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Psychologie (Fach) / Testtheorie und Testpraxis (Lektion)
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- Theorie des FPI-R 1970: Entwicklung der ersten Fassung FPI 1. deutsches Persönlichkeitsinventar interessengeleitete Entstehung des FPI eigenschaftstheoretischer Ansatz Ziel: standardisiertes, breites Beschreibungssystem für individuelle Differenzen mit robusten, empirisch begründeten Selbstbeschreibungsdimensionen und Akzeptanz in der Durchschnittsbevölkerung
- Anwendungsbereiche des FPI-R Klinische Psychologie Erfassung und Vergleich grundlegenderPersönlichkeitseigenschaften Gesundheitspsychologie Persönlichkeitsforschung: Datenerhebung für psychologische Forschungszwecke
- Aufbau des FPI-R • Testmaterial: Manual, Fragebogen , Auswertungsschablone, Auswertungsbogen, ggf. PC - Programm • Erfassung von 12 Persönlichkeitsmerkmalen mit Hilfe von 138 Items • Unterscheidung der Subskalen in 10 Standardskalen und 2 Zusatzskalen • dichotomes Antwortformat: „stimmt“ vs. „stimmt nicht“
- Die Standardskalen des FPI-R Lebenszufriedenheit Soziale Orientierung Leistungsorientierung Gehemmtheit Erregbarkeit Aggressivität Beanspruchung körperliche Beschwerden Gesundheitssorgen Offenheit Zusatzskalen: Extraversion und Emotionalität
- Normierung des FPI-R 05.05.2014 11 • Stichprobe nach Quotenauswahlverfahren ausgewählt • „repräsentativ“ für deutsche Bevölkerung ab 16 Jahren • A BER : Disproportionalität der Gewichtung neuer/alter Bundesländer (neue Bundesländer überrepräsentiert) • Normen untergliedert nach: • 7 Altersgruppen • Geschlecht • Normwerte werden in neun Stanine formatiert • zusätzliche Angabe zu erwartender Staninehäufigkeit
- Objektivität des FPI-R hohe Durchführungsobjektivität• angenommen, da standardisierter Fragebogen• Bestätigung durch Studien für computergestützteVersion hohe Auswertungsobjektivität• Vorgabe eindeutiger Auswertungsregeln• Beeinträchtigung dieser ggf. durch fehlendeWerte •Interpretationsobjektivität gestützt durch• Beschreibung der Skalenkonstrukte• Hinweis auf Verfahren bei Verneinung von Item 1& geringer Ausprägung auf der Skala Offenheit
- Reliabilität des FPI-R • bestimmt als interne Konsistenz• an Normstichprobe berechnete Koeffizienten:Cronbachs α liegt zwischen .73 und .83• für 12-14 Items umfassende Skalen befriedigend• Stabilitätskoeffizienten der Skalen• nur aus nicht-repräsentativen Studien verfügbar• über ein Jahr: 0.47 bis 0.72• über 3 Wochen: 0.81 bis 0.95
- Validität des FPI-R Augenscheinvalidität• wird angenommen - Meta-Fragen: 49 % derVersuchspersonen finden Fragebogen geeignet, umMenschen besser zu verstehen(konvergente) Konstruktvalidität• Fahrenberg et al., 1985: Beziehungen zwischenGießen Test und FPI-R mit r ≥ .50faktorielle Validität• Durch zahlreiche Faktorenanalysen wurdeangenommene Skalenstruktur bestätigtweiterer Validitätsbeleg• Schmidt & König, 1986 : Korrelation zwischen Fremd-und Selbsteinstufung r = .3 (konkurrente) Kriteriumsvalidität• Schuler, 1992: Beobachtung von Korrelationenzwischen Leistungsorientierung, Extraversion,Gehemmtheit und anderen Interviewkomponenten• Zielke, 1993: Untersuchung über Wirksamkeit derstationären Verhaltenstherapie• Übereinstimmungen zwischen FPI-R Skalen undInterviewkomponenten aus Repräsentativerhebung Personen mit chronischen Krankheiten höhererTestwerte bei sozialer Orientierunghäufige Arztbesucher mit höheren Testwerten inkörperlichen Beschwerden, Gesundheitssorgen• keine Angaben zur prognostischen Validität• weitere Untersuchungen v.a. Assessment-Studiensowie zur Vorhersage gesundheitlicher,biographischer und berufliche Bereiche notwendig!
