobile Endgeräte sind das aktuelle Thema in der Medienwirtschaft. Wie sieht die Werbung in einer mobilen Welt aus und damit anders als in der klassischen Werbung? - Werbezeiten verkürzen sich auf den Endgeräten: Ein Werbespot von 30 Sekunden würde am Handy oder vor einem YouTube Video nicht akzeptiert und von den Benutzern weggeklickt - Die Werbung muss sich den kleinen Displays anpassen, eine große Werbefläche würde als zu aufdringlich empfunden. - Werbung wird während Ladevorgängen eingeblendet. - Werbung orientiert sich an mehreren Parametern z.B. situations- und ortsabhängig - Standortbezogene Werbung sinnvoll (z.B. bei Suche nach Restaurant in der Umgebung) - Werbung ist personalisierter als noch bei klassischer Werbung
- Viele Medienkonzerne haben die Digitalisierung der Medien für die Geschäftsmodelle erfolgreich umgesetzt. Was unterscheidet deren Strategie zu denen die nicht erfolgreich sind? ● neben analogen Bereich auch digitalen Bereich ausgeweitet● neue Trends hinterfragt + angepasst● frühe Positionierung der Anbieter im Vertrieb digitaler Produkte → andere Unternehmen haben zu lange gewartet (Einstieg verpasst)● erfolgreiche Unternehmen haben sich früh mit Digitalisierung und deren Möglichkeiten beschäftigt● nicht alle Mediengattungen parallel halten → sehr schwierig (Konzentration auf einzelne)● hohe Veränderungsbereitschaft + Innovation● Im Kerngeschäft erfolgreich sein → Grundvoraussetzung der Digitalisierung
- Print (Zeitungsmarkt): Wie kann Position auf dem Medienmarkt gefestigt werden? - Bindung und Stärkung der bisherigen Leser durch Veränderungen am alten Produkt - besondere Themenangebote für bestimmte Zielgruppen - Verstärkung regionaler Inhalte - besondere Kundenbindungsmöglichkeiten- Bindung und Stärkung der bisherigen Lesen durch Zusatzangebote - E-Paper - Editionengeschäfte (CD-, DVD- und Buchedition) - Informationsabonnement - Verlagsübergreifende Kooperationen bei Online-Rubrikmärkten- Akquisition neuer Leser durch neue Zeitungsprodukte - Tabloid-Zeitungen - Tablet-Zeitungen - Gratiszeitungen - Sonntagszeitungen - Schulzeitungen, Kinderbeilagen- Erschließung neuer, andersartiger Geschäftsfelder - Access-Providerdienste - Service-Providerdienste - Callcenter-Aktivitäten → Print und Online-Produkt erfolgreich vernetzen (Steigerung Wahrnehmung, Kundenbindung, Markenwert, Marktposition) Onlineengagement beschränkt sich nicht nur auf Kerngeschäft, exklusive Leistungen und Inhalte Niedrige Zahlungsbereitschaft da im Internet Content-Free!!
- Was verändert sich in der Medienpolitik durch die Digitalisierung? ● Sicherstellung der öffentlichen Kommunikation● freie Meinungsäußerung● ungehinderte Informationsbeschaffung● Einhaltung von Regelungen (Kinder- / Jugendschutz)● Kommunikationsfreiheit (Art.5 GG)● Verteilung von Rundfunkfrequenzen / Lizenzierungen Digitalisierung stellt Medienpolitik vor neue Herausforderungen→ fortschreitende Entwicklung internetbasierter, interaktiver neuer Medien
- Was dürfen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und was nicht (bezogen auf die neuen Medien)? → Art und Umfang des AngebotsProgrammauftrag auch mit Hilfe neuer Medien auszuführen != was für ö.r. R. erlaubt ist Drei-Stufen-Test (öffentlich-rechtliche Telemedien dann zulässig, wenn das Angebot dem öffentlich-rechtlichen Programmauftrag entspricht und es einen qualitativen Beitrag zum publizistischen Wettbewerb leistet, d.h. vor allem einen publizistischen Mehrwert für den Nutzer bietet. Finanzieller Mehraufwand gerechtfertigt?) Rundfunkgebühren → Haushaltsabgabe (pro Haushalt) d.h. alle Geräte werden miteinbezogen (Rundfunkinhalte über Internet)
- Werbeeinnahmen (private + öffentliche Medienunternehmen) → Veränderung? allgemein: ● Werbung ist streng limtiert Veränderung: ● Private und öffentlich-rechtliche bieten immer mehr ein ähnliches Programm an ● Private Sender → Ungerechtigkeitsgefühl (Weil öffentliche auch Werbung schalten,...) öffentlich rechtliche: ● Gebührengelder → Rundfunkgebühren ● Platzierung von Werbung in qualitativ hochwertigen und seriösen Programmumfeld ○ Abschaffung von Werbung → Erhöhung der Rundfunkgebühren private:● überregionale Werbespots● Teleshopping● Abonnementsgebühren● Sponsoring● Call Media● regionale Werbesports● Werbung im Internet
- Medienunternehmen (Was müssen die Unternehmen zukünflich machen um noch relevant zu sein) Bertelsmann:● Digitale Transformation, digitale Endgeräte schaffen neue Möglichkeiten Kundengruppen zu erreichen und Vertriebskanäle zu öffnen● Hohe Veränderungsbereitschaft + Inovation● Im Kerngeschäft erfolgreich sein = Grundvoraussetzung für Digitalisierung● RTL Group: Portale und mobile Anwendungen zu Multi-Channel-Anbieter → Investition in digital TV● Online Fernsehen immer größere Rolle: Übernahme der Mehrheit am Netzwerk Broadband TV aus Kanada (aggregiert und vermarktet Inhalte auf YouTube) Axel Springer:● Digitalisierung → Starkes Digitalportfolio → wollen mit noch mehr Tempo zum Online-Unternehmen werden (Online ist die Zukunft)● Journalistische Portale → Mobilangebote (Ankauf von Runtastic, für den Sportbereich von BILD)● Großes Portfolio an Online-Werbeformaten (Perfomance Marketing)● Online-Rubriken-Portale● Internationalisierung: baut auf digitale Aktivitäten im Ausland aus, adaptiert entweder erfolgreiche Geschäftsmodelle im Ausland, oder zu wachsen● der Konzern richtet sich bei journalistischen Inhalten noch stärker auf die multimedialen Kernmarken DIE WELT und BILD mit den dazugehörigen Zeitschriftmarken aus
- Warum wird Medienpolitk betrieben (Begründung)? publizistische-politische:● Massenmedien stellen öffentlichkeit her, dienen somit Selbstbeobachtung oder Selbstverständigung der Gesellschaft● durch Medien werden Informationen übermittelt→ zentral für die politische Meinungs- und Willensbildung ökonomische:● Mediengüter sind nur beschränkt marktfähig→ rechtfertigt staatliche Eingriffe technische:● Lizenzierung von Rundfunkveranstaltern: ○ Rundfunkfrequenzen begrenzt, verteilung durch Staat ○ Engpässe werden durch ■ neue Distributionswege & ■ technische Konvergenz zwischen Telekommunikationssektor und elektronische Medien beseitigt