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Paradigmen der Pädagogischen Psychologie (Fach) / Zeit (Lektion)
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Diese Lektion wurde von FelixOskarGRI erstellt.
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- Zentrale Frage der Forschung: Wie kreiert das Gehirn Zeit? Empirische Befunde zeigen, dass kognitive Funktionen für die Wahrnehmung von Zeit entscheidend sind Relevante kognitive Funktionen sind...- Aufmerksamkeit, - Arbeitsgedächtnis, - Langzeitgedächtnis, - Erregungsniveau, - Stimmung, - Emotion.
- Kognitive Modelle für die Wahrnehmung von Zeit Propektive Modelle Die Dauer eines bevorstehenden Zeitintervalls ist zu beurteilen
- Kognitive Modelle für die Wahrnehmung von Zeit Retrospektive Modelle Die Dauer eines bereits erlebten Zeitintervalls, auf welches punktuell dieAufmerksamkeit gerichtet wird, ist zu beurteilen Dauer ist aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren Je mehr Erfahrungen für ein umschriebenes Zeitintervall im Gedächtnis gespeichert sind und abgerufen werden können, desto länger wird das Zeitintervall empfunden Routinehandlungen werden kürzer wahrgenommen als neue Aktivitäten Aktivierung des episodischen Gedächtnisses erforderlich
- Pacemaker - Accumulator - Model („Die Innere Uhr“) Pulsgeber produziert Zeiteinheiten gibt die Feuerrate vor
- Pacemaker - Accumulator - Model („Die Innere Uhr“) Akkumulator registriert die Anzahl der Zeiteinheiten
- Pacemaker - Accumulator - Model („Die Innere Uhr“) Arbeitsgedächtnis (AG) Anzahl der Zeiteinheiten wird gespeichert
- Pacemaker - Accumulator - Model („Die Innere Uhr“) Referenzgedächtnis Abruf von gespeicherten Zeitintervallen im LZG
- Pacemaker - Accumulator - Model („Die Innere Uhr“) Entscheidungsprozess > Verhalten Vergleich von Gedächtnisrepräsentationen mit der Anzahl aktuell im AG gespeicherter Zeiteiheiten
- Prospektive Modelle Attentional-Gate-Model Aufmerksamkeitsausrichtung auf die Zeit erhöht die Feuerrate des Pulsgebers, sodass eine höhere Anzahl von Zeiteinheiten im Akkumulator gesammelt werden => Intervall dauert länger
- Beurteilung von Zeit retro- vs. prospektiv Retrospektiv können Zeitintervalle von Sekunden bis zu mehreren Jahren beurteilt werden. Prospektiv werden vermutlich Zeitintervalle von Sekunden bis Minuten beurteilt
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- Zeitwahrnehmung und der Einfluss von Emotionen Emotionen beeinflussen Arousal Emotionen erhöhen das physiologische Erregungsniveau Je höher die Erregung, desto höher die Feuerrate des Pulsgebers pro Zeiteinheit
- Zeitwahrnehmung und der Einfluss von Emotionen Emotionen beeinflussen Aufmerksamkeit Emotionen beeinflussen, in welchem Maße die Aufmerksamkeit auf die Zeit gerichtet wird
- Empirische Befunde zum Einfluss von Emotionen auf die Zeit(wahrnehmung) Es besteht eine positive Korrelation zwischen genereller Angst und dem Einschätzen von Zeitdauern.> Psychologischer Disstress lenkt die Aufmerksamkeit auf die Zeit und weg von sinnvollen Gedanken und Handlungen > Stresserleben führt zu einer Überschätzung von Zeitintervallen Personen mit der individuellen Disposition, mehr Langeweile zu verspüren, empfinden Zeitintervalle länger als Personen mit einer geringen Ausprägung, Langeweile zu erleben ABER: Die Befundlage ist nicht einheitlich. Auch paradoxe Befunde wurden gefunden!!!> Emotionale Stimuli können sowohl zu einer Über- als auch zu einer Unterschätzung von Zeit führen.> Annahme, dass emotionale Inhalte die Aufmerksamkeit derart in Anspruch nehmen, dass die Zeit vergessen wird!
- Subjektives Zeitempfinden - zwei Erklärungsmodelle Aufmerksamkeitsbasierter Mechanismus Aufmerksamkeit von Zeitverarbeitung weggelenkt > Schaltstelle öffnet sich > einige Impulse gehen verloren > weniger Impulse zum Speicher > Zeit wird als kürzer empfunden (und v. v.) Additionseffekt: Effekt gleich, unabhängig von der Dauer der einzuschätzenden Situation bzw. dem einzuschätzenden Reiz (nur Stärke der Aufmerksamkeit wichtig!)
- Subjektives Zeitempfinden - zwei Erklärungsmodelle Erregungsbasierter Mechanismus Verlängerung der Zeit wahrscheinlicher als Verkürzung > wenn Erregung ansteigt, Anpassung des Stimulators an das Tempo der physiologischen Erregung > mehr Impulse > Zeitdauer wird dadurch als länger empfunden (und v. v.) Multiplikationseffekt: Effekt noch stärker, wenn die Situation bzw. der Reiz lange dauert (als noch länger empfunden)
- Routine wiederholtes Muster von höchst vorhersehbaren Aktionen & Ereignissen gewohnte oder mechanische Ausführung einer bewährten Vorgehensweise
- Warum scheinen Routine-Aktivitäten schneller zu vergehen? Ereignisse, die während der Erinnerung auftauchen, dienen als Marker für die Zeitschätzung Zeitspanne erscheint umso länger, je intensiver die Erinnerung durch Marker untergliedert ist Wichtig: > Nicht die Anzahl der Marker ist ausschlaggebend, sondern das Ausmaß eines Kontextwechsels > Contextual Change Model (Block, 1985) > Die Marker dürfen nicht selbst Teil einer Routine sein!
- Routine-Aktivitäten vs. Neue Aktivitäten Routine-Aktivitäten: verringerte Aufmerksamkeit reduzierte Wahrnehmung von Veränderungen bzw. Kontextwechseln bzw. Markern Zeit scheint schneller zu vergehen Neue Aktivitäten: höhere Aufmerksamkeit höhere Wahrnehmung von Veränderungen bzw. Kontextwechseln bzw. Markern Zeit scheint langsamer zu vergehen
- Zeitschätzung Prospektiv - "experienced duration" - Pbn wissen vor dem Experiment, dass sie danach die Zeit schätzen sollen > Aufmerksamkeit bzw. Fokus auf der Zeitdauer - Routine-Aktivitäten erscheinen länger Retrospektiv - "remembered duration" - Pbn wissen vor dem Experiment nicht, dass sie danach die Zeit schätzen sollen > kein Fokus auf der Zeitdauer - Routine-Aktivitäten erscheinen kürzer