- Fazit zum FPI-R Das FPI-R ist...• das erste deutsche Persönlichkeitsinventar• eine Beschreibungsmöglichkeit interindividuellerPersönlichkeitsunterschiede auf 12 Skalen• trotz Kritik ein in Forschung und Anwendung weitverbreitetes, empirisch bewährtes Verfahren
- Theorie des NEO-PI-R Fünf-Faktoren-Modell (FFM)Fünf generelle und stabile Dimensionen zur Beschreibung derPersönlichkeit Allport & Odbert: Lexikalischer Ansatz basierend auf Sedimentationshypothese Cattell: Reduktion auf 5 Persönlichkeitsdimensionen Tupes & Christal: Reanalysen weisen 5 Dimensionen nach Norman, Goldberg uvm.: Bestätigungen der 5 Faktoren Goldberg: „Big-Five“ Costa & McCrae: Zunächst 3 Faktoren (NEO), dann Erweiterung auf 5 (A+C)
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- Anwendungsbereiche des NEO-PI-R 1.) Beratung, klinische Psychologie und Psychiatrie2.) Verhaltensmedizin und Gesundheitspsychologie3.) Berufsberatung, Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie4.) Pädagogisch-psychologische Forschung5.) Psychologische Forschung
- Aufbau des NEO-PI-R Fünf Hauptbereiche/ Dimensionen: Neurotizismus, Extraversion, Offenheit, verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit Sechs spezifische Eigenschaften/ Facetten pro Dimension Gewohnheitsmäßige Erlebens- und Verhaltsmuster (je Facette 8 Items)
- Objektivität des NEO-PI-R Durchführungsobjektivität• Standardisierte InstruktionenAuswertungsobjektivität• Fragebogenform mit geschlossenem Antwortformat• Genaue Angaben zur Auswertung mit der SPSS-Syntax oderseparatem Antwortbogen• Umgang mit fehlenden Antworten geregelt, Anleitung zurDetektion von Antwortstilen und zufälliger BeantwortungInterpretationsobjektivität• Normentabellen ermöglichen Vergleich der Testperson mit relevanterBezugsgruppe• Ausführliche inhaltliche Beschreibung der Skalen, Interpretationshilfen(Profilbögen), Anleitung zum Umgang mit Differenzwerten
- Reliabilität des NEO-PI-R Reliabilität• Interne Konsistenz (Cronbach‘s Alpha)• Retest-Reliabilität (nur für Form S) Interne Konsistenz (Cronbach‘s Alpha)• Hauptskalen: r = .87 (V) bis r = .92 (N); N = 11.724 (Form S)• Facetten: r = .53 bis r = .85• Hauptskalen: r = .89 (E, O) bis r = .93 (G); N = 1547 (Form F)• Facetten: r = .49 bis r = .84 Retest-Reliabilität (Form S)• Hauptskalen: r = .82 bis r = .91 (N = 70-119)• Facetten: r = .48 bis r = .91• Hauptskalen: r = .74 bis r = .78 (N = 363-391)• Facetten: r = .53 bis r = .78
- Validität des NEO-PI-R KonstruktvaliditätSehr umfassende Darstellung verschiedener Validitätsuntersuchungen KriteriumsvaliditätIm TM keine Ergebnisse zur konkurrenten oder prognostischen Validität
- Normierung beim NEO-PI-R • 1999 als mittlerer Erhebungszeitpunkt• Diverse Teilstichproben• Rekrutierung meist im Rahmen von Diplomarbeiten und Praktika• Gesamtstichprobe N=12885 davon 333 Klinische Stichprobe Ausschluss ca. 10% somit N=11724 davon 279 Klinische Stichprobe• Sekundäre repräsentative Quotenstichprobe nachträglich gezogen (N=871)
- Fazit zum NEO-PI-R • Test zur Erfassung der fünf Persönlichkeitsdimensionen (Big-Five)• Vielfältige Anwendungsbereiche z.B. Klinische Psychologie, Arbeits-und Organisationspsychologie, Gesundheitspsychologie• Hierarchischer Aufbau des Tests:Fünf DimensionenJe sechs FacettenJe acht Items• Ergebnisrückmeldung durch Informationsblatt bzw. –broschüre• Objektivität, Reliabilität und Konstruktvalidität werden ausreichendbelegt, während konkrete Angaben zur Kriteriumsvalidität fehlen
- Theorie des BIP-6F BIP• deduktive Testentwicklung (theoriegeleitet)• Nutzung wissenschaftlich fundierter Konstrukte(z.B. Leistungsmotiv, Big Five)• 210 Items und 14 Skalen Entstehung BIP-6F• Faktorenanalytisch aus BIP• Vier- und Sechsfaktorenlösung ineinander überführbar• Sechsfaktorenlösung gewählt• höhere Abstraktionsebene
- Anwendungsbereiche des BIP-6F Eignungsdiagnostik• Einstellungsfragen• Fragen der Platzierung/Beförderung Personalentwicklung, Coaching, Berufs- und Karriereberatung• Entwicklungsfelder aufzeigen• Beratung (möglicher Beruf) Teambildung und Teamentwicklung• sinnvolle Zusammensetzung der Teams (je nach Ziel)• Aufdeckung von Effekte und Konflikte in bestehenden Teams Forschung• Vorhersage beruflichen Erfolgs
- Aufbau des BIP-6F Fragebogen zur Selbstbeschreibung zwei Zusatzmodule: Fremdbeschreibung, Beschreibung positionsspezifischer Anforderungen 6 Faktoren:Engagement, Disziplin, Dominanz, Stabilität, Kooperation, Sozialkompetenz jeder Faktor hat 3 Facetten niedrigere Abstraktionsebene
- Objektivität des des BIP-6F Durchführungsobjektivität• ausführliche Instruktionen für Testperson, Hinweise fürTestleiter zur Einbettung des Verfahrens in diagnostischenProzess• computergestützte Version (Verhinderung vonTestleitereffekten) Durchführungsobjektivität vollständig gegeben Auswertungsobjektivität• PC-Version: vollständig automatisch• Papier-Version: übersichtlich gestaltete Auswertungsfolienund Summenblatt Auswertungsfehler so gut wie unmöglich Interpretationsobjektivität• Interpretation anhand von umfangreichen Normwerten fürunterschiedliche Bearbeitungskontexte möglich• Ausführliche Instruktionen zur Durchführung desRückmeldegesprächs• Fallbeispiele• PC-Version: Textbausteine, die die Ergebnisse für die Tperklären („Report“)
- Reliabilität des BIP- 6F Interne Konsistenz• Cronbachs Alpha zwischen .74 und .85 niedrige bis mittlere Reliabilität (laut Daumenregel)• mittlere Kosistenz der 6 Faktoren (.79) ähnelt der mittlerenKonsistenz der Big Five - Faktoren (.80, Borkenau &Ostendorf, 2008), bei weniger Items pro Faktor Interne Konsistenz ist zufriedenstellendRetest-Reliabilität• Stichprobe: N = 80 (davon berufstätig: N = 44)• Zeitintervall: 4 bis 6 Wochen Reliabilität zwischen . 80 und .89,Teilstichprobe: .78 und .90 mittlere Reliabilität
- Validität des BIP- 6F Konstruktvalidität Faktorielle Validität: Faktorenstruktur konnte mit explorativer Faktorenanalyse weitgehend repliziert werden Zusammenhänge mit dem Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung (BIP,Hossiep & Paschen, 2003) Zusammenhang mit dem NEO-Fünf-Faktoren-Inventar (NEO-FFI, Borkenau & Ostendorf, 2008) Zusammenhang mit dem 16-Persönlichkeits-Faktoren-Test (16 PF-R, Schneewind & Graf,1998) Kriteriumsvalidität• Vergleich von Selbst- und Fremdbeschreibung• Erhebung der 6 Faktoren mitFremdbeschreibungsfragebogenZusammenhänge mit Berufserfolg und Arbeitszufriedenheit• Ergebnisse• multiple Regressionen für subjektive Kriterien höher als fürobjektive (Berufserfolg: R2(korr) = .21,Arbeitszufriedenheit: R2(korr) = .20,Beförderung: R2(korr) = .12, Besoldung: R2(korr) = .12)• höchste Regression: „allgemeiner Berufserfolg“(R2(korr) = .24)• Faktor "Engagement" weist den höchstenZusammenhang mit Beförderung (r = .23) und Besoldung(r = .20) auf• negativer Zusammenhang zwischen Faktor „Disziplin“und Beförderung (r = -.14) sowie Besoldung (r = -.15)
- Normierung des BIP- 6F Grundgesamtheit: N = 7757• Alter: 17 bis 72 Jahre (∅ = 38,3) • Ort: Ruhr-Universität Bochum • Erhebung: Studien, Testverfahren • Berufstätige, Auszubildende, Studierende, Arbeitssuchend Normgruppen• unspezifisch (N = 7.757)• kontextspezifisch (N = 4.363) nur so viele machten Angaben zu allen vier Untergruppen• Geschlecht• Berufsbereich (Vertrieb / Verkauf)• Bearbeitungskontext(individuell vs. unternehmensbezogen)• Berufsstatus (Verantwortung) keine, mittel, hoch, selbstständig Selbstständig untenehmensbezogen: 65 VP• Normstichproben allgemein sehr gut
- Fazit zum BIP- 6F Erfassung Berufsbezogene Persönlichkeitsmerkmale faktorenanalytisch Entstehung aus BIP 6 Faktoren: je 3 Facetten: je 8 Items Objektivität, Reliabilität und Validität umfassend belegt anschauliches Handbuch, Checkliste schnelle und einfache Durchführung / Auswertung
- Theorie des EXPLORIX Kongruenztheorie (Holland) 1.Eine Person kann einem oder mehreren von sechsPersönlichkeitstypen zugeordnet werden.2.Berufliche Umwelten werden genauso klassifiziert,wie die Personen, die sich in ihnen bewegen.3.Personen wählen Berufe entsprechend ihrenFertigkeiten und Fähigkeiten, Einstellungenund Werten und der Übernahme entsprechenderberuflicher Rollen.4.Berufliches Verhalten (Zufriedenheit, Erfolg) wirddurch die Interaktion/ Passung zwischenPersönlichkeitsstruktur und beruflicher Umweltbestimmt.
- Anwendung des EXPLORIX • Berufswahl und Laufbahngestaltung• Strukturierung von Berufs- undPersönlichkeitsdaten• Unternehmensberatung• Persönlichkeitsforschung
- Objektivität des EXPLORIX Durchführungs-, Auswertungs- undInterpretationsobjektivität eingeschränkt• Autoren geben klare Anweisungen zurDurchführung, Auswertung undInterpretation• Test wird eigenverantwortlichdurchgeführt= Objektivität kann nicht gewährleistetwerden
- Reliabilität des EXPLORIX Interne KonsistenzGesamtskalen:Cronbach‘s Alpha durchschnittlich .89(conventional .86 bis social .91) Gesamtskalen verfügen über eine hoheInterne KonsistenzSubskalen:Cronbach‘s Alpha durchschnittlich .78( .70 bis .84) Interpretation einzelner Subskalen schwierig Retest-Reliabilität N= 138Zeitintervall 15 -18 MonateZweiterhebung = Explorix Kurzform(enthält Testabschnitte „Fähigkeiten“ und„Tätigkeiten“)Durchschnittliche Korrelation = .79(Skala conventional .70, Skala artistic .87)
- Validität des EXPLORIX Inhaltsvalidität• Kann als gegeben betrachtet werden(Theorie ausreichend erforscht)Konstruktvalidtiät• Mithilfe von Faktorenanalysen wurdensechs Dimensionen gefunden• Die 24 Subskalen konnten den jeweiligenDimensionen zugeordnet werden Vergleich EXPLORIX und AIST(Allgemeiner-Interessen-Struktur-Test)• AIST beruht ebenfalls auf der TheorieHollands, Fragebogen zur Erfassungvon Interessen• Konvergente Validitätskoeffizientenbetragen durchschnittlich r= .68• Divergente Validitätskoeffizientenbetragen durchschnittlich r=.19
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- Normierung des EXPLORIX • Länderspezifische Neukonstruktion• Quelle hauptsächlichBerufswahlinformationen• Berufscodes übernehmen praktisch dieFunktion von Normen• Gewinnung der Berufscodes: Expertenteam generiert einen Code Empirische Untersuchung
- Fazit zum EXPLORIX • Test zur Berufs- und Laufbahnplanung• Besonderheiten:Selbstständige Durchführung, Auswertung,Interpretation• Kriteriumsorientierte Testwertinterpretation• Objektivität, Reliabilität, Konstrukt- undInhaltsvalidität gegeben• Keine Angaben zur Kriteriumsvalidität
- Theorie des BDI2 atheoretisch keiner spezifischen Theorie verpflichtet BDI-II Revision:• Angleichung der Items an die DSM IV Kriterien• Bezugszeitraum von zwei Wochen
- Anwendungsbereiche des BDI2 klinischer Anwendungsbereich• Beurteilung der Schwere einer (bereits psychiatrischdiagnostizierten) Depression• Jugendliche ab 13 Jahre und Erwachsene (ohneAltersbeschränkung)• Verlaufsbeobachtung findet auch außerklinisch Anwendung• Screening• Verlaufsbeobachtung• Therapieforschung Grenzen:• Komorbidität von Depressionen• kein Verfahren zur Erstellung einer klinischenDiagnose!• Interpretation nur mit ausreichender klinischer Ausbildungund Erfahrung
- Objektivität des BDI2 Durchführungsobjektivität• vorangestellte schriftliche Instruktion zum Ausfüllen des FB,standardisierte Ansage für VL• Selbstbeurteilungsverfahren Auswertungsobjektivität• maximiert durch das Aufsummieren der Itemwerte zu einemSummenscore• Umgang mit fehlenden Werten nicht geregelt Interpretationsobjektivität• amerikanische Richtwerte zur Einschätzung desSchweregrades einer Depression vorgeschlagen• keine ausführliche Interpretationshilfen
- Reliabilität des BDI2 Interne Konsistenz (Cronbach‘s Alpha)Werte liegen alle >.89 Retest-Reliabilität• Studentenstichprobe (N =23), 3 Wochen Abstand r =.78• Gemeindestichprobe (N =86), 5 Monate Abstand r =.78• laut Autoren sehr zufriedenstellend
- Validität des BDI2 Inhaltsvalidität• ist gegeben, da BDI II nach Depressionskriterien des DSM IVentwickelt Konvergente und diskriminante Validität• Fragebogen zur Depressionsdiagnostik nach DSM IV erfasstselbstbeurteilte Depressivität r =.72 -.89 mit BDI II• Montgomery Asperg Depressionsskala erfasst fremdbeurteilteDepressivität r =.68 -.70 mit BDI II• Beck Anxiety Inventory erfasst Konstrukt Angst r =.65 -.69 mitBDI II keine Differenzierbarkeit der Konstrukte Angst undDepression• signifikante Korrelationen für konstruktnahe kognitive Skalen zurSelbstaufmerksamkeit (-.43 ≤ r ≤ .54), z.B. Skala Rumination ausdem Response Styles Questionaire (r =.47 -.52)
- Normierung des BDI2 Angabe von Prozenträngen• eine Patientenstichprobe• eine Gruppe Gesunder• N und Erhebungszeitraumnicht angegeben! • Summenwert von 22 oder höher bei 50% der Depressiven bei nur 5% der GesundenRepräsentativität derStichproben unklar! • Verzicht auf geschlechtsgetrennte Normen• trotz signifikanter Korrelationen zwischen Geschlecht undBDI-II Score bei Gesunden• d = 0,15 (Herzberg et al, 2008)• geringe praktische Bedeutung keine signifikanten Korrelationen zwischen Alter undBildung und BDI-II Score
- Fazit zum BDI2 Selbsterfassungsinstrument zur Erfassung der Schwere einer Depression atheoretisch konzipiert für die Anwendung im klinischen Bereich Fragebogen mit 21 Items und jeweils min. 4 Aussagen eingeschränkte Objektivität (keine Informationen zum Umgang mit fehlenden Werten und deren Interpretation) gute Interne Konsistenz und Retest-Reliabilität Konvergente Validität: r >.60 zwischen konstruktnahen Verfahren und BDI II ABER: keine Differenzierbarkeit zwischen Konstrukten Angst und Depression fehlende Angaben zur Kriteriumsvalidität Repräsentativität der Normstichprobe(n) unklar
- Theorie des WIT2 1983 erste Veröffentlichung des WIT lange Zeit einziger Test zur differenzierten Erfassung des intellektuellen Fähigkeitsprofils im deutschen Sprachraum Primary Mental Abilities (Thurstone, 1938) Grundlage des WIT Hierarchieannahme: je höher das Stratum,desto genereller/abstrakter die Fähigkeit Dimensionen: Sprachliches Denken, Rechnerisches Denken, Räumliches Denken, Schlussfolgerndes Denken, Merkfähigkeit, Arbeitseffizienz, Wissen Informationstechnologie, Wissen Wirtschaft
- Anwendungsbereiche des WIT2 differenzierte Erfassung intellektueller Leistungsfähigkeit vonJugendlichen und Erwachsenen Intelligenzdiagnostik Forschung Eignungsdiagnostik
- Aufbau des WIT2 Dimension 1 Sprachliches Denken Fähigkeit mit sprachlichen Konzepten umzugehen Dimension 2 Rechnerisches Denken mathematische Kenntnisse; einfache Rechenoperationen derAddition, Subtraktion, Multiplikation und Division Dimension 3 Räumliches Denken Fähigkeit zur Vorstellung und Bearbeitung räumlicher Relationen Dimension 4 Schlussfolgerndes Denken Fähigkeit best. logische Regeln und Gesetzmäßigkeiten zuerkennen und zweckentsprechend anwenden zu können Dimension 5 Merkfähigkeit Fähigkeit sich Informationen und Assoziationen einzuprägen und wieder zu erkennen Dimension 6 Arbeitseffizienz Leistung, komplexe Informationen eines vglw. geringenSchwierigkeitsgrades mit andauernder Konzentration effizient zuverarbeiten und anzuwendenDimension 7 Wissen Wirtschaft Dimension 8 Wissen Informationstechnologie
- Objektivität des WIT2 Durchführungsobjektivität: Standardisierte, umfassende, klar verständliche Instruktionen Beispielaufgaben für die meisten Subtests separates Instruktionsheft + detaillierte Verfahrenshinweise Informationsbroschüre für Teilnehmer Auswertungsobjektivität: Fehlerminimierung durch objektives Auswertungssystem ausführliche Instruktionen alle Werte, die Antworten der Testteilnehmer zugewiesen werden, liegen fest, sobald Entscheidungen über angewendete Normgruppe getroffen Auswertungsschablonen PC-Version erhöht Auswertungsobjektivität Interpretationsobjektivität: Umfassende Charakterisierung der Normgruppen klare Definition der erfassten Fähigkeiten Gesamt- sowie alters- und bildungsspezifische Normen
- Reliabilität des WIT2 Interne Konsistenz:Dimensionen:.78 (Merkfähigkeit) - .95 (Arbeitseffizienz)Gesamttest:.98Retestreliabilität:6 Wochen, n = 30.67 (Merkfähigkeit) - .93(Wissen IT)9 Monate, n = 63.59 (Arbeitseffizienz) - .86 (Schlussfolgerndes Denken)
- Validität des WIT2 Inhaltsvalidität•Anspruch auf Inhaltsvalidität wird nicht erhoben (Aussage derTestautoren)Kriteriumsvalidität•Korrelationen mit relevanten Außenkriterien (empirisch) Konstruktvalidität (n = 839)Rückschluss vom Verhalten der Testperson innerhalb derTestsituation auf zugrunde liegende psych. Persönlichkeits-merkmale ist wissenschaftlich fundiertEnge dieser Beziehung wird aufgrund von testtheoretischenAnnahmen und Modellen überprüfthierzu werden Strukturgleichungsmodell angegeben,deren Modellfit die Modellannahmen des MMPMA jeweilsrechtfertigen Konstruktvalidität:konvergent: belegt durch hohe Korrelationen mit entsprechendenModulen in anderen Tests (Intelligenz-Struktur-Test 2000 R: .62bis . 81; Figure-Reasoning-Test (.58))diskriminant: belegt durch geringe Korrelationen mit Tests zuanderen Konstrukten: Leistungsmotivation (Achievement-Motive-Scale-R: -.19 bis .25), Testängstlichkeit (Test-Anxiety-Inventory:-.11, -.18)
- Normierung des WIT2 RealnormenGesamtgröße der Normstichprobe: > 42.000Vergleich mit Normwerten: Prozentränge, z-Werte, IQWIT – Realnormen an „echten“ Bewerbern in beruflicherBewerbungssituation erfasst (Februar 2002 – Mai 2005) Realnormen verhalten sich wie Zielgruppe bildungs- und altersspezifische Kategorien
- Fazit zum WiT2 • WIT-1 (PMA) ist Grundlage des WIT-2 (MMPMA)• insbesondere zur Anwendung in der Eignungsdiagnostik geeignet8 Dimensionen: 11 Subtests: 243 Items• fehlerfreie & wortwörtliche Instruktion durch separates Instruktionsheft• sehr umfangreiche Überprüfung der Gütekriterien • alle Arten der Objektivität gewährleistetReliabilität durchwachsen (Vgl.: Retestreliabilität; interne Konsistenzen liegen im zufriedenstellenden Bereich), Validität sehr ausführlich geprüft• Realnormen (bildungs- und altersspezifische Kategorien)
- Theorie des WMT2 Raschmodell: Annahmen über Beziehungen zwischen manifestem Antwortverhalten auf Testitems und Ausprägung der latenten Variable (schlussfolgerndes Denken) Dafür nötig: Stichprobenunabnhängigkeit Eindimensionalität Lösungswahrscheinlichkeit abhängig von: Fähigkeit der Person und Itemschwierigkeit
- Aufbau des WMT2 18 Items: 4 leicht, 14 mittel Zu vervollständigende Matrix aus acht abstrakten Symbolen und acht Antwortmöglichkeiten
- Objektivität des WMT2 Durchführungsobjektivität: • Anweisungen in standardisierter Form • Aufgabenstellung selbsterklärend • Hilfe durch Beispiel Auswertungsobjektivität: • Geschlossenes Fragenformat: nur Auswahl begrenzter Antworten möglich • Rohscore durch Addition ermittelt Interpretationsobjektivität: • Normtabellen vorhanden • Aufteilung in Gruppen nach Alter und Bildung